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Das Gordonmodell als Grundlage für die Mediation an Schulen

Titel: Das Gordonmodell als Grundlage für die Mediation an Schulen

Hausarbeit , 2006 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martina Hugo (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In jüngster Vergangenheit schockten Meldungen über jugendliche Amokläufer nicht nur Betroffene, sondern auch Eltern, Lehrer und Erzieher im Allgemeinen. Den möglichen Ursachen für dieses Verhalten ist eines gemeinsam: die Jugendlichen sehen sich als Verlierer in unserer Gesellschaft, die keinen anderen Ausweg identifizieren können, um mit den individuell wahrgenommenen Konflikten umgehen zu können.
Jugendliche gar nicht erst zu Verlierern werden zu lassen, sondern Konflikte frühzeitig zu lösen, so dass ein Kompromiss gefunden werden kann, bei dem es weder einen Gewinner noch einen Verlierer gibt, ist das Ziel einer Mediation unter Anwendung des Gordonmodells.
Im Folgenden werden zunächst die grundlegenden Begriffe und herkömmlichen Lösungswege zur Konfliktbewältigung erläutert. Daran anschließend wird das Gordontraining vorgestellt, dessen primäres Ziel eine Ausbildung der Teilnehmer zu Mediatoren ist, die dazu ausgebildet werden, unter Anwendung des Gordonmodells niederlagenlose Lösungen für Konflikte zu vermitteln. Grundlegend für eine solche Mediation sind die Kompetenz sowohl als Mediator als auch als Konfliktpartei aktiv zuhören zu können, sowie die Fähigkeit von Seiten des Mediators, die Beteiligten motivieren zu können, Ich-Botschaften zu formulieren. Auf die hinter diesen grundlegenden Fertigkeiten stehenden Konzepte wird detaillierter eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Konfliktbewältigung

2.1 Begriffsklärung: „Konflikt“

2.2 Das Konzept von „Sieg“ und „Niederlage“

2.3 Mediation

3 Das Gordontraining

3.1 Rahmenbedingungen

3.2 Struktureller Aufbau

3.3 Aktives Zuhören

3.4 Ich-Botschaften

3.5 Das Gordonmodell: ein Konzept zur niederlagenlosen Konfliktlösung

4 Fazit

5 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Gordonmodell als effektive Grundlage für die Mediation an Schulen darzustellen, um gewaltfreie und niederlagenlose Konfliktlösungen zwischen Schülern und Lehrern zu ermöglichen.

  • Analyse von Konfliktkonzepten im schulischen Umfeld.
  • Darstellung der Kernelemente des Gordontrainings (Aktives Zuhören, Ich-Botschaften).
  • Erläuterung des Modells der niederlagenlosen Konfliktlösung in sechs Phasen.
  • Diskussion der praktischen Anwendbarkeit mediativer Kompetenzen im Schulalltag.

Auszug aus dem Buch

3.3 Aktives Zuhören

„Gesagt ist noch nicht gehört, gehört ist noch nicht verstanden.“33 Das von dem Konfliktpartner gesagt zu hören und sowohl die Inhalte als auch die mit ihnen verbundenen Gefühle zu verstehen ist das Ziel des aktiven Zuhörens. Dabei ist es nicht nur notwendig, die eigenen Gefühle und Gedanken zurückzustellen, sondern sich auch auf die Person einzustellen, der man zuhört. Dies kann nonverbal signalisiert werden, indem man beispielsweise durch ein zustimmendes Nicken positive Rückmeldung gibt oder durch angemessenen Augenkontakt Interesse bekundet. In verbaler Form kann Aufmerksamkeit durch zustimmende Kommentare, durch eine kurze Wiederholung der empfangenen Inhalte und Gefühlsbotschaften oder durch die Nutzung so genannter „Türöffner“ gezeigt werden. Unter den letztgenannten sind Aussagen zu verstehen, die den Sender einer Botschaft dazu auffordern weiter zu sprechen, beispielsweise die Aufforderung „Ich würde gerne mehr darüber hören“.

Den gegenteiligen Eindruck würde ein Zuhörer erreichen, wenn er über sich selbst spricht statt zuzuhören, das Thema wechselt oder seine Blicke abschweifen. Das dadurch signalisierte Desinteresse führt beim Sprecher dazu, dass er sich in seinen Bedürfnissen nicht wahrgenommen fühlt und wie bei den in Kapitel 3.1 beschriebenen Kommunikationssperren hinsichtlich einer weiteren Kommunikation blockiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik wachsender Gewalt an Schulen ein und benennt das Gordonmodell als Lösungsansatz für eine konstruktive Mediation.

2 Grundlagen der Konfliktbewältigung: Dieses Kapitel definiert den Konfliktbegriff im schulischen Kontext und kritisiert das herkömmliche „Sieg-Niederlage“-Modell in Erziehungssituationen.

3 Das Gordontraining: Hier werden die Rahmenbedingungen, der strukturelle Aufbau sowie die zentralen Kommunikationstechniken des Trainings zur Ausbildung von Mediatoren detailliert erläutert.

4 Fazit: Das Fazit bewertet den Einsatz des Gordonmodells in Schulen und plädiert für die frühzeitige Vermittlung dieser Kompetenzen an die gesamte Schülerschaft.

5 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Medien zur Erarbeitung des Themas.

Schlüsselwörter

Gordonmodell, Mediation, Konfliktbewältigung, Aktives Zuhören, Ich-Botschaften, Schule, Gewaltprävention, Niederlagenlose Konfliktlösung, Kommunikation, Disziplinprobleme, Schulklima, Mediatoren, Pädagogik, Konfliktmanagement, Gruppendynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Gordonmodell als wissenschaftliche Basis für die Mediation und Konfliktlösung im schulischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Schwerpunkte sind die theoretische Fundierung der Konfliktlösung, Kommunikationstechniken wie Aktives Zuhören und Ich-Botschaften sowie der Ablauf des Mediationsprozesses nach Gordon.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch mediative Kompetenzen ein „niederlagenloser“ Umgang mit Konflikten zwischen Schülern und Lehrern etabliert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung einschlägiger erziehungswissenschaftlicher Fachliteratur zum Gordontraining.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen von Konflikten, die detaillierte Beschreibung der Trainingsinhalte für Mediatoren und die methodischen Phasen der Problemlösung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Gordonmodell, Mediation, Aktives Zuhören, Ich-Botschaften und die Abkehr vom klassischen Sieg-Niederlage-Schema.

Warum spielt die „Eisberg-Theorie“ eine Rolle bei Ich-Botschaften?

Sie verdeutlicht, dass Wut oft nur ein oberflächliches Gefühl ist, während unter der Oberfläche tieferliegende Bedürfnisse und Ängste verborgen bleiben, die durch Ich-Botschaften adressiert werden sollen.

Welche Bedeutung hat die „Methode III“?

Die Methode III ist das Herzstück des Gordonmodells, da sie ein Verfahren beschreibt, bei dem Bedürfnisse beider Konfliktparteien gleichwertig berücksichtigt werden, anstatt einen Gewinner oder Verlierer zu produzieren.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Gordonmodell als Grundlage für die Mediation an Schulen
Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,0
Autor
Martina Hugo (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
12
Katalognummer
V75928
ISBN (eBook)
9783638740166
ISBN (Buch)
9783638774406
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gordonmodell Grundlage Mediation Schulen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martina Hugo (Autor:in), 2006, Das Gordonmodell als Grundlage für die Mediation an Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/75928
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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