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Feindbild Islam

Eine Analyse des Begriffes Feindbild anhand eines Beispieles der Darstellung des Islams anlässlich der Karikaturdebatte von 2006

Titel: Feindbild Islam

Hausarbeit , 2006 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Dathe (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

0. Einleitung
Die Reaktionen der sogenannten islamischen Welt auf die Mohammed-Karikaturen der dänischen Tageszeitung „Jyllands-Posten“, die im Herbst letzten Jahres veröffentlicht wurden, gehörten in den ersten Wochen diesen Jahres zu den wichtigsten Themen der deutschen Zeitungen. Fotos von brennenden Flaggen und Puppen, wutentbrannte Gesichter, Beschreibungen von terroristischen islamischen Gruppierungen und Umfragen mit Titeln wie „Jeder Dritte hat Angst vor dem Islam“ wurden dem Leser präsentiert. Das Resultat solcher Darstellungen sind Skepsis, Ablehnung, Vorurteile bis hin zur Entstehung beziehungsweise Verstärkung von Feindbildern.
Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich in erster Linie mit dem sozialpsychologischen Terminus Feindbild. So beinhaltet der erste Teil der Arbeit eine ausführliche Grundlagenklärung des Begriffes. Dabei werden neben einer Definition, die Voraussetzungen zur Entstehung von Feindbildern und somit auch die sozialpsychologischen Termini Stereotype und Vorurteile dargestellt.
Anschließend wird in Ansätzen skizziert, ob und inwieweit in den letzten Jahren in Deutschland vom Islam als Feindbild gesprochen wurde. Der letzte Teil der Hausarbeit beschäftigt sich mit der Darstellung des Islams anlässlich der Karikaturendebatte in den deutschen Printmedien. Für diese Untersuchung wird jeweils ein Beitrag aus den überregionalen Wochenzeitungen „Die Zeit“ und „Stern“ verwendet. Die Auswahl dieser Zeitungen beruht auf dem unterschiedlichen Leserpublikum („Boulevardzeitung“ vs. „seriöse Zeitung“, illustrierende Zeitung vs. textorientierte Zeitung, unterschiedliche politische Ausrichtung, etc.). Bei der Analyse werden die Darstellungsformen der Problematik unter Einbeziehung der oben genannten theoretischen Grundlagen untersucht.
Ziel der Untersuchung ist es, herauszufinden, ob bei der Darstellung in den aktuellen deutschen Medien tatsächlich von einem Feindbild Islam gesprochen werden kann. Die Printmedien haben im Zeitalter des Fernsehens und des Internets einen entscheidenden Einfluss auf die Herausbildung und Vertiefung von Meinungen, Denkweisen und den daraus resultierenden Vorurteilen und Stereotypen bis eben hin zu Feindbildern, welche in einer modernen globalisierten Welt abgebaut und nicht vertieft werden sollten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Der sozialpsychologische Terminus Feindbild

1.1 Definition des Terminus Feindbild

1.2 Zur Entstehung eines Feindbildes

1.2.1 Voraussetzungen zur Entstehung eines Feindbildes

1.2.2 Die Entstehung eines Feindbildes

2. Feindbild Islam in Deutschland?

2.1 Voraussetzungen

2.2 Feinbild Islam

3. Darstellung des Islam in deutschen Zeitungen anlässlich der Karikaturendebatte im Januar 2006

3.1 Die Karikaturendebatte im Januar 2006

3.2 Darstellung in deutschen Printmedien

3.2.1 Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 09.02.2006

3.2.2 Wochenzeitung „Stern“ vom 09.02.2006

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis sozialpsychologischer Theorien, ob und wie in deutschen Printmedien im Kontext der Karikaturendebatte von 2006 ein „Feindbild Islam“ konstruiert wurde. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwieweit die mediale Darstellung zur Verfestigung negativer Stereotype und zur Abgrenzung zwischen einer westlichen Wir-Gruppe und einer als fremd definierten Gruppe beiträgt.

