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Gleichgewicht auf kompetitiven Versicherungsmärkten

Essay über den Aufsatz "Equilibrium of competitive Insurance Markets: An Essay on the Economics of Imperfect Information"

Titel: Gleichgewicht auf kompetitiven Versicherungsmärkten

Hausarbeit , 2007 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Diplom-Volkswirt Stefan Hienzsch (Autor:in)

VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der versicherungswirtschaftlichen Praxis ist es legitim, dass ein Versicherungsunternehmen vor, bzw. während des Abschlusses eines Versicherungsvertrages Informationen vom Versicherungsnehmer zu dessen individuellen Risikoeigenschaften verlangt, um auf Basis dieser Informationen die Versicherungsprämie zu kalkulieren.
Dem Versicherungsnehmer hingegen obliegt es gemäß §16 i.V.m. §17 VVG , diese Informationen wahrheitsgemäß an das Versicherungsunternehmen auszuhändigen, da ansonsten im Schadenfall unter Umständen keine Leistungspflicht des Versicherers besteht.
Die obige Erklärung zeigt, wie in der Praxis das Problem asymmetrischer Information zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmern auf Versicherungsmärkten behandelt werden kann. Mit der vorliegenden Arbeit soll der theoretische Hintergrund zu diesem Problem dargestellt werden. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen hierbei die berühmten Erkenntnisse von ROTHSCHILD und STIGLITZ auf diesem Gebiet, die ein Versicherungsgleichgewicht auf kompetitiven Versicherungsmärkten bei asymmetrischer Information entwickelt haben.
In Kapitel 2 sollen zunächst Grundlagen zum Problem asymmetrischer Information auf Versicherungsmärkten vermittelt werden, wobei in diesem Zusammenhang insbesondere auf Moral Hazard und Adverse Selection eingegangen wird. Daran anschließend befasst sich Kapitel 3 mit dem von ROTHSCHILD und STIGLITZ entwickelten Separationsgleichgewicht, das nach einer Darstellung der zu Grunde liegenden modelltheoretischen Annahmen, sowie einer Gleichgewichtssituation bei vollständiger Information, vorgestellt wird. Ihren Abschluss findet diese Arbeit in einer Schlussbetrachtung, die die wesentlichsten Ergebnisse zum Separationsgleichgewicht kurz zusammenfasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen asymmetrischer Information auf Versicherungsmärkten

2.1 Moral Hazard

2.2 Adverse Selection

3. Das Separationsgleichgewicht von ROTHSCHILD und STIGLITZ

3.1 Grundmodell und Modellannahmen

3.1.1 Nachfrage nach Versicherungsschutz

3.1.2 Angebot an Versicherungsschutz

3.2 Gleichgewicht bei vollständiger Information (First-Best)

3.3 Gleichgewicht bei asymmetrischer Information (Second-Best)

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, den theoretischen Hintergrund asymmetrischer Informationsverteilung auf Versicherungsmärkten darzustellen, wobei insbesondere das von Rothschild und Stiglitz entwickelte Separationsgleichgewicht analysiert wird, um zu klären, wie Versicherungsunternehmen bei unvollständiger Information ein Gleichgewicht erreichen können.

  • Grundlagen von Moral Hazard und Adverse Selection
  • Modelltheoretische Annahmen zur Nachfrage und zum Angebot von Versicherungsschutz
  • Vergleich zwischen First-Best-Gleichgewicht (vollständige Information) und Second-Best-Gleichgewicht (asymmetrische Information)
  • Analyse der Stabilität und Wohlfahrtseffekte des Separationsgleichgewichts
  • Diskussion der Auswirkungen von Informationen auf Marktgleichgewichte

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Angebot an Versicherungsschutz

Das Versicherungsangebot lässt sich in ähnlicher Weise herleiten wie die Nachfrage nach Versicherungsschutz. Für die Versicherungsunternehmen wird jedoch im Gegensatz zu den Versicherungsnehmern vereinfachend angenommen, dass diese sich risikoneutral verhalten. Bei Abschluss eines Versicherungsvertrages findet ein Risikotransfer vom Versicherungsnehmer auf das Versicherungsunternehmen statt. Dadurch, dass eine Vielzahl von Versicherungsnehmern Versicherungsverträge abschließen und nicht zu erwarten ist, dass der Versicherungsfall bei allen Versicherungsnehmern eintritt, findet beim Versicherer ein Risikoausgleich im Kollektiv statt, weshalb sich im Durchschnitt die Anzahl der auftretenden Schäden dem Erwartungswert annähern.

