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Das Problem der optimalen Lieferantenanzahl

Titel: Das Problem der optimalen Lieferantenanzahl

Seminararbeit , 2007 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stephan Arndt (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Beschaffer von Produkten stehen in der Praxis vor der Frage, mit wie vielen Lieferanten sie zusammenarbeiten sollen. Dieses Problem kann jedoch nicht generell beantwortet werden. Eine Reihe von Bestimmungsgrößen, wie zum Beispiel die Wettbewerbssituation im Markt, die Anzahl, Größe und Zuverlässigkeit der potenziellen Lieferanten, die Transaktionskosten, die Komplexität der Beschaffungssituation oder die wirtschaftliche Bedeutung des Produkts sind gewichtig für diese Entscheidung.

Die Politik, von so vielen Lieferanten wie möglich Ware zu beziehen und die Märkte zu nutzen, wird in der heutigen Zeit von den Herstellern (OEM = Original Equipment Manufacturer) nicht mehr ausschließlich verfolgt. Die gestiegenen Erwartungen an die Lieferanten, der verstärkte Modul- und Systemeinkauf und das Entstehen von Zuliefernetzwerken führen dazu, dass die Abnehmer heute generell mit weniger Lieferanten zusammenarbeiten als früher. Diese Kooperation erfolgt dafür jedoch tiefgründiger. Vorreiter der Verringerung der Zulieferer und der damit verbundenen intensiveren Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Lieferant war die japanische Automobilindustrie. Während deutsche Automobilhersteller in den 90iger Jahren noch mit einer großen Anzahl von Zuliefererunternehmen kooperierten, arbeiteten die Japaner eher mit wenigen Lieferanten zusammen, die wiederum eine größere Zahl an Zulieferern hatten. Diese Kette setzt sich auf den nachfolgenden Stufen weiterhin fort. Inzwischen haben jedoch auch die deutschen Automobilunternehmen die Vorteile der Reduzierung der Lieferantenanzahl erkannt. Eine Verringerung der Bezugsquellenanzahl ist jedoch nicht zweckmäßig, wenn es sich um einfache, standardisierte Beschaffungsobjekte handelt. Zahlreiche interne und externe Faktoren können es erforderlich machen, die Anzahl der Lieferanten für bestimmte Warengruppen zu erhöhen.

Wie die einzelnen Bezugsstrategien charakterisiert sind und welche Chancen beziehungsweise Risiken diese nach sich ziehen, soll nachfolgend aufgezeigt werden. Den Abschluss der Arbeit stellt eine im Jahr 1993 durchgeführte empirische Untersuchung zur Bestimmung der optimalen Lieferantenanzahl dar. In dieser wird aufgezeigt, wovon die Zahl der Lieferanten abhängt, die ein Unternehmen für ein Beschaffungsobjekt hat. Der vorgestellte Ansatz wird sowohl theoretisch als auch empirisch fundiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beschaffungsstrategien

2.1 Single Sourcing

2.1.1 Chancen

2.1.2 Risiken

2.2 Multiple Sourcing

2.2.1 Chancen

2.2.2 Risiken

2.3 Empirische Untersuchung zur optimalen Lieferantenanzahl

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Bestimmung der optimalen Lieferantenanzahl pro Beschaffungseinheit. Dabei wird untersucht, unter welchen Bedingungen die Strategien des Single Sourcing oder des Multiple Sourcing für Unternehmen vorteilhaft sind, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die Kriterien für eine fundierte Entscheidung zwischen diesen beiden Ansätzen aufzuzeigen.

  • Analyse der Beschaffungsstrategien Single und Multiple Sourcing
  • Gegenüberstellung der jeweiligen Chancen und Risiken
  • Diskussion der empirischen Untersuchung von Christian Homburg
  • Bestimmung der Einflussfaktoren auf die Lieferantenanzahl
  • Ableitung von Entscheidungshilfen für die Beschaffungspolitik

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Chancen

Die Konzentration der Gesamtmenge eines Beschaffungsobjektes auf eine Bezugsquelle führt zur Kostendegression. Transaktionskosten, wie zum Beispiel Anbahnungs-, Vereinbarungs-, Abwicklungs-, Kontroll- und Anpassungskosten werden reduziert. Durch die Bündelung der Bestellungen bei einem Lieferanten erhöht sich das Bestellvolumen des Herstellers. Günstigere Einkaufspreise durch Mengenrabatte, höhere Bonuszahlungen und der geringere Bestell- beziehungsweise Verwaltungsaufwand seitens des Lieferanten sind nur einige positive Folgen dieser Bündelung.

