In dieser Arbeit soll der Einfluss der zukünftigen E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche analysiert werden.
In der heutigen Marketingbranche wird vermehrt auf technologische Ansätze gesetzt um einen Nutzer zu tracken um ihm passendere Werbung zu zeigen. Dafür werden Cookies benutzt und dies könnte sich durch die E-Privacy Verordnung ändern. Denn durch die E-Privacy Verordnung soll es nur möglich sein, Daten, die bei der Benutzung von Diensten benötigt werden zu verarbeiten. Des Weiteren sollen Dienste erst durch eine explizite Genehmigung Cookies setzen dürfen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Problem und Zielsetzung der Arbeit
2 Die E-Privacy Verordnung
3 Auswirkungen der E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche
3.1 Auswirkungen des ersten Entwurfes
4 Zukünftige Entwicklungen
4.1 Fazit und Reflexion
4.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Einfluss der geplanten E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche, indem sie untersucht, wie sich verschiedene Entwürfe des Gesetzgebungsverfahrens auf die Nutzung von Cookies und Tracking-Technologien auswirken und welche Herausforderungen dies für aktuelle Geschäftsmodelle darstellt.
- Analyse der E-Privacy Verordnung und deren historischer Kontext
- Untersuchung von Auswirkungen durch verschiedene Gesetzesentwürfe
- Analyse der Tracking-Praktiken auf den 50 meistbesuchten deutschen Webseiten
- Gegenüberstellung von datenschutzfreundlichen Voreinstellungen und Anforderungen an Cookie-Einwilligungen
- Reflexion über den Einfluss von Lobbyarbeit auf den Gesetzgebungsprozess
Auszug aus dem Buch
3.1 Auswirkungen des ersten Entwurfes
Die erste Auswirkung für die Marketingbranche des ersten Entwurfes sind Cookiewalls. Dies bedeutet, dass man eine Seite nur benutzen darf, wenn man zugestimmt hat, dass Cookies benutzt werden dürfen und es hierbei keine Auswahlmöglichkeit bezüglich des Umfangs von Cookies gibt. Dies ist laut dem ersten Entwurf der E-Privacy Verordnung verboten. [Europäische Kommission, 2017]
In der folgenden Abbildung befindet sich ein Beispiel für eine Cookiewall.
Hierbei ist es erst möglich die Seite des Spiegels zu benutzen nachdem man zugestimmt hat, dass man Cookies akzeptiert und es ist nicht möglich dies abzulehnen.
Eine weitere Auswirkung ist, dass eine explizite Zustimmung für die Benutzung von Cookies eingeholt werden muss- Dies bedeutet, dass eine Meldung, dass Cookies benutzt werden nicht ausreichend ist.
In der folgenden Abbildung sind die Benutzung von Cookiebannern und Cookiewalls der oben aufgeführten Webseiten aufgeführt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Datenschutzes ein, thematisiert die drohenden Sanktionen bei Verstößen gegen die DSGVO und definiert die Problemstellung der Arbeit bezüglich des Nutzertrackings durch Cookies.
2 Die E-Privacy Verordnung: Das Kapitel erläutert die Genese der E-Privacy Verordnung als dritte Reform für die elektronische Kommunikation und beleuchtet den bisherigen, von verschiedenen Entwürfen und politischer Debatte geprägten Gesetzgebungsprozess.
3 Auswirkungen der E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche: In diesem Kapitel werden die Konsequenzen der regulatorischen Änderungen für das Marketing analysiert, basierend auf einer Untersuchung der 50 meistbesuchten deutschen Webseiten hinsichtlich ihrer Cookie-Praktiken.
3.1 Auswirkungen des ersten Entwurfes: Dieser Abschnitt beschreibt das Verbot von Cookiewalls und die Anforderung an eine explizite, granulare Einwilligung der Nutzer zur Cookie-Nutzung gemäß dem initialen Entwurf.
4 Zukünftige Entwicklungen: Hier wird der ungewisse Status der Verordnung thematisiert, wobei die Rolle der EU-Ratspräsidentschaft und der Einfluss von Lobbyarbeit als wesentliche Faktoren identifiziert werden.
4.1 Fazit und Reflexion: Das Fazit reflektiert die Schwierigkeit der Analyse bei einem sich stetig verändernden Gesetzesvorhaben und bewertet die Auswirkungen der verschiedenen Entwürfe auf Bürger und Unternehmen.
4.2 Ausblick: Der Ausblick empfiehlt, zukünftig eine historische Aufarbeitung der Verordnung vorzunehmen, sobald diese in Kraft getreten ist, um den tatsächlichen Einfluss der Industrie auf die Gesetzgebung bewerten zu können.
Schlüsselwörter
E-Privacy Verordnung, Datenschutz, DSGVO, Marketing, Cookies, Tracking, Cookiebanner, Cookiewall, Einwilligung, Datennutzung, EU-Recht, Webseitenanalyse, Browser-Einstellungen, Privacy-by-Design, Internet-Marketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit befasst sich mit den Auswirkungen, die die E-Privacy Verordnung auf die Marketingbranche und deren Praxis des Nutzertrackings haben könnte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Regulierung von Cookies, die Anforderungen an die Einwilligung der Nutzer, die Analyse von Cookie-Bannern auf populären Webseiten sowie der Einfluss von EU-Gesetzgebungsprozessen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie die E-Privacy Verordnung die Marketingbranche beeinflusst und inwieweit unterschiedliche Entwürfe des Gesetzes zu verschiedenen Konsequenzen für die Branche führen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor verwendet eine Literaturanalyse sowie eine empirische Untersuchung der 50 meistbesuchten deutschen Webseiten mittels Web-Scraping, um deren aktuelle Cookie-Praktiken zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Anforderungen des ersten Entwurfs im Vergleich zum letzten Entwurf, die Rolle der DSGVO in der Zwischenzeit sowie die praktische Umsetzung durch Cookie-Banner auf reichweitenstarken Webseiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind E-Privacy Verordnung, Datenschutz, Cookies, Tracking, Cookie-Einwilligung und Marketing-Strategien.
Wie unterscheidet sich der erste Gesetzesentwurf vom letzten Entwurf?
Der erste Entwurf war deutlich restriktiver, insbesondere in Bezug auf Cookiewalls und die technische Integration von Datenschutzeinstellungen im Browser, während der letzte Entwurf diese Vorgaben weitgehend strich.
Warum ist die Analyse der Auswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt schwierig?
Die Analyse ist erschwert, da sich das Gesetzgebungsverfahren aufgrund von Differenzen zwischen den EU-Mitgliedstaaten und starker Lobbyarbeit in einem Zustand der Ungewissheit befindet und das Gesetz noch nicht final verabschiedet ist.
- Arbeit zitieren
- Fabian Werner (Autor:in), 2020, E-Privacy, Datenschutz und Marketing. Der Einfluss zukünftiger Verordnung auf die Marketingbranche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/902552