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Der III. Irakkrieg – Eine Krise für das System kollektiver Sicherheit der UNO

Titel: Der III. Irakkrieg – Eine Krise für das System kollektiver Sicherheit der UNO

Hausarbeit , 2007 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Maerschalk (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Organisationen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ende des Ost-West-Konflikts markierte auch einen Wendepunkt in der Geschichte der UNO und ihres Systems der kollektiven Sicherheit (KS). Nach dem Ende der gegenseitigen Veto-Blockade im Sicherheitsrat schien die Hoffnung auf ein höheres Maß an Kooperation in der internationalen Staatenwelt neue Nahrung zu erhalten. Im Falle des II. Golfkrieges hat sich diese Hoffnung durchaus als berechtigt erwiesen. Erstmals nach der Gründung der UNO 1945 konnte der Aggression des Irak mit einem umfassenden Sanktionskatalog begegnet werden, der die UN-Charta voll ausschöpfte. Dieser Neuanfang, diese neue Weltordnung schien auch die Funktionalität der kollektiven Sicherheit zu belegen, ein Konzept, das sich seit jeher mit einem hohen Maß an Kritik konfrontiert sah. Stellt die Einigung aller Völker unter ein universelles Gewaltenverbot für manche Theoretiker die einzige Möglichkeit dar, die Welt nachhaltig und dauerhaft vom Übel des Krieges zu befreien, ist es für andere bloß ein Mythos, der die Staaten in ein idealistisches Konzept zwängt, das einzuhalten sie weder willens, noch in der Lage sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kollektive Sicherheit aus theoretischer Perspektive

2.1. Kennzeichnende Elemente eines Systems kollektiver Sicherheit

2.2. Theoretische Kritik

3. Kollektive Sicherheit in der UNO

3.1. Umsetzung

3.2. Problemfeld 1: Ungleiche Machtverteilung im Sicherheitsrat

3.3. Problemfeld 2: Das Recht auf Selbstverteidigung - Unklarheiten und Interpretationsspielräume

3.4. Problemfeld 3: Militärische Abhängigkeit der UNO

4. Kollektive Sicherheit in der Krise: Der III. Golfkrieg

4.1. Einführung

4.2. Der Sicherheitsrat: Verhandlung um die Resolution 1441

4.3. Der III. Golfkrieg: Rechtfertigung durch die UNO?

4.4. Bedrohung durch den Irak: Recht auf Selbstverteidigung?

4.5. Der Kosten-Nutzen-Faktor: Interessen der USA in der Golfregion

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionalität des Systems kollektiver Sicherheit (SKS) der Vereinten Nationen unter Berücksichtigung des III. Irakkrieges. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine Analyse der theoretischen Grundlagen, der institutionellen Ausgestaltung der UNO sowie einer empirischen Fallbetrachtung zu überprüfen, inwiefern das System in der Praxis durch hegemoniale Interessen gefährdet ist.

  • Theoretische Grundlagen und Kritik am Konzept der kollektiven Sicherheit
  • Strukturelle Defizite und Problemfelder innerhalb der UNO-Charta
  • Die Rolle der Vereinigten Staaten und der III. Golfkrieg als Krisenfall
  • Analyse von Selbstverteidigungsargumenten und Machtinteressen im Sicherheitsrat

Auszug aus dem Buch

3.3. Problemfeld 2: Das Recht auf Selbstverteidigung - Unklarheiten und Interpretationsspielräume

Wie bereits erwähnt bildet das allgemeine Gewaltenverbot, in Art. 2, Ziff. 2 verankert, das normative Fundament der UN-Charta: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete (...)Androhung oder Anwendung von Gewalt.“ Freilich kann die Charta Gewalt nicht grundsätzlich verbieten, sie kann lediglich eine Unterscheidung zwischen zulässiger und unzulässiger Gewalt treffen. Wird also beispielsweise die territoriale Unversehrtheit eines Staates von einem Aggressor bedroht, so ermächtigt ihn Art. 51 der Charta ausdrücklich, selbst Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen.

„Diese Charta beeinträchtigt im Falle eines bewaffneten Angriffs (...) keineswegs das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung, (...).“ Das Recht auf Selbstverteidigung stellt somit die einzige Form der Gewaltanwendung dar, die ein Staat zum Schutz seiner Rechte auch ohne Autorisierung des Sicherheitsrats anwenden kann. Ob der Staat der Aggression allein, oder im Verbund mit anderen Staaten begegnet, bleibt ihm selbst überlassen, wobei das Eingreifen anderer Staaten im Selbstverteidigungsfall ebenfalls keinen Bruch des Gewaltenverbots darstellt. Die Charta grenzt das Recht auf Selbstverteidigung allerdings klar auf das Vorliegen eines „bewaffneten Angriffs“ ein, wobei sie eine exakte Definition, was darunter genau zu verstehen ist allerdings schuldig bleibt.

