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Lion Feuchtwanger "Jud Süß" und G.E.Lessing "Emilia Galotti" - Die Rolle des Hausjuden

Ein Vergleich

Title: Lion Feuchtwanger "Jud Süß" und G.E.Lessing "Emilia Galotti" - Die Rolle des Hausjuden

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 16 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Friederike Wittmaack (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sahen die Juden in Deutschland sich in der Lage des Sündenbocks, in der sich Süß befindet. Als Lion Feuchtwanger die Biographie des Jud Süß zur Lektüre bekommt, fällt ihm besonders dessen Haltung zum Judentum ins Auge. Trotz des drohenden Todes besteht dieser fest auf seinen Glauben und damit auf seine Identität. Vielleicht war es das, was Lion Feuchtwanger, selbst ein Jude in einem Deutschland, das Juden nicht gerne sieht, bewegt hat, sich diesem Stoff anzunehmen. Das Sichfallenlassen des Menschen in sein Schicksal und diesen Moment als Glück zu begreifen, hat Lion Feuchtwanger tief beeindruckt. Schon angesteckt mit der Denkart der Inder und dem buddhistischen Glauben, interpretiert er das Leben des Jud Süß auf seine ganz persönliche Art und Weise. Es entsteht ein vielleicht sehr persönlicher Roman, der angelehnt scheint an Lessings Trauerspiel „Emilia Galotti“. Das Motiv des Hofjuden, transferiert in eine andere Zeit, fällt bei beiden Werken besonders ins Auge. Die Betonung auf die Suche nach Geld und Macht und das Fallen der beiden Figuren sind feststellbare Parallelen.
In dieser Arbeit soll der Roman von Lion Feuchtwanger vorgestellt und dabei besonders auf die Rolle des Juden eingegangen werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird versucht, Parallelen mit Lessings Werk zu ziehen und nachzuweisen, dass der Roman Jud Süß von Lessings Emilia Galotti stark beeinflusst sein muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Lion Feuchtwanger, “Jud Süß”

2.1 Zur Person des Lion Feuchtwanger

2.2 Zur historischen Person des Joseph Süß-Oppenheimer

2.3 Inhalt des Jud Süß

1.3.1 Sturz und Glück

1.3.2 Assimilation

1.4 Der Hofjude

1.4.1 Der Hofjude Jud Süß

1.4.2 Das Ende als das traurige Scheitern der Emanzipation eines Juden oder notwendiger Prozess der Buße und Läuterung?

1.5 Die Figur des Juden

1.6 Vertretene Gruppen im Roman

2 Lessing, „Emilia Galotti“

2.1 Inhalt der Emilia Galotti

3 Gemeinsamkeiten der Hofjuden

4 Hypothesen bei Feuchtwanger, inwieweit zutreffend für Lessing?

5 Schlussbemerkung:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Lion Feuchtwangers Roman „Jud Süß“ im Kontext der Darstellung jüdischer Identität und vergleicht dessen Protagonisten mit der Figur des Marinelli aus Gotthold Ephraim Lessings „Emilia Galotti“, um dabei mögliche Einflüsse und Parallelen aufzuzeigen.

  • Biografischer Hintergrund und historische Einordnung von Lion Feuchtwanger und Joseph Süß-Oppenheimer.
  • Analyse der Konzepte von „Tun und Nichttun“ sowie der Assimilation im Roman „Jud Süß“.
  • Untersuchung der Rolle des Hofjuden als Machtfigur und deren literarische Spiegelung.
  • Vergleichende Literaturanalyse zwischen den Werken „Jud Süß“ und „Emilia Galotti“.
  • Diskussion über die Funktion der Hofjuden als Sympathie- oder Warnfiguren.

Auszug aus dem Buch

1.3.1 Sturz und Glück

Feuchtwanger begreift den Sturz und das Glück als ein und dasselbe. Er berichtet: „Vor Jahren etwa lag mir einmal daran, den Weg eines Mannes zu zeigen, vom Tun zum Nichttun, von der Aktion zur Betrachtung, von europäischer zu indischer Weltanschauung“

Er versuchte damals diese Weltanschauung anhand einer Person zu erklären. Protagonist für diese Darstellung war Walther Rathenaus, aber das Werk misslang und Lion Feuchtwanger kam seinem Ziel mit dem Roman Jud Süß viel näher.

„Ich sah ihn (Süß) gleichnishaft den Weg beschreiten, den unser aller Entwicklung geht, den Weg von Europa nach Asien, von Nietzsche zu Buddha, vom alten zum neuen Bund“.

