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Outsourcing im Finanzgewerbe - Status Quo und Bewertung

Aktuelle Entwicklungen in der Finanzindustrie

Titel: Outsourcing im Finanzgewerbe - Status Quo und Bewertung

Seminararbeit , 2007 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ronny Thyssen (Autor:in)

BWL - Allgemeines

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die aktuelle wirtschaftliche Lage der deutschen Finanzdienstleistungsinstitute kann als nicht allzu rosig bezeichnet werden. So kennzeichnen den deutschen Bankenmarkt eine starke Fragmentierung, hoher Wettbewerbsdruck, unzureichende Kosten-/Ertragsrelationen und niedrige Eigenkapitalrenditen. Es verwundert also nur wenig, dass die deutschen Banken im internationalen Vergleich einen der hinteren Plätze belegen. Der deutsche Bankenmarkt gilt als „overbanked“ und „overbranched“.
Zwar haben sich die Rahmenbedingungen wie der sich allmählich erholende Kapitalmarkt und die insgesamt verbesserte konjunkturelle Lage positiv entwickelt, doch ist die Situation nach wie vor ernst. Bei der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten orientieren sich die Kreditinstitute verstärkt an Industrieunternehmen. So wird gerne bildhaft die traditionell hohe Wertschöpfungstiefe im Finanzgewerbe mit der vergleichsweise äußerst niedrigen Fertigungstiefe in der Automobilindustrie verglichen. Würde diese so arbeiten wie die sehr universalistisch aufgestellten deutschen Kreditinstitute, so die kühne Behauptung, dann würde sie sogar noch die Rinderherden züchten, um aus deren Haut das Leder für die Innenausstattung der Fahrzeuge zu gewinnen.Tatsächlich bewegt sich die Fertigungstiefe der Finanzindustrie um 80 Prozent und die der Automobilindustrie nur um etwa 20 Prozent. Die Verringerung der Wertschöpfungstiefe stellt somit eine Möglichkeit dar, die strukturelle Krise der deutschen Kreditinstitute zu durchbrechen. In diesem Zusammenhang fällt in der öffentlichen Diskussion immer wieder das Stichwort „Outsourcing“.
Laut Gabler Wirtschaftslexikon bedeutet Outsourcing eine „Verlagerung von Wertschöpfungsaktivitäten des Unternehmens auf Zulieferer. Outsourcing stellt eine Verkürzung der Wertschöpfungskette bzw. der Leistungstiefe des Unternehmens dar. Durch die Inanspruchnahme qualifizierter, spezialisierter Vorlieferanten für Komponenten und Dienstleistungen werden die Produktions-, Entwicklungs-, aber auch Dienstleistungsgemeinkosten des Unternehmens häufig reduziert.“ Das moderne Outsourcing ist ein Kunstwort zusammengesetzt aus der englischen Wortfolge „outside resource using.“ Aufgabenbereiche, die nicht unmittelbar zum Kerngeschäft gehören, werden somit ausgelagert und fortan durch externe Unternehmen ausgeführt. Durch eine Orientierung an den eigenen relativen Wettbewerbsvorteilen werden Teile der Wertschöpfung an externe Dienstleister ausgelagert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Aktuelle Problemstellung in der deutschen Bankenwirtschaft: Wettbewerbs- und Ertragssituation

1.1 Begriffserklärung Outsourcing

1.2 Outsourcingformen im Finanzgewerbe

2 Theoretischer Hintergrund: das Konzept der Wertschöpfungskette

3 Auslagerung von Finanzdienstleistungen in der Praxis: eine Analyse der gegenwärtigen Situation

3.1 Ergebnisse einer Accenture-Umfrage bezüglich Outsourcing im deutschen Bankensektor

3.2 Ablauf des Outsourcing-Prozesses am Beispiel von Sal. Oppenheim

3.3 Chancen und Nutzen des Outsourcings im Finanzgewerbe

3.3.1 Realisierung von Skaleneffekten durch den Insourcer

3.3.2 Umwandlung fixer in variable Kosten

3.4 Risiken und Probleme des Outsourcings im Finanzgewerbe

3.4.1 Irreversibilität der Outsourcingentscheidung?

3.4.2 Know-how-, Qualitäts- und Reibungsverluste sowie mögliche Abhängigkeiten durch Auslagerung

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Status Quo und die Bewertung von Outsourcing-Maßnahmen im deutschen Finanzgewerbe vor dem Hintergrund struktureller Herausforderungen und Ertragsprobleme der Banken. Es wird analysiert, inwieweit die Reduzierung der Wertschöpfungstiefe eine strategische Lösung bietet, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Effizienzpotenziale zu heben.

  • Analyse der aktuellen Wettbewerbs- und Ertragslage deutscher Finanzinstitute.
  • Theoretische Fundierung durch das Konzept der Wertschöpfungskette nach Porter.
  • Empirische Einblicke in Outsourcing-Trends und Praxisbeispiele (z.B. Sal. Oppenheim).
  • Bewertung der Chancen, insbesondere Kosteneinsparungen durch Skaleneffekte.
  • Identifikation von Risiken, wie Abhängigkeiten und Know-how-Verlust.

Auszug aus dem Buch

Ablauf des Outsourcing-Prozesses am Beispiel von Sal. Oppenheim

Das 1789 gegründete Bankhaus Sal. Oppenheim ist eine der führenden Privatbanken in Europa und berät vorwiegend wohlhabende Privatkunden sowie Firmenkunden, institutionelle Anleger und Stiftungen. Sal. Oppenheim war wie die meisten anderen Geldinstitute auch als Universalbank aufgestellt, der zunehmende Wettbewerbsdruck sowie anspruchsvolleres Kundendenken bewegten den Privatbankier 1998 jedoch dazu, seine Strukturen neu zu überdenken.

