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Ein Vergleich der Substantivflexion im Gotischen und Althochdeutschen

Titel: Ein Vergleich der Substantivflexion im Gotischen und Althochdeutschen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andy Schalm (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entstehung des Gotischen ist zeitlich wahrscheinlich 400 Jahre vor der des Althochdeutschen anzusetzen. Während aber letzteres eine frühe Entwicklungsstufe des heutigen Deutschen darstellt, starb die Sprache der Goten mit ihrem Volk aus und konnte sich dementsprechend nicht mehr weiter entwickeln. Als Vorstufe des Deutschen kann das Gotische nicht dienen, da schon spezifische Sonderentwicklungen stattgefunden haben - allerdings wird der germanische Zustand hier am besten dokumentiert. Für einen gewissen Zeitraum aber existierten beide Sprachen, wenn auch räumlich getrennt, nebeneinander. Und da beide auf derselben indogermanischen Grundsprache basieren, dürfte es interessant sein zu untersuchen, wie sich beispielsweise die Deklination der Substantive voneinander unterscheidet und welche Gemeinsamkeiten vorhanden sind.
Bevor aber eben jener Vergleich angegangen wird, sollen zunächst Formenbestand. Bildung und Flexionsklassen der Substantive beider Sprachen dar- und einander gegenüber gestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Goten und ihre Sprache

2. Die Deklination der Substantive im Gotischen

2.1 Die Vokalische Deklination

2.1.1 Die a-Deklination

2.1.2 Die ô-Deklination

2.1.3 Die i-Deklination

2.1.4 Die u-Deklination

2.2 Die Konsonantische Deklination

3. Die Entwicklung des Neuhochdeutschen

4. Die Deklination der Substantive im Althochdeutschen

4.1 Die Vokalische Deklination

4.1.1 Die o-Deklination

4.1.2 Die a-Deklination

4.1.3 Die i-Deklination

4.1.4 Die u-Deklination

4.2 Die Konsonantische Deklination

5. Ein Vergleich der Substantivflexionen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die grammatikalischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Substantivflexion im Gotischen und Althochdeutschen. Ziel ist es, den Formenbestand und die Flexionsklassen beider Sprachen darzustellen und gegenüberzustellen, um die historische Entwicklung und die strukturelle Beschaffenheit des germanischen Flexionssystems zu beleuchten.

  • Historische Einordnung der Goten und der gotischen Sprache.
  • Analyse der vokalischen und konsonantischen Deklinationsarten im Gotischen.
  • Untersuchung der Deklinationsstrukturen im Althochdeutschen unter Berücksichtigung phonemischer Veränderungen.
  • Vergleichende Gegenüberstellung der Flexionskategorien Numerus, Genus und Kasus beider Sprachen.

Auszug aus dem Buch

2. Die Deklination der Substantive im Gotischen

Die drei indogermanischen Genera (Maskulina Feminina, Neutra) blieben im Germanischen bewahrt. Anders sieht es bei den Numeri aus: Seit der frühgermanischen Zeit ist der Dual im Aussterben begriffen, das Gotische kennt ihn deshalb nur noch in einigen Formen des Personalpronomens. Singular und Plural blieben erhalten.

Während die indogermanische Grundsprache, wenn man den Vokativ mitzählt, noch acht Kasus besaß, wurde im Germanischen durch Synkretismus (Zusammenfall ursprünglich getrennter grammatischer Kategorien) der Bestand vereinfacht. Nominativ, Genitiv und Akkusativ blieben formal und funktionell erhalten. Für den Vokativ Singular besitzt das Gotische beim Substantiv noch in denjenigen Klassen, welche den Nominativ Singular auf –s bilden, eine besondere Form. Anderweitig ist er mit dem Nominativ zusammengefallen. In Resten existiert der Instrumental Singular noch beim Neutrum des Pronomens, im Westgermanischen auch beim Nomen. Ansonsten sind im Dativ Instrumental, Lokativ und Ablativ in einem Mischkasus zusammengefasst worden. Einen Teil der alten Ablativ-Funktionen übernahm auch der Genitiv.

