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Jesus und die Frauen im Spiegel seiner Zeit und dessen Bedeutung für die Frauenordination

Titel: Jesus und die Frauen im Spiegel seiner Zeit und dessen Bedeutung für die Frauenordination

Seminararbeit , 2007 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Susanne Simon (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es wird wohl letztendlich immer ein Rätsel bleiben, eines mit mehr oder weniger schwerwiegenden Folgen für die Struktur der Kirche: Das Verhältnis Jesu zu den Frauen.
Nicht ausschließlich, aber vor allem, ist es für die feministische Theologie nach wie vor ein bedeutendes und aktuelles Thema, da es für die Frauen letztendlich um ihr Selbstbild in der Kirche geht und um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, die ihnen von der katholischen Kirche immer noch verweigert wird. Und auch außerhalb der wissenschaftlichen Literatur ranken sich Legenden um die Rolle der Frauen an der Seite Jesu, ein Indiz dafür, dass die "Frauenfrage" auch unter den Laienchristen, durchaus noch von Interesse ist, gerade angesichts einer Kirche, die diese so weit es geht versucht auszuklammern und zu ignorieren. Weil ihnen von kirchlicher Seite viele Fragen unbeantwortet bleiben, versuchen vor allem Frauen, im Rückbezug auf den historischen Jesus, Antworten in der Bibel zu finden. Dies gestaltet sich insofern schwierig, als von dem historischen Jesus kaum etwas bekannt ist. Das Bild, das in den Evangelien von ihm gezeichnet wird, trägt bereits den ideologischen Pinselstrich des jeweiligen Verfassers und ist dementsprechend verfärbt. Nicht desto trotz möchte ich in der vorliegenden Arbeit das Verhältnis Jesu zu den Frauen, wie es in den drei synoptischen Evangelien dargestellt ist, etwas näher beleuchten. Dazu werde ich es in Bezug setzen, zu den verschiedenen kulturellen Einflüssen, denen die Menschen in Jesu Heimatregion, dem antiken Palästina, wohl ausgesetzt gewesen sind. Ausgehend von der Rolle der Frauen im Judentum, Hellenismus und bei den Römern, möchte ich also Vergleiche ziehen, inwiefern sich die Darstellungen Jesu in den Evangelien aus dem Rahmen ihrer Zeit gelöst haben und inwiefern sie alten Strukturen verhaftet blieben.Zum Schluss meiner Arbeit werde ich auf die aktuelle Diskussion zur Frauenordination eingehen, da für diese das Thema der Frauen in den Evangelien von entscheidender Bedeutung ist. Dabei werde ich zunächst kurz die Argumentation des katholischen Lehramtes gegen eine Frauenordination wiedergeben und diese dann anhand verschiedener Gegenargumentationen in Frage stellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung:

1. Die Frauen zur Zeit Jesu

1.1 Problematisierung einer objektiven Analyse

1.2 Die Frauen im zeitgenössischen Judentum

1.3 Die Frauen in der hellenistischen Welt

1.4 Die römischen Frauen

2. Jesus und die Frauen in den synoptischen Evangelien

2.1 Markus – Frauen als Dienerinnen Jesu oder der Sache Jesu?

2.2 Matthäus – Emanzipatorischer oder patriarchaler Judenchrist?

2.3 Lukas - Evangelist der Frauen oder berechnender Pragmatiker?

3. Jesus – Frauenfreund oder Menschenfreund?

4. Bedeutung für die Frauenfrage in der katholischen Kirche von heute

5. Schluss

6. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis Jesu zu den Frauen, wie es in den drei synoptischen Evangelien dargestellt wird, und setzt dies in Bezug zu den kulturellen Rahmenbedingungen der damaligen Zeit (Judentum, Hellenismus, Römerreich), um daraus Erkenntnisse für die aktuelle Debatte um die Frauenordination in der katholischen Kirche abzuleiten.

  • Kulturelle und soziale Rolle der Frau in der Spätantike
  • Darstellung von Frauen in den Evangelien nach Markus, Matthäus und Lukas
  • Jesus als Frauenfreund oder Menschenfreund
  • Kritische Analyse des kirchlichen Lehramtes zur Frauenordination
  • Verhältnis von historischem Jesus und kirchlicher Institution

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Frauen im zeitgenössischen Judentum

Wie bereits erwähnt, war die grundlegende Gesellschaftsform der Spätantike das Patriarchat. Nicht nur im Judentum, sondern auch im Hellenismus und bei den Römern war also der Mann in seiner Rolle als Vater, Mittelpunkt und Oberhaupt der Familie und des ganzen politischen, religiösen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens. Von Flavius Josephus ist der Ausspruch überliefert, dass „das Weib [...] in jeder Beziehung minderwertiger als der Mann“ sei, was auf eine weit verbreitete Geringschätzung der Frau in der jüdischen Gesellschaft schließen lässt.