Die Sal. Oppenheim erkannte aufgrund fallender Margen und steigender Eigenkapitalbindung, dass für den Fortbestand eines Geschäftsfeldes eine gewisse Mindestgröße erforderlich ist. So stellte sich die Frage nach der Spezialisierung und folglich nach den Kernkompetenzen der Sal. Oppenheim. So wurde im Jahr 1999 beschlossen, u.a. den Eigenhandel Fixed Income, das Auslandsgeschäft und den Eigenhandel mit Devisen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Die Feststellung der Kernkompetenzen kann als der wichtigste Schritt im Rahmen einer Outsourcingentscheidung bezeichnet werden. Fehlentscheidungen bei der Fremdvergabe sind mit sehr hohen Folgekosten verbunden. Da eine Auslagerung bestimmter Teilbereiche mit großen Risiken verbunden ist, ist diese Entscheidung sorgfältig zu prüfen. Bei Sal. Oppenheim erfolgte diese Prüfung in zwei Stufen. Zuerst wurde geprüft, ob noch Spielraum für Effizienzsteigerungen durch Prozessoptimierung bestand, so dass die bestehenden Prozesse beibehalten werden konnten. Im Falle der Sal. Oppenheim hatten der Abwicklungs- und IT-Bereich diesen Weg bereits beschritten. Die zweite Prüfung bestand darin, ein mögliches Insourcing von Abwicklungsdienstleistungen in Betracht zu ziehen und somit durch ein erhöhtes Ertragspotenzial die gewünschten Skaleneffekte erzielen zu können. So wurde mit einer Reihe von vergleichbaren Banken Kontakt aufgenommen. Es stellte sich allerdings heraus, dass die erzielbaren Mengen nicht dazu ausreichten, die Stückkosten genügend zu senken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Aktuelle Problemstellung in der deutschen Bankenwirtschaft: Wettbewerbs- und Ertragssituation: Das Kapitel beschreibt den hohen Wettbewerbsdruck und die Ertragsschwäche deutscher Banken, die eine Verringerung der Fertigungstiefe notwendig machen.

2 Theoretischer Hintergrund: das Konzept der Wertschöpfungskette: Dieser Abschnitt führt das Porter’sche Modell der Wertkette ein, um Unternehmen als Sequenz strategischer Handlungen zu analysieren und Outsourcing-Entscheidungen theoretisch zu fundieren.

3 Auslagerung von Finanzdienstleistungen in der Praxis: eine Analyse der gegenwärtigen Situation: Hier werden aktuelle Markttrends analysiert, Umfrageergebnisse diskutiert und anhand des Beispiels Sal. Oppenheim die konkrete Prozesssteuerung sowie Chancen und Risiken detailliert erläutert.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Outsourcing von einem negativ besetzten Modewort zu einer strategischen Notwendigkeit geworden ist, die jedoch eine sorgfältige Planung und Kommunikation erfordert.

Schlüsselwörter

Outsourcing, Finanzgewerbe, Bankenwirtschaft, Wertschöpfungskette, Kernkompetenz, Kostenreduktion, Skaleneffekte, IT-Outsourcing, Business Process Outsourcing, Risikomanagement, Sal. Oppenheim, Fertigungstiefe, Outsourcing-Strategie, Prozessoptimierung, Banksteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung von Outsourcing für deutsche Banken, um den aktuellen Wettbewerbsdruck und die Ertragsprobleme durch eine Reduktion der Wertschöpfungstiefe zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung durch Wertkettenanalysen, die empirische Lage des Marktes sowie die praxisorientierte Bewertung von Nutzen und Risiken bei der Auslagerung von Bankprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Status Quo des Outsourcings im deutschen Finanzsektor aufzuzeigen und zu bewerten, inwiefern die Fremdvergabe operativer Tätigkeiten zur langfristigen Existenzsicherung beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Branchenstudien und nutzt eine Fallstudie (Sal. Oppenheim), um die theoretischen Konzepte auf die betriebliche Praxis zu übertragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Treiber für Outsourcing, die Ergebnisse von Expertenumfragen, den konkreten Ablauf einer Outsourcing-Entscheidung sowie die ökonomischen Chancen und potenziellen Risiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Outsourcing, Wertschöpfungskette, Kernkompetenz, Skaleneffekte und die industrielle Transformation der Finanzwirtschaft.

Welche spezifischen Kriterien legte Sal. Oppenheim für die Anbieterauswahl fest?

Sal. Oppenheim fokussierte sich insbesondere auf die "Best-Price-Fähigkeit" sowie das dauerhafte Wachstumspotenzial der verarbeiteten Stückzahlen beim Dienstleister.

Warum wird die Kommunikation im Outsourcing-Prozess als so wichtig erachtet?

98 % der befragten Manager betrachten den regelmäßigen Kontakt und die Transparenz gegenüber den Mitarbeitern als unverzichtbar, um die Akzeptanz zu sichern und die Dynamik von Gerüchten oder Kündigungen zu verhindern.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Outsourcing im Finanzgewerbe - Status Quo und Bewertung
Untertitel
Aktuelle Entwicklungen in der Finanzindustrie
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2,0
Autor
Ronny Thyssen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V77296
ISBN (eBook)
9783638825351
ISBN (Buch)
9783638825740
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Outsourcing Finanzgewerbe Status Bewertung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ronny Thyssen (Autor:in), 2007, Outsourcing im Finanzgewerbe - Status Quo und Bewertung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/77296
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Leseprobe aus  22  Seiten
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