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"Durchstreiftes Gebiet frei von Juden und Partisanen - Erschossen 133. Keine Waffenbeute"

Massenverbrechen im Zuge der Partisanenbekämpfung am Beispiel des 'Unternehmens Bamberg' in Weißrussland

Titel: "Durchstreiftes Gebiet frei von Juden und Partisanen - Erschossen 133. Keine Waffenbeute"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: David Hohm (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit die ‚Großunternehmen’ einer militärischen Notwendigkeit entsprungen sind, oder ob sie ebenfalls ein Massenverbrechen an der Zivilbevölkerung darstellen, wie es Christian Gerlach formuliert. Dazu muss zuerst auf einige wichtige und grundlegende Befehle sowie auf die Entwicklung des Kampfes gegen die Partisanen im Jahr 1941 eingegangen werden, um dann anhand des beispielhaften ‚Unternehmens Bamberg’ die Strategie dieser Aktionen und die Massenverbrechen dabei zu beleuchten. Abschließend erfolgt eine kurze Bewertung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. ‚Partisanenbekämpfung’ vom Überfall auf die Sowjetunion bis zum Beginn der ‚Großunternehmen’

2.1 Voraussetzungen auf deutscher und russischer Seite

2.2 Aktionen im Krieg gegen die Partisanen bis Anfang 1942

3. Die ‚Großunternehmen’ gegen Partisanen und die einheimische Bevölkerung

3.1 Ideologische Voraussetzungen der ‚Großunternehmen’

3.2 Das ‚Großunternehmen Bamberg’

3.3 Die Ergebnisse der Aktion ‚Bamberg’

4. Zusammenfassung

5. Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Natur der sogenannten "Großunternehmen" der deutschen Besatzungstruppen in Weißrussland während des Zweiten Weltkriegs. Dabei wird analysiert, inwieweit diese militärischen Operationen tatsächlich einer strategischen Notwendigkeit zur Partisanenbekämpfung entsprachen oder ob sie primär als organisierte Massenverbrechen gegen die jüdische Zivilbevölkerung zu werten sind.

  • Entwicklung und ideologische Hintergründe der Partisanenbekämpfung im Osten
  • Analyse des "Unternehmens Bamberg" als beispielhafte Großaktion
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen militärischem Vorgehen und Zivilmord
  • Rolle der Wehrmacht und verbündeter Einheiten bei den Säuberungsaktionen
  • Bewertung der militärischen Effektivität versus vernichtungspolitischer Ziele

Auszug aus dem Buch

3.2 Das ‚Großunternehmen Bamberg’

Das Unternehmen ‚Bamberg’ fand im Raum Glusk-Paritschi-Oktjabrski südlich Bobruisk statt. Nach einigen Vorbereitungen, die im Februar 1942 abliefen, fand das eigentliche Unternehmen Mitte März statt. Die Befehlsgewalt über die Aktion lag in den Händen der Wehrmacht, namentlich in den Händen von Generalmajor Gustav Freiherr von Bechtolsheim. Für den „militanten Antisemit[en]“ Bechtolsheim war „der Kampf gegen Partisanen […] zugleich ein Kampf gegen das Judentum“. In einem Lagebericht vom 19. Oktober 1941 schrieb er: „Wenn in einem Dorfe ein Sabotageakt ausgeführt wurde und man vernichtet sämtliche Juden in diesem Dorfe, so kann man sicher sein, daß man den Täter oder wenigstens den Urheber vernichtet hat. […] Hier gibt es keinen Kompromiss, hier gibt es eine klare und eindeutige Lösung und die heißt insbesondere hier im Osten restlose Vernichtung unserer Feinde“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt den historischen Kontext einer "Fortbildungsveranstaltung" zur Partisanenbekämpfung in Mogilew im September 1941 dar und skizziert die Fragestellung der Arbeit.