Er ergänzt: er wolle den „Weg des Menschen weißer Haut“ zeichnen: fortstrebend von der engen europäischen Lehre von der Macht, über die ägyptische Lehre von der Unsterblichkeit, zur Lehre Asiens vom Nichtwollen und Nichttun. Angeregt durch Alfred Döblins Roman „Die drei Sprünge des Wang-lun“, beschäftigt sich Feuchtwanger mit der „Weisheit von Nichtwiderstreben“. Er ist fasziniert vom Gegensatz zwischen Handeln und Betrachten, vom Tun und Nichttun. Er sieht sogar den Krieg als einen Schritt weiter auf dem Weg Europas zu Buddha.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Motivation Feuchtwangers zur Auseinandersetzung mit der Figur des Jud Süß und stellt die Hypothese einer Beeinflussung durch Lessings „Emilia Galotti“ auf.

1 Lion Feuchtwanger, “Jud Süß”: Dieses Kapitel befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Romans und ordnet den Autor sowie den historischen Hintergrund der Hauptfigur ein.

2 Lessing, „Emilia Galotti“: Hier wird der Inhalt von Lessings Trauerspiel zusammengefasst und die zentrale Stellung des Hofjuden Marinelli eingeführt.

3 Gemeinsamkeiten der Hofjuden: Das Kapitel vergleicht die Charaktere und Machtpositionen von Jud Süß und Marinelli und identifiziert strukturelle Parallelen in ihrem Verhalten und ihrem Scheitern.

4 Hypothesen bei Feuchtwanger, inwieweit zutreffend für Lessing?: Hier wird kritisch geprüft, ob Feuchtwangers philosophische Konzepte wie der Weg von Europa nach Asien auch auf die Figur des Marinelli anwendbar sind.

5 Schlussbemerkung:: Die Arbeit resümiert die Gemeinsamkeiten der Figuren und die mögliche historische Verbundenheit der literarischen Entstehungsorte Wolfenbüttel.

Schlüsselwörter

Jud Süß, Lion Feuchtwanger, Gotthold Ephraim Lessing, Emilia Galotti, Hofjude, Assimilation, Antisemitismus, Macht, Identität, historischer Roman, Marinelli, Joseph Süß-Oppenheimer, Weltanschauung, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Lion Feuchtwangers Roman „Jud Süß“ und vergleicht die Rolle des Hofjuden darin mit der Figur des Marinelli in Lessings „Emilia Galotti“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Assimilation, Machtmissbrauch, die jüdische Identität im historischen Kontext sowie die philosophische Entwicklung vom Handeln zur Kontemplation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Parallelen zwischen den beiden Werken aufzuzeigen und zu erörtern, inwieweit Feuchtwanger durch Lessings Werk beeinflusst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Biografien, Textvergleiche und historische Hintergründe kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die Entstehung des Romans „Jud Süß“, eine detaillierte Charakteranalyse, den Vergleich mit der Figur Marinelli und die Überprüfung philosophischer Hypothesen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jud Süß, Hofjude, Assimilation, Identität, Literaturvergleich und Machtstrukturen.

Ist Marinelli in „Emilia Galotti“ eindeutig als Jude identifiziert?

Nein, der Autor stellt fest, dass es im Text keine expliziten Belege dafür gibt, obwohl die Rolle des Hofjuden diese Interpretation nahelegt.

Warum fungiert Jud Süß bei Feuchtwanger eher als Warnbild?

Feuchtwanger zeigt den Weg des Protagonisten durch die Macht als Prozess des moralischen Verfalls, der erst durch das späte Bekenntnis zum Judentum eine Läuterung erfährt.

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Details

Title
Lion Feuchtwanger "Jud Süß" und G.E.Lessing "Emilia Galotti" - Die Rolle des Hausjuden
Subtitle
Ein Vergleich
College
LMU Munich  (Institut für Deutsche Philologie)
Course
Lessings Judendarstellung: „Die Juden“, „Nathan der Weise“ und andere Dramen
Grade
2,5
Author
Friederike Wittmaack (Author)
Publication Year
2006
Pages
16
Catalog Number
V80011
ISBN (eBook)
9783638869843
Language
German
Tags
Lion Feuchtwanger Lessing Emilia Galotti Rolle Hausjuden Lessings Judendarstellung Juden“ Weise“ Dramen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Wittmaack (Author), 2006, Lion Feuchtwanger "Jud Süß" und G.E.Lessing "Emilia Galotti" - Die Rolle des Hausjuden, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/80011
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