1. Einleitung: Der menschengemachte Klimawandel aus auslösende Determinante für eine internationale Klimapolitik
In der gegenwärtigen Zeit lässt sich im Klimawandel eines der größten Umweltprobleme identifizieren, denen der Mensch sowohl heute als auch in den nächsten Jahrzehnten gegenüberstehen wird. Dies lässt sich insbesondere in den verschiedenen Wetterphänomen erkennen, wie sie in den letzten Jahren weltweit aufgetreten sind. Auch in der Bundesrepublik Deutschland hat diese Entwicklung einen nicht unerheblichen Einfluss auf die klimatischen Verhältnisse ausgeübt. Als Beispiele lassen sich hier unter anderem das Jahrhunderthochwasser der Elbe im Jahre 2002 beziehungsweise der außergewöhnlich trockene Sommer im Jahre 2003 anführen. Dieser Klimawandel, welcher auch als globale Erwärmung bezeichnet wird, beinhaltet den allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre sowie der Meere. Eine weitere Erwärmung für die nahe Zukunft wird durch die Wissenschaft bereits heute prognostiziert, welche in der Verstärkung des Treibhauseffektes durch den Menschen zu suchen ist. Der Treibhauseffekt wird durch wichtige Treibhausgase wie Wassserdampf (H2O), Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O) sowie chemischen Verbindungen wie FCKW und FKW angetrieben. Die von der Sonne ausgesandte kurzwellige Strahlung passiert die Atmosphäre und trifft auf die Erdoberfläche auf. Im Gegenzug werden langwellige Strahlen von der Erdoberfläche abgestrahlt und in der Atmosphäre fast vollständig absorbiert. Durch das bestehende thermische Gleichgewicht wird die absorbierte Energie zu je fünfzig Prozent ins Weltall und auf die Erde abgestrahlt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Der menschengemachte Klimawandel aus auslösende Determinante für eine internationale Klimapolitik
2. Historische Hintergründe des Kyoto-Protokolls
3. Das Kyoto-Protokoll als wertvoller Beitrag des globalen Klimaschutzes
3.1. Inhalte, Ziele und Inkrafttreten
3.2. Zentrale Elemente: Die flexiblen Kyoto-Mechanismen
4. Umsetzung des Kyoto-Protokolls anhand der Kyoto-Mechanismen in der Europäischen Union
4.1. Emissionshandel (Emission Trading)
4.2. Gemeinsame Umsetzung (Joint Implementation)
4.3. Umweltverträgliche Entwicklung (CDM)
4.4. Lastenteilung (Burden Sharing)
5. Kritik am Kyoto-Protokoll
6. Implikationen für die Zukunft
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Beitrag des Kyoto-Protokolls zum globalen Klimaschutz und analysiert dessen praktische Umsetzung innerhalb der Europäischen Union. Dabei steht die Wirksamkeit der flexiblen Kyoto-Mechanismen sowie die Herausforderung, Klimaschutzziele mit wirtschaftlicher Entwicklung zu vereinbaren, im Fokus der Betrachtung.
- Grundlagen des menschengemachten Klimawandels und Treibhauseffektes
- Historische Entwicklung der internationalen Klimapolitik
- Struktur und Verbindlichkeit der Kyoto-Ziele
- Funktionsweise der Kyoto-Mechanismen (Emissionshandel, JI, CDM)
- Herausforderungen und Kritik am Kyoto-Protokoll
Auszug aus dem Buch
3.1. Inhalte, Ziele und Inkrafttreten
Einen wesentlichen Schwerpunkt im Rahmen der globalen Klimaschutzabkommen nimmt das Kyoto-Protokoll ein, welches auf der Dritten Vertragsstaatenkonferenz (COP 3) am 11. Dezember 1997 in der japanischen Präfekturhauptstadt Kyoto verhandelt und verabschiedet wurde und welches die Grundlage für weitere Klimaschutzmaßnahmen bildete. In diesem Protokoll verpflichteten sich die Industriestaaten verbindlich, ihre gemeinsamen Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase zwischen den Jahren 2008 und 2012 um mindestens fünf Prozent unter das Niveau aus dem Jahre 1990 zu senken. Die einzelnen Länder erhielten hierbei in Vereinbarkeit mit ihrer wirtschaftlichen Entwicklung unterschiedliche Vorgaben. Ausgewählte Länder können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der menschengemachte Klimawandel aus auslösende Determinante für eine internationale Klimapolitik: Einführung in die Problematik des menschengemachten Klimawandels und Darstellung der Notwendigkeit einer aktiven, weltweiten Klimapolitik.
