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Ursachen und Motive aggressiven Verhaltens bei Fussballfans

Titel: Ursachen und Motive aggressiven Verhaltens bei Fussballfans

Hausarbeit , 2006 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Iris Hecker (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der moderne Zuschauersport bezieht seine Popularität nicht ausschließlich aus den erwarteten Ausnahmeleistungen der Athleten, sondern zu einem erheblichen Teil aus der Erwartung illegitimer, spektakulärer, insbesondere gewalttätiger Aktionen von Aktiven und Zuschauern.

Je nachdem, ob es sich um die Gewalt der Spieler, von Funktionären oder eben Fans und Hooligans handelt, legt man eine unterschiedliche Meßlatte der Toleranz an.
Im Einzelnen:
Die Gewalt der Sportler wird verniedlicht als die Gewalt der „Cleveren“, der „Schlitzohren. Sie wird verharmlost und heruntergespielt oder nur vordergründig im Sinne einer öffentlich propagierten „Umweltmoral“ (Bette 1999) bzw. „Moral der öffentlichen Lippenbekenntnisse“ (Lenk 1988) bekämpft.
Die Gewalt der Fans, der Hooligans wird dämonisiert, kriminalisiert und dramatisiert als die Gewalt von „kriminellen Gewalttätern“ und als die Gewalt von „Chaoten“. Diese Gruppe hätte mit dem Sport an sich nichts zu tun und würde „unseren geliebten Sport“ kaputt machen.
Das allerdings diese Art der Gewalt mit der ersten Art sehr viel gemeinsam hat, wird leider immer wieder übersehen oder einfach ignoriert, oftmals auch einfach geleugnet.
In der folgenden Arbeit möchten wir diese These in Form einer interpretierten Collage von Fallbeispielen ein wenig detaillierter darlegen.

Dabei werden wir nach einem kurzen geschichtlichen Ausflug in den Zivilisationsprozess einen soziologischen Exkurs über die Bedeutung des Er- und Auslebens von Emotionen und Motivationen im Altertum und in modernen Industriegesellschaften machen. Wir untersuchen die Wandlungen im Fußballsport anhand einiger Fallbeispiele aus dem Bereich der Hooliganproblematik. Schließlich werden unsere Ausführungen mit einer sozialkritischen Klammer umschlossen und Fragen nach möglichen Konsequenzen diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historisches

1.1. Zivilisationsprozess, aggressive Handlungen und deren Motive im Sport

2. Fußball und Gewalt

2.1. Ursachen der Gewalt im Fußballsport

2.2. Ursprünge von Gewaltmotiven im Fußballsport

2.3. Sozialökonomische Motive der Gewalt

3. Zuschauer,- und Fanverhalten

3.1.Motive der Zuschauer und Fans

3.2. Die Hooligan-Problematik, Motivation zur Gewalt bei Fallbeispielen

3.3.Aussagen von Hooligans

3.3.1. Bewertung der Aussagen

4.Erklärungsversuche aggressiver Handlungen

4.1.Pluralistischer Ansatz zur Erklärung aggressiver Handlungen

5.Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Motive für aggressives Verhalten von Fußballfans und Hooligans, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, inwiefern dieses Verhalten als kompensatorische Überlebensstrategie in einer modernen, leistungsorientierten Gesellschaft interpretiert werden kann, statt es lediglich als kriminelle Abweichung zu betrachten.

  • Historische Einordnung von Zuschauerausschreitungen und Gewalt im Sport.
  • Analyse sozialökonomischer Faktoren und der Rolle von Identität bei jungen Menschen.
  • Untersuchung des Phänomens Hooliganismus aus psychologischer Sicht (u.a. Flow-Erlebnis).
  • Diskussion über präventive Ansätze und die Gestaltung von jugendgemäßen Freiräumen.

Auszug aus dem Buch

3.3.Aussagen von Hooligans

„Da bin ich am Telefon ganz höflich. Am Werktag bin ich n ganz anderer Mensch.“

Aber am Wochenende packt ihn ein „Saturday night fever“ der besonderen Art – „da gibt’s keine Vorgesetzten mehr.“

„Der Fußball ist wie ein zweites Privatleben. Ich kann mit einer Freundin weggehen, da habe ich meine Sonntagshose an, da geh ich Essen ganz fein, geh ins Kino ganz fein, sitz abends daheim und guck Fernsehen. Und dann gibt’s wie ein Bildschnitt, dann schlaf ich eine Nacht, steh morgens auf und dann ist Fußballtime. Dann guck ich halt, wo ich gut kann, wo geht ne Party ab.“