2. ‚Partisanenbekämpfung’ vom Überfall auf die Sowjetunion bis zum Beginn der ‚Großunternehmen’: Dieses Kapitel analysiert die deutsche Besatzungspolitik, die durch völkerrechtswidrige Befehle geprägt war, sowie die langsame Entwicklung der sowjetischen Partisanenbewegung bis Anfang 1942.

3. Die ‚Großunternehmen’ gegen Partisanen und die einheimische Bevölkerung: Das Hauptkapitel untersucht die ideologischen Grundlagen, den konkreten Ablauf des "Unternehmens Bamberg" und die vernichtungspolitischen Ergebnisse dieser Aktionen.

4. Zusammenfassung: Das Fazit resümiert, dass die "Großunternehmen" in erster Linie als staatlich organisierte Massenverbrechen fungierten, die ihr militärisches Ziel der Partisanenbekämpfung weitgehend verfehlten.

5. Quellen und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Partisanenbekämpfung, Unternehmen Bamberg, Wehrmacht, Vernichtungskrieg, Weißrussland, Massenverbrechen, Zivilbevölkerung, Judenvernichtung, Besatzungspolitik, Ostfront, Partisanen, Großunternehmen, Kriegsverbrechen, Kollaboration, Einsatzgruppen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die deutsche Besatzungspolitik in der Sowjetunion, speziell die Bekämpfung von Partisanen durch sogenannte "Großunternehmen" zwischen 1942 und 1944.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die militärische Strategie der Wehrmacht im rückwärtigen Heeresgebiet, die ideologische Verknüpfung von Partisanenbekämpfung und Antisemitismus sowie die systematische Vernichtung der Zivilbevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen vorgeblicher militärischer Notwendigkeit und der realen Durchführung von Massenverbrechen an der Zivilbevölkerung aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Befehlen, Aktennotizen, Berichten der beteiligten Einheiten sowie moderner Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die ideologischen Voraussetzungen der Besatzung sowie den detaillierten Ablauf und die verheerenden Ergebnisse des beispielhaften "Unternehmens Bamberg".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Partisanenbekämpfung, Massenverbrechen, Wehrmacht, Vernichtungskrieg und Unternehmen Bamberg.

Welche Rolle spielten die "Tagesziele" bei den Aktionen?

Wie der Text zeigt, führten zu hohe oder unrealistische Tagesziele der Truppe dazu, dass keine Zeit für eine differenzierte Untersuchung blieb, was die Tötung von Zivilisten massiv beschleunigte.

Warum wird das "Unternehmen Bamberg" als Vorbild für weitere Aktionen genannt?

Obwohl das Unternehmen militärisch nur mäßige Erfolge erzielte, etablierte es taktische Abläufe und Vorgehensweisen, die für spätere "Großunternehmen" als Standard übernommen wurden.

War der Raub von Wirtschaftsgütern ein primäres Ziel?

Ja, neben der Vernichtung von Menschen war die Erfassung von Agrarprodukten und Vieh ein wesentlicher Bestandteil der Operationen, um die deutsche Kriegsführung durch Ausbeutung der besetzten Gebiete aufrechtzuerhalten.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Durchstreiftes Gebiet frei von Juden und Partisanen - Erschossen 133. Keine Waffenbeute"
Untertitel
Massenverbrechen im Zuge der Partisanenbekämpfung am Beispiel des 'Unternehmens Bamberg' in Weißrussland
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für osteuropäische Geschichte)
Veranstaltung
"Das Unternehmen Barbarossa". Hitlers Lebensraum- und Vernichtungskrieg
Note
1,3
Autor
David Hohm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V84134
ISBN (eBook)
9783638002073
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Durchstreiftes Gebiet Juden Partisanen Erschossen Keine Waffenbeute Unternehmen Barbarossa Hitlers Lebensraum- Vernichtungskrieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Hohm (Autor:in), 2007, "Durchstreiftes Gebiet frei von Juden und Partisanen - Erschossen 133. Keine Waffenbeute", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/84134
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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