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Zur Shop-Startseite › Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik

Die Regelung des deutsch-dänischen Grenzkonflikts 1920. Ein Vorbild für eine friedliche Regelung von internationalen Minderheitenproblemen?

Titel: Die Regelung des deutsch-dänischen Grenzkonflikts 1920. Ein Vorbild für eine friedliche Regelung von internationalen Minderheitenproblemen?

Facharbeit (Schule) , 2020 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Glenn Depta (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Semesterarbeit wird die dänische Minderheit in Deutschland behandelt. Sie befindet sich im Norden Deutschlands. Die dänische nationale Minderheit pflegt die Zusammengehörigkeit mit der dänischen Kultur und bemüht sich um die Förderung der dänischen Sprache in der Schule und auch im Grenzgebiet. Ziel der Arbeit ist es, auf die deutsch-dänische Grenzregelung und auf die geschichtlichen, kulturellen und sozialen Aspekte des exzeptionell friedlichen Kompromisses, der in einer Zeit mit kriegerischen Nationalkonflikten getroffen wurde, einzugehen, um anschließend die heutige Lage zu bewerten. Thematisch wird der Blick auf das deutsch-dänische Verhältnis, die konkrete Grenzregelung, die Minderheitenpolitik der Landesregierung und auf die gegenwärtige Lage gerichtet.

Die Hauptfragestellung ist, ob das deutsch-dänische Minderheitenmodell womöglich auf andere Minderheitenregionen übertragbar ist. Um dies zu überprüfen, wird explizit auf die dänische Minderheit eingegangen und auf deren Sonderrechte. Es werden folgende Fragestellungen untersucht: Welche Minderheiten gibt es in Deutschland und welche Rechte haben sie? Welches historische Verhältnis pflegt Deutschland zu Dänemark? Wie haben besondere historische Ereignisse die Beziehung geprägt? Wie lief die Grenzziehung ab und welches Vorbild diente dazu? Was tut die Landesregierung für die Belange der Minderheit? Wie finanziert sich die Minderheit und welche Abhängigkeiten zeichnen sich ab? Welche Rolle spielen die politischen Parteien der Minderheiten in ihrem Gebiet und welche Interessen verfolgen sie? Wie ist die Entwicklung der Minderheiten in den letzten Jahren zu beurteilen? Wie ist die supranationale Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden Problemen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 VORBEMERKUNGEN

1.2 GEGENSTAND UND LEITENDE FRAGESTELLUNG

1.3 GEGENWÄRTIGE LAGE IM 20. UND 21. JAHRHUNDERT

2 NATIONALSTAAT, NATIONALISMUS UND MINDERHEIT

2.1 STAAT

2.2 NATION

2.3 NATIONALISMUS

2.4 WEITERE STAATSFORMEN

2.5 MINDERHEITEN

2.5.1 MINDERHEITEN – BEGRIFFSBESTIMMUNG

2.5.2 MINDERHEIT IM DEUTSCH-DÄNISCHEN GRENZRAUM

3 DEUTSCH-DÄNISCHES VERHÄLTNIS

3.1 RÜCKBLICK

3.2 VOM NATIONALEN GEDANKEN HIN ZUR GRENZREGELUNG

4 DEUTSCH-DÄNISCHE GRENZREGELUNG VON 1920

4.1 DEFINITION GRENZE

4.2 SELBSTBESTIMMUNGSRECHT EINES VOLKES

4.3 DEUTSCH-DÄNISCHE GRENZE DAMALS UND HEUTE

4.4 EIN SCHWIERIGER NEUANFANG

5 MINDERHEITENPOLITIK

5.1 AGENDA DER LANDESREGIERUNG

5.2 DIE SCHLESWIGSCHE PARTEI

5.3 DER SÜDSCHLESWIGSCHE WÄHLERVERBAND

5.3.1 BEFREIUNG VON DER SPERRKLAUSEL – PRIVILEG ODER NACHTEILSAUSGLEICH?

6 ÖKONOMISCHE BETRACHTUNGEN

6.1 GRENZHANDEL

6.2 ARBEITSLEBEN IM GRENZGEBIET

7 PROBLEME BEI DER ZUSAMMENARBEIT

7.1 EUROREGION SCHLESWIG

7.2 ERRICHTUNG DES WILDSCHWEINZAUNS

8 SCHLUSS/ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das historisch gewachsene, deutsch-dänische Minderheitenmodell im Grenzraum Schleswig-Holstein unter der zentralen Forschungsfrage, ob dieses friedliche Kompromissmodell als Vorbild für andere internationale Minderheitenkonflikte dienen kann.

  • Historische Entwicklung des deutsch-dänischen Grenzkonflikts
  • Staatstheoretische Einordnung von Nationalstaat und Minderheitenrechten
  • Die Rolle der Volksabstimmungen von 1920 für die Grenzziehung
  • Politische Interessenvertretung durch die Schleswigsche Partei und den SSW
  • Ökonomische Verflechtungen und aktuelle Herausforderungen in der Grenzregion

Auszug aus dem Buch

4.4 Ein schwieriger Neuanfang

Die Jahre ab 1920 waren von Krisen und nationalen Spannungen geprägt. Trotz der „Demokratie ohne Demokraten“ während der Weimarer Republik wurde die dänische Minderheit unterstützt, was vor 1918 undenkbar gewesen wäre. Dass die Regelung einer durch Plebiszit gezogenen „Versailles-Grenze“ zu verdanken war, verkomplizierte die Situation zusätzlich. Die Aufhebung des Versailler Vertrages war ein erklärtes Ziel Hitlers und der NSDAP. Viele weitere Bürger akzeptierten die Grenze ebenfalls nicht, sodass es teilweise wieder zu kleinen Spannungen kam. Die nationalsozialistische Maxime für die seit der Volksabstimmung vom 10. Februar 1920 immer wieder vorgebrachte Forderung nach Grenzrevision war „Heim ins Reich“.

