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Jugendsprache im Kontext von Mehrsprachigkeit

Titel: Jugendsprache im Kontext von Mehrsprachigkeit

Seminararbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Morgana Perkow (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine geplante Untersuchung sollte, in einem Kölner Jugendzentrum Interviews mit türkischstämmigen Jugendlichen zu machen. Über einen Bekannten, der dort zwei Mal die Woche arbeitet, kam ich an diese Einrichtung. Bis auf zwei deutsche Kinder sind nur türkische Jugendliche oder Jugendliche türkischer Abstammung dort versammelt. Die Jugendlichen sind zwischen 11 und 18 Jahren. Es dominieren eindeutig die Jungen. An zwei Tagen beschloss ich, meinen Bekannten dorthin zu begleiten, damit ich mir schon ein Bild machen, und manche der Jugendlichen vielleicht schon einmal kennen lernen könnte. Da jeden Tag unterschiedliche Jugendliche dort vorbeikommen, traf ich an beiden Tagen auf fremde Gesichter. Die jüngeren unter den Jugendlichen waren neugierig und fragten mich, was ich dort machte. Ich konnte mich mit ihnen unterhalten und sie ein wenig kennen lernen. Die Älteren unter ihnen hingegen bildeten eine geschlossene Gruppe, in die man als Fremder nicht eingelassen wurde.
Mein ursprünglicher Ansatzpunkt bezüglich der Untersuchung des Codeswitching und Codemixing war, dass ich ein Interview mit einigen Jugendlichen machen wollte.
Ich wollte insbesondere mehr über den bewussten oder unbewussten Einsatz des Mischens erfahren. Ich wollte jeweils zwei oder drei Jugendliche in einem Interview beisammen sitzen lassen und mit ihnen das Gespräch führen. So hoffte ich, dass sie sich während meiner Fragen womöglich untereinander unterhielten, Witze machten und in dieser Unterhaltung zwischen den Sprachen alternierten. Anhand des Gespräches und der Anzahl der vorkommenden Mischungen wollte ich ihre Einschätzung vergleichen, wie oft sie von sich behaupteten zu mischen. Ich wollte daran Rückschlüsse ziehen, ob es ihnen bewusst ist, wenn sie zwischen den Sprachen wechseln, oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Projektplanung

2. Rollenspiel

2. 1. Die Namensfindung

2. 2. Typisch Jugendsprache?

2. 3. Reden Mädchen anders als Jungen?

2. 4. Jugendsprachliche Begriffe

3. Eigene Rapmusik

4. Abschlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sprachgewohnheiten, insbesondere das Phänomen des Codeswitchings und die Verwendung jugendsprachlicher Elemente, bei Jugendlichen in einem Kölner Jugendzentrum, wobei der Fokus auf den Projekten "Rollenspiel" und "Rapmusik" liegt.

  • Analyse von Codeswitching und Sprachmischung in Rollenspielsituationen.
  • Vergleich der Kommunikationsstile zwischen Jungen und Mädchen.
  • Untersuchung jugendsprachlicher Merkmale und Begriffe in der Alltagssprache.
  • Reflektion über die Rolle von Rapmusik als Ausdrucksform und Identitätsstiftung.
  • Vergleich der Sprachnutzung nach Alter und geschlechtsspezifischen Profilierungsversuchen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Namensfindung

Scavid wollte zwar Krieger sein, aber scheinbar den mythischen Charakter der Welt betonen, so nannte er sich „Magie“. Gino tat sich in der Namensfindung seines Charakters recht schwer. Schon anhand dieser Gesprächssequenz stellte sich heraus, dass Scavid der eindeutig dominantere Redner unten den beiden war.

Ginos erste Versuche einen Namen zu finden basieren darauf Wortlaute aneinander zu reihen. (Z. 2, 4). Nachdem Scavid ihm vorschlägt seinen Charakternamen zu übernehmen, ist Gino sofort dazu bereit. Als der Spielleiter mitteilt, dass sie nicht beide denselben Namen haben könnte, schlägt Scavid Alternativen desselben Namensvor: Magia und Maggie. Da sowohl Scavid als auch Gino bei dem Vorschlag „Maggie“ lachen, scheinen sie die Marke aus der Fernsehwerbung gut zu kennen. Bei der Wortfindung fließt die Mediensprache mit ein. Gino schlägt daraufhin Magik vor, was Scavid sofort unterstützt.