Die Aufgaben der Frau waren dementsprechend dahingehend definiert, ihren Mann in seiner Vormachtstellung zu akzeptieren und zu unterstützen und ihm eine gehorsame Partnerin und Mutter seiner Kinder zu sein. Die Erziehung derselben, die Hausarbeit, die Arbeit am Webstuhl oder Spinnrad zur wirtschaftlichen Unterstützung der Familie, sowie das allgemeine leibliche Wohlergehen des Ehemannes waren ihre Hauptbetätigungsfelder. Die größte Würde der Frau lag in ihrer Stellung als Mutter und auch die Mutterliebe war ein allgemein hoch angesehenes Gut.

Die Ermahnung zur Achtung der Eltern und insbesondere auch der Mutter, konnte ein jeder Jude nicht nur in der Tora an verschiedenen Stellen nachlesen. Auch im Dekalog war die Ehrerweisung gegenüber Vater und Mutter als viertes Gebot, und damit erstes, das sich auf die Beziehung der Menschen untereinander bezieht, allseits gegenwärtig und verbindlich gemacht.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Verhältnisses Jesu zu Frauen für die feministische Theologie und die aktuelle Frauenfrage in der Kirche, während sie die methodischen Schwierigkeiten der historisch-kritischen Rekonstruktion aufzeigt.

1. Die Frauen zur Zeit Jesu: Dieses Kapitel analysiert die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen der Spätantike im Judentum, Hellenismus und römischen Reich und warnt vor einer einseitigen, subjektiven Quellenbetrachtung.

2. Jesus und die Frauen in den synoptischen Evangelien: Hier werden die Evangelien nach Markus, Matthäus und Lukas gesondert betrachtet, um die ambivalente Darstellung von Frauen als Jüngerinnen, Dienerinnen oder Wirtschaftsfaktoren kritisch herauszuarbeiten.

3. Jesus – Frauenfreund oder Menschenfreund?: Die Autorin argumentiert, dass Jesus Frauen primär als menschliche Individuen wahrnahm, die von Ausgrenzung betroffen waren, und ordnet sein Handeln in den Kontext seiner apokalyptischen Grundhaltung ein.

4. Bedeutung für die Frauenfrage in der katholischen Kirche von heute: In diesem Kapitel wird das kirchliche Argumentationsmuster gegen die Frauenordination (basierend auf der fehlenden Berufung von Frauen in den Zwölferkreis) mit exegetischen Gegenargumenten kritisch hinterfragt.

5. Schluss: Der Schluss reflektiert die Schwierigkeit, Jesu ursprüngliche Botschaft auf heutige kirchliche Organisationsstrukturen zu übertragen, und skizziert die Vision eines postmodernen Jesus.

6. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Monografien und Aufsätze zur Thematik.

Schlüsselwörter

Jesus, Frauen, Evangelien, Feministische Theologie, Frauenordination, Patriarchat, Judentum, Synoptiker, Historischer Jesus, Kirche, Priestertum, Geschlechterrollen, Diskriminierung, Gleichberechtigung, Bibel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Jesus in den synoptischen Evangelien mit Frauen umgegangen ist und inwieweit dieses Verhalten als Modell für die heutige Frauenordination in der katholischen Kirche dienen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die antike Stellung der Frau, die Exegese der synoptischen Evangelien in Bezug auf Frauenfiguren sowie die Auseinandersetzung mit der offiziellen Lehre der Kirche zur Frauenordination.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen den historisch überlieferten Handlungen Jesu und den modernen kirchlichen Machtstrukturen kritisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die historisch-kritische Methode der Theologie, insbesondere unter Einbeziehung feministisch-theologischer Forschungsperspektiven und historischer Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der antiken Lebensumstände von Frauen, eine detaillierte Untersuchung der drei synoptischen Evangelien und eine kritische Auseinandersetzung mit der Argumentation des kirchlichen Lehramtes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jesus, Frauen, Feministische Theologie, Frauenordination, Evangelien, Patriarchat und Gleichberechtigung charakterisieren.

Warum wird das Judentum zur Zeit Jesu im ersten Kapitel so ausführlich analysiert?

Um Jesu Handeln als "innerjüdische Alternative" zu verstehen und eine objektive Einordnung zu ermöglichen, ist das Verständnis des damaligen patriarchalen Umfelds und seiner strengen Regeln zwingend erforderlich.

Welche Rolle spielt die "Inter insigniores" in der Arbeit?

Die päpstliche Erklärung dient als zentrale Ausgangsbasis für die kritische Diskussion der kirchlichen Gegenargumente bezüglich der Zulassung von Frauen zum Priesteramt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jesus und die Frauen im Spiegel seiner Zeit und dessen Bedeutung für die Frauenordination
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Katholische Theologie)
Veranstaltung
Die Gestalt Jesu in den Evangelien
Note
1,0
Autor
Susanne Simon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
26
Katalognummer
V88241
ISBN (eBook)
9783638034234
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jesus Frauen Spiegel Zeit Bedeutung Frauenordination Gestalt Jesu Evangelien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Simon (Autor:in), 2007, Jesus und die Frauen im Spiegel seiner Zeit und dessen Bedeutung für die Frauenordination, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/88241
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Leseprobe aus  26  Seiten
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