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Zur Shop-Startseite › Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Ist eine große EU wirklich der beste Weg für die Durchsetzung europäischer Interessen?

Kollektives Handeln über nationale Grenzen hinaus - Die Rational Choice Theorie von Mancur Olson am Beispiel der EU

Titel: Ist eine große EU wirklich der beste Weg für die Durchsetzung europäischer Interessen?

Hausarbeit , 2007 , 23 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michaela Baumann (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„In Varietate concordia – In Vielfalt geeint“ (Europa: Symbols). Hinter diesem Motto verbirgt sich seit nunmehr 50 Jahren die EU – die Europäische Union. Ein Staatenbund aus mittlerweile 27 europäischen Ländern, dessen Ziel es ist, sich als Europäer geeint für Frieden und Wohlstand einzusetzen (Europa: Panorama). Im Zeitalter der Globalisierung, in dem sich nationale Grenzen immer mehr aufzulösen scheinen, gewinnen internationale Bündnisse zunehmend an Bedeutung. Auch die EU hat sich in den letzten Jahren immer weiter ver-größert – neue Mitgliedstaaten wurden aufgenommen, neue Kulturen eingegliedert. Die Erweiterung soll auch in den nächsten Jahren weitergehen, so dass Europa als Kontinent immer weiter zusammenwächst, denn Europa kann, „erst wenn [es] zusammengewachsen ist, […] seine Interessen in der Welt der Globalisierung angemessen vertreten“ (Auswärtiges Amt: Erweiterung). Doch ist es wirklich eine große Europäische Union, die die Interessen ihrer europäischen Bürger am besten vertreten kann? Sind es wirklich die großen Organisationen, die am erfolgreichsten für gemeinsame Interessen eintreten können? Gewinnt eine Gruppe wirklich mit zunehmender Größe an Durchsetzungskraft?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Kollektives Handeln im Zeitalter der Globalisierung

2 Kollektives Handeln aus Sicht der Rational Choice-Theorie

2.1 Klärung der wichtigsten Begriffe

2.2 Kollektives Hadeln in der Rational Choice-Theorie

2.3 Mancur Olsons Kritik an der „Klassischen“ Gruppentheorie

3 Mancur Olsons „Logik des kollektiven Handelns“

3.1 Kernaussagen der Theorie

3.2 Der Einfluss unterschiedlicher Gruppengrößen

3.2.1 Die „privilegierte“ Gruppe

3.2.2 Die „mittelgroße“ Gruppe

3.2.3 Die „latente“ Gruppe

3.3 Die Notwendigkeit selektiver Anreize

4 Anwendung der „Logik kollektiven Handelns“ am Beispiel der EU

4.1 Die Europäische Union

4.2 Die Erweiterung der Europäischen Union – Ein strittiges Thema

4.3 Die EU-Erweiterung aus Sicht Mancur Olsons

5 Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob eine zunehmende Vergrößerung der Europäischen Union tatsächlich zu einer effizienteren Durchsetzung europäischer Interessen führt. Dabei wird die Forschungsfrage anhand der „Logik kollektiven Handelns“ von Mancur Olson analysiert, wobei Staaten als rationale Akteure betrachtet werden, die sich vor den Herausforderungen großer Gruppen und dem Problem des Trittbrettfahrens sehen.

  • Grundlagen der Rational Choice-Theorie und kollektiven Handelns
  • Mancur Olsons Logik des kollektiven Handelns und Gruppentheorie
  • Analyse der EU als Interessensgruppe und Kollektivgutanbieter
  • Problematik der Trittbrettfahrer in großen Organisationen
  • Notwendigkeit selektiver Anreize bei der EU-Erweiterung

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die „privilegierte“ Gruppe

Laut Olson ist eine „privilegierte“ Gruppe dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil eines einzelnen Mitgliedes am Gesamtgewinn so groß ist, dass es eher die gesamten Kosten allein tragen würde, als auf das Gut zu verzichten (Olson: 43). Hier ist der Grund vor allem darin zu sehen, dass in einer kleinen Gruppe jedes Mitglied allein dadurch, dass wenig andere in der Gruppe sind, automatisch einen großen Anteil am bereitgestellten Kollektivgut erhält. Hier kann das Kollektivgut leicht durch freiwilliges oder eigennütziges Handeln eines Gruppenmitglieds bereitgestellt werden, da der Anteil am Gut sehr schnell die dafür notwendigen Kosten aufwiegt und so oft ein Akteur dazu bereit ist, die gesamten Kosten allein zu tragen, bevor das Gut überhaupt nicht bereitgestellt werden würde (Olson: 45). In einer solchen Gruppe wird das Kollektivgut demnach auf jeden Fall erlangt.

