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Frankreich in der Neuen Welt

Die Kolonialpolitik Frankreichs im Spannungsfeld Europas und Nordamerikas zwischen 1608 und 1763

Title: Frankreich in der Neuen Welt

Term Paper , 2007 , 14 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Alexander Boettcher (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Ein rotes Ahornblatt auf weiß-rotem Grund ziert die Fahne Kanadas. Amtssprachen sind Englisch und Französisch. Man könnte sagen, Kanada besitzt zwei Seelen, eine englische und eine französische, die zusammen eine einmalige Symbiose bilden. Tradition ist daher für den Großteil der kanadischen Bevölkerung von großer Be-deutung. Besonders ausgeprägt ist dieses historische Verständnis in Québec. Noch heute ziert die weiße Lilie auf blauem Grund, das alte Symbol der französischen Könige, die Flagge Québecs und ist bezeichnend für das Selbstverständnis deren Einwohner. Québec ist heute nicht nur eine der größten Provinzen Kanadas, es war auch das Kerngebiet, welches 1608 durch die Gründung der namensgleichen Stadt Québec durch den Franzosen Samuel de Champlain die Grundlage eines französischen Kolonialreiches in Nordamerika bildete. Ausgehend von hier, der Stadt am St. Lorenzstrom, schickte sich das Frankreich des 17. Jahrhunderts an, Kolonial-macht in der Neuen Welt zu werden. Während sich Spanien und Portugal die Welt zu Beginn des 16. Jahrhunderts aufteilten, lag das Interesse Frankreichs noch in Europa. Der neuentdeckten Welt wurde zunächst kaum Aufmerksamkeit geschenkt, befand sich Frankreich doch in ständigen Kleinkriegen mit den Habsburger Mächten Spanien und Österreich. Gleichzeitig tobten im inneren Frankreich religiöse Konflikte, die ein imperialistisches Engagement zusätzlich verhinderten. Erst mit einem zunehmenden Erstarken seiner machtpolitischen Stellung in Europa, einer umdenkenden Führungs-schicht und den wachsenden kolonialen Bemühungen des jahrhundertelangen Konkurrenten England, wuchs in Frankreich nicht nur die Bereitschaft zu einem Kolonialreich, sondern auch die Erkenntnis von dessen Notwendigkeit. Der scheinbare Erfolg und das Prestige das Spanien, Portugal, England und sogar Holland dabei erlangten, ist dabei eine wichtige Grundlage, die die kolonialen Bestrebungen Frankreichs als bloße Reaktion eines zu spät Gekommenen erscheinen lassen. Gewinn erwirtschaftete Frankreich mit seinen Kolonien kaum, im Gegenteil, es war ein Minusgeschäft, was William John Eccles folgendermaßen auf den Punkt bringt: „Canada under the French regime was a small colony, seemingly of little importance in the greater world or European civilization in an age of imperial expansion.” (Eccles 1999: xv). Letztlich führten Frankreichs Ambitionen in der Alten und Neuen Welt nicht nur zum Verlust seines ersten Kolonialreiches, sondern mündeten ebenso in der Französischen Revolution. Dabei verfolgte Frankreich keine schlechte Kolonialpolitik; doch trotz seiner überragenden wirtschaftlichen und militärischen Potenz, stellte sich kein endgültiger Erfolg ein. Die Entwicklung der französischen Kolonien von ihrer Gründung 1608 bis zum Verlust 1763, im Spannungsfeld zwischen Neuer und Alter Welt, ist Gegenstand dieser Hausarbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Frankreich in der Neuen Welt von 1608 bis 1700

2.1 Frankreichs Stellung in Europa zu Beginn des 16. Jahrhunderts

2.2 Gründungen und Entwicklung der französischen Kolonie ab 1608

2.3 Pfeiler französischer Kolonialpolitik

3. Das Ende des ersten französischen Kolonialreiches von 1700 bis 1763

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der französischen Kolonien in Nordamerika zwischen 1608 und 1763 unter der Hypothese, dass die inkonsequente Kolonialpolitik Frankreichs, bedingt durch das ständige Engagement in europäischen Machtkonflikten, maßgeblich zum Scheitern in der Neuen Welt beitrug.

  • Stellung Frankreichs in der europäischen Machtpolitik
  • Aufbau und Verwaltung von Neufrankreich
  • Die Rolle der Kirche und der Kooperation mit den Eingeborenen
  • Militärische Strategien und demographische Herausforderungen
  • Ursachen für den Verlust des französischen Kolonialreiches

Auszug aus dem Buch

2.3 Pfeiler französischer Kolonialpolitik

Bis zur Mitte des 17. Jahrhundert ist kaum eine strukturierte und stringente Kolonialpolitik Frankreichs zu erkennen. Interesse und Desinteresse wechselten sich ab. Auch das kurzlebige Engagement Kardinal Richelieus änderte kaum Grundsätzliches an der Entwicklung Neufrankreichs. Erst mit dem Aufstieg Frankreichs zur mächtigsten Nation Europas und der kulturellen und machtpolitischen Hegemonie, profitierte auch die kanadische Kolonie. Erst mit der Regierungsübernahme Ludwig XIV. – des Sonnenkönigs - begann eine staatlich gelenkte Kolonisierung, die aus mehreren Säulen bestand, der Verwaltung und der damit verbundenen staatlichen Förderung des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums, dem Militär und dem damit verbundenen hohen Grad an Militarisierung der Kolonisten, durch z.B. Miliz und Waldläufer, der katholischen Kirche und ihrer Mission sowie der Kooperation mit den Eingeborenen (Sautter 1992: 31).

