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Der Zusammenhang von Esskultur und Religion am Beispiel des Islam

Titel: Der Zusammenhang von Esskultur und Religion am Beispiel des Islam

Hausarbeit , 2007 , 8 Seiten

Autor:in: Ina Jungandreas (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Naher Osten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Der Zusammenhang von Esskultur und Religion
Esskultur beschreibt das gesamte kulturelle Umfeld der Ernährung. Sowohl vom Menschen hergestellte Lebensmittel und entsprechende Geräte, als auch die immateriellen Dinge, wie z. B. Rezepte, werden mit dem Begriff umschrieben. Dazu gehören die Speisen als Symbolträger und regionale Spezialitäten genauso wie Regeln, Rituale und Tischsitten. Speisen werden vom Menschen kunstvoll zubereitet, daher sind Zeremonien in Verbindung mit dem Essen und Tischdekorationen ebenfalls Elemente der Esskultur. Essen wird dabei als Grundform menschlicher Lebensgestaltung angesehen . Die drei kulturellen Merkmale Nahrungsmittel, Küche und Mahlzeiten haben gleichzeitig eine gemeinschaftsbildende, als auch eine ausschließende Funktion. Man ordnet sich demnach einer Esskultur unter und is(s)t entsprechend ihrer typischen Verhaltensweisen. Damit grenzt man sich gleichzeitig von anderen Esskulturen ab, indem man eben anders is(s)t . Kurzum ist ´Esskultur` ein Begriff, der alles mit dem Essen Verbundene umschreibt. Religion wird hingegen als „das Gefühl schlechthinniger Abhängigkeit “ definiert. Diese religiöse Abhängigkeit zieht sich durch das gesamte Leben eines Menschen. Die besondere Identität einer bestimmten Religion wird auch durch die Essensrituale und Speisepraktiken gekennzeichnet. Aus diesen Gründen muss es zwangsläufig einen Zusammenhang zwischen Religion und Esskultur geben. Am Beispiel des Islam wird im Folgenden der Zusammenhang von Esskultur und Religion deutlich gemacht.

2. Der Islam
Im Allgemeinen steht der Islam den Essensfreuden positiv gegenüber. Im Koran, dem heiligen Buch des Islam, werden an den unterschiedlichsten Stellen die Gläubigen angeleitet, die von Gott gegebenen guten Gaben zu genießen. Auch nach dem Leben im Diesseits haben die Seligen die Möglichkeit, das beste Essen und Trinken zu genießen. Die Mahlzeiten werden nicht als individueller Akt, sondern als gemeinschaftlicher Vorgang angesehen. Dies zeigt besonders eindrucksvoll die Vorstellung von Himmel und Hölle. In der Hölle würden die Verdammten an reich gedeckten Tischen sitzen. Sie könnten die gedeckten Tafeln aber nicht erreichen, weil sie viel zu lange Löffel an den Armen hätten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Zusammenhang von Esskultur und Religion

2. Der Islam

2.1. Nahrungstabus

2.2. Fastenmonat

2.3. Islamische Feste

2.3.1. Das Fastenbrechen

2.3.2. Das Opferfest

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen religiösen Glaubensvorstellungen und den daraus resultierenden Esskulturen, wobei der Islam als zentrales Fallbeispiel dient, um aufzuzeigen, wie spirituelle Gebote den Alltag und das Ernährungshandeln prägen.

  • Definition und gegenseitige Beeinflussung von Esskultur und Religion
  • Die islamischen Speisevorschriften und das Konzept von Halal und Haram
  • Die religiöse und soziale Bedeutung des Fastenmonats Ramadan
  • Kulinarische Traditionen und Rituale bei den islamischen Festtagen

Auszug aus dem Buch

2.1. Nahrungstabus

Die islamische Religion verlangt von den Gläubigen die Einhaltung bestimmter Schlacht-, Essens- und Trinkvorschriften. So werden die Nahrungsmittel in ´haram` und ´halal food` eingeteilt. ´Haram` benennt die Lebensmittel, die der Islam erlaubt. Dagegen ist ´halal` die Bezeichnung für die verbotenen Lebensmittel. Aber was ist nun verboten? Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, da es vielfältige Zubereitungsverfahren gibt. Bei den Zubereitungsverfahren können auch externe Vorfertigungen und lange Herstellungsverfahren eine Rolle spielen. Die Möglichkeiten der Lebensmitteltechnologie erschweren die Einteilung der Lebensmittel nach islamischem Glauben. Generell nennt der Koran vier Hauptgruppen von Lebensmitteln, die ´halal` sind. Alle Nahrungsmittel, die aus dem Schwein gewonnen werden oder davon Bestandteile enthalten, stellen nach dem Koran eine Hauptgruppe der verbotenen Nahrung dar. Auch geschlachtete Tiere, die nicht Gott geweiht sind sowie Tiere, die eines natürlichen Todes gestorben sind, gehören zu der tabuisierten Ernährung. Blut in geronnener oder fließender Form darf nach dem Glaubensbuch als weitere Hauptgruppe nicht auf dem Speiseplan eines Muslims stehen.

