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Großbritanniens Ministerialbürokratie im Wandel

Reformen und ihre Auswirkungen auf den Einfluss der Zentralverwaltung

Title: Großbritanniens Ministerialbürokratie im Wandel

Seminar Paper , 2007 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Wolf (Author)

Politics - Region: Western Europe

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Summary Excerpt Details

Die öffentlichen Verwaltungen in den Industriestaaten befinden sich in einem Wandlungsprozess. Die klassische Bürokratie, definiert von Max Weber, wird zurückgedrängt und zunehmend treten auch in den Ministerialbürokratien Managementmethoden, wie Zielvereinbarungen oder Evaluationen in den Vordergrund. Unter dem Schlagwort „New Public Management“ zusammengefasst, werden diese Veränderungen u.a. von der OECD als effizienzsteigernde Alternative zum klassischen Beamtentum empfohlen. Dieser Wandel wirkt sich zunehmend auch auf die Möglichkeiten bürokratischer Politikbeeinflussung aus. Besonders in Großbritannien scheint sich ein völlig neuer Civil Service zu etablieren. Der Einfluss der Ministerialbürokraten auf die Politik der Regierung wird geringer eingeschätzt, als dies noch in den 70er Jahren der Fall war. Da in jeder Demokratie das Ziel besteht, die Macht von nicht demokratisch legitimierter Bürokratie auf ein nötiges Maß zu beschränken, stellt sich die Frage, wie die Politik in Großbritannien es schaffte den Einfluss ihrer führenden Beamten einzuschränken und warum die Ministerialbürokratie in Großbritannien so geringe Chancen hat, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Zweck der Untersuchung soll somit ein tiefergehendes Verständnis der Civil Service Reformen in Großbritannien sein, wobei das Augenmerk gezielt auf die Veränderung des Einflusses der Ministerialbürokratie auf politische Entscheidungen gerichtet ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einflusspotenziale von Ministerialbürokratien

2.1. Phasen möglicher Politikbeeinflussung

2.1.1. Vorpolitische Phase

2.1.2. Politische Phase

2.1.3. Implementationsphase

2.1.4. Zusammenfassung

3. Der Reformprozess in Großbritannien

3.1. Strukturen und Begrifflichkeiten

3.2. Analyse der Reformschritte

3.3. Der Fulton-Report und seine Folgen ( 1968 – 1979)

3.3.1. Die Reformen

3.3.2. Analyse

3.4. Die Thatcher Jahre – Zeit der radikalen Schritte (1979 – 1990)

3.4.1. Reformen

3.4.2. Analyse

3.5. John Major und Tony Blair (Ab 1990)

3.5.1. Die Reformen

3.5.2. Analyse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Wandel des Einflusses der britischen Ministerialbürokratie auf politische Entscheidungsprozesse infolge umfassender Reformen des Civil Service ab Ende der 1960er Jahre. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie es der Politik gelang, den Einfluss führender Beamter einzuschränken und warum die Möglichkeiten zur Einflussnahme in diesem System begrenzt sind.

  • Einflusspotenziale von Ministerialbürokratien in verschiedenen Phasen (vorpolitisch, politisch, Implementationsphase)
  • Die Auswirkungen des Fulton-Reports auf die Verwaltungsstruktur
  • Radikale Reformschritte unter der Regierung Margaret Thatcher
  • Kontinuität und Anpassungen des Reformprozesses unter John Major und Tony Blair
  • Methodische Anwendung von Konzepten zum "bürokratischen Agendasetting" und "strategischer Interaktion"

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Fulton-Report und seine Folgen ( 1968 – 1979)

Die im Jahre 1966 von Labour-Premierminister Harold Wilson eingesetzte Kommission unter der Leitung von Lord Fulton untersuchte die Struktur des Civil Service und kam im Jahr 1968 zu einem kritischen Ergebnis für die britische Zentralverwaltung. Insgesamt 158 Empfehlungen gab die Expertengruppe ab. Die Zentralverwaltung sei noch auf die Aufgaben des 19. Jahrhunderts ausgerichtet, den Anforderungen in einer immer komplexer werdenden Welt sei sie aber nur sehr schlecht gewachsen.

