„Just look at the pictures“ , so die Antwort Robert Franks, wenn er nach der Bedeutung seines Werks gefragt wird. Er ist der Meinung, das Werk brauche den Kommentar seines Autors nicht. Seine Fotografien bieten viele anspruchsvolle Lesearten und erlauben auch Jahrzehnte später interessante Diskurse.
Die vorliegende Arbeit stellt den Künstler Robert Frank und sein Werk „The Americans“ vor. Es wird vor allem der Frage nachgegangen, wie der Bildband „gelesen“ werden könnte. Anhand ausgesuchter Beispiele wird eine mögliche „Leseart“ behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Biographie
- Die Fotografie zu Franks Zeit und Einordnung seiner Werke
- Formale Betrachtung: „The Americans“
- Reaktionen auf „The Americans“
- Beschreibung und Analyse ausgewählter Fotografien
- Beispiel für formale Beschädigung: „Parade – Hoboken, New Jersey“ (Abb. 1)
- Beispiel für Opposition und Korrespondenz: „Covered Car, Long Beach, CA“ und „Car accident, U.S. 66, Between Winslow and Flagstaff, AZ “ (Abb. 2 und 3)
- Beispiel einer Sequenz mit dem Motiv Kreuz (Abb. 4-6)
- Abschließende Betrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Künstler Robert Frank und seinem Werk „The Americans“. Im Zentrum steht die Frage, wie der Bildband „gelesen“ werden kann. Anhand ausgesuchter Beispiele wird eine mögliche „Leseart“ behandelt.
- Biographie Robert Franks
- Einordnung von "The Americans" in den Kontext der Fotografie der 1960er Jahre
- Formale Analyse von "The Americans" und seinen charakteristischen Merkmalen
- Interpretation ausgewählter Fotografien aus "The Americans" und deren Zusammenhänge
- Abschließende Betrachtung von Franks Werk im Hinblick auf seine subjektive Sicht auf die amerikanische Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert den Ansatz der Arbeit. Das zweite Kapitel befasst sich mit der Biographie Robert Franks, seiner frühen Ausbildung und seinen Reisen zwischen Europa und den USA. Das dritte Kapitel beleuchtet den Kontext der Fotografie zu Franks Zeit und ordnet seine Werke in den Diskurs der amerikanischen Dokumentarfotografie der 1960er Jahre ein.
Kapitel vier beschäftigt sich mit der formalen Betrachtung von "The Americans". Es wird untersucht, wie sich Franks Bildband von traditionellen Fotobüchern unterscheidet und wie er als "Erzählung" gelesen werden kann. Unter anderem werden die Reaktionen auf das Werk in den USA analysiert und ausgewählte Fotografien im Hinblick auf ihre formalen Aspekte und inhaltlichen Bedeutungen betrachtet.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe, die in dieser Arbeit behandelt werden, sind: Robert Frank, "The Americans", Dokumentarfotografie, amerikanische Gesellschaft, Fotografie der 1960er Jahre, formale Analyse, subjektive Sicht, „straight photography“, „candid photography“, Autorenfotografie, Metapher des Misslingens.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Robert Frank und was ist sein bekanntestes Werk?
Robert Frank war ein bedeutender Fotograf, dessen Bildband „The Americans“ aus den 1950er Jahren die Dokumentarfotografie revolutionierte.
Was ist das Besondere an dem Fotoband „The Americans“?
Anstatt die USA idealisiert darzustellen, zeigt Frank eine subjektive, oft kritische Sicht auf die amerikanische Gesellschaft. Er nutzt Techniken wie „candid photography“ und bricht mit traditionellen formalen Regeln.
Wie reagierte die Öffentlichkeit damals auf das Werk?
In den USA stieß das Werk zunächst auf Ablehnung, da es als anti-amerikanisch oder technisch mangelhaft wahrgenommen wurde, bevor es später als Meisterwerk anerkannt wurde.
Was bedeutet die „Metapher des Misslingens“ in Franks Fotografie?
Dieser Begriff beschreibt Franks bewusste Entscheidung, Momente der Isolation, des Zerfalls oder der formalen „Beschädigung“ (z.B. Unschärfe) einzufangen, um tiefere gesellschaftliche Wahrheiten auszudrücken.
Wie kann man Franks Bilder „lesen“?
Die Arbeit schlägt vor, die Fotografien nicht als Einzelbilder, sondern als Sequenzen zu betrachten, die durch wiederkehrende Motive (wie das Kreuz oder Autos) und interne Korrespondenzen eine Erzählung bilden.
- Arbeit zitieren
- Arzu Cevatli (Autor:in), 2005, Eine kurze Vorstellung des Werks "The Americans" von Robert Frank, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/82053