Der Flugverkehr wächst derzeit stetig durch steigende Mobilitätsansprüche der Gesellschaft und dem wachsenden internationalen Handel. Das Flugzeug hat sich zu einem Massentransportmittel entwickelt und steht im Mittelpunkt der internationalen Vernetzung. Der Wettbewerb nimmt im Zuge der Globalisierung zu und Unternehmen müssen sich mit einem neuen, komplexeren Markt auseinander setzen. Dieser Herausforderung begegnen sie zunehmend mit Kooperationen. Fluggesellschaften wählen überwiegend Strategische Allianzen als Kooperationsform, um international wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Märkte zu erschließen.
Im zweiten Kapitel wird einleitend die Bedeutung des Luftverkehrs für die Volkswirtschaft erläutert und welche Vorteile er bietet. Nach einem Exkurs zu den Transaktionskosten und der Globalisierung wird beschrieben in welcher Weise der Luft-verkehr ein Schrittmacher der Globalisierung ist. Darauf folgen eine Betrachtung des Flugverkehrs und seinen Einfluss auf mögliche Grenzen der Globalisierung.
Das dritte Kapitel beinhaltet eine allgemeine Definition der Strategischen Allianzen und eine Darstellung anhand Luftverkehrs. Motive und Probleme werden dabei aufgezeigt.
Die Deutsche Lufthansa AG (Lufthansa) und ihr Weg zur Star Alliance wird im vierten Kapitel vorgestellt. Dabei werden die wirtschaftlichen Ursachen hervorgehoben und die theoretischen Grundlagen eingearbeitet. Vor- und Nachteile aus Sicht der Kunden werden dabei dargestellt. Ein Vergleich mit anderen Strategischen Allianzen soll einen Einblick in den sich ändernden Wettbewerb im Luftverkehr verschaffen.
Im fünften Kapitel folgt eine zusammenfassende Schlussbetrachtung der Ergebnisse.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Luftverkehrs
2.1 Wachstums- und Beschäftigungseffekte
2.2 Transaktionskosten und Globalisierung
2.3 Luftverkehr als Schrittmacher der Globalisierung
2.4 Grenzen der Globalisierung – Einfluss des Luftverkehrs
3 Strategische Allianzen
3.1 Strategische Allianzen als eine Form der Unternehmenskooperationen
3.2 Strategische Allianzen im Luftverkehr und ihre Besonderheiten
3.3 Motive für die Bildung strategischer Allianzen im Luftverkehr
3.4 Probleme der strategischen Allianzen im Luftverkehr
3.5 Folgen für den Wettbewerb
4 Fallbeispiel Deutsche Lufthansa AG und Star Alliance
4.1 Vorstellung der Lufthansa
4.2 Entwicklung zur Star Alliance
4.3 Wirkung der Star Alliance auf die Lufthansa
4.4 Vor- und Nachteile aus Sicht der Kunden
4.5 Betrachtung der Konkurrenten Oneworld und Skyteam
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von strategischen Allianzen im internationalen Luftverkehr, um die globale Wettbewerbsposition von Fluggesellschaften zu stärken, wobei die Deutsche Lufthansa AG und die Star Alliance als zentrales Fallbeispiel dienen. Dabei wird analysiert, wie diese Kooperationsformen helfen, auf marktbedingte Herausforderungen und die zunehmende Globalisierung zu reagieren.
- Volkswirtschaftliche Rolle und globale Bedeutung des Luftverkehrs
- Transaktionskostentheorie im Kontext internationaler Unternehmenskooperationen
- Motive, Risiken und Wettbewerbsfolgen strategischer Allianzen
- Strategien zur Netzwerkoptimierung durch Code-Sharing und Landlord-Konzepte
- Vergleichende Analyse globaler Allianzen (Star Alliance, Oneworld, Skyteam)
Auszug aus dem Buch
3.2 Strategische Allianzen im Luftverkehr und ihre Besonderheiten
Die Bildung Strategischer Allianzen im Luftverkehr basiert auf den Restriktionen der Luftfahrtindustrie. Bis zum Beginn der Deregulierung des US-amerikanischen Flugmarktes 1978, dem die Europäer 1987 folgten, waren die Fluggesellschaften und die zugehörigen Infrastrukturen überwiegend in staatlichem Eigentum. Die Luftfahrt unterlag der staatlichen Kontrolle und war enorm in seinem freien wirtschaftlichen Handeln eingeschränkt. Der Staat regulierte die Tarife, Marktzugänge, Frequenzen und Kapazitäten. Der Wettbewerb wurde dadurch zum Schutz der Fluggesellschaften stark eingeschränkt.