Ebenso verhält es sich bei den Begriffen „Selbstverteidigung“, sowie „naturgegebenes Recht“. Hierdurch entsteht ein breiter Interpretationsspielraum. Wann liegt also ein „bewaffneter Angriff“ vor? Einen Minimalkonsens liefert die Aggressionsdefinition der Generalversammlung, die den Begriff sehr eng fasst. Demnach liegt ein bewaffneter Angriff nur dann vor, wenn sich ein Staat über einen längeren Zeitraum massiver militärischer Gewalt ausgesetzt sieht. Bloße Verletzungen des Grenzgebiets stellen zwar ebenfalls Angriffshandlungen dar, rechtfertigen aber keine Selbstverteidigung im Sinne von Art. 51.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des Systems kollektiver Sicherheit seit dem Ende des Ost-West-Konflikts ein und definiert das Ziel, die Funktionalität des Systems anhand des III. Irak-Konflikts kritisch zu prüfen.

2. Kollektive Sicherheit aus theoretischer Perspektive: Das Kapitel definiert die wesentlichen Elemente kollektiver Sicherheit und setzt diese in den Kontext der realistischen Kritik, die das Konzept als idealistischen Mythos hinterfragt.

3. Kollektive Sicherheit in der UNO: Hier wird die institutionelle Umsetzung in der UN-Charta analysiert, wobei insbesondere die Machtverteilung im Sicherheitsrat, die Auslegung des Rechts auf Selbstverteidigung und die militärische Abhängigkeit der UNO als zentrale Problemfelder identifiziert werden.

4. Kollektive Sicherheit in der Krise: Der III. Golfkrieg: Dieser Teil untersucht den Irak-Konflikt als empirisches Fallbeispiel für die Krise des SKS, wobei die Rolle der USA und das Scheitern einer eindeutigen Legitimierung durch den Sicherheitsrat im Fokus stehen.

5. Fazit und Ausblick: Abschließend wird bewertet, inwiefern das SKS unter dem Druck hegemonialer Interessen und veränderter Sicherheitskonzepte an Bedeutung verliert, wobei auch Möglichkeiten eines Wandels durch künftige politische Entwicklungen diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Kollektive Sicherheit, UNO, Sicherheitsrat, III. Golfkrieg, UN-Charta, Gewaltenverbot, Selbstverteidigung, Artikel 51, Internationale Beziehungen, Machtverteilung, USA, militärische Intervention, Resolution 1441, Souveränität, Krisenmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktionalität und den konzeptionellen Schwächen des Systems kollektiver Sicherheit der Vereinten Nationen im Kontext der internationalen Politik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Definition kollektiver Sicherheit, die institutionellen Rahmenbedingungen der UNO-Charta sowie die Auswirkungen nationalstaatlicher Machtinteressen auf internationale Friedenssicherungsmechanismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Überprüfung der Leistungsfähigkeit des Systems kollektiver Sicherheit anhand des III. Irak-Konflikts, um festzustellen, ob das SKS in der heutigen Weltordnung den Herausforderungen durch hegemoniale Großmächte noch gerecht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte der internationalen Beziehungen mit der empirischen Auswertung konkreter Konfliktverläufe und völkerrechtlicher Dokumente verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Analyse struktureller Schwachpunkte der UNO (wie die Veto-Macht und Definitionsunklarheiten beim Selbstverteidigungsrecht) sowie eine detaillierte Fallstudie zum Irak-Krieg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kollektive Sicherheit, UN-Charta, Selbstverteidigungsrecht, US-Hegemonie und Sicherheitsrat zusammenfassen.

Welche Rolle spielen die USA laut dem Autor im Kontext des Sicherheitsrates?

Der Autor stellt fest, dass die USA ihre hegemoniale Stellung nutzen, um sich im eigenen Kosten-Nutzen-Kalkül über Beschlüsse oder fehlende Mandate des Sicherheitsrates hinwegzusetzen, was das Vertrauen in die kollektive Bindung an gemeinsame Regeln schwächt.

Warum wird die Resolution 1441 im Dokument kritisch beleuchtet?

Die Resolution 1441 wird kritisch untersucht, da sie keine explizite Ermächtigung für militärische Gewalt enthält, jedoch von Kriegsbefürwortern als Legitimationsgrundlage interpretiert wurde, was die Interpretationsspielräume des UN-Systems verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der III. Irakkrieg – Eine Krise für das System kollektiver Sicherheit der UNO
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister- Scholl- Institut für politische Wissenschaft)
Note
1,3
Autor
Martin Maerschalk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V78377
ISBN (eBook)
9783638834513
ISBN (Buch)
9783638834544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Irakkrieg Eine Krise System Sicherheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Maerschalk (Autor:in), 2007, Der III. Irakkrieg – Eine Krise für das System kollektiver Sicherheit der UNO, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78377
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