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Die Außenpolitik Italiens - Die Regierungen Berlusconi III und Prodi II im Vergleich

Titel: Die Außenpolitik Italiens - Die Regierungen Berlusconi III und Prodi II im Vergleich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stefan Plenk (Autor:in)

Politik - Region: Südosteuropa

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Usciamo dalle considerazioni ideologiche di parte e guardiamo all’Europa ed al mondo com’è. I patti collettivi verranno fatte con noi o senza di noi e con noi o senza di noi saranno fattori decisivi della politica internazionale dell’Europa e del mondo.“
Mit diesen Worten wird Italiens Ministerpräsident Alicide de Gasperi im Jahre 1949 zitiert, Zeilen, welche nicht nur für die junge italienische Republik, sondern auch für deren Außenpolitik für die kommenden Jahrzehnte von großer Bedeutung sein werden. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs und der Konstituierung der Repubblica Italiana sollte der alles überschattende Ost-West Konflikt multilaterale Pakte und Entscheidungen im Rahmen der Außenpolitik überwiegend beeinflussen. “I patti collettivi” wie de Gasperi sagt, waren in dieser Zeit bereits am entstehen und Italien hatte in der Tat nur die Wahl auf einen der beiden Züge aufzuspringen, denn auch ohne das Land wären die wichtigsten Weichenstellungen in den internationalen Beziehungen unternommen worden. In den folgenden Jahren sollten “la scelta per l’occidente ed il principio di non-esclusione” die italienische Strategie in der Außenpolitik bestimmen und zu einer bemerkenswerten Stringenz führen. Während das Nichtausgeschlossensein eine Art bandwagoning Effekt der Bipolarität gewesen ist, subsumierte sich die Wahl des Westblocks aus eindeutigen ökonomischen und (geo)politischen Vorteilen, was noch zu erläutern sein wird. Die Gradlinigkeit dieser beiden außenpolitischen Hauptprinzipien ist besonders im Vergleich zur innenpolitischen Instabilität der italienischen ersten Republik bis 1992/3 und der darauf folgenden Parteienkrise hin zur so genannten 2.Republik , bemerkenswert. International natürlich durch den engen Handlungsrahmen des Ost-West Konfliktes geprägt, erwies sich diese außenpolitische Stringenz für die schwankende innenpolitische Lage des Landes des Öfteren als politischer „Katalysator“. Veränderungen des Spieles auf internationaler Ebene wirkten sich dann positiv auf das innenpolitische Spiel aus, die stets von systemimmanenten Schwächen und gesellschaftlicher Polarisierung geprägte innenpolitische Ebene aus. Überraschenderweise ebbte dieser zwei Ebenen Effekt auch nach der Wende 1989 respektive nach der Transformation der italienischen Republik 1992/3 nicht ab, was ebenfalls im Folgenden noch zu analysieren sein wird.


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Außenpolitische Stringenz im Schatten der Innenpolitik

2. Grundzüge italienischer Außenpolitik: Phaseneinteilung

2.1 Europapolitik

2.2 Sicherheitspolitik

2.3.Mittelmeerpolitik

3. Die Regierung Berlusconi III und Prodi II im Vergleich

3.1 Italien und die EU

3.2 Italien in der Nato

3.3 Fazit und Vergleich

4. Schluss: Stringenz in der Außenpolitik auch nach dem 11.September 2001?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die außenpolitische Kontinuität und Stringenz Italiens unter den Regierungen Berlusconi III und Prodi II. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, ob und wie sich die italienische multilaterale Außenpolitik nach den Ereignissen des 11. Septembers 2001 unter Berücksichtigung der systemischen innenpolitischen Bedingungen gewandelt hat.

  • Analyse des italienischen Multilateralismus in der EU, Nato und Mittelmeerregion.
  • Untersuchung des "Verhaltenskodex" der italienischen Außenpolitik seit 1946.
  • Vergleich der außenpolitischen Strategien der Regierungen Berlusconi III und Prodi II.
  • Evaluation der Auswirkungen des 11. Septembers auf die sicherheitspolitische Ausrichtung.
  • Betrachtung der Wechselwirkungen zwischen innenpolitischer Stabilität und außenpolitischer Stringenz.

Auszug aus dem Buch

3.1 Italien und die EU

Die bereits oben genannten Verhaltensmuster sollten schon mit Beginn der Amtszeit Berlusconis, also bereits im Mai 2001 in Frage gestellt werden. Die neue Mitte-Rechts Regierung distanzierte sich von der EU und bestätigte zudem, dass die politische Union sowie die gerade erreichte Währungsunion für sie nie von Priorität gewesen wären. Besonders die zeitweilig feindseligen und polemisch klingenden Äußerungen Umberto Bossis „no a Forcolandia“ oder auch „un’Europa magari gestita da ex comunisti e servizi segreti“ sprechen hierbei Bände. Silvio Berlusconi selbst, bedeckt im Hintergrund, behauptete stets weiterhin die Entwicklung der EU zu fördern, er sprach aber gleichzeitig, zum Beispiel während eines USA Besuchs im Dezember 2004, von einem neuen Italienischen Selbstbewusstsein, welches näher betrachtet deutlich EU negativer erscheint.