  • Sozialpsychologische Grundlagen von Feindbildern, Vorurteilen und Stereotypen
  • Die historische und gesellschaftliche Verankerung des Islambildes in Deutschland
  • Mechanismen der Gruppenabgrenzung und Identitätsstiftung (Wir vs. Die anderen)
  • Medienanalyse der Karikaturendebatte anhand der Wochenzeitschriften „Die Zeit“ und „Stern“
  • Einfluss medialer Berichterstattung auf die Meinungsbildung und Vorurteilsverstärkung

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Die Entstehung eines Feindbildes

Da die Termini Kategorien, Stereotype und Vorurteile notwendig für ein Individuum sind, um sich in der Umwelt zu orientieren, müssen sie nicht automatisch negativ besetzt sein. Im Gegenteil befriedigen sie innerhalb einer Gruppe das „Bedürfnis nach Aufwertung der eigenen Existenz [...] und können beim Individuum ein gestörtes inneres Gleichgewicht wiederherstellen oder stabilisieren.“ Es entsteht ein sogenannter „ingroup favoritism [...], der am besten als ,positives Wir-Gefühl’ zu beschreiben ist.“ Die Wir-Gruppe erscheint als differenzierter, die Fremdgruppe als homogener. „Menschen unterscheiden [...] in ,einer von uns’ und ,einer von den anderen’ und räumen dann der eigenen sozialen Gruppe den Vorrang ein.“

Trotzdem können aus den noch nicht negativ besetzten Vorurteilen Feindbilder entstehen. Unter bestimmten Voraussetzungen entwickelt sich Dynamik. Sachverhalte oder Menschen werden stärker vereinfacht. Dies geschieht vor allem dann, wenn „der ausgleichende und korrigierende Außenkontakt und damit die Möglichkeit, gegenteilige Informationen zu verarbeiten, eingeschränkt wird und die Fähigkeit zur Selbstkorrektur verloren geht.“ Ist eine Wir-Gruppe also zu sehr von ihrer Umwelt beziehungsweise anderen Gruppen abgeschirmt, werden Einstellungen einseitig, erstarrt, voreingenommen, unverhältnismäßig urteilend und sind kaum zu revidieren. Können Vorurteile durch fehlenden Kontakt oder mangelnde Kenntnis nicht mehr abgebaut werden, kommt es zu „Verdichtung und Bündelung mehrerer Vorurteile“. Feindbilder entstehen. Sie enthalten „im Unterschied zur Ebene einer stereotypen Abneigung gegen Gruppen [...] ein erhebliches Steigerungspotential“ und sind besonders negativ besetzt. Auf diese Weise nehmen Feindbilder einen fundamentalen Charakterzug an.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des medialen Umgangs mit dem Islam nach der Karikaturendebatte ein und legt die Forschungsziele sowie die methodische Auswahl der Untersuchungsobjekte dar.

1. Der sozialpsychologische Terminus Feindbild: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung, indem es den Begriff Feindbild definiert und in den Kontext von Stereotypen, Vorurteilen und Kategorisierungsprozessen einbettet.

1.1 Definition des Terminus Feindbild: Es werden verschiedene wissenschaftliche Definitionen diskutiert, um das komplexe Konstrukt des Feindbildes als sozialpsychologisches Phänomen greifbar zu machen.

1.2 Zur Entstehung eines Feindbildes: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Prozesse, die zur Bildung von Feindbildern führen, insbesondere die Rolle der Gruppenidentität.

1.2.1 Voraussetzungen zur Entstehung eines Feindbildes: Hier werden die kognitiven Grundlagen wie Kategorisierung, Stereotypisierung und Vorurteilsbildung detailliert analysiert.

1.2.2 Die Entstehung eines Feindbildes: Es wird dargelegt, wie aus regulären sozialen Kategorisierungsprozessen durch Abschottung und mangelnde Selbstkorrektur negative Feindbilder entstehen.

2. Feindbild Islam in Deutschland?: Dieses Kapitel untersucht die historische und soziale Ausgangslage für die Wahrnehmung des Islams in der deutschen Gesellschaft.

2.1 Voraussetzungen: Hier wird der Kontext der Religionswahrnehmung und die Bedeutung von Gruppenzugehörigkeiten im Hinblick auf das Verhältnis zum Islam beleuchtet.

2.2 Feinbild Islam: Die Autorin argumentiert, dass aufgrund der Dynamik von Wir- und Fremdgruppenbildungen in der westlichen Welt ein Feindbild Islam existiert.

