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Sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft

Titel: Sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft

Diplomarbeit , 2007 , 122 Seiten , Note: 2

Autor:in: Magister Mirja Leutschacher (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft“ soll darstellen, wie sich betroffene Jugendliche in der alternativen Lebensform betreute Wohngemeinschaft fühlen und heranwachsen. Um dies darzustellen, wurde ein Forschungsprojekt herangezogen, welches auf mehrere Forschungsfragen und Hypothesen abzielt. Als zentraler Forschungsgegenstand wurde dabei die erlebnis- und sozialpädagogische Wohngemeinschaft Spatz’nnest in der Gemeinde Schiefling am See in Kärnten herangezogen.

Um die Leserschaft in das Thema „Sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft“ einzuführen, soll dem Evaluationsteil der vorliegenden Arbeit zunächst ein theoretischer Teil vorangehen, welcher für das nachfolgende Forschungsprojekt unerlässlich ist.

Die vorliegende Arbeit soll mit theoretischen Ansätzen zum Thema „Lebensphase Jugend“ eröffnet werden, gefolgt von theoretischen Ansätzen zu den speziellen Themen „Soziale Benachteiligung im Jugendalter“ und „Spezielle Problemlagen sozial benachteiligter Jugendlicher“. Anschließend an das letzte theoriegeleitete Thema, nämlich „Die betreute Wohngemeinschaft für Jugendliche“, soll das in der erlebnis- und sozialpädagogischen Wohngemeinschaft Spatz’nnest durchgeführte Forschungsprojekt dargestellt werden. Eröffnend soll der Leserschaft der Evaluationsgegenstand selbst - das Spatz’nnest - sowie dessen Konzept und Arbeitsweise näher gebracht werden. Nachdem im weiteren Verlauf auf das methodische Vorgehen im Forschungsprojekt eingegangen wurde, sollen zunächst die Ergebnisse der befragten weiblichen Jugendlichen und anschließend die Ergebnisse der befragten männlichen Jugendlichen sowie der befragten Betreuungspersonen präsentiert werden. Abschließend sollen die erlangten Forschungsergebnisse ausführlich diskutiert sowie thematisch und geschlechtlich miteinander verglichen werden. Dabei soll auch ein Bezug zum vorangehenden theoretischen Teil hergestellt werden. Ein Fazit und Ausblick bilden schließlich den Abschluss der vorliegenden Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lebensphase Jugend