„Es ist ein unheimlich spannendes Gefühl, wenn man in so einer riesigen Gruppe von 100 bis 120 Leuten mitläuft, und man muss wirklich aufpassen, ob jetzt links oder rechts aber irgendwelcherlei – jetzt wirklich in Anführungszeichen – feindliche Hooligans kommen. Das erinnert mich irgendwie immer so an diese Geländespiele, die man früher immer gemacht hat mit Jugendgruppen. Das ist wirklich so, wie wenn man Räuber und Gendarm spielt. Und was das Ganze manchmal noch spannender macht, ist, dass höchst überflüssigerweise die Polizei dann auch noch mitmischt, weil das macht die Sache dann interessanter, weil es schwieriger ist, weil man dann auf zwei Gegner achten muss und nicht nur auf einen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die unterschiedliche gesellschaftliche Wahrnehmung von Gewalt im Sport und stellt die These auf, dass Hooligan-Gewalt als interpretierbares Phänomen analysiert werden sollte.

1. Historisches: Dieses Kapitel ordnet gewalttätige Zuschauerausschreitungen historisch ein und zeigt auf, dass diese bereits in der Antike und im Mittelalter existierten.

2. Fußball und Gewalt: Hier werden die Ursachen und Motive für Gewalt im Fußballkontext analysiert, wobei besonders der Wandel der Sportkultur und sozio-ökonomische Faktoren im Vordergrund stehen.

3. Zuschauer,- und Fanverhalten: Dieses Kapitel behandelt die Sensation-Seeking-Tendenzen bei Zuschauern und die psychologische Motivation von Hooligans, inklusive der Bedeutung von Flow-Erlebnissen.

4. Erklärungsversuche aggressiver Handlungen: Es wird ein pluralistischer Erklärungsansatz vorgestellt, der die multikausale Bedingtheit von Aggression im Sport durch ein Schema veranschaulicht.

5. Diskussion: Im abschließenden Teil wird die Hooligan-Problematik kritisch reflektiert und präventive Strategien sowie die Bedeutung von Freiräumen für Jugendliche diskutiert.

Schlüsselwörter

Aggression, Fußballfans, Hooliganismus, Gewaltprävention, Zivilisationsprozess, Identitätsbildung, Flow-Erlebnis, Sportsoziologie, Jugendkultur, Kompensation, Zuschauerausschreitungen, Sozialökonomie, Lebenswelt, Sportstätten, Gesellschaftsstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und Motive für aggressives Verhalten bei Fußballfans und Hooligans innerhalb der modernen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit umfasst die historische Entwicklung von Gewalt im Sport, soziologische Erklärungsansätze für Fanverhalten und politische sowie sozialpädagogische Präventionsstrategien.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Autorin?

Die zentrale Frage ist, ob das gewalttätige Verhalten von Hooligans als kompensatorische Reaktion auf gesellschaftliche Zwänge und Identitätskrisen zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Autorin nutzt einen interdisziplinären, soziologischen Ansatz, der Theorien (z.B. von Norbert Elias oder Csikszentmihalyi) mit der Interpretation von Fallbeispielen und Aussagen von Hooligans verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Analyse von Gewaltmotiven im Fußball, die Untersuchung von Hooligan-Identitäten und die Diskussion pluralistischer Erklärungsmodelle für aggressives Handeln.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Hooliganismus, Aggressionsphänomen, Gewaltprävention, Identitätskrise und jugendliche Lebenswelten beschreiben.

Welche Bedeutung spielt das "Flow-Erlebnis" für die Hooligan-Problematik?

Das Flow-Erlebnis fungiert laut der Arbeit als zentraler psychologischer Ankerpunkt, da es den Hooligans in einer als entropisch empfundenen Welt ein Gefühl von Spannung und kontrollierter Herausforderung bietet.

Warum lehnt die Autorin rein repressive Maßnahmen ab?

Die Autorin argumentiert, dass alleinige Verbote und Repressionen das zugrundeliegende Problem der Identitätssuche und sozialen Sinnkrise nicht lösen, sondern die Gewalt lediglich in andere, schwerer beeinflussbare Freiräume verlagern könnten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ursachen und Motive aggressiven Verhaltens bei Fussballfans
Hochschule
Fachhochschule Sozialpädagogik
Veranstaltung
Psychologie
Note
1,0
Autor
Iris Hecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
22
Katalognummer
V78968
ISBN (eBook)
9783638852685
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ursachen Motive Verhaltens Fussballfans Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Hecker (Autor:in), 2006, Ursachen und Motive aggressiven Verhaltens bei Fussballfans, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78968
Blick ins Buch
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