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Was Gartenbau bewirken kann: Die Bundesgartenschau 2007 aus kulturwissenschaftlicher Sicht

Title: Was Gartenbau bewirken kann: Die Bundesgartenschau 2007 aus kulturwissenschaftlicher Sicht

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marcus Richter (Author)

Cultural Studies - Empiric Cultural Studies

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Summary Excerpt Details

Fünf von neun Bundesgartenschauen (BUGA) wurden seit 1991 in den neuen Bundesländern veranstaltet, und auch die zehnte wird im Jahr 2009 in Ostdeutschland zelebriert werden. Nicht zuletzt dadurch drängt sich der Verdacht auf, dass mit Hilfe der alle zwei Jahre stattfindenden »Olympiade der Gärtner« die nach der Wende versprochenen blühenden Landschaften im Osten der Republik - vielleicht etwas verspätet, aber eben besser spät als nie - entstehen sollen.
Am Beispiel der BUGA 2007 (ausgetragen in den Thüringer Städten Gera und Ronneburg) werden sowohl die Bedeutung als auch die Auswirkungen des schon Jahre im voraus zu planenden Großereignisses für die Region untersucht. An der Veranstaltung interessiert vor allem ihre Instrumentalisierung zur Überwindung der brüchig und damit problematisch gewordenen Identität der Region sowie ihre Funktionalisierung bei der Entwicklung des städtischen Raums und die Ausarbeitung dringend benötigter Zukunftskonzepte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Spätestens zur BuGa! – Eine Einleitung

2 Die kulturwissenschaftliche Perspektive

3 Die Idee der Bundesgartenschau und ihre Entwicklung

4 Das Konzept der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg

5 Von blühenden Landschaften und anderen (Blüten-)Träumen

6 Gärten für Jedermann? – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Neuordnung des Raums

7 Von der Abrechung mit der Vergangenheit: Auf der Suche nach einem neuen Selbstbild

8 Spätestens zur BuGa! – Ein Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwiefern das Großereignis als Instrument zur Identitätsstiftung der Region, zur städtebaulichen Entwicklung und zur Bewältigung der materiellen sowie geistigen Altlasten der Nachwendezeit fungiert.

  • Kulturwissenschaftliche Analyse von Gartenschauen
  • Entwicklung und Wandel der Bundesgartenschau
  • Strukturwandel und regionale Identität im Raum Gera-Ronneburg
  • Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei Stadtentwicklungsprojekten

Auszug aus dem Buch

6 Gärten für Jedermann? – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Neuordnung des Raums

In den zehn Jahren, die zwischen dem Zuschlag zur Ausrichtung der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg und der Eröffnung des Großereignisses im April diesen Jahres liegen, sind in beiden BuGa-Orten neue Landschafts- und Stadträume entstanden. Dort wo vorher Schutthalden, verseuchte Böden, staubige Schotterflächen unwirtliche, gar menschenfeindliche Räume bildeten, finden sich heute sanfte, grünende und blühende Hügellandschaften, die zum Verweilen einladen. Neben allen ökologisch motivierten und auf Nachhaltigkeit zielenden Bemühungen, die Spuren der Umweltzerstörungen der letzen Jahrzehnte zu beseitigen und der Natur wieder Raum zu schaffen, ging es den BuGa-Planern und Kommunalvertretern aber auch darum, menschliche Räume zu gestalten und damit nicht nur der Natur, sondern auch dem Mensch Lebensraum zurückzugeben. In seiner Rede auf der Eröffnungsveranstaltung wies Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau, dementsprechend darauf hin, dass die hier wie andernorts durch Gartenschauen entstandenen Landschaften aber noch eine herausragende soziale Aufgabe beinhalten: Sie sind Gärten für Jedermann.

Soviel zum Anspruch, doch welche tatsächliche Entwicklung ist bis zum heutigen Tag zu erkennen? Wie stellt sich die Umsetzung des Anliegens »Gärten für Jedermann« zu schaffen in Wirklichkeit dar? Am Beispiel des Geraer Küchengartens, einem schon vor der Bundesgartenschau bestehenden Stadtpark, der nun neugestaltet Teil des BuGa-Areals in Gera ist, möchte ich dies im Folgenden nachvollziehen.

Der im 17. Jahrhundert – der Name deutet es schon an – zunächst als zum Schloss der Reußen gehörender Kräutergarten angelegte Küchengarten wurde ein Jahrhundert später zu einem Barockgarten ausgebaut. An der Stirnseite des Gartens wurde dabei eine Orangerie errichtet, in der sich heute die Kunstsammlung der Stadt Gera befindet. Im Laufe der Zeit und nach verschiedenen gärtnerischen, nicht zuletzt kriegsbedingten Umgestaltungen, blieb von der historischen Gestaltung nur noch ein Fragment mit eindeutig barocken Spuren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Spätestens zur BuGa! – Eine Einleitung: Diese Einleitung führt in die regionale Ausgangslage in Gera und Ronneburg ein und erläutert die hohen Erwartungen an das Großereignis im Kontext des städtischen Strukturwandels.

