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Frauensprache oder Männersprache? Soziolinguistische Erkenntnisse zum geschlechtspezifischen Sprach- und Kommunikationsverhalten

Titel: Frauensprache oder Männersprache? Soziolinguistische Erkenntnisse zum geschlechtspezifischen Sprach- und Kommunikationsverhalten

Seminararbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nele Ahrens (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Frauen und Männer unterscheiden sich nicht nur deutlich in ihrem Aussehen, in ihrer Gestik und Mimik, und ihrem gesamten Verhalten, sondern auch hinsichtlich ihrer Sprache und dem Kommunikationsverhalten. Sprache und Geschlecht werden aufgrund dieses Wissens und der Erkenntnisse schon sehr lange und intensiv von verschiedenen Wissenschaftlern – insbesondere von Autorinnen der feministischen Sprachwissenschaft - untersucht. Wobei sich einige explizit mit dem Sexismus in der Sprache, also mit Benachteiligungen von Personen, meistens von Frauen, in oder durch die Sprache beschäftigen, andere wiederum mit dem geschlechtsspezifischen Sprachverhalten. Dieser Aspekt wird auch in der folgenden Arbeit untersucht.
Der Seminararbeit liegt ein Hauptseminar zur „Soziolinguistik“ zugrunde, in dem ein Vortrag zu dem Thema: „Frauensprache - Männersprache? Soziolinguistische Erkenntnisse zur geschlechtsspezifischen Sprache und zum Kommunikationsverhalten zwischen Frauen und Männern“ gehalten worden ist. Auf den folgenden Seiten soll die Thematik vertieft untersucht und mittels des Vergleichs der unterschiedlichen Literaturgrundlagen verglichen und kritisch betrachtet werden. Dabei wird zunächst ein Überblick über den Forschungsstand gegeben. Des Weiteren werden drei Hypothesen zur Frauensprache erläutert, bevor dann die geschlechtsspezifische Sprache und ein sozialisationstheoterischer Ansatz, warum Frauen und Männer sich sprachlich unterscheiden, untersucht werden. Am Ende sollen ein Vergleich zum Thema „Gemischtgeschlechtliche Gespräche, Gruppendiskussionen und Talkrunden“, sowie ein Fazit die Arbeit abrunden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsabriss – Von den frühen Anfängen der Erforschung

2.1 Beginn der Forschungen

2.2 Die Diskussion zur geschlechtsspezifischen Sprache in den 70er Jahren

3. Die Entwicklung von Hypothesen zur Frauensprache

3.1 Defizithypothese, Differenz- und Code-switching-Hypothese

4. Frauensprache – Männersprache: Eine Gegenüberstellung geschlechtsspezifischer Sprach-Charakteristika

4.1 Frauensprache vs. Männersprache

5. Gemischtgeschlechtliche Gespräche Gruppendiskussionen und Talkrunden

5.1 Redezeit, Zahl der Beiträge und Dauer der Beiträge

5.2 Sprecherwechsel: Unterbrechung, Unterbrechungsversuch und Überlappung

5.3 Gesprächsarbeit: Minimalbestätigungen

5.4 Thematische Mittel der Themenkontrolle

5.5 Zusammenfassung der untersuchten gemischtgeschlechtlichen Gesprächen, Gruppendiskussionen und Talkrunden

6. Geschlechtsspezifische Sozialisation: Ein Erklärungsversuch warum sich Frauen und Männer sprachlich unterscheiden

7. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht soziolinguistische Erkenntnisse zum geschlechtsspezifischen Sprach- und Kommunikationsverhalten, um kritisch zu hinterfragen, ob und wie sich die Ausdrucksweisen von Frauen und Männern unterscheiden und welche Ursachen diesen Differenzen zugrunde liegen.

  • Historischer Überblick zur Erforschung der geschlechtsspezifischen Sprache
  • Analyse zentraler Hypothesen zur Frauensprache
  • Gegenüberstellung sprachlicher Charakteristika von Frauen und Männern
  • Untersuchung von Gesprächsstrukturen in gemischtgeschlechtlichen Kontexten
  • Sozialisationstheoretische Erklärungsansätze für sprachliche Unterschiede

Auszug aus dem Buch

4.1 Frauensprache vs. Männersprache

Dazu gehören u.a. die überkorrekte Anwendung von grammatischen Formen bzw. der korrekte Gebrauch der Standardsprache und die Verwendung von „Unschärfemarkierern“ wie „irgendwie“, „es scheint“, „ich glaube“ (usw.). Des Weiteren nennt Lakoff das typische weibliche Merkmal des höflichen Sprechens, was in der Tabelle durch „Rücksicht“ und „interessiertes Fragen“ ausgedrückt wird. Allgemein geht aus der Gegenüberstellung deutlich hervor, dass Männer den Informationsaspekt eines Gesprächs in den Vordergrund zu stellen scheinen und sich daher eher einer pragmatischen und sachlichen Sprache bedienen, während bei Frauen der Beziehungsaspekt eine große Rolle spielt. Dadurch ist ihre Sprache persönlicher und emotionaler geprägt. Nicht das Ergebnis macht ein Gespräch aus, sondern der Weg, der zu dem Ergebnis führt.