Ein weiterer Vorteil der durch die kleine Größe entsteht, ist dass hier im Gegensatz zu immer größeren Gruppen kaum Absprache und Organisation nötig sind und so keine Organisationskosten anfallen (Olson: 46). In kleineren Gruppen mit Mitgliedern unterschiedlicher Größe oder verschieden starkem Interesse am Kollektivgut ist die Wahrscheinlichkeit für die Erreichung des Kollektivgutes am größten. Wenn hier ein Mitglied ein sehr starkes Interesse an der Bereitstellung des Kollektivgutes hat, ist es in dieser Gruppe am wahrscheinlichsten, dass dieses Mitglied einen so großen Anteil vom Gut erhält, dass es sich für dieses Mitglied sogar lohnen würde, die gesamten Kosten selbst zu tragen (Olson: 33). Da in einer derartig ungleichen Gruppe jedoch eine willkürliche Aufteilung der Kosten, die durch die Bereitstellung des Kollektivgutes entstehen, vorliegt, herrscht eine „überraschende Tendenz zur ‚Ausbeutung’ der Großen durch die Kleinen“ (Olson: 34): Das größte Mitglied trägt einen unverhältnismäßig großen Teil der Kosten (Olson: 33f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kollektives Handeln im Zeitalter der Globalisierung: Einleitung in die Problematik internationaler Bündnisse und der EU-Erweiterung vor dem Hintergrund der Rational Choice-Theorie.

2 Kollektives Handeln aus Sicht der Rational Choice-Theorie: Definition der zentralen Begrifflichkeiten und Erläuterung des methodologischen Individualismus als Basis der Analyse.

3 Mancur Olsons „Logik des kollektiven Handelns“: Darstellung der Theorie über den Einfluss von Gruppengrößen auf die Durchsetzung gemeinsamer Interessen und die Rolle selektiver Anreize.

4 Anwendung der „Logik kollektiven Handelns“ am Beispiel der EU: Übertragung der ökonomischen Gruppentheorie auf die Europäische Union und Diskussion der Trittbrettfahrer-Problematik durch EU-Erweiterungen.

5 Abschließende Betrachtung: Kritische Reflexion der Anwendbarkeit von Olsons Theorie auf internationale Staatenbündnisse und Zusammenfassung der zentralen Thesen.

Schlüsselwörter

Rational Choice, Kollektives Handeln, Mancur Olson, Europäische Union, Trittbrettfahrer, Kollektivgut, Gruppengröße, Selektive Anreize, Interessen, Politische Ökonomie, Nutzenmaximierung, Institutionen, EU-Erweiterung, Privilegierte Gruppe, Latente Gruppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Europäische Union aus der Perspektive der ökonomischen Gruppentheorie von Mancur Olson, um die Erfolgsaussichten großer Staatenbündnisse bei der Interessenvertretung zu bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themenfelder umfassen die Rational Choice-Theorie, die Differenzierung von Gruppentypen, die Bereitstellung von Kollektivgütern und die organisatorischen Probleme bei zunehmender Größe eines Staatenverbundes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu analysieren, ob eine vergrößerte Europäische Union tatsächlich besser in der Lage ist, die Interessen ihrer Mitglieder durchzusetzen, oder ob die "Logik kollektiven Handelns" gegen diesen Erfolg spricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die theoretischen Konzepte von Mancur Olson und wendet diese deduktiv auf das komplexe System der Europäischen Union an, wobei Staaten modellhaft als rationale, nutzenmaximierende Individuen betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Rational Choice-Theorie und die Logik kollektiven Handelns sowie deren praktische Anwendung auf die Strukturen und Erweiterungsprozesse der EU.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Kollektives Handeln, Rational Choice, Kollektivgüter, Trittbrettfahrer-Problem, EU-Erweiterung und selektive Anreize.

Wie definiert Olson eine „latente“ Gruppe im Kontext der EU?

Eine latente Gruppe ist so groß, dass der Beitrag des Einzelnen (Staates) nicht entscheidend ins Gewicht fällt und er deshalb geneigt ist, sich als Trittbrettfahrer zu verhalten, da er das Kollektivgut (Frieden, Wohlstand) auch ohne eigenen Beitrag erhält.

Welche Rolle spielen „selektive Anreize“ für die Stabilität der EU?

Selektive Anreize sind notwendig, um Akteure in großen, latenten Gruppen zur Mitarbeit zu bewegen, indem sie persönliche Vorteile bieten oder durch Sanktionen (Exklusion) die Nicht-Beteiligung bestrafen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist eine große EU wirklich der beste Weg für die Durchsetzung europäischer Interessen?
Untertitel
Kollektives Handeln über nationale Grenzen hinaus - Die Rational Choice Theorie von Mancur Olson am Beispiel der EU
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Rational Choice-Hauptseminar
Note
1,3
Autor
Michaela Baumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
23
Katalognummer
V75902
ISBN (eBook)
9783638738552
ISBN (Buch)
9783638738743
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Durchsetzung Interessen Rational Choice-Hauptseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michaela Baumann (Autor:in), 2007, Ist eine große EU wirklich der beste Weg für die Durchsetzung europäischer Interessen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/75902
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Leseprobe aus  23  Seiten
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