2 Die kulturwissenschaftliche Perspektive: Das Kapitel definiert den verwendeten Kulturbegriff und legt den methodischen Rahmen dar, um die Bundesgartenschau als komplexes soziales und symbolisches Gebilde zu untersuchen.

3 Die Idee der Bundesgartenschau und ihre Entwicklung: Hier wird die historische Genese der Bundesgartenschau sowie ihre Transformation von der reinen Leistungsschau hin zum Instrument der regionalen Raumentwicklung nachgezeichnet.

4 Das Konzept der Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg: Dieses Kapitel thematisiert die spezifischen lokalen Herausforderungen, insbesondere die Sanierung der Wismut-Altlasten, und den Entscheidungsprozess zur Bewerbung als Austragungsort.

5 Von blühenden Landschaften und anderen (Blüten-)Träumen: Der Fokus liegt auf der Analyse des diskursiven Einsatzes des Begriffs „blühende Landschaften“ und dessen symbolischer Bedeutung im aktuellen wirtschaftlichen und politischen Kontext.

6 Gärten für Jedermann? – Zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Neuordnung des Raums: Am Beispiel des Geraer Küchengartens wird untersucht, inwieweit der soziale Anspruch der Barrierefreiheit und öffentlichen Zugänglichkeit mit der realen, ordnungsgeprägten Gestaltung kollidiert.

7 Von der Abrechung mit der Vergangenheit: Auf der Suche nach einem neuen Selbstbild: Dieses Kapitel analysiert, wie durch die Neugestaltung des Raums versucht wird, eine problematische Identität zu überwinden und ein neues Selbstbild der Region zu konstruieren.

8 Spätestens zur BuGa! – Ein Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die ambivalente Rolle der Bundesgartenschau als Motor für Stadtentwicklung bei gleichzeitiger Komplexität der investiven und identitätsstiftenden Effekte.

Schlüsselwörter

Bundesgartenschau, Gera, Ronneburg, Stadtentwicklung, Kulturwissenschaft, Identität, Wismut, Transformation, Nachwendezeit, Gartenarchitektur, Regionalentwicklung, Landschaftsgestaltung, öffentlicher Raum, Barockgarten, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bundesgartenschau 2007 in Gera und Ronneburg aus einer kulturwissenschaftlichen Sicht, um zu verstehen, welche gesellschaftliche und räumliche Bedeutung das Ereignis für die Region hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Transformation ostdeutscher Städte, die Rolle von Großereignissen bei der Imagebildung und die Art und Weise, wie historische Altlasten in moderne Parklandschaften integriert werden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie die Bundesgartenschau zur Überwindung einer krisengeschüttelten regionalen Identität genutzt wird und welche realen Impulse dies für die Stadtentwicklung setzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären, kulturwissenschaftlichen Ansatz, der unter anderem auf Beobachtungen, Diskursanalyse der lokalen Presse sowie der Auswertung historischer und aktueller Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Gartenschau-Idee, der konkreten Umsetzung in Gera und Ronneburg, der Symbolik der „blühenden Landschaften“ sowie einer detaillierten Fallstudie zum Geraer Küchengarten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Bundesgartenschau, Stadtentwicklung, regionale Identität, Transformation und die spezifische Auseinandersetzung mit der Wismut-Vergangenheit.

Wie wird der Widerspruch des „Gartens für Jedermann“ im Buch erklärt?

Der Autor zeigt auf, dass der Anspruch auf öffentliche Zugänglichkeit durch die notwendige, ordnungsgeprägte Gestaltung und Kontrolle – wie Zäune und Nutzungsregeln – oft eingeschränkt wird, was dem Charakter eines Barockgartens widerspricht.

Welche Rolle spielen die „blühenden Landschaften“ im Kontext der BuGa?

Der Begriff dient als kontroverses Symbol: Einerseits wird er zur Verdrängung vergangener Probleme genutzt, andererseits dient er als politisches Versprechen, das die Gartenschau als tatsächlichen Wendepunkt zur wirtschaftlichen Erholung rechtfertigen soll.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Was Gartenbau bewirken kann: Die Bundesgartenschau 2007 aus kulturwissenschaftlicher Sicht
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Europäische Ethnologie)
Course
Hauptseminar
Grade
1,0
Author
Marcus Richter (Author)
Publication Year
2007
Pages
26
Catalog Number
V90124
ISBN (eBook)
9783638041621
Language
German
Tags
Gartenbau Bundesgartenschau Sicht Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Richter (Author), 2007, Was Gartenbau bewirken kann: Die Bundesgartenschau 2007 aus kulturwissenschaftlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/90124
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