Dadurch gelingt es Frauen Beziehungen aufzubauen und auch zu definieren. Männersprache hingegen zeichnet sich durch Dominanz und Sicherheit aus. Selbst wenn sie nicht hundertprozentig von ihrem Gesagten überzeugt sind oder sicher sind, ob die Aussage überhaupt stimmt, neigen sie dazu etwas zu behaupten, als ihre eigene Aussage abzuschwächen. Frauen jedoch stellen selbst bei absoluter Sicherheit ihrer Aussage lieber Vermutungen auf, was sich in den Unschärfemarkieren und parenthetischen Verben widerspiegelt. Sie fangen schneller an sich für Dinge, die sie gesagt haben zu rechtfertigen, auch wenn es häufig überflüssig ist, denn würde ihr Gesagte in Frage gestellt oder kritisiert werden, so würden sie dies gleich persönlich nehmen, während Männer die Kritik nicht gleich auf sich beziehen sondern auf den Inhalt des Gesagten. Männer sehen Kritik daher meistens als motivierend, als Ansporn, Frauen dieselbe als bremsend und demotivierend an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Sprache ein und erläutert die Zielsetzung der Seminararbeit.

2. Forschungsabriss – Von den frühen Anfängen der Erforschung: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über die ersten Untersuchungen zur geschlechtsspezifischen Sprache von 1664 bis in die 70er Jahre.

3. Die Entwicklung von Hypothesen zur Frauensprache: Hier werden die zentralen theoretischen Ansätze, wie die Defizit- und Differenzhypothese, zur Erklärung von geschlechtsspezifischem Sprachverhalten vorgestellt.

4. Frauensprache – Männersprache: Eine Gegenüberstellung geschlechtsspezifischer Sprach-Charakteristika: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen sprachlichen Ausdrucksweisen und Charakteristika von Männern und Frauen.

5. Gemischtgeschlechtliche Gespräche Gruppendiskussionen und Talkrunden: Es werden verschiedene Studien zu Redeanteilen, Unterbrechungen und Gesprächsführung in gemischten Gruppen analysiert.

6. Geschlechtsspezifische Sozialisation: Ein Erklärungsversuch warum sich Frauen und Männer sprachlich unterscheiden: Das Kapitel untersucht, wie Erziehung und gesellschaftliche Rollenmuster bereits in der Kindheit die spätere sprachliche Ausgestaltung beeinflussen.

7. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse und äußert kritische Anmerkungen zur Subjektivität und Repräsentativität der betrachteten feministisch-linguistischen Studien.

Schlüsselwörter

Soziolinguistik, Frauensprache, Männersprache, Geschlecht, Kommunikationsverhalten, Defizithypothese, Differenzhypothese, Sozialisation, Gesprächsanalyse, Sprachverhalten, feministische Linguistik, Themenkontrolle, Minimalbestätigungen, Redeanteile, Sprachgebrauch

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziolinguistische Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Sprach- und Kommunikationsverhalten zwischen Frauen und Männern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der Forschungsverlauf, verschiedene Hypothesen zur Frauensprache, der Vergleich sprachlicher Charakteristika und Analysen von Interaktionen in gemischtgeschlechtlichen Gruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, bestehende linguistische Thesen zur geschlechtsspezifischen Sprache auf Basis der Literatur kritisch zu vergleichen und auf ihre wissenschaftliche Belastbarkeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand gibt und die Ergebnisse verschiedener empirischer Studien kritisch kontrastiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Hypothesen (Defizit, Differenz, Code-switching), stellt sprachliche Merkmale gegenüber und untersucht Gesprächsdaten aus verschiedenen Kommunikationskontexten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziolinguistik, Frauensprache, Männersprache, geschlechtsspezifische Sozialisation und Kommunikationsverhalten.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit die Gesprächsführung von Frauen und Männern?

Frauen tendieren demnach eher zu beziehungsorientierter Kommunikation und Minimalbestätigungen, während Männer häufiger ergebnisorientiert, dominant und sachbezogen agieren.

Welche Kritik übt die Autorin an der feministischen Linguistik?

Die Autorin kritisiert, dass viele Studien auf subjektiven Beobachtungen basieren, wenig repräsentativ sind und komplexe Variablen wie soziale Herkunft oder Kontext oft vernachlässigen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frauensprache oder Männersprache? Soziolinguistische Erkenntnisse zum geschlechtspezifischen Sprach- und Kommunikationsverhalten
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Institut für Deutsche Philologie)
Veranstaltung
Soziolinguistik
Note
1,3
Autor
Nele Ahrens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V80369
ISBN (eBook)
9783638870498
ISBN (Buch)
9783656844167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauensprache Männersprache Soziolinguistische Erkenntnisse Sprach- Kommunikationsverhalten“ Soziolinguistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nele Ahrens (Autor:in), 2006, Frauensprache oder Männersprache? Soziolinguistische Erkenntnisse zum geschlechtspezifischen Sprach- und Kommunikationsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80369
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Leseprobe aus  23  Seiten
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