Bis 1663 wurde Neufrankreich von sich abwechselnden Handelskompanien verwaltet. Zuletzt von der durch Richelieu eingesetzten Compagnie de la France Nouvelle. Nachdem diese aufgrund englischer Freibeuter, Missmanagement und hoher Korruption in den Kolonien 1663 ihr Patent abgab, nutzte Ludwig XIV. die Gelegenheit und unterstellte die französischen Besitzungen in Kanada direkt dem französischen König und installierte eine Verwaltung, absolutistischen Typs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung Québecs als historischen Kernraum Kanadas dar und führt in die Thematik der französischen Kolonialambitionen sowie die zentrale Arbeitshypothese ein.

2. Frankreich in der Neuen Welt von 1608 bis 1700: Dieses Kapitel analysiert die europäische Ausgangslage, die frühen Gründungsversuche sowie die Etablierung struktureller Säulen der Kolonialverwaltung und Gesellschaft.

3. Das Ende des ersten französischen Kolonialreiches von 1700 bis 1763: Hier wird der Prozess der territorialen Expansion und die zunehmende Konfliktbelastung mit England bis hin zum endgültigen Verlust der Kolonien nach dem Siebenjährigen Krieg beschrieben.

4. Fazit: Das Fazit bestätigt die Hypothese, dass die Priorisierung europäischer Machtpolitik in Kombination mit späten administrativen Reformen das Scheitern des französischen Kolonialprojekts in Nordamerika determinierte.

Schlüsselwörter

Neufrankreich, Kolonialpolitik, Québec, Samuel de Champlain, Ludwig XIV., Pelzhandel, Siedlungsgeschichte, Nordamerika, St. Lorenzstrom, Indienpolitik, Coureurs de Bois, Siebenjähriger Krieg, Frieden von Paris, Handelskompanien, Absolutismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Geschichte der französischen Kolonialpolitik in Nordamerika von 1608 bis 1763 und untersucht die Gründe für das Scheitern dieses Kolonialprojekts gegenüber England.

Welche zentralen Themenfelder werden analysiert?

Im Zentrum stehen die europäische Machtpolitik Frankreichs, die Gründung von Neufrankreich, das Verwaltungssystem unter dem Absolutismus sowie die Rolle des Militärs und der katholischen Kirche.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob das ständige Engagement Frankreichs in europäischen Kriegen eine inkonsequente Kolonialpolitik erzwang, die schließlich zum Scheitern der Bemühungen in Nordamerika führte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur zur Siedlungsgeschichte Kanadas und der französischen Kolonialgeschichte basiert.

Welche inhaltlichen Aspekte deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil beleuchtet die Entwicklung von den ersten Handelsniederlassungen über die Einführung der königlichen Verwaltung unter Ludwig XIV. bis hin zu den militärischen Konflikten des 18. Jahrhunderts.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Neufrankreich, Kolonialpolitik, Absolutismus, Pelzhandel, Siebenjähriger Krieg und die Rolle der Eingeborenenkooperation.

Welche Bedeutung hatte das Handeln von Samuel de Champlain?

Champlain gilt als maßgebliche Figur für die erste erfolgreiche und dauerhafte Besiedlung, insbesondere durch die Gründung von Québec 1608 und die Erschließung des St. Lorenzstroms.

Wie beeinflusste das Gesellschaftssystem den Erfolg der Kolonie?

Das auf Seigneurs basierende Feudalsystem und der Katholizismus prägten die Kolonie stark; während dies Stabilität bot, erschwerte das merkantilistische System die für das Wachstum notwendige Einwanderung.

Warum war die Zusammenarbeit mit den Eingeborenen so wichtig?

Aufgrund der spärlichen Unterstützung durch das Mutterland waren die französischen Siedler ökonomisch (Pelzhandel) und sicherheitspolitisch auf die Hilfe und Allianz mit indigenen Völkern angewiesen.

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Details

Title
Frankreich in der Neuen Welt
Subtitle
Die Kolonialpolitik Frankreichs im Spannungsfeld Europas und Nordamerikas zwischen 1608 und 1763
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Besiedlungsgeschichte Kanadas 1535 – 1761
Grade
1,2
Author
Alexander Boettcher (Author)
Publication Year
2007
Pages
14
Catalog Number
V83396
ISBN (eBook)
9783638899536
ISBN (Book)
9783638905336
Language
German
Tags
Frankreich Neuen Welt Besiedlungsgeschichte Kanadas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Boettcher (Author), 2007, Frankreich in der Neuen Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/83396
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