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Der Atlantis-Mythos in nationalsozialistischer Propaganda. Das Werk "Atlantis – Die Urheimat der Arier" von Karl Georg Zschaetzsch

Title: Der Atlantis-Mythos in nationalsozialistischer Propaganda. Das Werk "Atlantis – Die Urheimat der Arier" von Karl Georg Zschaetzsch

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Lisa-Sophie Roth (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Text von Karl Georg Zschaetzsch und der Rolle der Eigenschaften der Atlantiden darin. Schon in vielen Texten wurden die Bewohner der Insel Atlantis, die Atlantiden, als ideales Volk beschrieben. Nicht nur Platon, sondern auch Tommaso Campanella und Francis Bacon wiesen auf die einzigartigen Eigenschaften der Atlantiden hin. Nebst besonderer Weisheit wird den Inselbewohnern oft große Tugendhaftigkeit sowie ein einzigartiges Staats- und Gesellschaftswesen zugeschrieben. In seinem Text „Atlantis - die Urheimat der Arier“ schreibt Karl Georg Zschaetzsch diese Eigenschaften nun dem nationalsozialistischen Idealvolk der Arier zu und betont dessen Überlegenheit gegenüber anderen Völkern sowie die Wichtigkeit der Reinhaltung des arischen Blutes.

Auf welchem Wege und in welchem Ausmaß er diese Überzeugungen auf den klassischen Atlantis-Mythos nach Platon anwendet, wird in dieser Arbeit dargelegt. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Funktionen und Intentionen der Erzählweise des Autors sowie auf die konträre Darstellung von Ariern und Nichtariern gelegt. Zudem wird unter Verwendung von Texten des Historikers Franz Wegener sowie Johannes Schmitt und Lazaro Miliopoulos auf die Frage eingegangen, welchen Einfluss der Atlantis-Mythos in der nationalsozialistischen Gesellschaft hatte, da Zschaetzsch bei weitem nicht der einzige Autor war, der den Mythos Atlantis zu einer rassistischen Handlung uminterpretiert.

Um eine Hypothese aufzustellen, lässt sich sagen, dass Zschaetzsch durch Zugriff auf und Kommentation von anderen ihm bekannten Mythen, wie der nordischen Sage Edda, aber auch der Bibel, die Bewohner der Insel, welche in diesem Fall Arier sind, sehr positiv konnotiert und ihnen zum Beispiel Tüchtigkeit und Gutmütigkeit zuspricht. Dahingegen werden die Nichtarier als sündhaft und animalisch dargestellt, während ihnen zudem die Schuld am Untergang der Insel gegeben wird. Dieser Text und andere, die auf den Atlantis-Mythos zugriffen und ihn zu einem nationalsozialistischen Mythos machten, wurden von hohen nationalsozialistischen Politikern, wie auch Adolf Hitler, als Rechtfertigung für den Umgang mit Nichtariern, beziehungsweise Fremden oder Ausländischen benutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zu Struktur und methodischem Vorgehen

2. „Atlantis – Die Urheimat der Arier“ von Karl Georg Zschaetsch

3. Die Arier in Zschaetzschs Text

3.1. Entstehung und Verbreitung der Arier

3.2. Charakterisierung der Arier

4. Die Nichtarier in Zschaetzschs Text

4.1. Charakterisierung der Nichtarier

4.2. Umgang mit den Nichtariern

5. Funktion und Intention des Textes

6. Auswirkung und Einfluss dieser und anderer nationalsozialistischer Atlantis Literatur

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Karl Georg Zschaetzsch den klassischen Atlantis-Mythos nach Platon uminterpretiert, um eine rassistische Ideologie zu stützen. Ziel ist es, die konträre Darstellung von Ariern und Nichtariern im Text zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese Narrative von nationalsozialistischen Funktionären als Rechtfertigung für Ausgrenzung und Gewalt instrumentalisiert wurden.

  • Die Uminterpretation des Atlantis-Mythos zu einer nationalsozialistischen Rassentheorie.
  • Gegenüberstellung der positiven Konnotation der Arier und der animalischen Darstellung der Nichtarier.
  • Die Funktion des Textes als pseudowissenschaftliche Begründung für rassenpolitische Maßnahmen.
  • Der Einfluss nationalsozialistischer Atlantis-Literatur auf das Weltbild von Funktionseliten.

Auszug aus dem Buch

3.1. Entstehung und Verbreitung der Arier

Karl Georg Zschaetzsch beginnt seinen Text zeitlich nach dem Sintbrand, einer der großen Katastrophen, die über Atlantis hinwegfegten. Dieser Sintbrand zerstörte den fruchtbaren südlichen Teil der Insel, in dem die Arier lebten. Als der Sintbrand über die Insel herfegte, überlebten laut Zschaetzsch nur drei Menschen, die sich in einer Höhle in der Nähe einer Quelle aufhielten und die den Fortbestand der arischen Rasse sicherten: "Diese drei waren ein schon etwas betagter Mann, seine um vieles jüngere Schwester und die kleine, etwa neun oder höchstens zwölf Jahre alte Tochter der letzteren." Als dann die Frau kurze Zeit später stirbt, schneidet ihr Bruder ihr einen Jungen aus dem Bauch. Dieser wird von seiner Schwester und seinem Onkel als Pflegeeltern aufgezogen und nimmt später seine Schwester zur Frau. Von diesen beiden stammen folglich alle Arier ab. Zschaetzsch behauptet in seinem Text, dass dieses Urarier-Paar das Pendant zu Adam und Eva aus der biblischen Genesis sei und dass sie dieselben Personen wären, nur mit unterschiedlichen Namen, den verschiedenen Überlieferungen verschuldet: "Die biblische Überlieferung beginnt ebenfalls mit drei Personen. Von diesen ist Gottvater mit dem Pflegevater identisch, während Adam den Pflegesohn darstellt und Eva die Pflegetochter." Zudem behauptet er: "Die ersten drei Menschen des neuen nachsintbrandlichen Zeitalters sind in den verschiedensten Mythologien zu finden."

