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Annexion als Fortschritt?

Wirtschaftspolitische Kontinuität und Brüche in Hannover beim Übergang vom Königreich zur preußischen Provinz

Title: Annexion als Fortschritt?

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Tröster (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism

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Summary Excerpt Details

Drängende Probleme, die sich aus der komplexen wirtschaftlichen und sozialen Dynamik des 19. Jahrhunderts ergaben, konnten in der bis 1866 selbständigen Provinz Hannover scheinbar erst unter preußischer Ägide überwunden werden. Diese Gleichzeitigkeit von wirtschaftlicher Entwicklung und politischer Zäsur wird häufig mit der wirtschafts- wie allgemeinpolitischen Reformfähigkeit der jeweiligen Systeme gleichgesetzt. Wegen der spürbaren, nahezu konstant zunehmenden Verbesserung der allgemein- und in der Regel auch individualwirtschaftlichen Situation wird der weitgehend liberalisierenden Wirtschaftspolitik Preußens nicht nur für Hannover eine besonders hohe Integrationsleistung zugeschrieben. Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich dieser scheinbare Gegensatz zwischen fortschrittlichem preußischen Liberalismus und reaktionär-kurzsinniger welfischer Wirtschaftspolitik bei näherer Betrachtung regionaler und (inter-) „nationaler“ ökonomischer wie politischer Rahmenbedingungen aufrecht erhalten lässt und worin sich eventuelle Bestätigungen begründen. In einem ersten Abschnitt soll hierzu die wirtschaftliche und demographische Ausgangssituation am Vorabend der Annexion mitsamt der welfischen Wirtschaftspolitik vorgestellt werden. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der preußischen Integrationspolitik im Allgemeinen und mit der Liberalisierungspolitik in Hannover im Speziellen. Letztere soll an hand dreier Reformbeispiele von besonders großer politökonomischer Bedeutung dargestellt und auf ihre Kontinuität bzw. Andersartigkeit mit der welfischen Wirtschafspolitik untersucht werden. Das dritte Kapitel versucht schließlich, den Einfluss des Dargestellten an der insgesamt positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der Provinz Hannover zu isolieren sowie dafür verantwortliche innen- und außenpolitische, binnen- und weltkonjunkturelle Rahmenbedingungen zu beleuchten. Die Erforschung der hannoveranschen Wirtschaft in Königreich und Provinz hatte, gemessen an der Zahl der Publikationen, ihren Höhepunkt Anfang/Mitte der 1980er Jahre. Wesentliche Neuerungen ergaben sich seither erst wieder in letzten zehn Jahren mit eher spezialisierten Studien. Als besonders wertvoll für die historische Wirtschaftsforschung dürften sich statistische Daten-sammlungen erweisen, die seit kurzer Zeit auch für das hannoversche Königreich vorliegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in Hannover bis 1866

1.1Wirtschaftliche, soziale und demographische Situation am Vorabend der Annexion

1.2. Die welfische Wirtschaftspolitik im Königreich Hannover – Ein Überblick

2. Reformfähiges Preußen vs. reformunfähiges Hannover?

2.1. Grundzüge preußischer Integrationspolitik in Hannover

2.2. Projektbezogener Vergleich in drei Beispielen

2.2.1. Die Gewerbepolitik

2.2.2. Die Eisenbahnpolitik

2.2.3. Die Bauernbefreiung

3. Aufschwung durch überlegene Wirtschaftspolitik?

3.1. Preußische Liberalisierungspolitik und wirtschaftlicher Aufschwung

3.2. Weitere Erklärungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz Hannover

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Entwicklung Hannovers beim Übergang vom Königreich zur preußischen Provinz im Jahr 1866 und prüft kritisch den verbreiteten Gegensatz zwischen vermeintlich reaktionärer welfischer Politik und fortschrittlichem preußischen Liberalismus.

  • Wirtschaftliche Ausgangssituation in Hannover vor 1866
  • Preußische Integrations- und Liberalisierungspolitik
  • Vergleichende Analyse: Gewerbepolitik, Eisenbahnbau und Bauernbefreiung
  • Analyse der Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Aufschwung
  • Bewertung der Reformfähigkeit des hannoverschen Systems

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Die Gewerbepolitik

Mit der Gewerbepolitik verbanden sich nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen. Insbesondere die Gewerbefreiheit ging einher mit tiefgreifenden Veränderungen, die besonders staatstragende Schichten wie das städtische Handwerk um seine Existenz bangen ließen. Andererseits erleichterte ihre Einführung einigen gesellschaftlichen Gruppen das Arrangement mit der Annexion erheblich. Insbesondere das aufstrebende Bürgertum, zu dem unter anderem viele Industrielle und andere Gewerbeleute zählten sowie weite Teile der Arbeiterschaft, die sich von der Gewerbefreiheit höhere Löhne versprachen, sind darunter zu zählen. Gerade in Hannover war die Gewerbeordnung bis zur Annexion sehr konservativ organisiert. Sie schützte auch nach 1848, als es in vielen anderen Staaten des deutschen Bundes zu weitreichenden Reformen kam, die nahezu ungebrochene Vormachtsstellung der Zünfte.

