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Migration und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion

Title: Migration und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion

Bachelor Thesis , 2006 , 107 Pages , Grade: gut

Autor:in: Dipl. Ing., Bachelor of Science (BSc) Margarita Esterleyn (Author)

Health - Miscellaneous

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Migration ist Einwanderung in ein fremdes, unbekanntes Land, die verschiedene Erfahrungen, Schicksale und psychische Herausforderungen mit sich bringt (Frindte 2001). Jedes Jahr migrieren Millionen Menschen aus eigenem Entschluss oder infolge von Entscheidungen anderer, die ihr ganzes bewegliches Eigentum auf Lastwagen oder in Containern mit sich führen oder auch nur ein kleines Bündel mit Habseligkeiten (Sluzki 2004).
Viele Menschen, die ihre Heimat mit ihren Kindern verlassen, die sich aus ihrer politischen, sozialen und ökonomischen Not befreien wollen und nicht nur für sich, sondern für ihre Kinder bessere Chancen und sichere Lebensbedingungen schaffen wollen, suchen ihre Zukunft in der Bundesrepublik Deutschland als eines der reichsten Länder der westlichen Welt (Müller 2004).

Für einige Kinder, die das Nest der Kindheit verlassen und den elterlichen Wunsch erfüllen sollen, kommt die Entscheidung ihrer Eltern völlig überraschend. Viele Kinder sind von dem Entschluss ihrer Eltern überrollt worden und haben entsprechende Gefühle der Trauer, der Ohnmacht und vielleicht des Zorns erlebt. Der Ausreiseprozess wird vom Kind zum Kind unterschiedlich wahrgenommen. Jüngere Kinder sind offener und bereiter, sich auf neue Situationen einzulassen, weil sie häufig noch nicht so intensive Freundschaften geschlossen haben und noch nicht feste Bindungen eingegangen sind. Für ältere Kinder hat die Ausreise größere Konsequenzen, weil sie Freunde, Verwandte und Bekannte zurückgelassen haben und damit Verlusterfahrungen hinnehmen müssen (Hurrelmann und Bründel 1996).
Obwohl die Entscheidung zur Auswanderung gut geplant ist und die Aufnahmebedingungen im Aufnahmeland optimal sind, wird die Migration der Jugendlichen von gesundheitlichen Risiken begleitet, so dass es negativ auf körperliche und psychosoziale Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auswirkt (Weiss 2003).

In diesem Zusammenhang steht im Mittelpunkt der Bachelorarbeit die Darstellung des psychischen Gesundheitszustands von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund am Beispiel der jugendlichen Spätaussiedler.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

2. Aspekte der Migration

2.1. Tendenz der demographischen Entwicklung der Migration am Beispiel der Spätaussiedler

2.2. Lebenssituation und Bedingungen der jugendlichen Menschen in der ehemaligen Sowjetunion

2.3. Motive und Hintergründe der Migration

2.4. Phasen der Migration und ihre Auswirkungen auf den Gesundheitszustand von jugendlichen russischsprachigen Migranten

2.5. Ökonomische und soziale Lage von jugendlichen Spätaussiedlern in Deutschland

3. Psychische Gesundheit in der Migration

3.1. Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen. Allgemein

3.2. Psychischer Gesundheitszustand und psychische Belastungen bei den russischsprachigen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

3.3. Zusammenhang der Integration und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

3.4. Suche nach Identität und ihre Auswirkung auf die Psyche der Jugendlichen

3.5. Psychosoziale und psychiatrische Versorgung von Migrantenkindern

4. Stand der Migrationsforschung von psychischer Gesundheit bei Kindern

4.1. Analyse der Problematik über die Migrationsforschung von psychischer Gesundheit bei Kindern

4.2. Ein Überblick über Ergebnisse und Probleme migrationspezifischer Forschungsstudien am Beispiel der Migrantenkinder aus der ehemaligen Sowjetunion

4.3. Psychische Gesundheit bei Migrantenkindern im Fokus der internationalen Forschung

5. Empirische Untersuchung

5.1. Methodisches Vorgehen

5.1.1.Untersuchungsdesign

5.1.2.Auswahl von Expertengruppen

5.1.3.Formulierungen der Fragestellungen

5.2. Durchführung der Untersuchung

5.3. Rücklaufquote

5.4. Datenauswertung

5.5. Ergebnisse

5.6. Perspektiven und Vorschläge von Experten für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung für Migranten

6. Diskussion

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit zielt darauf ab, den psychischen Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, speziell am Beispiel jugendlicher Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion, darzustellen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich der Migrationsprozess und die damit verbundenen Lebensbedingungen auf die psychische Gesundheit dieser jungen Menschen auswirken und welche Unterstützungsangebote sie in Deutschland vorfinden.

  • Psychische und psychosoziale Herausforderungen von Migrantenkindern.
  • Einfluss von Migrationsphasen auf den Gesundheitszustand.
  • Die Rolle von Identitätssuche und Integration für die psychische Stabilität.
  • Bedeutung kultureller Faktoren in der psychiatrischen Versorgung.
  • Empirische Analyse durch Experteninterviews im Bereich Psychiatrie und Beratung.

