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Defekte Demokratie Türkei - Machtkampf zwischen Kemalisten und Islamisten

Titel: Defekte Demokratie Türkei - Machtkampf zwischen Kemalisten und Islamisten

Hausarbeit , 2007 , 12 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Güven Asmacik (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werde ich versuchen, die Defekte der türkischen Demokratie anhand des Models der „Embedded Democracy“ herauszuarbeiten. Am Schluss der Arbeit werde ich auf die Frage eingehen, ob das Militär oder aber die Re-Islamisierung der Türkei Hindernisse für die Entwicklung der türkischen Demokratie darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Über „Embedded Democracy“ und die Frage nach der „Effektiven Regierungsgewalt“ in der Türkei

3. Das Militär in der Türkei

3.1 Wie kommt es zu dem starken Einfluß des Militärs auf die türkische Politik?

3.2 Der Militärputsch von 12. September 1980, die Konstitutionalisierung des Militärs und die Politisierung des Islams

4. Zusammenfassung und Ausblicke

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Defekte der türkischen Demokratie anhand des Modells der „Embedded Democracy“. Dabei wird insbesondere die Rolle des Militärs sowie die zunehmende Re-Islamisierung analysiert, um zu bewerten, inwiefern diese Faktoren als Hindernisse für die demokratische Entwicklung des Landes fungieren.

  • Die Anwendung des „Embedded Democracy“-Modells auf den türkischen Kontext.
  • Die historische und politische Sonderrolle des Militärs im türkischen Staatssystem.
  • Die Auswirkungen des Militärputsches von 1980 auf Verfassung und Gesellschaft.
  • Der Einfluss der AKP und die damit verbundene Instrumentalisierung der Religion.
  • Das Spannungsfeld zwischen laizistischer Tradition und islamisch-konservativen Bestrebungen.

Auszug aus dem Buch

3. Das Militär in der Türkei

Die Akzeptans des Militärs als eines selbstständigen und legitimen politischen Akteurs im System der Republik Türkei geht einerseits auf den Gründungsmythos der modernen Türkei zurück, hat aber darüber hinausgehende historische Wurzeln. Der moderne Nationalstaat Türkei wurde 1923 unter der Führung des Generalstabs Mustafa Kemal gewissermaßen von der Armee selbst gegründet. Nach dem ersten Weltkrieg sollte das osmanische Reich unter den Siegermächten England, Frankreich, Italien und Griechenland aufgeteilt werden. Dieses sah der sogenannte Vertrag von Sevres vor. Der letzte Sultan des Reiches, Mehmet VI, beauftragte den Armeeinspektor Mustafa Kemal nach dem Waffenstillstandsabkommen von Mudros die Demobilisierung durchzuführen.

Kemal organisierte hingegen den nationalen Widerstand gegen die Besatzung. Unmittelbar nach der Besetzung von Izmir durch griechische Truppen kam es zum bewaffneten türkischen Widerstand, der durch Lenins Sowjetunion finanziell und mit umfangreichen Waffenlieferungen unterstützt wurde. Auch viele Bauern, die den damals grössten Teil der Bevölkerung ausmachten, unterstützten den Widerstandskampf gegen die Besatzer. Schließlich konnten die griechischen Besatzer aus Anatolien und aus der besetzten Stadt Izmir vertrieben werden. So wurde am 29. Oktober 1923 die heutige Türkei gegründet und zu seinem ersten Präsident wurde Mustafa Kemal gewählt. Neben diesem Gründungsmythos des neuen Staates, ein „Mythos“ deshalb, weil er eine nur unzureichende Genese der türkischen Republik und deren spezifischem Verfasstsein darstellt und auf mythische Bilder zurückgreift (der zentrale Kriegs-Heros),gibt es auch, wie erwähnt, historische Wurzeln der starken Position des Militärs in der Türkei: Die Bildung der ersten professionellen türkischen Armee fand, westlichen Historikern zufolge, vor der Bildung vergleichbarer Armeen in Europa, um einige Jahrhunderte früher statt. Hinzu kommt bekanntlich die Kriegstraditionen der Türken von Seldchuken über die Osmanen bis hin zum Korea-Krieg oder zum Zypern-Krieg von 1974, da viele Freiwillige sich meldeten (Gemäß Milliyet 22. Juli 1974: 85.000 Freiwillige).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle politische Spannung im April 2007, geprägt durch das „Mitternachtsmemorandum“ des Militärs und die kontroversen Präsidentschaftskandidaturen.