Konkret wurde besonders das Ideal des Generalisten angegriffen, der noch immer den Hauptteil der Civil Servants stellte. Der Fulton Report forderte aus diesem Grunde eine verstärkte Ausbildung von Spezialisten, die insbesondere mehr Managementfähigkeiten besitzen sollten. Auch wurde eine Vereinfachung der Laufbahngruppen verlangt; es sollte mehr Flexibilität hergestellt werden. Vorschläge, wie die Schaffung exklusiver Implementationseinheiten wurden vorgestellt und die Hierarchien sollten sich flacher werden. Doch die konkrete Umsetzung der zum Teil sehr weit gehenden Empfehlungen blieb dabei in engen Grenzen. Nun soll geprüft werden inwieweit die vorgenommenen Reformen Auswirkungen auf das Einflusspotenzial von Whitehall hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den allgemeinen Wandel in öffentlichen Verwaltungen hin zum "New Public Management" und skizziert die Zielsetzung der Arbeit, den Einflussverlust des britischen Civil Service zu untersuchen.

2. Einflusspotenziale von Ministerialbürokratien: Dieses Kapitel etabliert die theoretischen Werkzeuge, um den Einfluss von Bürokratien anhand von Politikphasen sowie Indikatoren für Agendasetting und strategische Interaktion messbar zu machen.

3. Der Reformprozess in Großbritannien: Das Kapitel analysiert chronologisch die Reformschritte in Großbritannien von der Fulton-Kommission bis hin zur Ära von Tony Blair und deren Auswirkungen auf die Machtbefugnisse der Ministerialbeamten.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass durch kontinuierliche Reformen, Personalabbau und Managementumstellungen die Einflusspotenziale der Ministerialbürokratie seit Ende der 1960er Jahre signifikant eingeschränkt wurden.

Schlüsselwörter

Großbritannien, Ministerialbürokratie, Civil Service, Politikbeeinflussung, New Public Management, Fulton-Report, Margaret Thatcher, Agendasetting, strategische Interaktion, Verwaltungsreform, Zentralverwaltung, Effektivitätspotenzial, Reformprozess, Implementationsphase, Regierungsführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung und den Wandel des Einflusses der britischen Ministerialbürokratie auf politische Entscheidungen seit den späten 1960er Jahren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des bürokratischen Agendasettings, strategische Interaktion zwischen Politik und Beamtentum sowie der Einfluss von Modernisierungsmaßnahmen auf Verwaltungsstrukturen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Autor fragt, wie es der britischen Politik gelang, den Einfluss führender Beamter zu beschränken und welche Faktoren diese Begrenzung der bürokratischen Macht begünstigt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoriegeleiteten Ansatz basierend auf den Modellen von Kai-Uwe Schnapp, um mittels Ressourcenvergleichen und der Untersuchung von Karriere- sowie Rekrutierungssystemen das Einflusspotenzial der Ministerialbürokratie zu bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert den Fulton-Report, die radikalen Umstrukturierungen unter Margaret Thatcher sowie die Fortführung der Managementreformen unter John Major und Tony Blair.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?

Wichtige Begriffe sind Civil Service, Verwaltungsreform, Agendasetting, strategische Interaktion und der Einflussverlust der sogenannten "Mandarine" in Whitehall.

Welche Rolle spielte der Fulton-Report konkret für die Reformen?

Der Bericht fungierte als Auslöser für eine erste Reformphase, die zwar das Ideal der Generalisten angriff und Spezialisierung forderte, deren direkte Umsetzung jedoch aufgrund des Beharrungsvermögens der Verwaltungsstrukturen zunächst in engen Grenzen blieb.

Wie wirkten sich die Thatcher-Jahre auf die Ministerialbürokratie aus?

Unter Thatcher wurde die Phase der folgenschwersten Umwälzungen eingeleitet, die durch massiven Personalabbau, Privatisierungen und die Einführung von Managementmethoden den Ressourcenvorteil und damit das Agendasettingpotenzial der Bürokratie drastisch reduzierten.

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Details

Title
Großbritanniens Ministerialbürokratie im Wandel
Subtitle
Reformen und ihre Auswirkungen auf den Einfluss der Zentralverwaltung
College
University of Passau
Course
PS Politik und Bürokratie
Grade
1,3
Author
Tobias Wolf (Author)
Publication Year
2007
Pages
22
Catalog Number
V73929
ISBN (eBook)
9783638678872
ISBN (Book)
9783638794671
Language
German
Tags
Großbritanniens Ministerialbürokratie Wandel Politik Bürokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Wolf (Author), 2007, Großbritanniens Ministerialbürokratie im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/73929
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