Die Minderheiten auf beiden Seiten der Grenzen waren irredentistisch gesinnt und hofften auf eine Wiedervereinigung in der schweren Zeit. Als dann die NS-Zeit begann und im „völkischen Staat“ kein Platz für nationale Minderheiten war, wurde die dänische Minderheit aber aus strategischen und ethnischen Gründen nicht drangsaliert. Der Nationalökonom und spätere Nationalsozialist Karl C. Thalheim stellte 1931 Folgendes fest: „Der besondere Charakter, den das Problem des Grenzlanddeutschtums in Nordschleswig im Unterschied von den an unserer Ost- und Westgrenze sich erhebenden Fragen aufweist, liegt darin begründet, dass deutsches Volkstum hier im Grenzkampf mit einem stammverwandten, germanischen Volkstum steht.“ Das deutsch-dänische Grenzgebiet und die Region rund um Nordschleswig sei nicht als Trennlinie, sondern als Brücke zum „germanischen Raum“ zu verstehen. Trotz dieses relativen Freiraumes müssen sich Zeitungen wie Minderheitenorganisationen in ihren politischen Aussagen sehr stark zurücknehmen, um Verboten zu entgehen. Im Alltag wurde die Minderheit zunehmend ausgegrenzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Thema des deutsch-dänischen Minderheitenmodells und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich dessen Übertragbarkeit auf andere Regionen.

2 NATIONALSTAAT, NATIONALISMUS UND MINDERHEIT: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen von Staat, Nation und Minderheitenbegriffen im Kontext des grenzüberschreitenden Zusammenlebens.

3 DEUTSCH-DÄNISCHES VERHÄLTNIS: Hier wird der historische Rückblick auf die Entwicklung der Grenze zwischen dem 13. Jahrhundert und dem Aufkommen nationaler Bewegungen im 19. Jahrhundert behandelt.

4 DEUTSCH-DÄNISCHE GRENZREGELUNG VON 1920: Das Kapitel analysiert die Grenzziehung nach dem Ersten Weltkrieg, die Volksabstimmung sowie die schwierigen Anfangsjahre der neuen Grenzführung.

5 MINDERHEITENPOLITIK: Hier werden die politische Agenda der Landesregierung sowie die Rolle der Schleswigschen Partei und des SSW als Interessenvertreter beleuchtet.

6 ÖKONOMISCHE BETRACHTUNGEN: Das Kapitel befasst sich mit den wirtschaftlichen Auswirkungen des Grenzhandels und der Arbeitswelt im Grenzraum.

7 PROBLEME BEI DER ZUSAMMENARBEIT: Es werden konkrete Fallbeispiele wie die Euroregion Schleswig und die Auswirkungen des Wildschweinzauns auf die bilaterale Zusammenarbeit diskutiert.

8 SCHLUSS/ZUSAMMENFASSUNG: Abschließend wird die Vorbildfunktion des deutsch-dänischen Modells bewertet und ein Fazit über die heutige Bedeutung kultureller Identität gezogen.

Schlüsselwörter

Schleswig-Holstein, deutsch-dänische Grenze, Minderheitenpolitik, 1920, Volksabstimmung, Nationalstaat, SSW, Schleswigsche Partei, Bonn-Kopenhagener Erklärungen, Grenzhandel, Minderheitenrechte, Bikulturalität, Friedensregelung, Grenzraum, Nordschleswig

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und politische Entwicklung des deutsch-dänischen Grenzraums und bewertet das dort praktizierte Minderheitenmodell auf seine Friedensstiftung und Vorbildfunktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Grenzziehung, die rechtliche und politische Situation nationaler Minderheiten, wirtschaftliche Verflechtungen sowie die moderne bilaterale Zusammenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob die exzeptionelle Friedenslösung im deutsch-dänischen Grenzraum als Modell für andere internationale Minderheitenkonflikte dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und politikwissenschaftliche Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Verträgen, politischen Erklärungen und historischen Berichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine historische Aufarbeitung der Grenzkonflikte bis 1920, die politische Interessenvertretung der Minderheiten sowie aktuelle ökonomische und gesellschaftliche Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schleswig-Holstein, Grenzregelung, Minderheitenrechte, Volksabstimmung, Bonn-Kopenhagener Erklärungen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Warum spielt die Bonn-Kopenhagener Erklärung eine so zentrale Rolle?

Sie wird als entscheidender Wendepunkt dargestellt, der die Gleichberechtigung beider Minderheiten sicherstellte und ein neues Kapitel friedlicher, diplomatischer Beziehungen zwischen Bonn und Kopenhagen einleitete.

Welche Bedeutung kommt dem SSW zu?

Der SSW fungiert als eigenständige politische Partei der dänischen und friesischen Minderheit und nimmt eine vermittelnde Rolle ein, wobei seine Befreiung von der Sperrklausel ein wesentliches politisches Privileg darstellt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Regelung des deutsch-dänischen Grenzkonflikts 1920. Ein Vorbild für eine friedliche Regelung von internationalen Minderheitenproblemen?
Note
1,0
Autor
Glenn Depta (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
34
Katalognummer
V900814
ISBN (eBook)
9783346190727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grenzkonflikts minderheitenproblemen regelung vorbild
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Glenn Depta (Autor:in), 2020, Die Regelung des deutsch-dänischen Grenzkonflikts 1920. Ein Vorbild für eine friedliche Regelung von internationalen Minderheitenproblemen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/900814
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Leseprobe aus  34  Seiten
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