2.1 Abgrenzung zur Lebensphase Kindheit

2.2 Abgrenzung zur Lebensphase Erwachsenenalter

2.3 Lebensbereiche Jugendlicher

2.3.1 Lebensbereich Schule

2.3.3 Lebensbereich Familie

2.3.3 Lebensbereich peer groups

2.4 Zusammenfassung

3 Soziale Benachteiligung im Jugendalter

3.1 Das allgemeine Befinden sozial benachteiligter Jugendlicher

3.2 Sozial benachteiligte Jugendliche und Gesundheit

3.3 Sozial benachteiligte Jugendliche und Schulbildung

3.3.1 Einfluss von sozialer Benachteiligung auf die Wahl des Schultyps

3.3.2 Einfluss von sozialer Benachteiligung auf den Schulerfolg

3.4 Zusammenfassung

4. Spezielle Problemlagen sozial benachteiligter Jugendlicher

4.1 Gewalterfahrungen in der Familie

4.1.1 Formen von Gewalt

4.1.2 Ursachen für das Ausüben von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

4.2 Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Stieffamilien

4.2.1 Der Stiefvater als Eindringling

4.2.2 Die verschiedenen Rollen des Stiefvaters

4.2.3 Gewalt in Stieffamilien

4.3 Alkoholmissbrauch der Eltern

4.4 Verhaltensauffälligkeiten bei sozial benachteiligten Jugendlichen

4.4.1 Definition des Begriffes „verhaltensauffällig“

4.4.2 Verhaltensauffälligkeiten als Folge von Gewalterfahrungen und Trauma

4.4.3 Verhaltensauffälligkeiten als Folge von sozialer Randständigkeit und wechselnder Erziehungspraktiken

4.4.4 Verhaltensauffälligkeiten und geschlechtstypische Unterschiede

4.5 Zusammenfassung

5 Die betreute Wohngemeinschaft für Jugendliche

5.1 Die Entstehung von Jugendwohngemeinschaften in Österreich

5.2 Das Konzept der koedukativen Wohngemeinschaft für Jugendliche

5.2.1 Ziele der koedukativen Wohngemeinschaft

5.2.2 Zielgruppen der koedukativen Wohngemeinschaft

5.2.3 Die Mitarbeiter/innen der koedukativen Wohngemeinschaft

5.2.4 Die Methodik der koedukativen Wohngemeinschaft

5.3 Die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

5.3.1 Die Zusammenarbeit mit den Eltern

5.3.2 Die Zusammenarbeit mit Jugendbehörden

5.3.3 Die Zusammenarbeit mit Kinder- und Jugendpsychiatrie

5.4 Zusammenfassung

6 Forschungsprojekt über sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft

6.1 Die betreute Wohngemeinschaft Spatz’nnest

6.1.1 Zielgruppen der Wohngemeinschaft Spatz’nnest

6.1.2 Das Betreuerteam der Wohngemeinschaft Spatz’nnest

6.1.3 Die Ziele der Wohngemeinschaft Spatz’nnest

6.1.4 Das Leben in der Wohngemeinschaft Spatz’nnest

6.2 Ziele und Inhalte des Forschungsprojektes

6.3 Stichprobe und Methodisches Vorgehen

6.4 Präsentation der Forschungsergebnisse von weiblichen Jugendlichen

6.4.1 Die Familie

6.4.2 Die Wohngemeinschaft

6.4.3 Das Betreuerteam

6.4.4 Freundschaften und peer groups

6.4.5 Ausbildung

6.4.6 Lebensentwürfe

6.5 Präsentation der Forschungsergebnisse von männlichen Jugendlichen

6.5.1 Die Familie

6.5.2 Die Wohngemeinschaft

6.5.3 Das Betreuerteam

6.5.4 Freundschaften und peer groups

6.5.5 Ausbildung

6.5.6 Lebensentwürfe

6.6 Sichtweisen der befragten Betreuerinnen

6.6.1 Die Familie

6.6.2 Die Wohngemeinschaft

6.6.3 Das Betreuerteam

6.6.4 Freundschaften und peer groups

6.6.5 Ausbildung

6.6.6 Lebensentwürfe

6.7 Diskussion der Forschungsergebnisse

6.7.1 Die Familie

6.7.2 Die Wohngemeinschaft

6.7.3 Das Betreuerteam

6.7.4 Freundschaften und peer groups

6.7.5 Ausbildung

6.7.6 Lebensentwürfe

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von sozial benachteiligten Jugendlichen in der betreuten Wohngemeinschaft "Spatz'nnest". Dabei wird analysiert, wie diese alternative Wohnform dazu beitragen kann, familiäre Defizite auszugleichen, psychische Stabilität zu fördern und die soziale Integration der Jugendlichen zu unterstützen.

  • Soziale Benachteiligung und ihre Auswirkungen auf Entwicklung und Gesundheit.
  • Familiäre Problemlagen und deren Konsequenzen für Kinder und Jugendliche.
  • Konzept und Arbeitsweise einer koedukativen Wohngemeinschaft für Jugendliche.
  • Qualitative Analyse der Erfahrungen von Jugendlichen und Betreuungspersonen.
  • Bedeutung von Ausbildung und Lebensentwürfen für eine positive Zukunftsperspektive.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Formen von Gewalt

Der Begriff „Gewalt gegen Kinder“ ist dem Begriff der Kindesmisshandlung bedeutungsgleich und „steht dabei für die Gesamtmenge aller Formen negativ bewerteter Einwirkungen, Akte und Unterlassungen, gleich welcher Modalität, die Kinder betreffen“ (Wetzels 1997, S.59).

Gewalt kann sowohl physische als auch psychische Erscheinungsformen annehmen. Bereits das Miterleben von Gewalthandlungen zwischen den Eltern wird als psychische Gewalt angesehen. Des Weiteren beinhalten beide Erscheinungsformen auch den Bereich der elterlichen Vernachlässigung (vgl. Lamnek/Luedtke/Ottermann 2006, S.117). Eine weitere Form von Gewalt stellt außerdem die sexuelle Gewalt dar, durch welche die betroffenen Kinder und Jugendlichen besonders schwer traumatisiert werden können. Die soeben genannten Formen von Gewalt sollen nachfolgend aufgezeigt werden.

