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Joseph Conrads Literaturverständnis am Beispiel von "The Lagoon"

Title: Joseph Conrads Literaturverständnis am Beispiel von "The Lagoon"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Yann Martin (Author)

English Language and Literature Studies - Literature

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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Hausarbeit soll Joseph Conrads Verhältnis zur Literatur vor dem Hintergrund seiner Weltanschauung und Bewusstseinskonzeption skizziert werden.

Eine gute Kenntnis seines literarischen Ansatzes ist hilfreich, um Besonderheiten seines Werks, zum Beispiel seine innovativen, impressionistischen Erzählmuster oder Leitmotive, wie Isolation oder „darkness“, zu erfassen.

Zum besseren Verständnis seines Literaturansatzes und seines Weltbildes werden als erstes der historische Kontext des 19. Jahrhunderts und die damaligen philosophischen Diskurse umrissen. Zentrale Fragen werden hierbei sein, warum Conrads Verständnis der menschlichen Existenz so pessimistisch geprägt ist und welche Rolle seine Bewusstseinskonzeption für sein Weltbild spielt.

Von besonderer Wichtigkeit für das Verständnis von Conrads Prosa ist weiterhin sein Wahrheitsbegriff. Zusammen mit seinen Prämissen für das Funktionieren von literarischer Kommunikation soll dieser erläutert werden. Darauf aufbauend kann dann schließlich Conrads Literaturverständnis nachvollzogen werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei seinen literarischen Zielsetzungen und theoretischen Ansätzen zu deren Verwirklichung.

Bezüglich des Literaturverständnisses sind die wichtigsten Fragen, wie der Künstler es nach Conrads Ansicht schaffen kann, seine subjektive Vision allgemeingültig zu machen und welche Bedeutung der Evozierung von Sinneseindrücken dabei zukommt.

Abschließend soll Conrads Literaturansatz exemplarisch anhand der Kurzgeschichte „The Lagoon“ skizziert werden. Die Analyse der Erzählsituation bildet hierbei den Schwerpunkt, da letztere in ihrer Eigenschaft als konstitutives Gattungsmerkmal narrativer Texte ein zentrales Element der Erzähltextanalyse darstellt (Nünning 2001: 105).

Grundlage der Erzähltextanalyse in dieser Hausarbeit sind die Kategorien, Modelle und Erkenntnisse der strukturalistisch ausgerichteten Narratologie mit Schwerpunkt „discourse“ (Nünning 2001: 104-121).

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Philosophie und Literaturansatz Conrads

2.1 Conrads Weltbild

2.2 Conrads Prämissen für das Funktionieren von Literatur

2.3 Der literarische Ansatz Conrads

3. Conrads Erzähltechnik am Beispiel von „The Lagoon“

3.1 Einführung zu „The Lagoon“

3.2 Die Erzählsituation in „The Lagoon“

3.3 Funktionen der beiden Erzählinstanzen in „The Lagoon“

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Joseph Conrads Literaturverständnis, indem sie es mit seiner pessimistischen Weltanschauung und seiner spezifischen Bewusstseinskonzeption verknüpft und diese theoretischen Grundlagen anhand der Erzähltechnik in der Kurzgeschichte „The Lagoon“ analysiert.

  • Philosophische Grundlagen des Conradschen Weltbilds
  • Conrads Theorie der literarischen Kommunikation
  • Die Rolle von Isolation und „solidarity“ in der Prosa
  • Narratologische Analyse der Erzählsituation
  • Dichotomie von Realität und Illusion in „The Lagoon“

Auszug aus dem Buch

2.3 Der literarische Ansatz Conrads

Art itself may be defined as a single-minded attempt to render the highest kind of justice to the visible universe, by bringing to light the truth […] (Conrad 1897: 3).

Conrads ästhetisches Prinzip ist gekennzeichnet von dem Versuch, Wahrheit „ans Licht zu bringen“. Vertreter des viktorianischen Realismus würden durch ausführliche, möglichst exakte Beschreibung der realen Welt versuchen, Wahrheit abzubilden. Doch für Conrad ist Wahrheit nicht auf diesem Weg kommunizierbar. Seiner Vorstellung nach ist Wahrheit nicht im platonischen Sinne absolut, sondern wird subjektiv auf der Basis von Fakten durch das Bewusstsein geschaffen (Pettersson 1982: 36). Trotzdem kann ein Künstler glaubwürdig Wahrheit abbilden, indem er versucht, beim Rezipienten die Prozesse in Gang zu setzen, die Wahrheit erzeugen (ebd.).