3. Darstellung des Islam in deutschen Zeitungen anlässlich der Karikaturendebatte im Januar 2006: Dieser Abschnitt bietet die empirische Anwendung der Theorie auf den konkreten Fall der Zeitungsberichterstattung.

3.1 Die Karikaturendebatte im Januar 2006: Die Hintergründe und der Verlauf des Konflikts um die Mohammed-Karikaturen werden chronologisch zusammengefasst.

3.2 Darstellung in deutschen Printmedien: Es wird die allgemeine Tendenz der medialen Berichterstattung analysiert, die zur Bestätigung bestehender Vorurteile beiträgt.

3.2.1 Wochenzeitung „Die Zeit“ vom 09.02.2006: Die Analyse zeigt auf, wie eine liberale überregionale Wochenzeitung trotz ihres Anspruchs auf Meinungsbildung einseitig und negativ über den Islam berichtet.

3.2.2 Wochenzeitung „Stern“ vom 09.02.2006: Die Untersuchung verdeutlicht, wie eine illustrierte Boulevardzeitung durch den massiven Einsatz von Bildern Feindbilder verstärkt.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass das Feindbild Islam medial instrumentalisiert wird und eine kritische Auseinandersetzung des Einzelnen mit seiner Umwelt notwendig ist.

Schlüsselwörter

Feindbild, Islam, Sozialpsychologie, Karikaturendebatte, Vorurteile, Stereotype, Kategorisierung, Wir-Gruppe, Fremdgruppe, Medienanalyse, Meinungsbildung, Identität, Gruppenverhalten, Diskriminierung, Intergruppenkonflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der sozialpsychologischen Untersuchung von Feindbildern, insbesondere am Beispiel der medialen Darstellung des Islams während der Karikaturendebatte von 2006 in deutschen Printmedien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Entstehung von Feindbildern, den sozialpsychologischen Mechanismen von Stereotypen und Vorurteilen sowie deren Rolle bei der Konstruktion von Wir- und Fremdgruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob in der Berichterstattung der deutschen Medien tatsächlich von einem existenten Feindbild Islam gesprochen werden kann und wie dieses durch gezielte Darstellung verstärkt wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Rahmen der Sozialpsychologie zur Definition zentraler Begriffe und führt darauf aufbauend eine qualitative Analyse ausgewählter Beiträge aus „Die Zeit“ und dem „Stern“ durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Feindbildentstehung, eine Erörterung des Feindbildes Islam in Deutschland und eine konkrete Analyse der Zeitungsberichterstattung im Februar 2006.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Feindbild, Islam, Sozialpsychologie, Karikaturendebatte, Stereotype, Vorurteile, Gruppenidentität und Medienwirkung.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von „Die Zeit“ und „Stern“ laut der Analyse?

Während „Die Zeit“ als Bildungsmedium primär durch einseitige textliche und symbolische Rahmung wirkt, nutzt der „Stern“ als Boulevardmagazin vor allem großflächige, emotionalisierende Bilder zur Bestätigung negativer Vorurteile.

Welche Rolle spielt die „Wir-Gruppe“ bei der Bildung von Feindbildern?

Die Wir-Gruppe dient der Identitätsstiftung und Aufwertung des Selbstbildes; Feindbilder werden genutzt, um diese Gruppe intern zu solidarisieren und den Zusammenhalt gegen eine definierte Fremdgruppe zu stärken.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feindbild Islam
Untertitel
Eine Analyse des Begriffes Feindbild anhand eines Beispieles der Darstellung des Islams anlässlich der Karikaturdebatte von 2006
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Werte und Ziele
Note
1,0
Autor
Michael Dathe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
18
Katalognummer
V85796
ISBN (eBook)
9783638008372
ISBN (Buch)
9783638914246
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feindbild Islam Werte Ziele Kampf der Kulturen Kulturen Stereotype Kategorien Feindbilder Vorurteil Vorurteile Hausarbeit Essay wissenschaftliche Arbeit Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Dathe (Autor:in), 2006, Feindbild Islam, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/85796
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Leseprobe aus  18  Seiten
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