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Entwicklung von Freundschaft als Form der sozialen Beziehung im Kindergartenalter

Title: Entwicklung von Freundschaft als Form der sozialen Beziehung im Kindergartenalter

Intermediate Examination Paper , 2002 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anna Badstübner (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education

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Summary Excerpt Details

Kinderfreundschaften spielen eine große Rolle für die Entwicklung eines jeden Kindes. Durch die zunehmende Forschung auf diesem Gebiet ist heute bekannt, dass in den ersten Lebensjahren nicht nur die Mutter-Kind-Beziehung bestimmend ist, sondern dass auch die Gleichaltrigen eine eigenständige Rolle in der Sozialisation des Kindes einnehmen (vgl. Artikel des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW). Laut Karl Waldhecker (2001) können sich die Erfahrungen in diesen beiden Bereichen ergänzen, jedoch nicht ersetzen. Freunde erfüllen Funktionen, die Eltern und Kinder anderer Altersgruppen nicht übernehmen können (Wagner 1991). Schon im Vorschulalter sind Freundschaftsbeziehungen üblich und relativ stabil (Schmidt-Denter & Zierau 1994).
Der Umgang und die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen, der Gewinn spezifischer Erfahrungen und die besonderen Herausforderungen, die Freundschaften mit sich bringen, bilden einen wichtigen Ort des sozialen Lernens, losgelöst von Autoritäten und auf einer gleichwertigen Ebene, und fördern so die soziale Kompetenz der Kinder (vgl. Wagner 1994; Hoffmann 1992; Valtin 1994). „Gleichaltrige geben Kindern ein Gefühl der Sicherheit, Vertrautheit, Selbstbejahung und Emotionalität“ (Hoffmann 1992, S.45).
Wagner (1991) spricht von der alltäglichen Erfahrung einer emotionalen und kognitiven Befriedigung, die Kinder und Erwachsene empfinden, wenn sie mit einem Freund zusammen sind.
Freundschaftsbildungen im Kindergarten sind ein Indiz für soziale Entwicklungsfortschritte (Schmidt-Denter & Zierau 1994), denn Freundschaften tragen erheblich dazu bei, dass das Kind soziale Fähigkeiten erlernt wie anderen zuzuhören, sich in andere hineinzuversetzen, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen, nachzugeben und anderen Hilfe, Trost und Unterstützung anzubieten (Artikel des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes NRW). Zurückweisungserlebnisse und Eifersucht fungieren ebenso als wichtige Lernprozesse wie die Versöhnung nach einem Streit. Freunde tauschen Informationen aus, berücksichtigen die Interessen des anderen und lachen gemeinsam; das Spiel des einen motiviert das des anderen (Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V. 1999). Sie lernen mit- und voneinander, üben sich im Teilen, in Kooperation, Wettbewerb, Vertrauen und Sensibilität, lernen moralische Normen kennen und verhindern, dass Konflikte in physische Aggression umschlagen (Wagner 1991, 1994; Krappmann 1994).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung oder Zur Bedeutung von Kinderfreundschaften

2. Freundschaft als Form der sozialen Beziehung

2.1 Soziale Beziehungen

2.2 Freundschaft als Beziehungstyp

2.2.1 Merkmale von Freundschaften

3. Der Freundschaftsbegriff im Laufe der kindlichen Entwicklung

3.1 Selmans Stufenmodell der Entwicklung des Freundschaftsverständnisses mit Erläuterungen zu den Stufen 0 und 1

4. Der Kindergarten

4.1 Die Bedeutung des Kindergartens

4.2 Der Eintritt in den Kindergarten

5. Bedingungen für die Entstehung von Kinderfreundschaften

5.1 Personale Bedingungen

5.1.1 Alter

5.1.2 Geschlecht

5.1.3 Ethnische Zugehörigkeit

5.1.4 Körperliche (physische) Attraktivität

5.1.5 Intelligenz

5.1.6 Persönlichkeitseigenschaften, Interessen und andere Merkmale

5.1.7 Soziale Schicht

5.1.8 Soziale Motive und Orientierungen

5.1.9 Soziale Erfahrungen

5.2 Wagners Filtermodell zur Selektion potentieller Freunde

5.3 Situationale Bedingungen

5.3.1 Geographisch-räumliche Struktur

5.3.2 Räumliche Nähe

5.3.3 Materielle Ausstattung und architektonisch-räumliche Struktur

5.3.4 Vertrautheit

5.3.5 Einfluss von Eltern und Erziehern

6. Kontaktaufnahme und Freundschaftsbeginn

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Prozesse der Entstehung und Entwicklung von Freundschaften im Kindergartenalter als wesentliche Form der sozialen Beziehung. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der verschiedenen personalen und situationalen Faktoren, die die Bildung von Kinderfreundschaften begünstigen oder behindern können, sowie auf den Mechanismen der ersten Kontaktaufnahmen in einer Kindergruppe.

  • Bedeutung und Funktionen von Kinderfreundschaften
  • Entwicklung des Freundschaftsverständnisses im Kleinkind- und Vorschulalter
  • Personale Einflüsse auf die Wahl von Spielpartnern
  • Situationale Bedingungen und ihr Einfluss auf die soziale Integration
  • Strategien zur Kontaktaufnahme und Interaktion im Kindergarten

Auszug aus dem Buch

5.1.2 Geschlecht

Offensichtlich haben Jungen andere Spielvorlieben als Mädchen. Da gleiche Spielfähigkeiten zu Nähe und zum Zusammenspielen führen, ergibt sich daraus auch eine Geltung für Geschlechtspräferenzen (Grammer & Atzwanger 1992). Bereits Freunde im Kindergarten haben meist das gleiche Geschlecht.

