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Der Einfluss der Maquiladora-Industrien auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in Nordmexiko

Titel: Der Einfluss der Maquiladora-Industrien auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in Nordmexiko

Hausarbeit , 2000 , 23 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Silke Puls (Autor:in)

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Frage des Einflusses multinationaler Unternehmen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen mexikanischer Frauen in der mexikanisch/US-amerikanischen Grenzregion behandelt werden. Als Beispiel für die Untersuchung sollen die seit Ende der 1960er Jahre in dieser Region entstandenen "Weltmarktfabriken", die sogenannten Maquiladoras oder auch Maquilas, dienen.
Um die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in den Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos in einen größeren Zusammenhang zu stellen, soll im ersten Teil der Arbeit die Beschäftigung von Frauen in Exportindustrien untersucht werden. Hierbei sollen insbesondere Fragen nach der Entstehung einer "neuen internationalen Arbeitsteilung", die Stellung von Frauen in multinationalen Unternehmen, sowie die Auswirkung von Beschäftigung in multinationalen Unternehmen auf Frauen berücksichtigt werden. Der zweite Teil der Arbeit stellt die Maquiladora-Industrien vor. Er beschäftigt sich sowohl mit der Entstehungsgeschichte, als auch der aktuellen Situation der Maquiladoras. Außerdem sollen die im Zusammenhang mit dem Maquiladora Programm wichtigen Verträge und Abkommen erläutert werden.
Das letzte Kapitel stellt den Hauptteil dieser Arbeit dar und soll zugleich eine Verbindung zwischen den ersten beiden Kapiteln herstellen. Es setzt sich kritisch mit den Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen auseinander, die in den Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos beschäftigt sind. Dazu gehören sowohl Fragen, die sich auf die Arbeitsplatzsituation der Frauen beziehen, wie zum Beispiel Einstellungskriterien, Arbeitsbedingungen oder die Lohnfrage, als auch Fragen, die sich mit der sozialen Situation der Frauen beschäftigen. Hierzu gehört unter anderem die Familienstruktur oder der Zusammenhang zwischen Familie und Maquila-Arbeit. In der Schlussbetrachtung sollen die wichtigsten Punkte, die sich im Verlauf der Arbeit herauskristallisiert haben, noch einmal kurz zusammengefasst und bewertet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschäftigung von Frauen in Exportindustrien

3. Die Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos

4. Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in den Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss multinationaler Unternehmen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen mexikanischer Frauen in der Grenzregion zwischen Mexiko und den USA, wobei die Maquiladora-Industrien als zentrales Untersuchungsbeispiel dienen.

  • Entwicklung und Dynamik der neuen internationalen Arbeitsteilung.
  • Strukturen und Rahmenbedingungen der Maquiladora-Industrien.
  • Analyse der sozioökonomischen Situation von Frauen in dieser Industrie.
  • Diskussion theoretischer Ansätze zur Einbindung weiblicher Arbeitskraft.
  • Bewertung der Auswirkungen von Globalisierung und Freihandelsabkommen.

Auszug aus dem Buch

4. Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in den Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos

Die meisten Maquiladora-Fabriken haben sich in den extra dafür angelegten Industrieparks in der nördlichen Grenzregion Mexikos angesiedelt. In vielen Fabriken wird die Arbeit nach dem „Vorbild“ einer autoritären patriarchalischen Familienstruktur organisiert. Innerhalb der Produktion besteht die Hierarchie aus dem Aufseher, einem Gruppenchef oder einer Gruppenchefin und den ArbeiterInnen. Darüber gibt es die Ebene der Techniker, Ingenieure, Verwaltungsangestellten und Manager. In diesem Bereich überwiegt die Zahl der männlichen Beschäftigten in der Regel deutlich und oftmals sind hier US-amerikanische statt mexikanische Arbeitskräfte zu finden. Frauen werden zumeist an unterster Stelle der betrieblichen Hierarchie eingesetzt.

Da zu Beginn des Maquiladora-Programms keine formale Schulbildung von den Frauen verlangt wurde, blieb auch die Zahl der qualifizierten weiblichen Arbeitskräfte zunächst relativ gering. Seit den 1980er Jahren lassen sich jedoch zunehmend Qualifikationsanforderungen (wie die sechsjährige Primarschulausbildung) feststellen. In den letzten Jahren geht der Trend zudem in die Richtung einer noch höheren Qualifikationsanforderung. In vielen Fällen wird mittlerweile schon eine weiterführende Schulausbildung (die achtjährige „secundaria“ Schulausbildung), beziehungsweise eine auf die jeweilige Tätigkeit der Arbeiterin bezogene Zusatzausbildung (z.B. Schreibmaschinenkenntnisse) verlangt. (vgl. Preuß, 77) Frauen ohne jegliche Schulbildung haben daher immer schlechtere Chancen, einen Arbeitsplatz in den Maquiladora-Fabriken zu bekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Fragestellung bezüglich der Auswirkungen multinationaler Unternehmen auf mexikanische Frauen und stellt den Aufbau der Untersuchung sowie die verwendeten Beispiele dar.

