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Interne Faktoren für das Scheitern des wirtschaftspolitischen Konzepts der Globalsteuerung

Title: Interne Faktoren für das Scheitern des wirtschaftspolitischen Konzepts der Globalsteuerung

Seminar Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nadja Kemper (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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In dem Jahr 1966 kam es in der Bundesrepublik erstmals in der deutschen Nachkriegsgeschichte zu einer Rezession. Der einstige Vater des Wirtschaftswunders, Ludwig Erhard, musste zurücktreten. CDU/CSU und SPD bildeten ab Ende 1966 eine Große Koalition, die sich die Überwindung der Rezession zum Hauptziel gemacht hatte. Das neue Instrument mit der die Krise überwunden werden sollte wurde 1967 in dem Stabilitäts- und Wachstumsgesetz festgeschrieben. Der Staat sollte von nun an aktiv in die Wirtschaftsprozesse eingreifen und mit antizyklischem Agieren für gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht sorgen. Das neue Instrumentarium der Globalsteuerung erwies sich vermeintlich als wirkungsvoll, da die Krise schnell und scheinbar erfolgreich überwunden werden konnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Globalsteuerung als neues wirtschaftspolitisches Konzept

2 Hauptteil

2.1. Die Globalsteuerung und ihre Anwendung in der ersten Nachkriegsrezession

2.2. Restriktive Geldpolitik der Deutschen Bundesbank seit 1974

2.3. Lohn- und Beschäftigungspolitik seit der Durchsetzung hoher Lohnforderungen zu Beginn der 70er Jahre

2.4. Investitionsprogramme und Konsolidierungsvorhaben der Bundesregierung während der Wirtschaftskrise der 70er Jahre

3. Das starre Konzept und Inkonsequenz bei der Durchführung ließen die Globalsteuerung scheitern

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die internen Faktoren, die zum Scheitern der Globalsteuerung als wirtschaftspolitisches Konzept in der Bundesrepublik Deutschland führten. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, inwiefern ein starres Instrumentarium und eine inkonsistente Durchführung unter dem Einfluss von strukturellen Krisen und der Unabhängigkeit der Bundesbank den wirtschaftlichen Erfolg verhinderten.

  • Analyse der keynesianischen Globalsteuerung nach 1966.
  • Einfluss der restriktiven Geldpolitik der Bundesbank ab 1974.
  • Wirkung der Lohn-Preis-Spirale und struktureller Arbeitslosigkeit.
  • Bewertung staatlicher Investitionsprogramme und Konsolidierungsversuche.
  • Übergang zu angebotsorientierten Wirtschaftsansätzen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Globalsteuerung und ihre Anwendung in der ersten Nachkriegsrezession

Die erste Rezession in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik im Jahre 1966 führte zu einer neuen Wirtschaftspolitik. Die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen der sechziger Jahre hatten gezeigt, dass eine Wirtschaftspolitik nicht mehr ausreichte, die den Wirtschaftsprozess einzig Marktkräften überließ. Grundlage dieser neuen Wirtschaftspolitik ist das 1936 von John M. Keynes veröffentlichte Werk „Allgemeine Beschäftigungs-, Zins- und Geldtheorie“, in dem das aktive Eingreifen des Staates in die wirtschaftlichen Vorgänge verlangt wird. Man rückte vom Prinzip des „Nachtwächterstaates“ und reaktiven Ad-hoc-Eingriffen ab und betrieb von nun an eine umfassende und prophylaktische Beeinflussung des Wirtschaftsprozesses. Das Konzept der „Globalsteuerung ist Gegensatz zum punktuellem Interventionismus“ (Schmahl 1970: 63).

Der Begriff Globalsteuerung impliziert bereits, dass es sich um die Steuerung von Makrorelationen handelt und somit an keiner Stelle direkt in die Autonomie privater Investitionsentscheidungen eingegriffen wird, sondern einzig die Gewinn- und Absatzbedingungen verbessert werden. Im Juni 1967 beschloss die Große Koalition unter Wirtschaftsminister Karl Schiller das „Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StabWG)“, was eine Grundgesetzänderung des Artikels 109 einschloss. Der Staat übernimmt seitdem eine Mitverantwortung für das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht. Bund und Länder sind nun verpflichtet dies in ihrer Finanz- und Wirtschaftspolitik zu beachten. Ziel des StabWG ist eine Steuerung, um eine möglichst zeitgleiche Erfüllung der Ziele eines hohen Beschäftigungsgrades, des stetigen Wirtschaftswachstums, der Preiswertstabilität und des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts zu erreichen. „Es galt die ständig wieder kehrenden Konjunkturen zu glätten“ (Tolksdorf 1987:233).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Globalsteuerung als neues wirtschaftspolitisches Konzept: Einführung in die historische Ausgangslage der Rezession 1966 und die Etablierung des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes als Reaktion.

