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Das Hospital im Wandel - Christlicher caritas im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit

Title: Das Hospital im Wandel - Christlicher caritas im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit

Term Paper , 2007 , 16 Pages

Autor:in: Samuel Greef (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Die Hospitäler des Mittelalters und der Frühen Neuzeit waren keine vormoderne Version heutiger Krankenhäuser, sondern vielmehr die „bei weitem
verbreitetste Form einer Unterbringungs- und Versorgungsanstalt“. Es waren „multifunktionale“ Einrichtungen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Bedürftiger
beherbergten und versorgten, aber keine Heilanstalten. Nichts desto trotz gibt es im
Laufe der Jahrhunderte einen Wandel, sowohl was die Funktion, als auch was die Zielsetzung der Hospitäler und der von ihnen abgeleiteten Einrichtungen betrifft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Forschungsstand / Quellenlage

1.2 Das Hospital

2 Begriffsbestimmung

2.1 Krank und siech

2.2 Arm(ut)

2.3 Armut und Arbeit

3 Das „multifunktionale“ Hospital

4 Spezialisierung und Professionalisierung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den funktionalen und strukturellen Wandel des Hospitalwesens vom Spätmittelalter bis zur Frühen Neuzeit, wobei insbesondere die Transformation von christlich motivierter Wohltätigkeit hin zu einer obrigkeitlichen Sozialpolitik analysiert wird.

  • Multifunktionalität und Adressaten von Hospitälern
  • Zeithistorische Deutung der Begriffe "krank" und "arm"
  • Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Wandel und Hospitalwesen
  • Entwicklung von der Versorgung zur medizinischen Behandlung
  • Rolle der Zucht- und Arbeitshäuser in der Sozialdisziplinierung

Auszug aus dem Buch

3 Das „multifunktionale“ Hospital

Wie bereits die Übersicht über die verschiedenen Personengruppen, die als Hospitaliten in Erscheinung treten konnten, gezeigt hat, war das Hospital eine „multifunktionale“ Einrichtung. Die damit einhergehende Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsformen, und -bilder, Gemütsverfassungen, Gebrechen und sozial unerwünschten Verhaltens, lassen die Frage nach dem Umgang mit diesen Personen aufkommen. Was waren die zentralen Elemente, die die Organisation Hospital zum Umgang mit diesen Menschen zur Verfügung hatte?

Im Gegensatz zu unseren modernen Krankenhäusern, deren Hauptaufgabe in der Behandlung von Krankheiten liegt und wo die Patienten so schnell wie möglich als geheilt zu entlassen sind, waren die Hospitaliten oft bis an ihr Lebensende im Hospital untergebracht. Das Hospital war damit in dem Sinne „multifunktional“, dass es die unterschiedlichsten Arten von Kranken und Schwachen aufnahm, war aber gerade nicht therapeutisch, sondern auf eine dauerhafte Versorgung ausgerichtet. Die zentralen Elemente im Umgang mit Hospitaliten bestanden damit aus Unterbringung, Verköstigung und sonstiger Versorgung. Mithin die Bereitstellung des Lebensnotwendigsten bzw. des minimal des Standes Angemessenen, zu erkennen beispielsweise an der Zuteilung der verschiedenen Kostarten, die nicht ausschließlich nach medizinischen Gesichtspunkten erfolgte, sondern auch an der Frage des (Geburts-)Standes und der Art der Aufnahme ins Hospital, festgemacht wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Das Kapitel erläutert das Hospitalwesen des Mittelalters als multifunktionale Versorgungsanstalt und fragt nach der Entwicklung hin zum Krankenhaus sowie der Wahrnehmung von Bedürftigkeit.

2 Begriffsbestimmung: Hier erfolgt eine zeithistorische Deutung der Begriffe „krank“, „siech“ und „arm“, um das moderne Verständnis dieser Wörter von der spätmittelalterlichen Bedeutung abzugrenzen.

3 Das „multifunktionale“ Hospital: Dieses Kapitel beschreibt die Organisationsstruktur der Hospitäler, die primär auf dauerhafte Versorgung, Unterbringung und eine rudimentäre Seelsorge ausgerichtet waren.

4 Spezialisierung und Professionalisierung: Das Kapitel analysiert den Prozess der Ausdifferenzierung von Einrichtungen, wie Zucht-, Arbeits-, Waisen- und Entbindungshäuser, und deren Rolle in der staatlichen Sozialdisziplinierung.

5 Fazit: Das Fazit fasst den Wandel von der christlichen Caritas zur staatlichen Sozialpolitik zusammen und stellt fest, dass Hospitäler nicht zu modernen Krankenhäusern mutierten, sondern eine spezifische Entwicklung hin zur Psychiatrie durchliefen.

Schlüsselwörter

Hospital, Spätmittelalter, Frühe Neuzeit, Caritas, Memoria, Hospitaliten, Sozialpolitik, Armenfürsorge, Sozialdisziplinierung, Zuchthaus, Arbeitshaus, Krankenhaus, Medikalisierung, Psychiatrie, Armenwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert den historischen Wandel des Hospitals als Institution von der mittelalterlichen Fürsorgeeinrichtung hin zu den spezialisierten Anstalten der Frühen Neuzeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Begriffe Armut und Krankheit, das Prinzip der christlichen Caritas, der Funktionswandel des Hospitals sowie die Entstehung der staatlichen Sozialdisziplinierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung vom „multifunktionalen“ Hospital des Mittelalters zu den spezialisierten Anstalten der Frühen Neuzeit zu beleuchten und zu hinterfragen, ob dies als direkte Entwicklung zum modernen Krankenhaus zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine institutionsgeschichtliche Aufarbeitung unter Einbeziehung von historischen Quellen, wie Gebetstexten und Verwaltungsbeschreibungen, sowie auf den interdisziplinären Forschungsstand.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Klärung von Armut und Krankheit, eine detaillierte Beschreibung des multifunktionalen Hospitalalltags und eine Analyse der zunehmenden Spezialisierung durch neue Institutionstypen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Multifunktionalität, Sozialdisziplinierung, Caritas und den Wandel vom Versorgen zum Heilen charakterisiert.

Wie unterschied sich die Zuteilung der Verpflegung in den Hospitälern?

Die Speisung erfolgte nicht rein medizinisch, sondern orientierte sich stark am sozialen Status der Insassen, wobei zwischen Studenten-, Kranken-, Präbener- und Gemeiner Kost unterschieden wurde.

Welches Fazit zieht der Autor zur Entwicklung des Krankenhauses?

Der Autor stellt fest, dass Hospitäler nicht einfach zu Krankenhäusern wurden; lediglich im Bereich der psychiatrischen Versorgung lässt sich eine direkte Entwicklungslinie zu modernen psychiatrischen Krankenhäusern nachzeichnen.

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Details

Title
Das Hospital im Wandel - Christlicher caritas im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit
College
University of Kassel  (Gesellschaftswissenschaften)
Course
Armen- und Krankenfürsorge seit der Reformation
Author
Samuel Greef (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V81195
ISBN (eBook)
9783638880091
Language
German
Tags
Hospital Wandel Christlicher Spätmittelalter Frühen Neuzeit Armen- Krankenfürsorge Reformation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Samuel Greef (Author), 2007, Das Hospital im Wandel - Christlicher caritas im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/81195
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