Der Flexionsstamm der Substantive – obwohl im Germanischen durch die Auslautgesetze vielfach unkenntlich gemacht – gibt für das gotische Substantiv noch ein brauchbares Einteilungskriterium ab. Man unterscheidet vokalische und konsonantische Deklination, je nachdem, ob der Flexionsstamm durch das Hinzufügen eines vokalischen oder eines konsonantischen Elementes an die Wurzel des Substantives gebildet worden ist. Die kleine Gruppe der Wurzelnomina kommt noch hinzu. Da die meisten Wörter nur in einzelnen Kasus belegt sind, treten gelegentlich unsichere Zuordnungen auf, da man sich dabei auf Kenntnisse der idg. Verhältnisse und anderer germanischen Sprachen verlassen muss.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die zeitliche Distanz zwischen Gotisch und Althochdeutsch sowie das Interesse an einem Vergleich ihrer Substantivflexionen.

1. Die Goten und ihre Sprache: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über das Volk der Goten und analysiert die begrenzt vorhandenen Forschungsgrundlagen der gotischen Sprache.

2. Die Deklination der Substantive im Gotischen: Es erfolgt eine detaillierte systematische Erläuterung der vokalischen und konsonantischen Deklinationsklassen im Gotischen.

3. Die Entwicklung des Neuhochdeutschen: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung des Althochdeutschen als erste Entwicklungsphase der deutschen Sprache und die Rolle der Lautverschiebung.

4. Die Deklination der Substantive im Althochdeutschen: Hier werden die Formenlehre und die Flexionsklassen des Althochdeutschen im Detail dargestellt.

5. Ein Vergleich der Substantivflexionen: Abschließend werden die Erkenntnisse beider Sprachen zusammengeführt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Flexion systematisch gegenüberzustellen.

Schlüsselwörter

Gotisch, Althochdeutsch, Substantivflexion, Deklination, Indogermanisch, Kasus, Numerus, Genus, Synkretismus, Vokalische Deklination, Konsonantische Deklination, Sprachgeschichte, Flexionsstamm, Germanische Sprachen, Wulfila.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Substantivflexion des Gotischen und des Althochdeutschen, um die strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im germanischen Flexionssystem aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Deklinationssysteme, der morphologische Formenbestand und die historische Einordnung beider Sprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die systematische Gegenüberstellung von Bildung und Flexionsklassen der Substantive, um zu analysieren, wie sich diese Sprachen auf Basis der indogermanischen Grundsprache entwickelt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende sprachwissenschaftliche Analyse, die auf linguistischer Literatur und der Untersuchung historischer Sprachzeugnisse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der vokalischen und konsonantischen Deklination für das Gotische sowie analog für das Althochdeutsche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gotisch, Althochdeutsch, Deklination, Kasus, Flexionsstamm und Synkretismus.

Warum wird das Gotische nicht als direkte Vorstufe des Deutschen betrachtet?

Laut Autor starb das Gotische aus und wies spezifische Sonderentwicklungen auf, während das Althochdeutsche eine frühe Stufe des heutigen Deutschen darstellt.

Welche Rolle spielt der Umlaut im Althochdeutschen?

Der Umlaut führte zu phonemischen Veränderungen und einer neuen Form der grammatikalischen Information, was eine Trennung der Kategorien Numerus und Kasus begünstigte.

Was besagt die n-Deklination?

Die n-Deklination gehört zur schwachen (konsonantischen) Deklination und umfasst eine Vielzahl an Maskulina, einige Neutra und zwei Klassen der Feminina.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Vergleich der Substantivflexion im Gotischen und Althochdeutschen
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Einführung in das Gotische
Note
1,7
Autor
Andy Schalm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
19
Katalognummer
V83448
ISBN (eBook)
9783638899802
ISBN (Buch)
9783638912068
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleich Substantivflexion Gotischen Althochdeutschen Einführung Gotische
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andy Schalm (Autor:in), 2007, Ein Vergleich der Substantivflexion im Gotischen und Althochdeutschen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/83448
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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