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Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft der Bürger in Deutschland

Theoretische Erläuterungen und empirische Analysen

Titel: Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft der Bürger in Deutschland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 49 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Magistra Artium Eva Christensen (Autor:in)

Politik - Methoden, Forschung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Hartz IV, Gesundheitsreform, Rente mit 67 – sozialpolitische Änderungen stehen wie kaum ein anderes Politikfeld im öffentlichen Interesse. Einstimmigkeit besteht darüber, dass der bundesrepublikanische Sozialstaat reformiert werden muss. In welche Richtung aber diese Neuerungen gehen sollen wird von Seiten der politischen und wirtschaftlichen Eliten ebenso wie in der Bevölkerung kontrovers diskutiert.
Die Meinungen der Bürger über mögliche Änderungen im Sozialsystem sind dabei in zweierlei Hinsicht besonders relevant: Zum einen aus legitimationstheoretischen Gesichtspunkten, denn die Bevölkerung stellt im demokratischen System der BRD den Souverän dar, dessen Wille verwirklicht werden soll. Darüber hinaus ist dieser Wille für die Programme der politischen Parteien auch aus der Perspektive der Wählerstimmenmaximierung relevant. Eine andere, ebenfalls sehr grundsätzliche Bedeutung hat die Meinung der Bevölkerung in stabilitätstheoretischer Hinsicht: Die politische Kulturforschung geht davon aus, dass ein System nur dann stabil ist und dauerhaft funktionieren kann, wenn es von einer kongruenten Kultur getragen wird. Die Stabilität der deutschen Sozialsysteme hängt also davon ab, inwiefern sie mit den normativen Vorstellungen der Bürger übereinstimmen.
Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf die Einstellungen der Bürger zu einer möglichen Veränderung des Umfangs sozialstaatlicher Leistungen bei gleichzeitiger Anpassung der dazu erforderlichen Finanzierungsinstrumente. Diese Verknüpfung von Input- und Outputseite erhöht die praktische Bedeutung der empirischen Ergebnisse: Die Bürger können keine Optionen wie im „Schlaraffenland“ wählen, sondern werden mit den Finanzierungserfordernissen konfrontiert, die sich aus dem Umfang der gewünschten Sozialleistungen ergeben. Zum anderen ist es Ziel der vorliegenden Untersuchung die Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft näher zu bestimmen. Es geht also darum herauszufinden, wer warum wie stark reformbereit ist, und nicht um eine rein deskriptive Analyse der Ansprüche an den Wohlfahrtsstaat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Wohlfahrtstaat – Sozialstaat – Sozialpolitik – Sozialsystem

2.2 Reformbereitschaft

3 Theoretisches Erklärungsmodell: Determinanten der Reformbereitschaft

3.1 Wert- und Interessenorientierungen

3.1.1 Werte und Wertorientierungen

3.1.2 Interessenorientierung

3.2 Demografische und sozio-ökonomische Faktoren

3.3 Informiertheit

4 Datenbasis und Analysemethoden

5 Operationalisierung und Hypothesenformulierung

5.1 Abhängige Variable: Reformbereitschaft

5.2 Unabhängige Variablen

5.2.1 Wertorientierungen

5.2.2 Interessenorientierung

5.2.3 Demografische und sozio-ökonomische Faktoren

5.2.4 Informiertheit

6 Empirische Ergebnisse

6.1 Bivariate Analyse

6.2 Multivariate Analyse

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft der Bürger in Deutschland, mit dem Ziel zu ergründen, welche Faktoren – wie Wertorientierungen, sozio-ökonomische Lage oder Informiertheit – die Einstellung zu einer möglichen Veränderung des Sozialstaatsumfangs und dessen Finanzierung beeinflussen.

  • Analyse von Wertorientierungen als prägende Determinanten.
  • Untersuchung des Einflusses von Interessenorientierungen und Lebenssituationen.
  • Empirische Überprüfung des theoretischen Erklärungsmodells mittels Umfragedaten.
  • Bewertung der Rolle von politischer Informiertheit auf die Reformbereitschaft.
  • Ableitung von Folgerungen für die politische Praxis und Reformkommunikation.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Werte und Wertorientierungen

Was unter einem Wert zu verstehen ist, ist nicht einheitlich definiert (Lautmann 1969: 7). Eine häufig zitierte Begriffsbestimmung stammt von Kluckhohn, der Werte als Konzepte des Wünschenswerten versteht (Kluckhohn 1967: 395). Van Deth und Scarbrough beschreiben den Begriff ähnlich: “Values engage moral considerations. Values are conceptions of the desirable” (Deth/ Scarbrough 1998: 28). Sie betonen aber stärker die soziale Beschaffenheit von Werten, da sie davon ausgehen, dass Werte nur im sozialen Kontext wirken und auch nur unter dessen Berücksichtigung erforscht werden können (Ebd.: 31). Werte konstituieren sich also in einem sozialen Zusammenhang. Aus Sicht des methodologischen Individualismus ist jedoch nicht die bloße Existenz von Werten in einer Kultur bedeutsam, sondern die Einstellungen des Individuums gegenüber diesen Werten (Rudolph 1959: 164). Im Anschluss an diese Überlegung bezeichnen einige Autoren die Einstellungen zu Werten als Wertorientierungen und grenzen sie so begrifflich vom kulturellen Objekt des Wertes ab (Friedrichs 1968: 74-76; Arzheimer 2005: 286; Bürklin et al. 1994: 581). Dieser Begriffsverwendung soll auch hier gefolgt werden.

