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Zwischen Verfassung und Realität - Parteipatronage in der Ministerialverwaltung der BRD

Titel: Zwischen Verfassung und Realität - Parteipatronage in der Ministerialverwaltung der BRD

Hausarbeit , 2007 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christopher Schappert (Autor:in)

Politik - Methoden, Forschung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Fast die gesamte Literatur ist sich einig über die Existenz von Ämterpatronage in der deutschen Ministerialbürokratie. „Wer nicht auf die berufliche Karriere verzichten will, wird praktisch in die Partei gezwungen“. Ist es in unserem politischen System der Bundesrepublik Deutschland wirklich nötig, in der „richtigen“ Partei zu sein, um einen hohen Beamtenstatus in der Verwaltung zu erlangen? Nimmt die Verwaltung der Ministerien wirklich die Rolle eines gesetzmäßig exekutiven Apparats ein? Ob und, wenn ja, in welchem Ausmaß verstoßen Patronage-Maßnahmen gegen die deutsche Verfassung?

Schon Max Weber beobachtete die Praxis von politischen Parteien, Positionen der Verwaltung mit ihren Mitgliedern zu besetzen, damit diese in ihrem Sinne arbeiten. Diese Befürchtungen existieren auch heute noch, besonders nach Regierungswechseln kommen immer wieder Vorwürfe der Säuberung von Missliebigen und der steigenden Parteipolitisierung der Ministerien auf. Ist die Parteimitgliedschaft ein entscheidendes Zusatzkriterium in Konkurrenzsituationen bei der Besetzung von Ämtern in der Verwaltung?

Nirgendwo sonst scheint die Verfassungswirklichkeit so weit von der Verfassungsnorm entfernt wie hier. Dieser Missstand soll in der folgenden Arbeit näher beleuchtet werden. Zunächst wird eine theoretische Rolle der Ministerialverwaltung im politischen System Deutschlands der Realität gegenüber gestellt. Anschließend soll der Begriff der parteipolitischen Ämterpatronage definiert und beschrieben, die unterschiedlichen Formen differenziert und eine rechtliche Einordnung dargestellt werden. Auch werden an dieser Stelle die Motive der Parteien hinsichtlich dieses Themas aufgeführt. Aufbauend darauf werden als nächstes die Auswirkungen von Patronage aufgezeigt und erläutert. Darauffolgend werden empirische Studien über Parteipolitisierung und Patronage in den deutschen Ministerien beschrieben, um anschließend mögliche Lösungsansätze zur Eingrenzung von Ämterpatronage zu nennen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie vs. Praxis – Neutralität der Ministerialverwaltung im politischen System der BRD?

3. Parteipolitische Patronage – am Rande der Legalität?

3.1 Begrifflichkeit und Definition

3.2 Formen der Patronage

a) Herrschaftspatronage

b) Versorgungspatronage

c) Feigenblattpatronage

d) Patronage durch Veränderung des Aufgabenbereiches

3.3 Parteipolitische Motivation - Nachvollziehbares Handeln?

3.4 Missachtung des Grundgesetzes – alltäglicher Verstoß gegen die Verfassungsgrundsätze?

4. Ämterpatronage – von Diskriminierung zum Problem der Gesamtheit

5. Existenz und Ausmaß – viel Theater um Nichts?

6. Mögliche Lösungsansätze – eine ewige Illusion?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbreitung und die Auswirkungen von parteipolitischer Ämterpatronage innerhalb der deutschen Ministerialverwaltung. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Besetzung von Verwaltungsstellen nach parteipolitischen Kriterien gegen verfassungsrechtliche Grundsätze verstößt und welche Folgen dies für die Professionalität und Neutralität des öffentlichen Dienstes hat.

  • Das Spannungsfeld zwischen verfassungsrechtlicher Norm und politischer Realität.
  • Differenzierung verschiedener Patronageformen und deren Wirkungsweisen.
  • Analyse der Motive politischer Akteure hinter Personalentscheidungen.
  • Empirische Einordnung der Parteipolitisierung in den Bundesministerien.
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Eindämmung der Ämterpatronage.

Auszug aus dem Buch

3.2 Formen der Patronage

Es wird zwischen verschiedenen Erscheinungsformen der Parteipatronage unterschieden. Sie werden nun im Einzelnen kurz vorgestellt.

a) Herrschaftspatronage

Bei der Herrschaftspatronage geht es um die Besetzung von Führungsämtern mit Personen des eigenen Vertrauens. Sie dient vornehmlich der „Machtsicherung und Machtverbreitung der politischen Parteien“, um auf Entscheidungen der öffentlichen Verwaltung durch die Besetzung von Schlüsselpositionen mit eigenen Vertrauensleuten Einfluss zu nehmen. Personen, die ein Amt auf diese Weise erhalten sind ihren Gönnern in der Regel wohlgesonnen und werden somit ihre Tätigkeit an den Absichten und Bedürfnissen der Partei ausrichten. Auf diese Art und Weise kann eine Partei ihren politischen Willen möglichst freizügig durchsetzen.