Wird nun neben der angenommenen Risikoneutralität der Versicherer von einer Berücksichtigung von Transaktionskosten, wie bspw. kalkulatorischen Gewinnaufschlägen und Steuern abgesehen, so gilt für den erwarteten Gewinn (EG) aus dem Verkauf eines Versicherungskontrakts mit einer angenommenen Schadenwahrscheinlichkeit pi:

Die Versicherungsunternehmen stehen miteinander in einem Preis-Mengen-Wettbewerb um die Versicherungsnachfrage. Besteht auf dem Versicherungsmarkt vollständige Konkurrenz, existieren also keine Marktzutrittsschranken und sind keine Preisabsprachen bzgl. der Prämienhöhe bzw. keine Absprachen bzgl. der Menge an angebotenen Versicherungskontrakten möglich, beträgt der erwartete Gewinn aus dem Verkauf von Versicherungsschutz gleich Null. Dies ist gemäß Gleichung (5) genau dann der Fall, wenn die vom Versicherer vereinnahmten Prämienzahlungen im Nicht-Schadenfall sich im Durchschnitt mit den zu erwartenden Zahlungen im Schadenfall ausgleichen. Eine Prämie, „die genau dem Erwartungswert der Schadenzahlung entspricht“ wird auch als faire Prämie bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik asymmetrischer Informationen zwischen Versicherungsunternehmen und -nehmern ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Erkenntnisse von Rothschild und Stiglitz auf diesem Gebiet theoretisch aufzuarbeiten.

2 Grundlagen asymmetrischer Information auf Versicherungsmärkten: Dieses Kapitel definiert die Principal-Agent-Beziehung auf Versicherungsmärkten und erläutert detailliert die beiden zentralen Phänomene Moral Hazard und Adverse Selection als Formen asymmetrischer Informationsverteilung.

3. Das Separationsgleichgewicht von ROTHSCHILD und STIGLITZ: Der Hauptteil entwickelt das Modell von Rothschild und Stiglitz, beginnend mit den grundlegenden Annahmen über Nachfrage und Angebot, über das First-Best-Gleichgewicht bei vollständiger Information bis hin zur komplexen Analyse des Second-Best-Gleichgewichts bei asymmetrischer Information.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, in der die Bedeutung der Vertragsgestaltung zur Offenlegung der Risikotypen sowie die Wohlfahrtseffekte des Separationsgleichgewichts kritisch gewürdigt werden.

Schlüsselwörter

Asymmetrische Information, Versicherungsmärkte, Moral Hazard, Adverse Selection, Separationsgleichgewicht, Rothschild und Stiglitz, Risikotypen, Versicherungsprämie, Schadenerwartungswert, Selbstselektion, Vollversicherungsschutz, Unterversicherung, Wohlfahrtsökonomik, Marktgleichgewicht, Principal-Agent-Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theoretische Analyse von Versicherungsmärkten unter der Annahme asymmetrischer Informationen, basierend auf dem einflussreichen Aufsatz von Rothschild und Stiglitz aus dem Jahr 1976.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder sind die Problematiken von Moral Hazard und Adverse Selection, die Modellierung von Versicherungsverträgen unter Unsicherheit sowie das Konzept des Separationsgleichgewichts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Versicherungsunternehmen durch eine geschickte Gestaltung der Verträge trotz asymmetrischer Information ein Marktgleichgewicht erreichen und die Risikotypen der Versicherungsnehmer trennen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine modelltheoretische Analyse verwendet, die auf dem "State Preference Approach" basiert, um Einkommensverteilungen über verschiedene Umweltzustände (Schadenfall vs. Nicht-Schadenfall) grafisch und analytisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen asymmetrischer Information sowie die detaillierte Herleitung des Separationsgleichgewichts, wobei zwischen vollständiger (First-Best) und asymmetrischer (Second-Best) Information unterschieden wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Asymmetrische Information, Moral Hazard, Adverse Selection, Separationsgleichgewicht und der Risikoausgleich innerhalb eines Kollektivs.

Was unterscheidet das First-Best- vom Second-Best-Gleichgewicht im Modell?

Im First-Best-Gleichgewicht bei vollständiger Information können Versicherer die Risikotypen direkt unterscheiden und bieten für alle Vollversicherungsschutz an; im Second-Best-Gleichgewicht verhindert die asymmetrische Information diesen Zustand, sodass niedrige Risiken oft nur unvollständigen Schutz erhalten können.

Warum ist das Separationsgleichgewicht nicht pareto-effizient?

Es ist nicht pareto-effizient, da die hohen Risiken einen negativen externen Effekt auf die niedrigen Risiken ausüben, was dazu führt, dass die niedrigen Risiken schlechter gestellt werden und keinen optimalen Versicherungsschutz mehr nachfragen können.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gleichgewicht auf kompetitiven Versicherungsmärkten
Untertitel
Essay über den Aufsatz "Equilibrium of competitive Insurance Markets: An Essay on the Economics of Imperfect Information"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Veranstaltung
Seminar zur Wirtschaftstheorie
Note
1,0
Autor
Diplom-Volkswirt Stefan Hienzsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
27
Katalognummer
V85345
ISBN (eBook)
9783638043267
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gleichgewicht Versicherungsmärkten Essay Aufsatz Rothschild Stiglitz Equilibrium Insurance Markets Essay Economics Imperfect Information Quarterly Journal Economics Seminar Wirtschaftstheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Volkswirt Stefan Hienzsch (Autor:in), 2007, Gleichgewicht auf kompetitiven Versicherungsmärkten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/85345
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Leseprobe aus  27  Seiten
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