Auszug aus dem Buch

Phase der Dekompensation.

Eine stürmische Periode erleben die jugendlichen russischsprachigen Migranten in der Phase der Dekompensation (Leyer 1991). Diese bewegte Phase ist mit Konflikten, Symptomen und Problemen besonders belastet, weil migrierte Kinder und Jugendliche aus der ehemaligen Sowjetunion eine neue Realität gestalten sowohl wie auch die Anpassungsfähigkeiten an die neue Umwelt erhalten müssen (Sluzki 2001). Baune (2004) bezeichnet diese Phase als einen psychologischen Migrationsprozess, in dem die Anpassung an neue kulturelle Werte gleichzeitig eine kritische Auseinandersetzung mit kulturellen Werten der eigenen Kultur bewirkt. Die Aufgabe von Kindern und Jugendlichen in dieser Phase besteht darin, sich an neue Lebensverhältnisse anzupassen, ohne ihre eigene Identität völlig zu verlieren. Leyer (1991) erwähnt ein weises Zitat von dem französischen Philosoph Diderot. Er schrieb: „Man ziehe den Rock des Landes an, das man besucht, und bewahre den Rock des Landes, aus dem man stammt“ (Leyer 1991).

Die Auswirkung auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird durch Krisen in der Familie, Unsicherheit in der Gesellschaft, erste Enttäuschungen und Frustrationen in dieser Phase verschärft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel führt in den Themenkomplex der Migration und deren psychosoziale Folgen für Kinder und Jugendliche ein und erläutert den Aufbau der vorliegenden Bachelorarbeit.

2. Aspekte der Migration: Hier werden theoretische Grundlagen der Migration, demografische Entwicklungen bei Spätaussiedlern sowie die Lebenssituation und Motive der Migration beleuchtet.

3. Psychische Gesundheit in der Migration: Dieses Kapitel behandelt die psychische Gesundheit im Allgemeinen, spezifische Belastungen russischsprachiger Jugendlicher sowie den Zusammenhang von Integration, Identitätssuche und der psychosozialen Versorgung.

4. Stand der Migrationsforschung von psychischer Gesundheit bei Kindern: Hier wird ein Überblick über den Forschungsstand sowie spezifische Probleme und Ergebnisse migrationsspezifischer Studien am Beispiel der Spätaussiedler gegeben.

5. Empirische Untersuchung: Das Kernkapitel beschreibt das methodische Vorgehen, die Durchführung der Experteninterviews in Bielefeld sowie die Auswertung der Ergebnisse und Expertenvorschläge zur Verbesserung der Versorgung.

6. Diskussion: Dieses Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der theoretischen Literatur und diskutiert die Auswirkungen des Migrationsprozesses auf die psychische Gesundheit.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließenden Ausführungen fassen die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und geben Impulse für notwendige Innovationen im Gesundheitssystem für Migrantenkinder.

Schlüsselwörter

Migration, Psychische Gesundheit, Spätaussiedler, Kinder und Jugendliche, Psychosoziale Versorgung, Experteninterviews, Integration, Identität, Migrationsforschung, Psychiatrie, Kultursensibilität, Prävention, Lebensbedingungen, psychische Störungen, Migrationshintergrund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Migrationsprozesses auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion, die als Spätaussiedler nach Deutschland gekommen sind.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die psychosozialen Bedingungen während der Migration, Identitätskonflikte, den Integrationsprozess in Deutschland und die Defizite in der aktuellen psychiatrischen Versorgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die psychischen Belastungen dieser jungen Migrantengruppe zu entwickeln und durch Experteninterviews Hinweise für eine verbesserte gesundheitliche Versorgung zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturrecherche und einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form von Experteninterviews mit Psychotherapeuten und Beratern in Bielefeld.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen zur Migration, den Stand der Migrationsforschung zur psychischen Gesundheit von Kindern sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Migration, psychische Gesundheit, Spätaussiedler, Psychosoziale Versorgung, Identitätssuche und Integrationsproblematik.

Welche Rolle spielt die Familie für die psychische Gesundheit der Jugendlichen?

Die Experten betonen, dass die Familie eine zentrale Rolle spielt, da der Verlust der sozialen Unterstützung aus der Heimat und der oft hohe familiäre Erwartungsdruck die psychische Gesundheit der Jugendlichen stark belasten.

Warum nehmen Migrantenkinder psychiatrische Angebote seltener in Anspruch?

Dies liegt an sprachlichen Barrieren, mangelndem Wissen über das deutsche Gesundheitssystem, der kulturellen Scham, psychische Probleme offen zuzugeben, sowie der Annahme, die Behandlung müsse privat finanziert werden.

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Details

Title
Migration und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion
College
Bielefeld University
Grade
gut
Author
Dipl. Ing., Bachelor of Science (BSc) Margarita Esterleyn (Author)
Publication Year
2006
Pages
107
Catalog Number
V81944
ISBN (eBook)
9783638839990
ISBN (Book)
9783638859837
Language
German
Tags
Migration Gesundheit Kindern Jugendlichen Sowjetunion Phasen der Migration Thema Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Ing., Bachelor of Science (BSc) Margarita Esterleyn (Author), 2006, Migration und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/81944
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