Die Präferenz für gleichgeschlechtliche Partner ist bei vielen Kindern erstmals im Laufe des dritten Lebensjahres beobachtbar. Sie wird vermutlich teilweise von Sozialisationserfahrungen beeinflusst. Beispielsweise spielt es eine Rolle, ob geschlechtstypische Aktivitäten von Eltern oder Erzieherinnen hervorgehoben werden und der Umgang mit Spielgefährten des gleichen Geschlechts unterstützt wird, oder ob Geschlechtsunterschiede von ihnen vernachlässigt werden.

Die Interaktionen der Freundschaften unter gleichgeschlechtlichen Kindern gestalten sich qualitativ anders als bei Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen. Zwischen Kindern mit gleichem Geschlecht sind die Interaktionen intensiver als zwischen Kindern des jeweils anderen Geschlechts (Paus-Haase 1998).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung oder Zur Bedeutung von Kinderfreundschaften: Das Kapitel erläutert die zentrale Rolle von Freundschaften für die soziale Entwicklung und Kompetenzbildung bei Kindern jenseits der Mutter-Kind-Bindung.

2. Freundschaft als Form der sozialen Beziehung: Hier werden theoretische Grundlagen sozialer Beziehungen dargelegt und Freundschaft als ein spezifischer, freiwilliger Beziehungstyp definiert.

3. Der Freundschaftsbegriff im Laufe der kindlichen Entwicklung: Dieses Kapitel betrachtet die qualitative Wandlung des Freundschaftsverständnisses und führt in Selmans Stufenmodell ein.

4. Der Kindergarten: Der Abschnitt diskutiert die prägende Bedeutung des Kindergartens als ersten öffentlichen Raum und die Herausforderungen des Eintritts für das Kind.

5. Bedingungen für die Entstehung von Kinderfreundschaften: Hier werden detailliert die personalen Faktoren (wie Alter, Geschlecht, soziale Erfahrungen) und die situationalen Faktoren (wie räumliche Nähe, Ausstattung) analysiert.

6. Kontaktaufnahme und Freundschaftsbeginn: Das abschließende inhaltliche Kapitel untersucht die Strategien, mit denen Kinder versuchen, in einer Gruppe Anschluss zu finden und Kontakte zu knüpfen.

Schlüsselwörter

Kinderfreundschaft, Sozialisation, Kindergartenalter, Soziale Entwicklung, Spielverhalten, Freundschaftsverständnis, Selman Stufenmodell, Wagners Filtermodell, Interpersonale Kontakte, Soziale Kompetenz, Peer-Gruppe, Eingewöhnung, Bindungstheorie, Gruppenintegration, Soziale Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung von Freundschaften unter Kindern im Kindergartenalter und beleuchtet deren Stellenwert für den Sozialisationsprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Bedingungen für die Entstehung von Freundschaften, das kindliche Freundschaftsverständnis sowie die Dynamik der sozialen Integration im Kindergarten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie und warum Freundschaften im Kindergartenalter entstehen und welche Faktoren (personal wie situational) diesen Prozess beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer und pädagogischer Theorien sowie der kritischen Auseinandersetzung mit empirischen Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die Untersuchung personaler und situativer Einflussfaktoren sowie eine Analyse konkreter Kontaktaufnahme-Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kinderfreundschaften, soziale Entwicklung, Peer-Interaktion, Kindergarten, Selmans Modell und soziale Integration sind zentrale Begriffe.

Wie unterscheidet sich das Freundschaftsverständnis auf den Stufen 0 und 1 nach Selman?

Auf Stufe 0 wird Freundschaft rein physisch über räumliche Nähe und gemeinsames Spiel definiert, während auf Stufe 1 bereits ein Verständnis für eigene Gefühle des Spielpartners erkennbar ist, wenngleich noch keine echte Perspektivenübernahme stattfindet.

Welche Bedeutung kommt der räumlichen Nähe zu?

Räumliche Nähe erleichtert den Kontakt und die Aufrechterhaltung von Beziehungen erheblich, da sie den Kindern den Zugang zu potentiellen Freunden innerhalb der gleichen Gruppe ermöglicht.

Wie gehen Kinder mit gescheiterten Kontaktaufnahmen um?

Studien zeigen, dass Kinder durch Beharrlichkeit lernen, auch nach initialen Ablehnungen durch die Gruppe oder andere Kinder, erfolgreich in einen Spielprozess integriert zu werden.

Welche Rolle spielen Eltern und Erzieher?

Während Eltern das soziale Umfeld und Erfahrungen prägen, nehmen Erzieher eine Rolle als Mediatoren im Gruppenalltag ein, wobei ihre Funktion in der Arbeit kritisch hinterfragt wird.

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Details

Title
Entwicklung von Freundschaft als Form der sozialen Beziehung im Kindergartenalter
College
Martin Luther University  (Institut für Rehabilitationspädagogik)
Grade
2,0
Author
Anna Badstübner (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V89130
ISBN (eBook)
9783638035118
ISBN (Book)
9783656630715
Language
German
Tags
Entwicklung Freundschaft Form Beziehung Kindergartenalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Badstübner (Author), 2002, Entwicklung von Freundschaft als Form der sozialen Beziehung im Kindergartenalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/89130
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