2. Beschäftigung von Frauen in Exportindustrien: Hier wird der theoretische Rahmen zur internationalen Arbeitsteilung und die allgemeine Beschäftigungssituation von Frauen im Kontext weltweiter Industrialisierungsprozesse analysiert.

3. Die Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos: Dieses Kapitel widmet sich der Entstehungsgeschichte, den Standortvorteilen und der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Maquiladoras in der mexikanisch-US-amerikanischen Grenzregion.

4. Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in den Maquiladora-Industrien im Norden Mexikos: Die Untersuchung befasst sich kritisch mit der konkreten Arbeitsplatzsituation, Qualifikationsanforderungen sowie den sozialen Lebensumständen der in der Industrie beschäftigten Frauen.

5. Zusammenfassung: In diesem Teil werden die zentralen Erkenntnisse zusammengeführt und eine abschließende Bewertung des Einflusses der Maquiladora-Industrie auf die sozioökonomische Lage der Frauen vorgenommen.

Schlüsselwörter

Maquiladoras, Mexiko, Grenzregion, multinationale Unternehmen, Frauenarbeit, internationale Arbeitsteilung, Exportindustrie, Arbeitsbedingungen, Lebensbedingungen, Globalisierung, Industrialisierung, Erwerbstätigkeit, Lohnarbeit, Wirtschaftsstandort, Nordamerika.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie multinationale Unternehmen die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in der mexikanisch-US-amerikanischen Grenzregion prägen, speziell im Kontext der Maquiladora-Industrie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die internationale Arbeitsteilung, die Struktur der Maquiladora-Fabriken, die sozioökonomische Rolle der Frau in dieser Region sowie die Auswirkungen des globalen Wettbewerbs auf lokale Arbeitsmärkte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss der Maquiladora-Ansiedlung auf die Beschäftigungssituation und die soziale Stellung der Frauen zu untersuchen und zu hinterfragen, inwieweit diese Lohnarbeit als befreiend oder ausbeuterisch zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine strukturierte Analyse, die theoretische Konzepte (wie die Eingliederungs-, Marginalisierungs- und Ausbeutungsthese) mit empirischen Beobachtungen und Literaturrecherchen zu den Arbeitsbedingungen in der Grenzregion verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Exportindustrien, eine detaillierte Vorstellung der Maquiladora-Geschichte und -Struktur sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeits- und sozialen Lebensrealität der Arbeiterinnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Maquiladoras, internationale Arbeitsteilung, multinationale Unternehmen, Frauenarbeit, Globalisierung sowie sozioökonomische Arbeits- und Lebensbedingungen.

Welche Bedeutung hat das PRONAF-Programm für die Entstehung der Industrie?

Das PRONAF war ein Versuch der mexikanischen Regierung, die Grenzregion durch steuerliche Anreize und touristische Infrastruktur wirtschaftlich zu beleben, bildete jedoch den administrativen Vorläufer für die spätere Industrialisierung durch das Maquiladora-Programm.

Warum bevorzugen US-Unternehmen gerade die mexikanische Grenzregion für ihre Produktion?

Neben niedrigen Lohnkosten sind die geografische Nähe zum US-Absatzmarkt, geringere Transportkosten für Komponenten sowie ein vergleichsweise stabiles politisches Umfeld die Hauptfaktoren für diese Standortentscheidung.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Einfluss der Maquiladora-Industrien auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in Nordmexiko
Hochschule
Universität Bremen  (Amerikanistik)
Veranstaltung
Mexican-Americans: Biculturalism in an Anglo Society?
Note
sehr gut
Autor
Silke Puls (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
23
Katalognummer
V7337
ISBN (eBook)
9783638146289
ISBN (Buch)
9783656768180
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einfluß Unternehmen Arbeits- Lebensbedingungen Frauen Städten Grenzregion Beispiel Maquiladora-Industrien Mexican-Americans Biculturalism Anglo Society
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Puls (Autor:in), 2000, Der Einfluss der Maquiladora-Industrien auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in Nordmexiko, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/7337
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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