Zschaetzsch erläutert sogar, dass die atlantinischen Arier einen solchen Einfluss hätten, dass Feste, die heutzutage noch gefeiert werden, ihren Ursprung in ihrer Kultur hätten. Sogar das Weihnachtsfest soll nicht etwa mit der Geburt Jesu oder der Wintersonnenwende zusammenhängen, sondern eine Zusammenkunft eines Sterbe- und eines Geburtstages bedeutender Anführer darstellen. Außerdem soll die Wassertaufe auf einem Brauch der atlantinischen Gesellschaft zurückzuführen sein und auch ein Feiertag soll bereits vor Auftreten des Christentums existiert haben, dieser sei allerdings der Montag gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zu Struktur und methodischem Vorgehen: Einleitung in die Thematik, Vorstellung des Atlantis-Mythos als rassistisches Instrument und Darlegung der wissenschaftlichen Herangehensweise.

2. „Atlantis – Die Urheimat der Arier“ von Karl Georg Zschaetsch: Analyse von Zschaetzschs Kernargumentation, in der er den Atlantis-Mythos als Urheimat der Germanen umdeutet und verschiedene Mythen zur Stützung seiner Thesen heranzieht.

3. Die Arier in Zschaetzschs Text: Untersuchung der mythischen Entstehungsgeschichte der Arier sowie deren Charakterisierung als göttlich abstammendes, tüchtiges Volk.

4. Die Nichtarier in Zschaetzschs Text: Analyse der diffamierenden Charakterisierung der Nichtarier als unzivilisiert und parasitäre Gefahr sowie deren Rolle im Umgang mit den Ariern.

5. Funktion und Intention des Textes: Untersuchung der rassistischen Zweckentfremdung des Mythos als Legitimation für Ausgrenzung und politische Maßnahmen des Nationalsozialismus.

6. Auswirkung und Einfluss dieser und anderer nationalsozialistischer Atlantis Literatur: Einordnung der Popularität solcher Schriften und ihre begrenzte, aber vorhandene Bedeutung innerhalb der nationalsozialistischen Ideologie.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Uminterpretation des Atlantis-Mythos als propagandistisches Werkzeug zur Rechtfertigung nationalsozialistischer Verbrechen.

Schlüsselwörter

Atlantis, Karl Georg Zschaetzsch, Arier, Nationalsozialismus, Rassenideologie, Germanen, Nichtarier, Mythos, Rassenmischung, Antisemitismus, Sintbrand, Rassentrennung, NS-Ideologie, Pseudowissenschaft, Propaganda.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk "Atlantis – Die Urheimat der Arier" von Karl Georg Zschaetzsch und analysiert, wie der klassische Atlantis-Mythos in den 1920er Jahren für rassistische und nationalsozialistische Zwecke umgedeutet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die rassistische Uminterpretation mythologischer Stoffe, die Konstruktion eines arischen Idealbildes gegenüber einem nichtarischen "Feindbild" sowie die ideologische Instrumentalisierung von Geschichte und Mythen im Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Zschaetzsch durch die Kontrastierung von "Ariern" und "Nichtariern" ein Weltbild schuf, das Diskriminierung und Gewalt, insbesondere gegen Juden, als notwendige "Notwehr" legitimieren sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse von Zschaetzschs Originaltext unter Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur, um die Funktionen und Intentionen der Erzählweise kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Entstehung der Arier nach Zschaetzsch, die abwertende Charakterisierung der Nichtarier, die ideologische Funktion dieser Beschreibungen sowie den Einfluss solcher Atlantis-Literatur auf die Gesellschaft der NS-Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Atlantis, Rassenideologie, Nationalsozialismus, Antisemitismus, Arier, Pseudowissenschaft und propagandistische Mythenbildung beschreiben.

Wie begründet Zschaetzsch den Untergang von Atlantis?

Zschaetzsch macht die "Rassenmischung" zwischen Ariern und Nichtariern für den Untergang verantwortlich. Der Verlust der "reinen" arischen Identität durch Vermischung führte laut seiner Darstellung zum sittlichen Verfall und letztlich zum Untergang der Insel.

Welche Rolle spielt die Bibel in Zschaetzschs Argumentation?

Zschaetzsch nutzt biblische Narrative, etwa die Genesis oder den Sündenfall, und interpretiert sie um, um sie als historische Belege für die Überlegenheit der Arier und die Schuld der Nichtarier an der "Sündenfall"-Katastrophe darzustellen.

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Details

Title
Der Atlantis-Mythos in nationalsozialistischer Propaganda. Das Werk "Atlantis – Die Urheimat der Arier" von Karl Georg Zschaetzsch
College
University of Cologne
Grade
2,3
Author
Lisa-Sophie Roth (Author)
Publication Year
2016
Pages
21
Catalog Number
V903492
ISBN (eBook)
9783346237682
ISBN (Book)
9783346237699
Language
German
Tags
Atlantis Nationalsozialismus Hitler Mythos Propaganda Atlantiden Mein Kampf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa-Sophie Roth (Author), 2016, Der Atlantis-Mythos in nationalsozialistischer Propaganda. Das Werk "Atlantis – Die Urheimat der Arier" von Karl Georg Zschaetzsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/903492
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