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Der "religiöse Code" in Miguel de Cervantes' "El celoso extremeño"

Title: Der "religiöse Code" in Miguel de Cervantes' "El celoso extremeño"

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Teresa Kretschmer (Author)

Romance Studies - Spanish Studies

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1. Einleitung
Im Jahre 1613 wurden erstmalig die zwölf von Miguel de Cervantes verfassten „Novelas ejemplares“ veröffentlicht. Eine dieser Novellen ist die des „Celoso extremeño“, welche auf Grund ihrer Erscheinung in zwei unterschiedlichen Fassungen eine besonders häufig behandelte Erzählung der Novellensammlung ist und auch den Bezugstext dieser Arbeit darstellt.
Ziel der Arbeit ist es, mittels der im Folgenden vorgestellten Analysetechnik der Codierung die Bedeutung sowie die Funktion der häufig im Primärtext auftauchenden theologisch konnotierten Textsequenzen zu untersuchen und ihre Beziehung zueinander darzustellen. Dabei sollen jedoch lediglich die entscheidenden Schlüsselstellen Beachtung finden, nicht jeder religiös codierte Ausdruck des Textes wird in der Analyse wieder zu finden sein. Des Weiteren soll die Beziehung der Religion zum Gesamttext und zur Schlussmoralisierung der Novelle hinterfragt werden. Für die Zuordnung des so genannten „religiösen Codes“ auf die theologisch zu deutenden Ausdrücke des Novellentextes wird bei dieser Analyse das Lektüreprinzip des Close reading angewendet.
Nach der kurzen Einführung in das hier verwendete Analyseprinzip der Codierung und im speziellen in die Definition des religiösen Codes, folgt eine kurze inhaltliche Vorstellung der Novelle, die schließlich zur Analyse überleitet. Daran anschließend erfolgt ihre Auswertung. Den abschließenden Teil dieser Arbeit bildet eine Reflexion über das bearbeitete Thema.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Codierung als Analysetechnik

2.1 Das Prinzip der Codierung

2.2 Der religiöse Code

3. Der religiöse Code in „El celoso extremeño“

3.1 Der Inhalt der Novelle

3.2 Der religiöse Code: Bedeutung und Funktion

4. Auswertung

5. Reflexion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht mittels der Methode des Close reading und der Codierung nach Roland Barthes die theologisch konnotierten Textsequenzen in Miguel de Cervantes’ Novelle „El celoso extremeño“. Ziel ist es, die Funktion dieser religiösen Codes aufzuzeigen und zu analysieren, wie durch Ironisierung und Profanierung eine kritische Distanz zur katholischen Kirche sowie zum gesellschaftlichen Umgang mit Freiheit und Moral hergestellt wird.

  • Anwendung der literaturwissenschaftlichen Analysetechnik der Codierung nach Roland Barthes.
  • Untersuchung des „religiösen Codes“ als Ausdrucksmittel im Text.
  • Analyse der Ironie als Methode zur Umgehung zeitgenössischer Zensur.
  • Reflexion über das Verhältnis von menschlicher Freiheit und göttlichem Handeln.
  • Interpretation der Novelle als Kritik an kirchlichen Moralvorstellungen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Der religiöse Code: Bedeutung und Funktion

Bei der Untersuchung des Textes auf theologisch konnotierte Begriffe und Textsequenzen, also Ausdrücke, die durch den religiösen Code gekennzeichnet sind, wird man bereits im einleitenden Teil der Novelle mehrfach fündig.