“Fiction - if it at all aspires to be art - appeals to temperament“ (Conrad 1897:4). Conrads literarischer Ansatz greift seine philosophischen Überzeugungen auf, denn er versucht für das „temperament“ seines Publikums zu schreiben. Das heißt Conrad appelliert an universelle Emotionen, um die menschliche Isolation zu überwinden und seine Leser zu erreichen. Der Wirkung eines solchen literarischen Appells kann der Lauf der Zeit wenig anhaben, wie Conrad überzeugt argumentiert:

Yet its effect [of the appeal to temperament] endures forever. The changing wisdom of successive generations discards ideas, questions, facts, demolished theories. But the artist appeals to that part of our being which is not dependent on wisdom; to that in us which is a gift and not an acquisition - and, therefore, more permanently enduring. (Conrad 1897: 3)

Im Gegensatz zu wissenschaftlichen Texten, deren Halbwertszeit stark vom sich verändernden Wissensstand abhängt, hat die Wirkung von Literatur nach Conrads Ansatz für immer Bestand. Der Künstler richtet sich nicht wie ein Wissenschaftler an den Intellekt seiner Leser, sondern macht sich deren psychologische Grundeigenschaften zu nutze, um Gefühle zu evozieren. Da die fundamentalen Merkmale unserer Psyche und unsere Emotionen universell sind, kann die Isolationsproblematik so gelöst werden (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Fragestellung und den methodischen Rahmen der Untersuchung von Joseph Conrads Literaturverständnis.

2. Philosophie und Literaturansatz Conrads: Dieses Kapitel erläutert Conrads pessimistisches Weltbild, seine Bewusstseinskonzeption und die daraus resultierenden Prämissen für sein Verständnis von Literatur.

3. Conrads Erzähltechnik am Beispiel von „The Lagoon“: Hier wird die theoretische Herleitung exemplarisch an der Kurzgeschichte „The Lagoon“ unter besonderer Berücksichtigung der Erzählsituation und der beiden Erzählinstanzen angewandt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, wie Conrad seine Bewusstseinskonzeption und die Dichotomie von Realität und Illusion formal in seinen Erzählungen umsetzt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Joseph Conrad, The Lagoon, Literaturverständnis, Bewusstseinskonzeption, Impressionismus, Erzähltechnik, Isolation, Solidarity, Temperament, Realität, Illusion, Narratologie, Auktorial, Ich-Erzähler, Sinneseindrücke

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Joseph Conrads Literaturverständnis vor dem Hintergrund seiner philosophischen Weltanschauung und seiner spezifischen Auffassung vom menschlichen Bewusstsein.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zu den Kernbereichen zählen Conrads Weltbild, sein Wahrheitsbegriff, die Konzepte „solidarity“ und „temperament“ sowie die Analyse literarischer Vermittlungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Conrad den Widerspruch zwischen der angenommenen menschlichen Isolation und der Notwendigkeit literarischer Kommunikation durch spezifische ästhetische Verfahren überwindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Es wird eine strukturalistisch ausgerichtete Narratologie mit dem Schwerpunkt „discourse“ angewandt, um die Erzählsituation in der Kurzgeschichte „The Lagoon“ zu untersuchen.

Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert, wie Conrad in „The Lagoon“ durch die Kombination von auktorialer Erzählinstanz und Ich-Erzähler die Dichotomie zwischen Realität und subjektiver Illusion inszeniert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bewusstseinskonzeption, impressionistische Erzähltechniken, menschliche Isolation, „solidarity“ und die Dichotomie von Realität und Illusion.

Warum spielt das Konzept des „temperament“ eine so wichtige Rolle für Conrad?

Laut Conrad ist das „temperament“ eine universelle psychologische Grundeigenschaft aller Menschen, die es ermöglicht, trotz individueller Isolation eine emotionale Verbindung zwischen Autor und Leser herzustellen.

Inwiefern beeinflusst das Weltbild des Autors die Erzählstruktur in „The Lagoon“?

Da der Mensch für Conrad isoliert in seinem subjektiven Bewusstsein gefangen ist, spiegelt die Aufspaltung in eine Rahmenhandlung (auktorial) und eine eingebettete Erzählung (Ich-Perspektive) diesen Konflikt zwischen objektivem Schein und subjektiver Wahrnehmung wider.

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Details

Title
Joseph Conrads Literaturverständnis am Beispiel von "The Lagoon"
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Anglistik)
Course
"Joseph Conrad"
Grade
2+
Author
Yann Martin (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V90455
ISBN (eBook)
9783638047586
ISBN (Book)
9783638944168
Language
German
Tags
Joseph Conrads Literaturverständnis Beispiel Lagoon Joseph Conrad
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yann Martin (Author), 2007, Joseph Conrads Literaturverständnis am Beispiel von "The Lagoon", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90455
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