Betreibt der OEM single sourcing, bei dem Module und Systeme vom Lieferanten bezogen werden, ist er in der Lage die Verantwortung für die Planung, die Entwicklung, die Beschaffung, die Qualität, die Kosten, die Produktion und die Lieferung des Teil- beziehungsweise Subsystems an den Lieferanten abzugeben. Durch die Übertragung der Verantwortung seitens des Herstellers, vergrößert sich für den Zulieferer der Entwicklungsaufwand für die Module und Systeme.

Die Reduzierung der Lieferantenstufen kann die Partnerschaft zu den einzelnen Modul- und Systemlieferanten intensivieren. Der OEM könnte sich mit dem Lieferanten darauf einigen, dass dieser sein Lager betreibt (vendor managed inventory) und sich auf dem Werksgelände beziehungsweise in der Nähe des Herstellers ansiedelt. Diese Maßnahme ermöglicht durch kurze Transportwege problemlos Just-in-Time-Anlieferungen. In diesem Zusammenhang werden die Kapitalbindungskosten auf der Beschafferseite erheblich reduziert und Fehlinformationen durch kurze Kommunikationswege minimiert. Wenn der Lieferant sich bereit erklärt das Lager des Herstellers zu betreiben, wäre es für den OEM vorteilhaft auch die Qualitätssicherung der Produkte in die Verantwortung des Lieferanten zu legen, so dass bei der Anlieferung der Ware beim OEM der Kosten- und Zeitaufwand der Qualitätskontrolle eingespart wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Problematik der Lieferantenanzahl und führt in die Unterscheidung zwischen Single und Multiple Sourcing ein.

2 Beschaffungsstrategien: Dieses Hauptkapitel erläutert die theoretischen Grundlagen sowie die spezifischen Chancen und Risiken der beiden Sourcing-Konzepte und präsentiert eine empirische Untersuchung zur optimalen Bestimmung der Lieferantenanzahl.

3 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine optimale Lieferantenanzahl stark von der individuellen Beschaffungssituation abhängt und eine kontinuierliche Anpassung erfordert.

Schlüsselwörter

Single Sourcing, Multiple Sourcing, Lieferantenanzahl, Beschaffungsstrategie, Beschaffungsobjekt, Gesamtversorgungskosten, Transaktionskosten, Zulieferer, Just-in-Time, OEM, Beschaffungsportfolio, Lieferantenmanagement, Wertschöpfung, Supply Chain, Einkaufspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Problem der optimalen Anzahl an Lieferanten pro Beschaffungseinheit in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Beschaffungsstrategien Single Sourcing und Multiple Sourcing sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, von welchen Bestimmungsgrößen die Entscheidung für eine bestimmte Anzahl an Zulieferern abhängt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung sowie die Analyse und Diskussion einer empirischen Untersuchung von Christian Homburg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Sourcing-Strategien (Chancen/Risiken) und die anschließende kritische Auseinandersetzung mit einem ökonomischen Modell zur Kostenoptimierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Single Sourcing, Multiple Sourcing, Lieferantenanzahl, Gesamtversorgungskosten und Beschaffungsstrategie.

Was besagt die 60/30/10-Klausel im Multiple Sourcing?

Sie regelt die Aufteilung des Mengenvolumens auf mehrere Lieferanten, wobei der Hauptlieferant 60%, der zweite 30% und weitere Zulieferer 10% der Ware liefern.

Warum ist das Single Sourcing für Automobilhersteller relevant?

Es ermöglicht eine engere Kooperation bei hochkomplexen Modulen und Systemen, was für Synergieeffekte und Just-in-Time-Prozesse entscheidend ist.

Welche Kritik wird an Homburgs empirischer Untersuchung geäußert?

Kritiker wie Koppelmann und Large bemängeln die mangelnde Repräsentativität der Untersuchung sowie die Vernachlässigung von Faktoren wie den Nichtverfügbarkeitskosten.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Problem der optimalen Lieferantenanzahl
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Logistik
Note
2,0
Autor
Stephan Arndt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V78255
ISBN (eBook)
9783638829533
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Problem Lieferantenanzahl Logistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Arndt (Autor:in), 2007, Das Problem der optimalen Lieferantenanzahl, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/78255
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Leseprobe aus  25  Seiten
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