Physische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche kann verschiedene Ausprägungen haben. Dazu zählen insbesondere folgende Handlungen:

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Lebensphase Jugend ein und stellt die Relevanz von alternativen Wohnformen für sozial benachteiligte Jugendliche dar.

2 Lebensphase Jugend: In diesem Kapitel werden die allgemeinen Entwicklungsaufgaben und Lebensbereiche Jugendlicher sowie deren Abgrenzung zum Kindes- und Erwachsenenalter theoretisch erläutert.

3 Soziale Benachteiligung im Jugendalter: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Belastungen sozial benachteiligter Jugendlicher in den Bereichen Gesundheit, Wohlbefinden und schulische Bildung.

4. Spezielle Problemlagen sozial benachteiligter Jugendlicher: Es werden familiäre Faktoren wie Gewalt, Stieffamilienkonstellationen und Alkoholmissbrauch sowie deren Einfluss auf Verhaltensauffälligkeiten bei Jugendlichen behandelt.

5 Die betreute Wohngemeinschaft für Jugendliche: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Konzept und die methodischen Grundlagen koedukativer Jugendwohngemeinschaften sowie deren Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.

6 Forschungsprojekt über sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft: Dieser Hauptteil präsentiert die konkreten Ergebnisse der qualitativen Studie in der Einrichtung Spatz'nnest hinsichtlich der Lebenssituation der Jugendlichen.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit der betreuten Wohngemeinschaft für die positive Entwicklung der Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Soziale Benachteiligung, Jugendalter, Betreute Wohngemeinschaft, Familiäre Problemlagen, Erziehung, Psychische Stabilität, Sozialpädagogik, Spatz'nnest, Verhaltensauffälligkeiten, Gewalterfahrung, Identitätsentwicklung, Integration, Ausbildung, peer groups, Jugendforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Lebenssituation von sozial benachteiligten Jugendlichen, die in einer betreuten, sozial- und erlebnispädagogischen Wohngemeinschaft leben.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen sozialer Benachteiligung auf die Entwicklung, die familiären Belastungsfaktoren der Jugendlichen sowie das Konzept und die Wirksamkeit von betreuten Jugendwohngemeinschaften.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Hauptziel besteht darin, darzustellen, wie sich die Jugendlichen in der alternativen Lebensform der Wohngemeinschaft fühlen und inwiefern diese zur Persönlichkeitsentwicklung und Stabilisierung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin führt eine qualitative Untersuchung mittels Leitfadeninterviews mit sechs Jugendlichen und zwei Betreuungspersonen durch, um deren subjektive Sichtweisen und Erfahrungen abzubilden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Themen Jugendphase, soziale Benachteiligung und Problemlagen in Familien sowie den empirischen Teil, der das Forschungsprojekt im "Spatz'nnest" evaluiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind soziale Benachteiligung, betreute Wohngemeinschaft, pädagogische Intervention, psychosoziale Entwicklung, Jugendhilfe und Lebensbewältigung.

Wie unterscheidet sich das Leben im "Spatz'nnest" von der Herkunftsfamilie der befragten Jugendlichen?

Die Jugendlichen erfahren im "Spatz'nnest" im Gegensatz zu ihren oft belastenden Herkunftsfamilien ein gewaltfreies, strukturiertes Umfeld, das ihnen Sicherheit bietet und die individuelle Entfaltung sowie soziale Integration fördert.

Welchen Einfluss haben Peer Groups auf die Jugendlichen in der Wohngemeinschaft?

Gleichaltrigengruppen spielen eine wichtige Rolle für die Identitätsentwicklung, bieten gegenseitige Unterstützung und ermöglichen den Austausch über Interessen, wenngleich sie auch Konfliktpotenzial bergen.

Ende der Leseprobe aus 122 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Note
2
Autor
Magister Mirja Leutschacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
122
Katalognummer
V84523
ISBN (eBook)
9783638882460
ISBN (Buch)
9783638883191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozial Jugendliche Wohngemeinschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Mirja Leutschacher (Autor:in), 2007, Sozial benachteiligte Jugendliche in der betreuten Wohngemeinschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/84523
Blick ins Buch
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