2 Hauptteil: Detaillierte Untersuchung der wirtschaftspolitischen Instrumente, der Rolle der Bundesbank sowie der Lohn- und Beschäftigungspolitik in den 1970er Jahren.

2.1. Die Globalsteuerung und ihre Anwendung in der ersten Nachkriegsrezession: Erläuterung der theoretischen Grundlagen und der Ziele des StabWG zur aktiven Konjunktursteuerung.

2.2. Restriktive Geldpolitik der Deutschen Bundesbank seit 1974: Analyse der Stagflation und des Konflikts zwischen antizyklischer Fiskalpolitik und der monetaristisch orientierten Geldpolitik.

2.3. Lohn- und Beschäftigungspolitik seit der Durchsetzung hoher Lohnforderungen zu Beginn der 70er Jahre: Darstellung der negativen Auswirkungen der Lohn-Preis-Spirale und des strukturellen Wandels auf den Arbeitsmarkt.

2.4. Investitionsprogramme und Konsolidierungsvorhaben der Bundesregierung während der Wirtschaftskrise der 70er Jahre: Bewertung der staatlichen Rettungsversuche und des Scheiterns der Haushaltskonsolidierung.

3. Das starre Konzept und Inkonsequenz bei der Durchführung ließen die Globalsteuerung scheitern: Fazit über die Unfähigkeit der Globalsteuerung, auf strukturelle Krisen zu reagieren, was zum politischen Regierungswechsel führte.

Schlüsselwörter

Globalsteuerung, Wirtschaftspolitik, Rezession, Bundesrepublik, StabWG, Konjunktur, Stagflation, Deutsche Bundesbank, Lohn-Preis-Spirale, Strukturkrise, Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung, Haushaltsstrukturgesetz, Keynesianismus, Angebotsorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für das Scheitern der Globalsteuerung als wirtschaftspolitisches Instrument der Bundesregierung zwischen 1966 und Anfang der 1980er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der konjunkturellen Steuerung, den fiskalpolitischen Maßnahmen, dem geldpolitischen Handeln der Bundesbank und der Arbeitsmarktpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die internen Faktoren herauszuarbeiten, die den Übergang von einer keynesianisch geprägten Globalsteuerung hin zu angebotsorientierten Modellen notwendig machten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer Auswertung wirtschaftshistorischer Literatur und zeitgenössischer Gesetzestexte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Sachthemen: die Anwendung der Globalsteuerung, die restriktive Geldpolitik, die Lohn- und Beschäftigungspolitik sowie staatliche Investitionsprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalsteuerung, StabWG, Stagflation, Strukturkrise, Lohn-Preis-Spirale und Haushaltskonsolidierung.

Warum konnte die Globalsteuerung die Stagflation nicht lösen?

Die Globalsteuerung war darauf ausgerichtet, Nachfrage zu steuern; bei Stagflation führte jedoch eine Belebung der Nachfrage nur zu mehr Inflation, ohne das Wachstum nachhaltig zu fördern.

Welche Rolle spielte die Unabhängigkeit der Deutschen Bundesbank?

Die Bundesbank orientierte sich an monetaristischen Grundsätzen und verfolgte ihr Ziel der Preisstabilität strikt, was oft im Widerspruch zur expansive Ausgabenpolitik der Regierung stand.

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Details

Title
Interne Faktoren für das Scheitern des wirtschaftspolitischen Konzepts der Globalsteuerung
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Politische Wirtschaftslehre
Grade
1,7
Author
Nadja Kemper (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V78521
ISBN (eBook)
9783638849913
Language
German
Tags
Interne Faktoren Scheitern Konzepts Globalsteuerung Politische Wirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Kemper (Author), 2003, Interne Faktoren für das Scheitern des wirtschaftspolitischen Konzepts der Globalsteuerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78521
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