2. Historische Hintergründe des Kyoto-Protokolls: Analyse der anfänglichen internationalen Bemühungen, beginnend bei den Toronto-Zielen bis hin zur Etablierung des Klimarahmenabkommens.
3. Das Kyoto-Protokoll als wertvoller Beitrag des globalen Klimaschutzes: Erläuterung der verbindlichen Emissionsreduktionsziele und Vorstellung der flexiblen Mechanismen zur Zielerreichung.
4. Umsetzung des Kyoto-Protokolls anhand der Kyoto-Mechanismen in der Europäischen Union: Detaillierte Betrachtung der Anwendung von Emissionshandel, Joint Implementation, CDM und Lastenteilung innerhalb der EU.
5. Kritik am Kyoto-Protokoll: Darstellung wissenschaftlicher und politischer Gegenpositionen sowie öffentlicher Debatten, die das Protokoll kritisch hinterfragten.
6. Implikationen für die Zukunft: Reflexion über die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen und Ausblick auf notwendige Schritte in der internationalen Klimapolitik nach 2012.
Schlüsselwörter
Kyoto-Protokoll, Klimawandel, Treibhauseffekt, Treibhausgase, Klimapolitik, Emissionshandel, Joint Implementation, CDM, Lastenteilung, Burden Sharing, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Industrieländer, CO2-Emissionen, Klimakonferenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Umsetzung des Kyoto-Protokolls mit besonderem Fokus auf die europäische Ebene und analysiert dessen Rolle im globalen Klimaschutz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Ursachen des Klimawandels, die Geschichte der Klimarahmenkonvention, die Mechanismen des Kyoto-Protokolls und deren Implementierung sowie Kritik und Zukunftsaussichten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Kyoto-Protokoll als Instrument für verbindlichen Klimaschutz fungiert und welche Rolle die flexiblen Mechanismen bei der Erreichung der Ziele spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung offizieller Dokumente und Verträge sowie der Untersuchung von Klimadaten und Berichten zum Status Quo des Klimaschutzes.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die historischen Hintergründe, die spezifischen Ziele und Mechanismen (Emissionshandel, JI, CDM) sowie deren praktische Anwendung in der EU und die Kritik am Protokoll analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kyoto-Protokoll, Klimapolitik, Treibhauseffekt, flexible Mechanismen, Emissionshandel und nachhaltige Entwicklung.
Was ist die sogenannte "Emissionsglocke" bei der Lastenteilung?
Die Emissionsglocke ist eine Sonderregelung innerhalb des Kyoto-Protokolls, die es der EU ermöglicht, ihre Gesamtreduktionsverpflichtung von acht Prozent flexibel auf die Mitgliedsstaaten zu verteilen.
Warum haben die USA das Kyoto-Protokoll nicht mitgetragen?
Die Arbeit verweist auf den Einfluss kritischer Petitionen und wirtschaftlicher Bedenken, die dazu führten, dass die USA ihre Unterstützung für das Protokoll zurückzogen.
Welche Rolle spielen Schwellen- und Entwicklungsländer?
Sie werden durch den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (CDM) eingebunden, um Technologietransfer zu fördern und ihre Modernisierung zu unterstützen.
- Arbeit zitieren
- Mathias Kunze (Autor:in), 2008, Die Umsetzung des Kyoto-Protokolls auf europäischer Ebene, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/89012