Es ist mittlerweile bekannt, dass der Arbeitgeber seit dem 31. Mai 2001 zum ersten Mal verpflichtet wurde, die nichtrauchenden Beschäftigten vor den Gesundheitsgefahren des Passivrauchens zu schützen. Nach einem langen Klageweg hat sich das Gesetz nun endlich durchgesetzt. Auf diesen Beschluss mussten Nichtraucher lange warten! Durch das neue Gesetz wurden die Passivraucher nun glücklicherweise vom Rauch der Aktivraucher befreit. Doch wie kam es zu diesem Gesetz, wie sieht die Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes im Betrieb aus und welche gesundheitlichen Schäden resultieren durch das Einatmen des Rauches? Gibt es gesundheitliche Unterschiede durch Aktivrauchen bzw. Passivrauchen?
Um meine Fragestellungen in dieser Arbeit systematisch zu analysieren, möchte ich folgendermaßen vorgehen:
Als erstes gehe ich allgemein auf die Epidemiologie ein, um einen groben Überblick über das Rauchverhalten zu geben.
Da das Rauchen bestimmte Gesundheitsschäden hervorruft, beschäftige ich mich anschließend damit.
Zum Schluss gehe ich auf die wirtschaftliche Betrachtung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz und auf die Umsetzung des Nichtraucherschutzes im Betrieb ein.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Rauchverhalten in Deutschland
3 Rauchen und Gesundheit
3.1 Zusammensetzung des Tabakrauchs
3.2 Die Wirkung des Rauchens
3.3 Akute Wirkungen des Rauchens
3.4 Chronische Wirkungen des Rauchens
3.5 Lungenkrebs
3.6 Gesundheitsschäden durch Passivrauchen
4 Wirtschaftliche Betrachtung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz
5 Umsetzung des Nichtraucherschutzes im Betrieb
5.1 Rechte und Pflichte des Arbeitgebers
5.2 Mitbestimmung
5.3 Maßnahmen im Betrieb
5.4 Konzepte für Aktivraucher
6 Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens sowie die Implementierung und Bedeutung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen und wirtschaftlicher Aspekte.
- Epidemiologie und Prävalenz des Tabakkonsums in Deutschland
- Pathophysiologische Wirkungen von Aktiv- und Passivrauchen
- Ökonomische Folgen durch Arbeitsausfall und Gesundheitskosten
- Rechtliche Grundlagen und Mitbestimmungsrechte im Betrieb
- Strategien zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Raucherentwöhnung
Auszug aus dem Buch
3.1 Zusammensetzung des Tabakrauchs
Beim Zigarettenrauchen entsteht der Hauptstrom, der vom Raucher in den Mund gezogen wird. Der Nebenstrom am Glutkegel entweicht dagegen. In Abhängigkeit von der chemischen und physikalischen Beschaffenheit des Tabaks, der Sauerstoffzufuhr, den Strömungsbedingungen und der Glutzonentemperatur variiert die Zusammensetzung von Haupt- und Nebenstrom. Der Tabakrauch besteht insgesamt aus mehr als 4.000 Komponenten. Zusammengesetzt besteht er aus gasförmigen Bestandteilen wie Stickstoff, Schwefelwasserstoff und Ammoniak sowie aus Inhaltsstoffen in der Kondensatphase.
Umgangssprachlich wird die Kondensatphase als Teer bezeichnet. 43 Inhaltsstoffe des Tabakrauchs werden als krebserregend eingestuft. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe mit ihrer Leitsubstanz Benzo(a)pyren, Nitrosamine, verschiedene Schwermetallverbindungen und Benzol sind einige davon, die zu den krebserregenden Stoffen gehören.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers zum Nichtraucherschutz ein und stellt die systematische Vorgehensweise der Arbeit vor.
2 Das Rauchverhalten in Deutschland: Das Kapitel analysiert die hohe Prävalenz des Tabakkonsums und beleuchtet statistische Daten zur Raucherquote in verschiedenen Altersgruppen.
3 Rauchen und Gesundheit: Dieses Kapitel erläutert die Inhaltsstoffe des Tabakrauchs und beschreibt detailliert die akuten sowie chronischen gesundheitlichen Risiken für Aktiv- und Passivraucher.
4 Wirtschaftliche Betrachtung des Nichtraucherschutzes am Arbeitsplatz: Hier werden die ökonomischen Folgen des Rauchens, insbesondere im Hinblick auf den Arbeitsausfall und die betriebliche Kostenbelastung, analysiert.
5 Umsetzung des Nichtraucherschutzes im Betrieb: Das Kapitel behandelt die rechtlichen Pflichten des Arbeitgebers, die Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertretung sowie praktische Schutzmaßnahmen.
6 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Erkenntnisse zusammen und ordnet die Umsetzung des Nichtraucherschutzes in den aktuellen gesellschaftlichen Kontext ein.
Schlüsselwörter
Rauchen, Passivrauchen, Gesundheit, Nichtraucherschutz, Arbeitsschutz, Tabakkonsum, Lungenkrebs, Arbeitsstättenverordnung, Mitbestimmung, Betriebliche Gesundheitsförderung, Nikotin, Arbeitsausfall, Prävention, Raucherentwöhnung, Gesetzgebung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert Rauchen als Gesundheitsproblem und beleuchtet insbesondere die Situation am Arbeitsplatz unter rechtlichen und gesundheitlichen Gesichtspunkten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen das Rauchverhalten, die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums, die ökonomischen Auswirkungen auf Betriebe sowie die Umsetzung des Nichtraucherschutzes.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, die systematischen Auswirkungen des Rauchens aufzuzeigen und die rechtlichen sowie betrieblichen Möglichkeiten zur Umsetzung effektiver Nichtraucherschutzmaßnahmen zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt eine systematische Analyse von epidemiologischen Daten, medizinischen Grundlagen des Rauchens sowie rechtlichen Rahmenbedingungen und bestehenden Studien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Betrachtung der Wirkungen von Tabakrauch, eine Analyse der wirtschaftlichen Folgekosten und eine Untersuchung der betrieblichen Umsetzungspraxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Nichtraucherschutz, betriebliche Gesundheitsförderung, Tabakkonsum und die Auswirkungen der Arbeitsstättenverordnung.
Warum spielt die Mitbestimmung beim Nichtraucherschutz eine so große Rolle?
Da Nichtraucherschutzregelungen in Betrieben gemäß Betriebsverfassungsgesetz oder Personalvertretungsgesetzen mitbestimmungspflichtig sind, erfordert ihre Umsetzung die Einbindung der Arbeitnehmervertretungen.
Wie belastet ein rauchender Mitarbeiter den Betrieb ökonomisch?
Durch die Mortalität und Morbidität entstehen indirekte ökonomische Auswirkungen, wie beispielsweise Kosten durch Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit, die den Betrieb statistisch jährlich belasten.
- Arbeit zitieren
- Helene Warkentin (Autor:in), 2007, Rauchen als Gesundheitsproblem – Rauchen am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/85448