Nachdem in Z. 23 die Anknüpfung und Ausreizung der Namenskreation von Magie beendet ist, schlägt Scavid eine Abwandlung eigenen Spitznamen für Ginos Charakternamen vor (Z. 25). Der Spielleiter interveniert, indem er Gino direkt anspricht und ihm sagt, er soll selber einen Namen wählen, der ihm gefällt. Scavid mischt sich weiterhin in das Gespräch ein und wiederholt seinen Namensvorschlag, da über ihn hinweggegangen wurde. Als Ideen von Gino kommen nun David oder Ratte. Er scheint keine genaue Vorstellung zu haben, woran er seinen Namen inhaltlich knüpfen könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Projektplanung: Dieses Kapitel erläutert den Entstehungsprozess der Untersuchung, die Suche nach einem geeigneten Jugendzentrum und die methodischen Vorüberlegungen für die geplanten Interviews.

2. Rollenspiel: Hier wird der Verlauf der Rollenspielprojekte mit den Jugendlichen analysiert, wobei besonders die Gruppendynamik, die Namensfindung und die beobachteten jugendsprachlichen Interaktionen im Vordergrund stehen.

3. Eigene Rapmusik: Dieses Kapitel untersucht die im Jugendzentrum produzierten Rap-Texte, unterteilt sie in thematische Kategorien wie "Terrorrap" und analysiert die Verwendung von Sprache zur Gruppenabgrenzung und Identitätsbildung.

4. Abschlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über Codeswitching zusammen und diskutiert, warum die Sprachwahl der Jugendlichen stark von ihrem sozialen Kontext und ihrem Alter beeinflusst wird.

Schlüsselwörter

Jugendsprache, Codeswitching, Rollenspiel, Rapmusik, Identitätsbildung, Migration, Sprachvariation, Gruppendynamik, Jugendzentrum, Jugendliche, Mehrsprachigkeit, Kommunikation, Terrorrap, Soziolekt, Sprachanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Sprachverhalten von Jugendlichen in einem Kölner Jugendzentrum und analysiert dabei, wie diese junge Menschen ihre Sprache in unterschiedlichen sozialen Kontexten wie Rollenspielen und beim Texten von Rap-Musik verwenden.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind das Auftreten von Codeswitching (Sprachmischung), die Verwendung typischer jugendsprachlicher Begriffe sowie die geschlechtsspezifische und altersabhängige Differenzierung im Kommunikationsverhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu erforschen, ob und wie Jugendliche zwischen verschiedenen Sprachen oder sprachlichen Stilen wechseln und wie sie Sprache einsetzen, um sich innerhalb ihrer Peergroup zu profilieren oder abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine qualitative Beobachtungsmethode: Die Autorin hat Tonbandaufnahmen von Rollenspielen sowie selbst verfasste Liedtexte der Jugendlichen gesammelt und mit existierenden sprachwissenschaftlichen Kriterien für Jugendsprache abgeglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtungen der Rollenspielsituationen mit jüngeren Jugendlichen sowie eine detaillierte linguistische Untersuchung der Rap-Texte, die von den älteren Jugendlichen produziert wurden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugendsprache, Codeswitching, Rapmusik, Rollenspiel, Gruppendynamik und Sprachvariation charakterisiert.

Warum konnte die Autorin das ursprünglich geplante Interview nicht umsetzen?

Die ursprüngliche Planung scheiterte, da die jüngeren Jugendlichen im Rollenspiel nicht die erforderliche Konzentration für strukturierte Interviews aufbrachten und die älteren Jugendlichen an dem geplanten Interviewformat kein Interesse zeigten.

Welche Unterschiede lassen sich zwischen den "Terrorrap"-Texten und den anderen Texten feststellen?

Terrorrap-Texte sind laut Autorin stärker durch Gewalt, Fäkalsprache und Begriffe zur Gruppenabgrenzung geprägt, während die anderen Rap-Texte häufiger soziale Missstände anprangern und den Wunsch nach persönlicher Bildung oder einer besseren Zukunft ausdrücken.

Wie unterscheidet sich die Sprachwahl zwischen Jungen und Mädchen im Rollenspiel?

Die Autorin beobachtete, dass Jungen eher zu Konkurrenz, Provokation und Unterbrechungen neigten, während die Mädchen kooperativer und kompromissbereiter kommunizierten.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendsprache im Kontext von Mehrsprachigkeit
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Forschungsseminar
Note
1,0
Autor
Morgana Perkow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V78399
ISBN (eBook)
9783638830102
ISBN (Buch)
9783656065135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendsprache Kontext Mehrsprachigkeit Forschungsseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Morgana Perkow (Autor:in), 2006, Jugendsprache im Kontext von Mehrsprachigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78399
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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