2. Über „Embedded Democracy“ und die Frage nach der „Effektiven Regierungsgewalt“ in der Türkei: Hier wird das theoretische Konzept der „embedded democracy“ nach Merkel/Puhle erläutert und die spezifische Bedeutung der „effektiven Regierungsgewalt“ als Teilregime für den türkischen Kontext herausgearbeitet.

3. Das Militär in der Türkei: Dieses Kapitel analysiert die historischen Wurzeln der militärischen Dominanz und den Einfluss des Putsches von 1980 auf die staatlichen Strukturen sowie die gesellschaftliche Politisierung des Islams.

4. Zusammenfassung und Ausblicke: Das Fazit resümiert die Einstufung der Türkei als „Enklaven-Demokratie“ und diskutiert den Zielkonflikt zwischen militärischem Einfluss und den Bestrebungen der AKP-Regierung.

Schlüsselwörter

Türkei, Embedded Democracy, Militär, Kemalismus, Islamisierung, AKP, Demokratie, Verfassung, Politik, Säkularismus, Machtkampf, Militärputsch, Teilregime, Regierungsführung, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht die strukturellen Defekte der türkischen Demokratie, insbesondere unter dem Aspekt, wie das Militär und islamisch geprägte Akteure den politischen Prozess beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Rolle des türkischen Militärs als politischer Akteur, die Re-Islamisierung der Gesellschaft sowie die Funktionsweise der türkischen Demokratie im Vergleich zu westlichen Standards.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, ob das Militär oder die Re-Islamisierung der Türkei die Haupthindernisse für eine stabile demokratische Entwicklung darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt das theoretische Modell der „Embedded Democracy“ von Merkel und Puhle, um die türkische politische Realität zu kategorisieren und zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum „Embedded Democracy“-Modell und eine historische sowie aktuelle Analyse des Einflusses des Militärs und des islamisch-konservativen Lagers auf die Politik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Demokratiedefekte, Militärpolitik, Säkularismus, Islamisierung und konstitutionelle Rahmenbedingungen charakterisieren.

Welche Bedeutung kommt dem „Mitternachtsmemorandum“ im Text zu?

Es dient als aktuelles Fallbeispiel, um die Machtansprüche des Militärs gegenüber der Regierungspartei AKP und die Einmischung in den Präsidentschaftswahlprozess 2007 zu verdeutlichen.

Warum wird die Türkei im Text als „Enklaven-Demokratie“ bezeichnet?

Der Begriff verdeutlicht, dass die Demokratie in der Türkei nicht in allen Bereichen des Staates gleichermaßen präsent ist, da wichtige Politikbereiche von nicht-gewählten Institutionen wie dem Militär dominiert werden.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Defekte Demokratie Türkei - Machtkampf zwischen Kemalisten und Islamisten
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Demokratisierung und defekte Demokratien
Note
2,0
Autor
Güven Asmacik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
12
Katalognummer
V90169
ISBN (eBook)
9783638070706
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Defekte Demokratie Türkei Machtkampf Kemalisten Islamisten Demokratisierung Demokratien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Güven Asmacik (Autor:in), 2007, Defekte Demokratie Türkei - Machtkampf zwischen Kemalisten und Islamisten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90169
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Leseprobe aus  12  Seiten
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