Diese Arbeit wird sich mit der Darstellung der "Pegida" in den Medien beschäftigen und zwar unter der Fragestellung, wie sich diese entwickelt hat. Dazu werde ich mich hauptsächlich auf bekannte Tageszeitungen beziehen und deren Darstellung kritisch beleuchten. Zudem versuche ich im Rahmen der Möglichkeiten noch auf die Berichterstattung in ausländischen Medien einzugehen, um etwas über den deutschen Tellerrand hinauszuschauen.
Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen finden seit einigen Jahren immer wieder neue Anhänger in ganz Europa. In Deutschland sorgen sowohl "Pegida" als auch die AfD in letzter Zeit immer wieder für neue Schlagzeilen und entfachen Diskussionen zur "Flüchtlingskrise". Bei den letzten Landtagswahlen hat die AfD die 10%-Marke bereits übertroffen und erreichte in Sachsen-Anhalt ihren bisherigen Spitzenwert von 23,1%. Auch die "Pegida" hatte zeitweilig bis zu 25.000 Anhänger bei ihren Demonstrationen. Problematisch ist dieser Zulauf, weil sich beide Gruppierungen immer stärker radikalisiert haben und immer mehr durch fremdenfeindliche und rassistische Äußerungen für Aufsehen sorgen.
So erregte die AfD Vorsitzende Frauke Petry vor kurzem Aufsehen, indem sie sagte, dass man die Grenzen stärker schützen und dabei notfalls auch von der Waffe Gebrauch machen müsse. Noch deutlicher werden die Anlehnungen an fremdenfeindliche Ressentiments, wenn der Thüringer AfD Vorsitzende Björn Höcke die Flüchtlinge beispielsweise als "sozialen Brennstoff" bezeichnet, oder eine Theorie vom "…lebensbejahenden, afrikanischen Ausbreitungstyp…" entwickelt, der im Gegensatz zum "…europäischen Platzhaltertyp…" , mehr Menschen hervorbringe als nötig und damit für einen "Reproduktionsüberschuss" sorge.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung:
- Einleitung und Erörterung der Fragestellung
- Methodenkapitel
- Überleitung: Was ist „Pegida“?
- Hauptteil:
- Der Beginn von „,Pegida“ und die Entwicklung der Darstellung
- Die Vorgeschichte von Lutz Bachmann
- Studie: Der typische „Pegida“ Anhänger identifiziert sich nicht mit den Ängsten vor Islamisierung?
- Der zwischenzeitliche Zerfall von „Pegida“.
- Rücktritt von Bachmann, ein Schlag für „Pegida“?
- Keine klare Positionierung von „Pegida“: Zerfall oder Radikalisierung
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Schluss:
- Fazit und weiterer Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Darstellung von „Pegida“ in den Medien und untersucht, wie sich diese im Laufe der Zeit entwickelt hat. Sie analysiert die Berichterstattung in bekannten Tageszeitungen, beleuchtet deren kritische Perspektiven und versucht, einen Blick über den deutschen Tellerrand hinaus auf die Berichterstattung in ausländischen Medien zu werfen.
- Die Entwicklung der Darstellung von „Pegida“ in den Medien
- Der Einfluss von „Pegida“ auf die deutsche Gesellschaft
- Die Rolle der Medien in der Berichterstattung über „Pegida“
- Der Vergleich der Berichterstattung in deutschen und ausländischen Medien
- Die Verbindung von „Pegida“ mit dem rechten bis rechtsextremistischen Milieu
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Forschungsfrage, die sich mit der Darstellung von „Pegida“ in den Medien beschäftigt. Im Methodenkapitel werden die verwendeten Quellen, insbesondere die ausgewählten Zeitungen, vorgestellt. Die Überleitung gibt eine kurze Definition von „Pegida“ und führt in den Hauptteil ein.
Der Hauptteil analysiert zunächst den Beginn von „Pegida“ und die Entwicklung der Darstellung in den Medien. Es wird auf die Vorgeschichte des „Pegida“-Gründers Lutz Bachmann eingegangen und eine Studie beleuchtet, ob der typische „Pegida“-Anhänger sich mit den Ängsten vor Islamisierung identifiziert. Anschließend wird der Zerfall von „Pegida“ untersucht, insbesondere der Rücktritt von Bachmann und die daraus resultierenden Auswirkungen. Des Weiteren wird die Frage diskutiert, ob die Bewegung zerfallen ist oder sich radikalisiert hat. Die Ergebnisse werden im letzten Abschnitt des Hauptteils zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Die zentralen Begriffe und Themen der Arbeit umfassen: „Pegida“, Medien, Berichterstattung, Darstellung, Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, AfD, Islamisierung, Flüchtlingskrise, „Lügenpresse“, „Gutmenschen“.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Pegida in der Presse dargestellt?
Die Darstellung hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, wobei oft Begriffe wie „gewaltaffin“ und „rechts“ im Zentrum der Berichterstattung stehen.
Welche Rolle spielt Lutz Bachmann in der Bewegung?
Als Gründer und zentrale Figur prägte er die Bewegung maßgeblich; sein zwischenzeitlicher Rücktritt und seine Vorgeschichte wurden medial stark thematisiert.
Gibt es eine Verbindung zwischen Pegida und der AfD?
Die Arbeit beleuchtet, wie beide Gruppierungen Diskussionen zur „Flüchtlingskrise“ entfachen und sich zunehmend radikalisiert haben.
Was versteht man unter dem Begriff „Lügenpresse“ im Pegida-Kontext?
Es ist ein Schlagwort, mit dem Anhänger der Bewegung die etablierten Medien kritisieren und ihnen eine einseitige Berichterstattung vorwerfen.
Wie reagierten ausländische Medien auf Pegida?
Die Arbeit untersucht die Berichterstattung über den deutschen „Tellerrand“ hinaus, um eine internationale Perspektive auf die Bewegung zu bieten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2016, "Gewaltaffin und rechts". Die Darstellung von "Pegida" in der Presse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/903419