Die fortschreitende Deregulierung führte dazu, dass die Fluggesellschaften zunehmend privatisiert wurden. Freie Preisbildung und freie Entscheidungen über Kapazitäten und Frequenzen wurden ermöglicht. Der freie Wettbewerb nimmt seitdem in dem Luftverkehrssektor stetig zu.
Das Chicagoer Abkommen von 1944 regelt welche Rechte und Pflichten Fluggesellschaften im Ausland haben. Das Abkommen umfasst nahezu alle Länder, die Luftverkehr betreiben. Die sog. acht Freiheiten sind Möglichkeiten für bilaterale Abkommen zwischen Ländern, bei denen sonst grundsätzliches Einflugverbot für ausländische Fluggesellschaften herrscht. Die ersten sechs Freiheiten werden durch die Nationalitätenklausel eingeschränkt, denn eine Fluggesellschaft kann die Rechte des Landes, in dem sie ihren Sitz hat nur nutzen, wenn diese zu einem gewissen Anteil im Eigentum von Staatsangehörigen ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert den wachsenden Flugverkehr, den zunehmenden Wettbewerb durch die Globalisierung und führt die Strategische Allianz als zentrale Kooperationsform ein.
2 Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Luftverkehrs: Dieses Kapitel analysiert die Rolle des Luftverkehrs als Wirtschaftsmotor, beleuchtet Transaktionskosten und diskutiert den Luftverkehr als Triebkraft der globalen Vernetzung.
3 Strategische Allianzen: Hier werden strategische Allianzen definiert, ihre Motive wie Kostensenkung und Markterschließung sowie die damit verbundenen Risiken und wettbewerbsrechtlichen Folgen erörtert.
4 Fallbeispiel Deutsche Lufthansa AG und Star Alliance: Das Kapitel stellt die historische Entwicklung der Lufthansa dar und analysiert die Implementierung und den Nutzen der Star Alliance hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Kundenservice.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass Allianzen eine notwendige Antwort auf den hohen Wettbewerbsdruck in der Luftfahrtbranche sind.
Schlüsselwörter
Luftverkehr, Globalisierung, Strategische Allianzen, Deutsche Lufthansa AG, Star Alliance, Wettbewerbsposition, Transaktionskosten, Code-Sharing, Luftfahrtmanagement, Markterschließung, Kostensenkung, Deregulierung, Kundenbindung, Luftfracht, internationale Vernetzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit analysiert die strategische Bedeutung von Unternehmenskooperationen, insbesondere strategischen Allianzen, zur Sicherung der Wettbewerbsposition von Fluggesellschaften in einem globalisierten Markt.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Themen umfassen die ökonomische Relevanz des Luftverkehrs, die Transaktionskostentheorie, die Motive und Probleme von Kooperationen sowie eine detaillierte Fallstudie zur Lufthansa.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?
Die Arbeit untersucht, wie strategische Allianzen im internationalen Luftverkehr dazu beitragen, Wettbewerbsnachteile auszugleichen und internationale Märkte effizienter zu erschließen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Es handelt sich primär um eine theoretische Fundierung, die durch ein anwendungsorientiertes Fallbeispiel (Lufthansa/Star Alliance) sowie eine Analyse von Marktdaten und Kooperationsformen ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die volkswirtschaftliche Einordnung, die theoretische Definition strategischer Allianzen und deren praktische Ausgestaltung im Luftverkehr durch Allianzverbünde.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Wesentliche Begriffe sind Luftverkehr, Strategische Allianzen, Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Lufthansa, Star Alliance, Kostenreduktion und Markterschließung.
Was ist das sogenannte "Landlord Concept" in diesem Kontext?
Das Landlord Concept beschreibt die Schaffung gemeinsamer Airport- und Abfertigungsleistungen durch eine dominante Gesellschaft an einem Standort, um Kosten durch Personaleinsparungen und effizientere Prozesse zu senken.
Warum ist das "Moral Hazard Problem" bei Allianzen relevant?
Es beschreibt die Gefahr, dass Allianzpartner den intensiven Informationsaustausch oder die Kooperation ausnutzen könnten, um eigene Vorteile auf Kosten des Partners zu erlangen.
- Quote paper
- Gina Slabke (Author), 2007, Bildung von strategischen Allianzen zur Stärkung der globalen Wettbewerbsposition im internationalen Luftverkehr. Das Beispiel "Lufthansa", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/84121