Neben den Hauptgruppen gibt es noch weitere verbotene Speisen. So dürfen Lebewesen, die auf dem Land leben und keine Ohren besitzen, nicht verzehrt werden. Frösche sind damit ´halal food`. Ebenfalls sind Fleischfresser mit Fangzähnen und Raubvögel nicht zum Verzehr nach islamischem Glauben geeignet. Im Islam gibt es ein Tötungsverbot für einige Tierarten. Dazu gehören Ameisen, Spechte und Bienen, die nicht getötet und gegessen werden dürfen, genauso wie die als abstoßend geltenden Fliegen und Maden. Des Weiteren zählen Schädlinge, wie beispielsweise Ratten und Tiere, die sowohl auf dem Land und im Wasser leben, zu den Nahrungstabus des Islam. Den Gläubigen sind die alkoholhaltigen Getränke verwehrt. Dazu zählen auch Getränke, die Vanille enthalten. Vanille wird nämlich mit Ethanol hergestellt und weist zu einem gewissen Grad Restalkohol auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Zusammenhang von Esskultur und Religion: Dieses Kapitel definiert Esskultur als das kulturelle Umfeld der Ernährung und erläutert die enge Wechselwirkung zwischen religiösen Riten und menschlichem Essverhalten.

2. Der Islam: Hier wird die positive Grundhaltung des Islam gegenüber dem Genuss guter Gaben dargestellt, wobei der gemeinschaftliche Aspekt des Essens im Vordergrund steht.

2.1. Nahrungstabus: Dieser Abschnitt behandelt die Einteilung in erlaubte (Halal) und verbotene (Haram) Lebensmittel sowie die komplexen Regeln rund um Schlachtvorschriften und den Verzicht auf bestimmte Tierarten und Alkohol.

2.2. Fastenmonat: Das Kapitel beschreibt den Ramadan als Ausdruck der Gottverbundenheit, den Verzicht während der Tagesstunden und die Bedeutung des Fastenbrechens für die Gemeinschaft.

2.3. Islamische Feste: Hier werden die kulinarischen Aspekte der wichtigsten islamischen Feiertage beleuchtet.

2.3.1. Das Fastenbrechen: Dieses Kapitel erläutert das als Zuckerfest bekannte Ende des Ramadan und die damit verbundenen familiären Traditionen und Speisevorschriften.

2.3.2. Das Opferfest: Das Kapitel beschreibt das rituelle Opfern von Tieren und die soziale Bedeutung der Verteilung des Fleisches an Bedürftige.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Religion eine fundamentale Bedeutung für die Gestaltung kultureller Ernährungsmuster hat und das Handeln des Gläubigen maßgeblich bestimmt.

Schlüsselwörter

Esskultur, Religion, Islam, Halal, Haram, Koran, Ramadan, Fasten, Ernährung, Speisevorschriften, Schlachtvorschriften, Opferfest, Zuckerfest, Gemeinschaft, Riten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Religionen, insbesondere der Islam, Esskulturen beeinflussen und welche Bedeutung Speiseregeln und Rituale für das Leben von Gläubigen haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf Nahrungstabus, die religiöse Bedeutung des Fastenmonats Ramadan sowie auf die Kulinarik bei islamischen Festtagen wie dem Fastenbrechen und dem Opferfest.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den zwangsläufigen Zusammenhang zwischen religiösen Vorgaben und der Esskultur am Beispiel des Islam aufzuzeigen und zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse von religiösen Textquellen, insbesondere des Korans, sowie wissenschaftlicher Literatur zum Themenfeld Essen und Religion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse islamischer Speisevorschriften (Halal/Haram), die Bedeutung des Ramadan-Fastens und die rituellen Speisepraktiken bei islamischen Feiertagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Esskultur, Islam, Halal, Haram, Ramadan, Fasten und religiöse Speisegebote.

Warum gilt Vanille im Islam teilweise als problematisch?

Da Vanille oft mit Ethanol extrahiert wird und ein Restalkoholgehalt bestehen kann, wird sie von gewissenhaft Gläubigen als problematisch angesehen.

Welche soziale Funktion hat das Opferfest?

Das Opferfest stärkt den Zusammenhalt, indem durch das Schlachten eines Tieres nicht nur Gott geehrt, sondern überschüssiges Fleisch auch an Bedürftige verteilt wird, um niemanden allein zu lassen.

Warum ist der Fastenmonat Ramadan für Muslime so wichtig?

Er gilt als Zeugnis der Gottverbundenheit und ermöglicht durch den Verzicht auf Essen und Trinken eine Identifikation mit Notleidenden sowie eine spirituelle Reinigung.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Zusammenhang von Esskultur und Religion am Beispiel des Islam
Hochschule
Universität Paderborn
Autor
Ina Jungandreas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
8
Katalognummer
V87345
ISBN (eBook)
9783638018845
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zusammenhang Esskultur Religion Beispiel Islam
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ina Jungandreas (Autor:in), 2007, Der Zusammenhang von Esskultur und Religion am Beispiel des Islam, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/87345
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