Werte werden im Laufe der Sozialisation internalisiert (Klima 1995: 615). Die Soziologie geht dabei davon aus, dass Wertorientierungen, die sich während der primären Sozialisation im Kindes- und Jugendalter herausgebildet haben, im Zuge der sekundären Sozialisation, z.B. im Rahmen des Berufslebens, ergänzt werden können. Die Inhalte der sekundären Sozialisation werden jedoch nur dann vom Individuum übernommen, wenn sie der Grundstruktur seiner primären Sozialisation entsprechen (Berger/ Luckmann 2003: 141, 150-151). Es ist also grundsätzlich möglich, dass Personen durch Erfahrungen in neuen Umwelten, Rollen oder Lebensabschnitten weitere Wertorientierungen entwickeln, eine völlige Abkehr von den bereits verinnerlichten Werten ist jedoch unwahrscheinlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz sozialpolitischer Reformen und stellt die Forschungsfrage nach den Bestimmungsfaktoren der bürgerlichen Einstellungen hierzu.

2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe wie Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik und Reformbereitschaft zur theoretischen Fundierung der Analyse.

3 Theoretisches Erklärungsmodell: Determinanten der Reformbereitschaft: Hier werden Einstellungsdeterminanten wie Wert- und Interessenorientierungen sowie demografische Faktoren in einem Gesamtmodell zusammengeführt.

4 Datenbasis und Analysemethoden: Vorstellung des Datensatzes aus dem Jahr 2004 und der verwendeten statistischen Verfahren zur Überprüfung der Hypothesen.

5 Operationalisierung und Hypothesenformulierung: Konkretisierung der abhängigen Variablen sowie Herleitung spezifischer Hypothesen zu den unabhängigen Variablen.

6 Empirische Ergebnisse: Darstellung der statistischen Ergebnisse aus den bivariaten Korrelationsanalysen und der multiplen linearen Regression.

7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Diskussion der praktischen Relevanz für die politische Reformdurchsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Reformbereitschaft, Sozialstaat, Wertorientierungen, Interessenorientierung, Politische Einstellungen, Demografische Faktoren, Sozio-ökonomische Lage, Informiertheit, Regressionsanalyse, Wohlfahrtsstaatsforschung, Sozialisation, Politische Kultur, Politische Kommunikation, Reformakzeptanz, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, welche Faktoren die Bereitschaft von Bürgern in Deutschland beeinflussen, sozialstaatliche Reformen zu unterstützen, insbesondere im Hinblick auf Veränderungen beim Leistungsumfang und der Finanzierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretische und empirische Untersuchung von Wertorientierungen, ökonomischen Interessen, soziodemografischen Merkmalen sowie der Einfluss politischer Informiertheit auf Einstellungsänderungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft zu identifizieren und zu erklären, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen stärker reformbereit sind als andere.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer quantitativen Analyse eines Datensatzes aus computergestützten Telefoninterviews (2004), wobei bivariate Korrelationsanalysen und multiple lineare Regressionsanalysen zum Einsatz kommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden ein theoretisches Erklärungsmodell entwickelt, die Variablen operationalisiert, Hypothesen abgeleitet und anschließend die empirischen Daten ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Reformbereitschaft, Sozialstaat, Wertorientierungen, Interessenorientierung, Regressionsanalyse und politische Informiertheit.

Welche Bedeutung haben Wertorientierungen für die Reformbereitschaft?

Wertorientierungen erweisen sich als die wichtigste Determinante; sie sind langfristig stabil und wirken normativ auf die Beurteilung des Sozialstaats ein, was eine kurzfristige Einstellungsänderung erschwert.

Beeinflusst die Region (Ost vs. West) die Reformbereitschaft signifikant?

Überraschenderweise zeigen die Ergebnisse des Gesamtmodells, dass die Region keinen signifikanten Einfluss auf die Reformbereitschaft hat, entgegen der Erwartung von ausgeprägten regionsspezifischen Effekten.

Welche Rolle spielt die politische Informiertheit?

Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten positiven Effekt: Besser informierte Bürger sind tendenziell reformbereiter, was für eine gezielte Aufklärungskommunikation in der Politik spricht.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft der Bürger in Deutschland
Untertitel
Theoretische Erläuterungen und empirische Analysen
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,3
Autor
Magistra Artium Eva Christensen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
49
Katalognummer
V80168
ISBN (eBook)
9783638863407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Determinanten Reformbereitschaft Bürger Deutschland Hauptseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magistra Artium Eva Christensen (Autor:in), 2006, Determinanten der sozialstaatlichen Reformbereitschaft der Bürger in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80168
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