„L’Italia, sesta potenza economica nel mondo, non ha nulla da temere, e non ci sarà alcuna riforma senza il nostro consenso.”

Der gemäßigte verbale Stil Berlusconis, können aber nicht über eine tiefe Skepsis gegenüber der EU und einem wiedererstarken Patriotismus hinwegtäuschen. Das Scheitern der EU Verfassung 2004 wurde, besonders von der Lega, immerhin Regierungspartei, lautstark bejubelt, denn „il pericolo dello superstato (…) fascista“ sei nun endgültig abgewendet. Verbale Vorbehalte gegen die EU Osterweiterung, ein klares Nein zum Europäischen Haftbefehl und der wirtschaftliche Rückzug Italiens aus dem Airbusprogramm zeigen ebenfalls diese Strategieänderung. Berlusconis Italien bevorzugte zwar nach wie vor den Multilateralismus als Problemlösungsmöglichkeit, der Bilateralismus im Besonderen das Verhältnis zu den USA, gewann jedoch mehr und mehr an Gewicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Außenpolitische Stringenz im Schatten der Innenpolitik: Die Einleitung beleuchtet die historische Verankerung italienischer Außenpolitik seit 1949 und stellt die These einer bemerkenswerten außenpolitischen Stringenz trotz innenpolitischer Instabilität auf.

2. Grundzüge italienischer Außenpolitik: Phaseneinteilung: Dieses Kapitel systematisiert die italienische Außenpolitik in historische Phasen und definiert die drei Säulen Europapolitik, Sicherheitspolitik und Mittelmeerpolitik.

3. Die Regierung Berlusconi III und Prodi II im Vergleich: Hier findet die detaillierte Gegenüberstellung der beiden Regierungen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Haltung zu EU und Nato statt, wobei die Auswirkungen des 11. Septembers analysiert werden.

4. Schluss: Stringenz in der Außenpolitik auch nach dem 11.September 2001?: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und resümiert, dass die außenpolitische Stringenz im Kern gewahrt blieb, auch wenn sich die Schwerpunkte je nach Regierung verschoben haben.

Schlüsselwörter

Italienische Außenpolitik, Multilateralismus, Berlusconi III, Prodi II, Sicherheitspolitik, Europapolitik, Mittelmeerpolitik, 11. September, Nato, EU, Bilateralismus, Compliance, Außenpolitische Stringenz, Westintegration, Geopolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Kontinuität und den Wandel der italienischen Außenpolitik unter den Regierungen Berlusconi III und Prodi II vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen Zäsur durch den 11. September 2001.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind der italienische Multilateralismus, die Rolle Italiens in der EU und Nato sowie die Außenpolitik gegenüber dem Mittelmeerraum.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung der These, ob die außenpolitische Stringenz Italiens trotz politischer Regierungswechsel und der sicherheitspolitischen Herausforderungen nach 2001 aufrechterhalten wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem er das theoretisch erarbeitete "Verhaltensmuster" (den "roten Faden") der italienischen Außenpolitik auf die Regierungen Berlusconi und Prodi anwendet und vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Grundzüge der Außenpolitik (Kapitel 2) erarbeitet und anschließend die spezifischen Strategien der Regierungen Berlusconi III und Prodi II hinsichtlich EU-Integration und Sicherheitspolitik (Kapitel 3) detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie italienische Außenpolitik, Multilateralismus, Regierungsvergleich, EU-Priorisierung und Sicherheitspolitik charakterisieren.

Wie bewertet der Autor die Rolle Berlusconis im Vergleich zu Prodi bezüglich der EU?

Während Prodi als überzeugter Europäer den Weg einer starken EU-Integration weiterführte, zeichnete sich die Regierung Berlusconi durch eine deutlichere Distanzierung von der EU und eine stärkere Hinwendung zum Bilateralismus mit den USA aus.

Welche Rolle spielt das "Compliance Problem" in dieser Analyse?

Das Compliance-Problem – die Schwierigkeit, EU-Vorgaben intern umzusetzen – wird als ein systemimmanentes Merkmal Italiens identifiziert, das keine der beiden Regierungen lösen konnte und das die Außenpolitik in ständiger Wechselwirkung beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Außenpolitik Italiens - Die Regierungen Berlusconi III und Prodi II im Vergleich
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister Scholl Institut für politische Wissenschaften)
Veranstaltung
Multilateralismus nach dem 11.September
Note
2,0
Autor
Stefan Plenk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
27
Katalognummer
V85274
ISBN (eBook)
9783638008921
ISBN (Buch)
9783638914512
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Außenpolitik Italiens Regierungen Berlusconi Prodi Vergleich Multilateralismus September
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Plenk (Autor:in), 2007, Die Außenpolitik Italiens - Die Regierungen Berlusconi III und Prodi II im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/85274
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Leseprobe aus  27  Seiten
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