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Mobilitätsmanagement in der Schweiz - Ein Modell mit Zukunftscharakter?

Eine Veranschaulichung an den Beispielen des Bus- und Bahnverkehrs

Titel: Mobilitätsmanagement in der Schweiz - Ein Modell mit Zukunftscharakter?

Seminararbeit , 2008 , 33 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Dipl.-Kfm. B.B.A. Cyril Alias (Autor:in)

Raumwissenschaften, Stadt- und Raumplanung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Angesichts der stetig wachsenden Nachfrage nach Mobilität und Verkehrsdienstleistungen der vergangenen Jahrzehnte und der parallel dazu verlaufenden einseitigen Präferenz für den motorisierten Individualverkehr auf der Straße, hat sich die Situation des Verkehrs in der Schweiz derart gewandelt, als dass sich am Horizont schon deutlich verdunkelte Wolken bemerkbar gemacht haben.
Die Ausrichtung des Verkehrssystems auf eine solide Zukunft von wirtschaftlicher Effizienz, gesellschaftlicher Akzeptanz und ökologischem Weitsicht ist für den eidgenössischen Bund genauso von Bedeutung wie für andere industrialisierte Staaten, besonders im Westen Europas, und stellt hierzu eine der sinnvollsten Gegenmaßnahmen dar.
Mobilität ist definiert als „die Bewegung von Menschen in […] Räumen und/oder ihre räumlich-regionale Beweglichkeit […] [und als] Kennzeichen dynamischer Industriegesellschaften“ und stellt „eine wesentliche Grundlage des modernen Lebens“ dar. Die Mobilität gewann in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung und durch die mannigfaltigen Arbeitsmodelle, Konsummuster und Lifestyles auch an Komplexität. Die neue Auswahl und das Freiheitsgefühl stehen jedoch den vielfältigen Umweltproblemen und negativen sozialen Effekten gegenüber.
In der Schweiz reicht die Geschichte der verkehrspolitischen Neuordnung in die 90er Jahre zurück, vereinzelt sogar ans Ende der 80er Jahre. Wie im vorherigen Kapitel schon erklärt, zielen sie auf verschiedene Teildisziplinen der Mobilität und des Verkehrs, darunter auf den Fußgängerverkehr, den Fahrradverkehr, den ÖPNV und den Schienennah- und -fernverkehr, ebenso jedoch auf das Bewusstsein um die Existenz und Vorteilhaftigkeit von Alternativen zum motorisierten Individualverkehr.
Die Notwendigkeit des Mobilitätsmanagements und die wachsende Nachfrage nach diesem oder anderen Konzepten zur Bewältigung des qualitativ und quantitativ ansteigenden Verkehrsaufkommens lässt den Zukunftscharakter und die Bedeutung des Ansatzes schon erahnen. Vor dem Hintergrund verschiedener gesellschaftlicher Entwicklungen, wie dem verstärkte Bewusstsein um den Klimawandel und die ökologische Verantwortlichkeit, der in der Schweiz relativ verbreitete Betonung der körperlichen Fitness sowie auch den steigenden Mineralölpreisen, ist ein Umschwung von der althergebrachten, automobilfreundlichen Verkehrspolitik zu einem nachhaltigen und weitsichtigen Konzept unerlässlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I EINFÜHRUNG

II MOBILITÄT UND MOBILITÄTSMANAGEMENT

III MOBILITÄTSMANAGEMENT IN DER SCHWEIZ

III.1 GRUNDSÄTZLICHE SITUATION DES SCHWEIZER VERKEHRSSEKTORS

III.2 PRINZIPIEN DER SCHWEIZERISCHEN MOBILITÄTSKULTUR

III.3 MOBILITÄTSKONZEPTE IN SCHWEIZERISCHEN STÄDTEN UND GEMEINDEN

III.4 TEILSTRATEGIEN UND DIENSTLEISTUNGEN IM MOBILITÄTSMANAGEMENT

IV PROBLEMFELDER UND ZUKUNFTSPROGNOSEN

V FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zukunftscharakter und die Nachhaltigkeit des Mobilitätsmanagements in der Schweiz. Ziel ist es, durch die Analyse bestehender Konzepte und Strategien in Schweizer Städten – insbesondere unter Einbeziehung des Bus- und Bahnverkehrs – zu bewerten, inwieweit dieser Lösungsansatz geeignet ist, den aktuellen Herausforderungen im Verkehrssektor zu begegnen.

  • Grundlagen des Mobilitätsmanagements und seine Rolle in der modernen Verkehrspolitik
  • Strukturelle Analyse der Verkehrssituation in der Schweiz
  • Vergleich der Mobilitätskonzepte verschiedener Schweizer Städte (u.a. Zürich, Bern, Basel)
  • Untersuchung von Teilstrategien zur Optimierung des öffentlichen Verkehrs und zur Förderung multimodaler Mobilität

Auszug aus dem Buch

III.1 Grundsätzliche Situation des Schweizer Verkehrssektors

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Mobilitätsnachfrage und damit das Verkehrsaufkommen der Schweiz, wie auf dem gesamten Kontinent, stark erweitert. Die Auswahl des jeweiligen Verkehrsmittels hängt unter anderem von seiner Verfügbarkeit, seiner Preisgestaltung, dem Reisekomfort und dem Zeitbedarf ab. Straße und Schiene sind die beiden herausragenden Transportmodi im eidgenössischen Personenverkehr.