b) Versorgungspatronage

Die Versorgungspatronage, auch Wohltätigkeitspatronage genannt, hat das Anliegen langjährige und damit verdiente Parteimitglieder mit Posten im öffentlichen Dienst zu versorgen. Für Parteien bietet sich die Möglichkeit Leute für ihre Verdienste zu belohnen und auch einen Anreiz für noch zu werbende Mitglieder zu schaffen. Bei ihr kommt es weniger darauf an, was eine Person in dem Amt leisten kann, als was ihm das Amt einbringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die existierende Ämterpatronage in der deutschen Ministerialbürokratie und führt in die zentrale Fragestellung der Arbeit ein.

2. Theorie vs. Praxis – Neutralität der Ministerialverwaltung im politischen System der BRD?: Dieses Kapitel stellt das theoretische Ideal der neutralen, exekutiven Verwaltung der gelebten Praxis der Parteipolitisierung gegenüber.

3. Parteipolitische Patronage – am Rande der Legalität?: Das Kapitel definiert den Begriff der Ämterpatronage, klassifiziert verschiedene Formen und untersucht sowohl die Parteimotive als auch die Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz.

4. Ämterpatronage – von Diskriminierung zum Problem der Gesamtheit: Hier werden die negativen Auswirkungen der Patronage auf den Einzelnen, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung und die politische Kultur analysiert.

5. Existenz und Ausmaß – viel Theater um Nichts?: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der empirischen Datenlage zur Parteipolitisierung sowie eine ergänzende Einzelfallbetrachtung auf Landesebene.

6. Mögliche Lösungsansätze – eine ewige Illusion?: Das Kapitel diskutiert verschiedene Vorschläge zur Eindämmung der Patronage und bewertet deren verfassungsrechtliche sowie politische Durchsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Ämterpatronage, Ministerialverwaltung, Parteipolitisierung, Grundgesetz, Leistungsprinzip, Neutralität, politische Beamte, öffentliche Verwaltung, Parteieneinfluss, Parteien, Verwaltungskultur, Besetzungspraxis, Demokratieprinzip, Beamtenstatus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Praxis der parteipolitischen Ämterpatronage in der Ministerialverwaltung der Bundesrepublik Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Patronage, deren Erscheinungsformen, der verfassungsrechtlichen Einordnung und den daraus resultierenden Folgen für den öffentlichen Dienst.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob und in welchem Ausmaß Patronage-Maßnahmen gegen die deutsche Verfassung verstoßen und wie die Verwaltung gegen den parteipolitischen Einfluss geschützt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender politologischer und rechtswissenschaftlicher Studien sowie die Auswertung empirischer Daten zur Beamtenfluktuation und Parteibindung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die verschiedenen Patronageformen, die Motive der Parteien sowie konkrete empirische Befunde und mögliche Lösungsstrategien detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ämterpatronage, Parteipolitisierung, Leistungsprinzip gemäß Artikel 33 GG und das Neutralitätsgebot der Ministerialbeamten.

Warum wird zwischen verschiedenen Patronageformen wie der "Feigenblattpatronage" unterschieden?

Die Differenzierung ist notwendig, um die unterschiedlichen Strategien und Ziele der Parteien – von der reinen Machtsicherung bis zur symbolischen Einbindung der Opposition – präzise erfassen zu können.

Welchen Stellenwert nimmt das Argument der "Spirale der Politisierung" ein?

Das Argument beschreibt das Phänomen, dass neu an die Macht kommende Parteien die Strukturen ihrer Vorgänger durch eigene Patronage korrigieren, was zu einer fortlaufenden Verschärfung der Missstände führt.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen für Lösungsansätze?

Der Autor zeigt sich skeptisch, da die Parteien als Gesetzgeber wenig Anreize haben, ihre eigene Einflussmacht durch striktere Regeln oder eine unabhängige Kontrolle einzuschränken.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Verfassung und Realität - Parteipatronage in der Ministerialverwaltung der BRD
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Veranstaltung
Proseminar Innenpolitik - Politische Prozesse, gesellschaftliche Strukturen und die föderale Ordnung der Bundesrepublik Deutschland
Note
1,0
Autor
Christopher Schappert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V85227
ISBN (eBook)
9783638006309
ISBN (Buch)
9783638912471
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zwischen Verfassung Realität Parteipatronage Ministerialverwaltung Proseminar Innenpolitik Politische Prozesse Strukturen Ordnung Bundesrepublik Deutschland Patronage Bürokratie Verwaltung Politisierung Partei Parteimitgliedschaft Parteibuch Ministerien Ministerium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Schappert (Autor:in), 2007, Zwischen Verfassung und Realität - Parteipatronage in der Ministerialverwaltung der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/85227
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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