Die Diskussionen um die Gewerbeverfassung war auch hier von den Gegensätzen zünftlerischer und liberaler Vorstellungen geprägt. Bis zur Einführung der Gewerbefreiheit 1866 blieben die Vorrechte der Zünfte in Bezug auf Löhne, Preise und Marktzugangsrechten weitgehend erhalten. Nach dem Ende der Besatzungszeit, in der die vollständige Gewerbefreiheit eingeführt wurde, kehrte Hannover, wie auch die meisten anderen Staaten, zu der alten Gewerbepolitik zurück. Neben dem traditionell organisierten Handwerk, dessen primäre Aufgabe lokalen Dienstleistungen galt, dominierte in Hannover, ebenso wie in Oldenburg und in Braunschweig, das ländliche Hausgewerbe, allen voran die vornehmlich exportorientierte Leinenweberei.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung nach der wirtschaftlichen Reformfähigkeit Hannovers im 19. Jahrhundert und die Bedeutung der politischen Zäsur von 1866.

1. Wirtschaft und Wirtschaftspolitik in Hannover bis 1866: Dieses Kapitel beschreibt die agrarisch geprägte Ausgangslage sowie die konservative, von Zünften und feudalen Strukturen geprägte Wirtschaftspolitik des welfischen Königreichs.

2. Reformfähiges Preußen vs. reformunfähiges Hannover?: Hier wird die preußische Integrationspolitik analysiert und anhand der Bereiche Gewerbepolitik, Eisenbahnwesen und Bauernbefreiung mit den hannoverschen Zuständen verglichen.

3. Aufschwung durch überlegene Wirtschaftspolitik?: Das Kapitel untersucht die Faktoren des wirtschaftlichen Aufschwungs nach der Annexion und relativiert den alleinigen Einfluss preußischer Reformen gegenüber internationalen Konjunktureinflüssen.

Fazit: Das Fazit resümiert, dass Hannover wirtschaftlich keineswegs reformresistent war, sondern bereits über funktionierende Strukturen verfügte, die durch preußische Impulse pragmatisch weiterentwickelt wurden.

Schlüsselwörter

Hannover, Annexion, Preußen, Wirtschaftspolitik, Industrialisierung, Gewerbefreiheit, Eisenbahnpolitik, Bauernbefreiung, Agrarreformen, 19. Jahrhundert, Strukturwandel, Bismarckzeit, Integrationspolitik, welfische Politik, Wirtschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den wirtschaftlichen Wandel Hannovers im Kontext der preußischen Annexion von 1866 und bewertet, inwiefern dies als Fortschritt gegenüber der vorangegangenen welfischen Politik zu werten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Gewerbepolitik, der Ausbau des Eisenbahnnetzes und die Bauernbefreiung als Indikatoren für wirtschaftliche Modernisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den scheinbaren Gegensatz zwischen fortschrittlichem preußischen Liberalismus und reaktionärer hannoverscher Wirtschaftspolitik durch eine detaillierte Analyse der regionalen Gegebenheiten zu differenzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Untersuchung, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und statistischer Daten aus der Zeit des 19. Jahrhunderts basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der hannoverschen Wirtschaft vor 1866, einen Vergleich mit preußischen Reformmodellen und eine Analyse der Faktoren für den wirtschaftlichen Aufschwung nach 1866.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Hannover, Annexion, Wirtschaftspolitik, Industrialisierung, Gewerbefreiheit und Agrarreformen.

Wie bewertet der Autor die welfische Wirtschaftspolitik?

Der Autor kommt zu einem differenzierten Bild: Trotz konservativer Tendenzen und Widerständen in der Ständeversammlung war das Königreich Hannover in Teilbereichen durchaus befähigt, auf soziale und wirtschaftliche Probleme zu reagieren.

Welche Rolle spielte das Eisenbahnnetz?

Das hannoversche Eisenbahnnetz bildete bereits vor der Annexion ein effizientes Grundgerüst, das den preußischen Machthabern gute Anknüpfungspunkte für die spätere Integration und Expansion bot.

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Details

Title
Annexion als Fortschritt?
Subtitle
Wirtschaftspolitische Kontinuität und Brüche in Hannover beim Übergang vom Königreich zur preußischen Provinz
College
University of Leipzig  (Historisches Seminar)
Course
Innenpolitische Probleme der Bismarckzeit
Grade
1,3
Author
Martin Tröster (Author)
Publication Year
2007
Pages
29
Catalog Number
V80841
ISBN (eBook)
9783638885157
Language
German
Tags
Annexion Fortschritt Innenpolitische Probleme Bismarckzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Tröster (Author), 2007, Annexion als Fortschritt? , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80841
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