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Massenmedien - Guter Geist oder Schreckgespenst der Demokratie? - Massenmediale Auswirkungen auf demokratische politische Systeme

Titel: Massenmedien - Guter Geist oder Schreckgespenst der Demokratie?   - Massenmediale Auswirkungen auf demokratische politische Systeme

Seminararbeit , 2006 , 45 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Florian Zerfaß (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Während Journalisten sich gerne als Retter der Demokratie sehen, fällt die (publizistik-)wissenschaftlich aufgestellte Leistungsbilanz der Massenmedien überwiegend negativ aus. Diesem Spannungsverhältnis zwischen Selbstbewertung und wissenschaftlicher Bewertung der Rolle von Medien in Demokratien wird in dieser Arbeit nachgegangen.

Dazu werden zunächst unter Rückgriff auf die Systemtheorie Mediensystem sowie politisches System definiert und ihr Zusammenspiel sowie die zugrundeliegenden Mechanismen innerhalb des Mediensystems beschrieben. Ausgehend von Thomas Pattersons medienkritischem Werk "Out of Order", anhand dessen zunächst ein kritischer Blick auf die Massenmedien in den USA geworfen wird, folgt eine Analyse funktionaler und dysfunktionaler Auswirkungen der Massenmedien in Deutschland.

Diese beschränkt sich auf eine schlaglichtartige Beleuchtung der wichtigsten Phänomene, um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen: Medienkonzeptionen und Demokratievorstellungen

2.1 Die liberale Theorie der Presse

2.2 Die funktionale Theorie der Presse

2.3 Demokratietheoretische Aspekte

3. Thomas E. Pattersons Kritik an den US-amerikanischen Medien

3.1 Veränderungen im politischen System der USA und deren Folgen

3.2 Medienimmanente Gründe für ihr Versagen: Schemas und der News Cycle

3.3 Konsequenzen der Kommerzialisierung

3.4 Negativisten als Retter der Nation?

3.5 Folgerungen und Einordnung

4. Anmerkungen zu dysfunktionalen Auswirkungen der Medien in Deutschland

4.1 Veränderungen des politischen Systems

4.1.1 Veränderungen des politischen Handelns

4.1.2 Veränderungen der innerpolitischen Kommunikation

4.2.1 Medien als öffentliches Diskussions- und Meinungsbildungsforum?

4.2.2 Gefahren des Geldes

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Rolle von Massenmedien in modernen Demokratien und analysiert, ob diese ihrer normativen Funktion als Kontrollinstanz und Informationsvermittler gerecht werden oder ob sie zunehmend dysfunktionale Auswirkungen auf politische Systeme entfalten.

  • Normative Medientheorien (liberal vs. funktional)
  • Kritische Analyse des US-amerikanischen Mediensystems nach Thomas E. Patterson
  • Dysfunktionale Medieneinflüsse auf das politische System der Bundesrepublik Deutschland
  • Strukturwandel der politischen Kommunikation und Mediatisierung
  • Verhältnis von politischer Problemlösungsfähigkeit und medialer Darstellung

Auszug aus dem Buch

3.2 Medienimmanente Gründe für ihr Versagen: Schemas und der News Cycle

Der Grund für das Versagen der Medien als politische Institution liegt in ihrer Funktionslogik, die von spezifischen kognitiven Schemas der Journalisten dominiert wird. Kognitive Schemas bestimmen die Wahrnehmung eines jeden Menschen. Ein Schema ist die „eine Situation definierende Orientierung“; es ist ein Rahmen, durch den ein Mensch die Welt um sich herum betrachtet und der ihm hilft, die Komplexität der Realität zu reduzieren und Sachverhalte einzuordnen (vgl. Esser 2004: 97). Das Problem für die politische Kommunikation liegt darin, dass Journalisten und Bürger völlig andere Schemas haben. „Politics is a strategic game“, ist das dominierende Schema der Medien, das der Wähler dagegen „choosing leaders and solving their problems.“ Die Konsequenz: „the press’s version of the campaign does not mesh with the voter’s concerns“ (Patterson 1993a: 57-60).