Vor diesem Hintergrund sind die Voraussetzungen für den Schienenverkehr aktuell als schwierig zu bezeichnen, obwohl die Schweiz über das am besten entwickelte Bahnnetz der Welt verfügt, denn die Dominanz der Straße liegt auch hier vor. Die Gesamtlänge der Nationalstraßen stieg seit 1970 auf beinahe das Dreifache an, der Flächenverbrauch für Straßenareal liegt beim Zehnfachen desjenigen für das Bahnareal.

Zusammenfassung der Kapitel

I EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Mobilitätsbedarf sowie die negativen Folgen der einseitigen Ausrichtung auf den motorisierten Individualverkehr und führt in das Konzept des Mobilitätsmanagements als Lösungsansatz ein.

II MOBILITÄT UND MOBILITÄTSMANAGEMENT: Dieses Kapitel definiert Mobilitätsmanagement als interdisziplinären Strategieansatz, der durch Informations-, Kommunikations- und Organisationsdienstleistungen eine nachhaltige Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer anstrebt.

III MOBILITÄTSMANAGEMENT IN DER SCHWEIZ: Hier wird der Status quo des Schweizer Verkehrssektors analysiert und anhand konkreter Konzepte aus Städten wie Zürich und Bern aufgezeigt, wie Prinzipien einer ganzheitlichen Mobilitätskultur in die Praxis umgesetzt werden.

IV PROBLEMFELDER UND ZUKUNFTSPROGNOSEN: Das Kapitel erörtert bestehende Herausforderungen wie Finanzierungsfragen und die Akzeptanz bei den Bürgern und prognostiziert die Erfolgschancen des Mobilitätsmanagements unter Berücksichtigung verschiedener Nachhaltigkeitsdimensionen.

V FAZIT: Das Fazit resümiert, dass ein Umdenken im Schweizer Verkehrssektor unumgänglich ist und Mobilitätsmanagement bei konsequenter politischer Unterstützung und gesicherter Finanzierung ein zukunftsträchtiges Modell darstellt.

Schlüsselwörter

Mobilitätsmanagement, Schweiz, Nachhaltigkeit, Verkehrspolitik, Öffentlicher Verkehr, ÖPNV, Bahn 2000, Infrastrukturplanung, Mobilitätskultur, Verkehrsverhalten, Intermodalität, Stadtplanung, Finanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des Mobilitätsmanagements in der Schweiz und untersucht dessen Eignung als nachhaltiges Modell zur Bewältigung heutiger Verkehrsbelastungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Analyse der schweizerischen Verkehrsinfrastruktur, die Bedeutung von Mobilitätskonzepten für Städte und Gemeinden sowie die Rolle von Dienstleistungen zur Verhaltensänderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Mobilitätsmanagement in der Schweiz ein Modell mit Zukunftscharakter darstellt und wie nachhaltig die gewählten Ansätze sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Strategieanalyse, bei der aktuelle Verkehrskonzepte und Daten aus Schweizer Städten (vornehmlich Zürich, Bern, Basel) ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Schweizer Verkehrs, die Darstellung von Prinzipien der Mobilitätskultur sowie die detaillierte Vorstellung städtischer Mobilitätskonzepte und konkreter Teilstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Mobilitätsmanagement, Nachhaltigkeit, Verkehrspolitik, ÖPNV-Optimierung und intermodale Konzepte beschreiben.

Wie unterscheidet sich das Zürcher Modell von anderen Ansätzen?

Das Zürcher Modell zeichnet sich durch eine starke Unterteilung der Mobilitätsstrategie in 18 weitgehend autonome Teilstrategien aus, die jeweils spezifische Handlungsfelder wie ÖPNV, Beratung oder Finanzierung abdecken.

Welche Rolle spielt die Finanzierung im Schweizer Mobilitätsmanagement?

Die Finanzierung gilt als Schlüsselrolle; sie stützt sich auf eine Kombination aus Krediten, speziellen Verkehrsfonds sowie zunehmend auf Public-Private Partnerships, um große Infrastrukturprojekte tragbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mobilitätsmanagement in der Schweiz - Ein Modell mit Zukunftscharakter?
Untertitel
Eine Veranschaulichung an den Beispielen des Bus- und Bahnverkehrs
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Geographie (Wirtschaftsgeographie, insb. Verkehr und Logistik))
Veranstaltung
Verkehrsplanung und Mobilitätsmanagement
Note
2,7
Autor
Dipl.-Kfm. B.B.A. Cyril Alias (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V89964
ISBN (eBook)
9783638041393
ISBN (Buch)
9783638939256
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobilitätsmanagement Schweiz Modell Zukunftscharakter Verkehrsplanung Mobilitätsmanagement Mobilität Modal shift Switzerland Mobility management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Kfm. B.B.A. Cyril Alias (Autor:in), 2008, Mobilitätsmanagement in der Schweiz - Ein Modell mit Zukunftscharakter?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/89964
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Leseprobe aus  33  Seiten
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