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Hochschulbildung - Finanzierung über Studiengebühren?

Title: Hochschulbildung - Finanzierung über Studiengebühren?

Seminar Paper , 2007 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Peter Drießen (Author)

Economics - Finance

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Summary Excerpt Details

1. Einleitung
Die Situation an den deutschen Hochschulen ist eindeutig: Es teilen sich durchschnittlich 1,9 Millionen Studierende etwa 950.000 Studienplätze. Hörsäale und Seminarräume sind zum bersten gefüllt, eine Handvoll Lehrbücher für hunderte Studenten und ein Betreuungsverhältnis Professor zu Student von 1 zu 168 sprechen für sich. Die Finanzlage der Hochschulen ist kritisch, das deutsche Hochschulsystem muss renoviert werden. „Am Gängelband staatlicher Gelder und Vorschriften siecht das deutsche Hochschulwesen langsam vor sich hin.“ Neben Deutschland sehen sich auch viele andere Länder zunehmend außerstande, die gesamte finanzielle Last der Hochschulen zu tragen, daher gibt es in fast allen OECD-Staaten Bestrebungen, auch private Finanzierungsquellen bei der Hochschulfinanzierung mit einzubeziehen. Der Übergang zu unterschiedlichen Formen gemischter Finanzierung ist ein klar erkennbarer globaler Trend in der Hochschulentwicklung.
Auch Deutschland hat diesen Schritt bereits vollzogen. Durch eine nachfrageorientierte Hochschulfinanzierung über Studiengebühren wird versucht, das deutsche Hochschulwesen wieder in Schwung zu bringen. Von dieser erhofft man sich Effizienzsteigerung durch einen sich einstellenden Wettbewerb zwischen den Hochschulen um Studenten. Andere befürchten wiederum negative Auswirkungen auf die Verteilungsgerechtigkeit und Chancengleichheit.
Studiengebühren sind alle Gebühren, die direkt für die Finanzierung der Hochschulen eingesetzt werden. Wobei Gebühren Abgaben darstellen, die für besondere Einzelleistungen der öffentlichen Hand erhoben werden.

Diese Seminararbeit befasst sich zunächst mit den Voraussetzungen für eine Einführung von Studiengebühren und im folgenden mit den Effekten einer Gebührenfinanzierung. Hilfreich bei der Beurteilung, ob eine Gebührenfinanzierung sinnvoll sein kann, ist, den Blick auf einige Länder zu richten, welche ein Studiengebührenmodell bereits seit geraumer Zeit praktizieren. Hierfür werden die Modelle von Australien, den Niederlanden und Österreich näher betrachtet. Zuvor soll noch erwähnt werden, dass im Zuge der in dieser Seminararbeit immer wieder erwähnten Hochschulbildung und deren Untersuchung nur die universitäre Lehre gemeint ist. Es wird vorausgesetzt, dass Hochschulforschung, sofern es sich um Grundlagenforschung handelt, die Eigenschaften eines öffentlichen Gutes besitzt und daher öffentlich finanziert werden soll.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gründe für einen Staatseingriff

2.1 Was ist Hochschulbildung für ein Gut?

2.2 Marktversagenstatbestände

2.3 Alternative Gründe für einen Staatseingriff

2.3.1 Distributive Gründe

2.3.2 Meritorische Gründe

3. Effekte einer Gebührenfinanzierung

4. Alternative Finanzierungsmodelle

4.1 Bildungsgutscheine

4.2 Bildungsdarlehen

4.3 Akademikersteuer

5. Erfahrungen anderer Länder mit Studiengebühren

5.1 Das Beispiel Australien

5.2 Das Beispiel Niederlande

5.3 Das Beispiel Österreich

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die ökonomische Sinnhaftigkeit der Einführung von Studiengebühren in Deutschland vor dem Hintergrund der Finanzkrise an Hochschulen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob eine Gebührenfinanzierung aus gutstheoretischer Sicht sowie unter Berücksichtigung von Verteilungsgerechtigkeit und Effizienzsteigerung gerechtfertigt ist.

  • Analyse der Hochschulbildung als Gut (privat vs. öffentlich).
  • Untersuchung von Marktversagen als Begründung für staatliche Eingriffe.
  • Diskussion alternativer Finanzierungsmodelle wie Bildungsgutscheine und Darlehen.
  • Vergleichende Betrachtung internationaler Erfahrungen aus Australien, den Niederlanden und Österreich.
  • Bewertung der Effekte von Studiengebühren auf Qualität, Wettbewerb und soziale Gerechtigkeit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Was ist Hochschulbildung für ein Gut?

Um beurteilen zu können, ob im Hochschulbereich überhaupt eine private Finanzierung in Frage kommt, ist zunächst zu prüfen, welchen gutstheoretischen Charakter die Hochschulbildung aufweist. Hierbei ist eine Einordnung des Gutes Hochschulbildung in öffentliches, privates oder meritorisches Gut erforderlich. Eine öffentliche Finanzierung im Zusammenhang mit der Güterfrage würde sich nur rechtfertigen lassen, wenn es sich bei Hochschulbildung um ein öffentliches Gut bzw. Kollektivgut handeln würde.