Der Erzähler beschreibt Carrizales als „otro Pródigo“7, der während seiner „peregrinaciones“ (S. 99) nicht nur sein gesamtes Vermögen, sondern auch seine Jahre verschwendet hat. Der dort noch namenlose Protagonist wird also durch einen Vergleich mit einer biblischen Figur identifiziert: dem verlorenen Sohn, einer Figur aus dem gleichnamigen Gleichnis des Lukas-Evangeliums der Bibel. Es handelt von einem jungen Mann, der sein gesamtes Erbe während einer Reise vergeudet und einige Jahre später reuevoll und hilfsbedürftig auf dem Hof seines Vaters zurückkehrt. Der Vater vergibt seinem Sohn und nimmt ihn auch als diesen wieder zu sich auf.8 Durch den Bezug auf das Gleichnis wird der Protagonist der Novelle also zunächst nicht individualisiert, sondern typologisiert. Dabei steht die Geschichte des Carrizales aber inhaltlich im Widerspruch zum Gleichnis. Er ist zwar der „verlorene Sohn“, der sein Elternhaus verlässt und während seiner Reisen sein Vermögen verschwendet, doch im Unterschied zur Figur des Gleichnisses kehrt er nicht zu seinem Vater zurück, da seine Eltern bereits verstorben sind. Im Gleichnis, das didaktisch interpretiert werden kann als Aufruf zur Abkehr gegen die weltlichen Verlockungen und Rückkehr zum Glauben an und zu Vertrauen in Gott, steht für diesen die Vaterfigur als Substitut. Somit wird das Gleichnis in der Novelle also nicht nur umcodiert, sondern vor allem profaniert; ihm wird seine eigentliche Moral entzogen, denn Carrizales kann nicht zu seinem Vater und damit nicht zu Gott zurückfinden. Dieser ist gestorben; Gott bzw. der Vater existiert nicht mehr für ihn. Hier wird das Gleichnis durch die Profanierung offensichtlich ironisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der „Novelas ejemplares“, Definition des Untersuchungsgegenstandes sowie der angewandten Methode des Close reading.

2. Codierung als Analysetechnik: Erläuterung des Codierungsprinzips nach Roland Barthes und theoretische Herleitung des spezifischen „religiösen Codes“.

3. Der religiöse Code in „El celoso extremeño“: Inhaltsangabe der Novelle und detaillierte Analyse der religiösen Referenzen im Novellentext.

4. Auswertung: Synthese der Ergebnisse unter besonderer Berücksichtigung der Ironie als kritisches Stilmittel und gesellschaftspolitisches Korrektiv.

5. Reflexion: Zusammenfassende Betrachtung der Analyseergebnisse im Hinblick auf den freien Willen und die Grenzen der textimmanenten Untersuchung.

Schlüsselwörter

Miguel de Cervantes, El celoso extremeño, Roland Barthes, Close reading, Religiöser Code, Ironie, Profanierung, Novelle, Katholische Kirche, Zensur, Freier Wille, Biblische Typologie, Literaturanalyse, Spanische Literatur, Siglo de Oro.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die religiöse Symbolik und Sprache in Cervantes’ Novelle „El celoso extremeño“ unter Verwendung semiotischer Analysemethoden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Codierungstheorie, die Bedeutung religiöser Begrifflichkeiten im Text sowie die gesellschaftliche Kritik an kirchlichen Institutionen im 16. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Cervantes durch die Ironisierung religiöser Codes subtile Kritik an gesellschaftlichen Zwängen und dem Klerus übt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt das Lektüreprinzip des „Close reading“ in Kombination mit dem Codierungsansatz von Roland Barthes, um Vielschichtigkeiten des Textes offenzulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Codierung, eine inhaltliche Vorstellung der Novelle und eine detaillierte textnahe Analyse der religiös konnotierten Stellen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind: Cervantes, Religiöser Code, Ironie, Close reading, Zensur und Freier Wille.

Wie wird das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn in der Novelle transformiert?

Cervantes profaniert das Gleichnis, indem er den Protagonisten Carrizales in eine Situation bringt, in der eine Rückkehr zu Gott oder Vater nicht möglich ist, wodurch das Vorbild ironisiert wird.

Welche Rolle spielt die Ironie in der Argumentation der Autorin?

Die Ironie dient als wichtiges Instrument, um Zensur zu umgehen und Kritik an den damaligen gesellschaftlichen und religiösen Zuständen in Spanien zu üben.

Warum entscheidet sich Leonora am Ende für den Eintritt ins Kloster?

Die Autorin deutet an, dass dies eine „katholisch konsequente Lösung“ darstellt, um die soziale Schande nach dem versuchten Ehebruch gemäß den Normen der Zeit zu bewältigen.

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Details

Title
Der "religiöse Code" in Miguel de Cervantes' "El celoso extremeño"
College
Free University of Berlin  (Romanische Philologie)
Course
Theorie und Praxis des „close reading“
Grade
1,3
Author
Teresa Kretschmer (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V88506
ISBN (eBook)
9783638024853
ISBN (Book)
9783638924948
Language
German
Tags
Code Miguel Cervantes Theorie Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Teresa Kretschmer (Author), 2007, Der "religiöse Code" in Miguel de Cervantes' "El celoso extremeño", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/88506
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