Die Medien werten jede Handlung, jede Aussage eines Politikers als Schachzug in einem strategischen Spiel um die Präsidentschaft. „The strategic game is embedded in virtually every aspect of election news, dominating and driving it“ (Patterson 2003a: 69). Umfragen werden zentraler Gegenstand der Berichterstattung, das „Horse Race“, der aktuelle Zwischenstand im Spiel um das Weiße Haus, dominiert die Medien, die mehr Artikel über Umfragen an prominenten Plätzen bringen als Artikel über Kandidatenreden oder tiefgehende Analysen (vgl. Patterson 1993a: 72-73 und 81-82). Dabei sind Umfragen nichts weiter als „pseudo-news created by the media to report on the game“ (Patterson 1993a: 83).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob Massenmedien als „Retter der Nation“ oder als „Schreckgespenst der Demokratie“ fungieren und definiert die Zielsetzung einer kritischen Untersuchung.

2. Theoretische Grundlagen: Medienkonzeptionen und Demokratievorstellungen: Es werden die liberale und die funktionale Theorie der Presse sowie demokratietheoretische Anforderungen an Medien gegenübergestellt.

3. Thomas E. Pattersons Kritik an den US-amerikanischen Medien: Das Kapitel analysiert Pattersons Kritik an den US-Medien, insbesondere die Folgen der Kommerzialisierung, den Einfluss von Nachrichtenschemas und die Politik-kritische Grundhaltung von Journalisten.

4. Anmerkungen zu dysfunktionalen Auswirkungen der Medien in Deutschland: Es wird untersucht, wie sich mediale Einflüsse in Deutschland auf das politische System, die Handlungsfähigkeit der Politik und die virtuelle Realitätskonstruktion auswirken.

5. Schlussbemerkungen: Die Arbeit resümiert, dass Medien ihre demokratischen Funktionen häufig nicht erfüllen und in beiden untersuchten Ländern (USA und Deutschland) dysfunktionale Potenziale aufweisen.

Schlüsselwörter

Massenmedien, Demokratie, Pressefreiheit, politische Kommunikation, Mediatisierung, Pattersons Kritik, Kommerzialisierung, News-Schema, politische Willensbildung, Agenda-Setting, symbolische Politik, politische Legitimation, öffentliche Meinung, Demokratievorstellungen, Medienkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, ob und wie Massenmedien in den USA und Deutschland ihre demokratischen Funktionen wie Information, Artikulation und Kontrolle erfüllen oder ob sie dysfunktionale Wirkungen auf das politische System entfalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Medientheorien (liberal und funktional), der Einfluss der Kommerzialisierung auf die Nachrichtenqualität, die "News-Logik" sowie die Folgen medialer Skandalisierung für das politische Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle der Medien als Bindeglied zwischen Bürgern und Politik zu hinterfragen und zu analysieren, warum Medienberichterstattung oft ein verzerrtes Bild der politischen Realität vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Einordnung empirischer Erkenntnisse, insbesondere durch den Vergleich mit Thomas E. Pattersons Untersuchungen und deutschen Medienstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die spezifische Kritik an den US-Medien ("Out of Order") und eine Analyse dysfunktionaler Auswirkungen auf das deutsche politische System.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mediatisierung, politische Kommunikation, funktionale Theorie der Presse, Kommerzialisierung und Agenda-Setting charakterisiert.

Was versteht man unter dem "strategischen Spiel" als Schema der Medien?

Es bezeichnet die Tendenz von Journalisten, Politik nicht inhaltlich, sondern primär als Machtkampf und "Horse Race" (Wer gewinnt, wer verliert?) zu interpretieren, wodurch Sachthemen in den Hintergrund geraten.

Warum wird die Berichterstattung über den islamischen Terrorismus als Beispiel für Medienversagen angeführt?

Das Beispiel zeigt, dass Themen oft nur dann Aufmerksamkeit erhalten, wenn sie spektakulär inszeniert werden können; eine tiefgehende, kontinuierliche Auseinandersetzung mit Ursachen findet hingegen kaum statt.

Was bedeutet "instrumentelle Aktualisierung"?

Dies beschreibt den Prozess, bei dem Journalisten Themen gezielt hochspielen, um die öffentliche Wahrnehmung zu steuern oder ihre eigene Konfliktsicht zu stützen.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Massenmedien - Guter Geist oder Schreckgespenst der Demokratie? - Massenmediale Auswirkungen auf demokratische politische Systeme
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Publizistik)
Veranstaltung
Oberseminar
Note
1,3
Autor
Florian Zerfaß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
45
Katalognummer
V76882
ISBN (eBook)
9783638826471
ISBN (Buch)
9783640616268
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Massenmedien Demokratie Politische Systemforschung Politische Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Zerfaß (Autor:in), 2006, Massenmedien - Guter Geist oder Schreckgespenst der Demokratie? - Massenmediale Auswirkungen auf demokratische politische Systeme, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/76882
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Leseprobe aus  45  Seiten
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