Ein öffentliches Gut zeichnet sich durch drei wesentliche Charakteristika aus. Zum einen durch die Nichtausschließbarkeit, zum anderen durch die Nichtrivalität im Konsum. Darüber hinaus zeichnet es sich durch positive externe Effekte aus, da Kollektivgüter einen Extremfall dieser darstellen. Ob von der Hochschulbildung positive externe Effekte ausgehen, wird an dieser Stelle jedoch noch nicht untersucht. Dieser Aspekt wird im nächsten Abschnitt näher betrachtet.

Das Nichtausschlussprinzip besagt, dass niemand mit privatrechtlichen Mitteln vom Konsum ausgeschlossen werden kann, da dies weder mit technischen Mitteln durchsetzbar, zu kostspielig oder aus gesellschaftlicher Sicht unerwünscht ist. Beispielsweise wäre es effizient, während der „Rush-Hour“ in Manhattan den Zugang zu begrenzen, damit die Überfüllung auf den Straßen während dieser Zeit abnimmt. Ein solcher Ausschluss ist jedoch kaum möglich oder durchsetzbar.

Nichtrivalität im Konsum bedeutet, dass ein weiterer Nachfrager nicht den Konsum der anderen Nachfrager beeinträchtigt. Ein Beispiel hierfür stellt Kabelfernsehen dar, ein weiterer Nachfrager schränkt hier nicht den Konsum der anderen ein, die Qualität ist gleichbleibend, egal ob einer nutzt oder tausende.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die kritische Finanzlage deutscher Hochschulen und führt in die Debatte um die Einführung von Studiengebühren als Instrument zur Effizienzsteigerung ein.

2. Gründe für einen Staatseingriff: Dieses Kapitel prüft, ob Hochschulbildung als öffentliches oder privates Gut einzustufen ist, und untersucht, inwieweit Marktversagen eine staatliche Finanzierung rechtfertigt.

3. Effekte einer Gebührenfinanzierung: Hier werden die Auswirkungen von Studiengebühren auf das Verhalten der Studierenden, die Qualität der Lehre und die Bildungsrendite analysiert.

4. Alternative Finanzierungsmodelle: Das Kapitel vergleicht verschiedene Systeme, darunter Bildungsgutscheine, Bildungsdarlehen und die Akademikersteuer, hinsichtlich ihrer Anreizwirkungen.

5. Erfahrungen anderer Länder mit Studiengebühren: Anhand der Beispiele Australien, Niederlande und Österreich werden die praktischen Konsequenzen von Studiengebühren und sozialen Abfederungsmaßnahmen dargestellt.

6. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Kombination aus öffentlicher und privater Finanzierung unter Berücksichtigung sozialer Ausgewogenheit die effektivste Strategie darstellt.

Schlüsselwörter

Studiengebühren, Hochschulfinanzierung, Marktversagen, Humankapital, Effizienzsteigerung, Verteilungsgerechtigkeit, Bildungsgutscheine, Bildungsdarlehen, Akademikersteuer, internationale Erfahrungen, soziale Ausgewogenheit, Hochschulreform, private Finanzierung, öffentliche Mittel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomische und gesellschaftliche Debatte über die Einführung von Studiengebühren in Deutschland vor dem Hintergrund der Finanzierungsproblematik an staatlichen Universitäten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Einordnung von Hochschulbildung als ökonomisches Gut, die Analyse von Marktversagen, die Effekte von Gebühren auf die Studienentscheidung und der Vergleich internationaler Finanzierungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu evaluieren, ob eine teilweise Gebührenfinanzierung dazu beitragen kann, das deutsche Hochschulwesen effizienter zu gestalten, ohne die soziale Chancengleichheit zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse ökonomischer Konzepte (Gütertheorie, Marktversagen) sowie eine vergleichende Untersuchung internationaler Länderbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung für Staatseingriffe, die Analyse der Effekte von Gebührenmodellen und die Vorstellung spezifischer Finanzierungssysteme (Gutscheine, Darlehen, Steuer).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Studiengebühren, Bildungsökonomik, Marktversagen, Effizienzsteigerung und soziale Verteilungswirkungen.

Welche Lehre ziehen die Länderbeispiele für Deutschland?

Die Beispiele zeigen, dass eine sozial ausgewogene Gestaltung (z. B. durch einkommensabhängige Darlehen) notwendig ist, um den sogenannten Abschreckungseffekt zu vermeiden und Chancengleichheit zu wahren.

Warum wird im Fazit von „amerikanischen Zuständen“ abgeraten?

Die Arbeit betont, dass eine Reform zwar Effizienz bringen soll, aber eine beabsichtigte Kombination aus privater und öffentlicher Finanzierung angestrebt wird, um die Sozialverträglichkeit des Bildungssystems in Deutschland nicht zu gefährden.

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Details

Title
Hochschulbildung - Finanzierung über Studiengebühren?
College
University of Duisburg-Essen  (Mercator School of Management)
Course
Seminar Bildungökonomik
Grade
1,7
Author
Peter Drießen (Author)
Publication Year
2007
Pages
23
Catalog Number
V77920
ISBN (eBook)
9783638827485
Language
German
Tags
Hochschulbildung Finanzierung Studiengebühren Seminar Bildungökonomik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Drießen (Author), 2007, Hochschulbildung - Finanzierung über Studiengebühren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/77920
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