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Eingliederung von Migranten in das deutsche Bildungssystem

Darstellung ethnischer Unterschiede von Migranten und ethnischer Minderheiten im deutschen Bildungssystem

Title: Eingliederung von Migranten in das deutsche Bildungssystem

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tina Mauersberger (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities

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Migrationsbewegungen sind ein fester Bestandteil der Kulturgeschichte der Menschheit. Die Vorstellung, dass Menschen ein Leben lang dort bleiben wo sie geboren sind, trifft in der Realität nur selten zu. Um ihre Lebensbedingungen sowie Lebensoptionen zu verbessern geraten sie in „Bewegung“. Das Ausmaß der Migrationsbewegungen nimmt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges stetig zu und erreicht mittlerweile weltumspannende Dimensionen. Bereits heute leben mehr als 125 Mio. Menschen außerhalb ihrer Herkunftsorte (vgl. Han 2000, S. 6ff).
Durch die Entwicklung der internationalen Arbeitsteilung wurden in den 50er Jahren von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland ausländische Arbeitskräfte angeworben. Diese Arbeitskräfte hatten zunächst den Status von Gastarbeitern. Die Ausländer selbst hegten die Hoffnung in ihr Heimatland zurückzukehren, um dort mit den in Deutschland erworbenen Mitteln ein besseres Leben zu beginnen (vgl. Baker, Lenhardt 1988, S. 40). Demzufolge wurde die Migration von vielen nur als vorübergehende Phase angesehen und die Bildungsfrage in Bezug auf die Einwanderung zunächst sehr spät realisiert. Erst im Laufe der Jahre wurde erkennbar, dass mit dem langfristigen Aufenthalt der Gastarbeiter und ihren Familien, die Integration ihrer Kinder eine bedeutende Aufgabe der Schule werden würde (vgl. Herwartz-Emden 2003, S.678).
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) sowie die Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration beschreiben Integration als einen „...gesamtgesellschaftlichen Prozess, der jeden Einzelnen, wenn auch in unterschiedlichem Maße, betrifft“ (Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 2003, S.1). Eine wichtige Vorraussetzung für Integration stellt die Chancengleichheit, welche zu den Grundwerten unserer Gesellschaft zählt, dar. Einerseits bedeutet dies, eine Schaffung gleichberechtigter Zugangsmöglichkeiten für jeden Einzelnen zu allen zentralen Bereichen der Gesellschaft. Dazu zählen unter anderem auch die Bildung und Ausbildung. Andererseits ist zusätzlich eine aktive Förderung zur Herstellung gleicher Ausgangspositionen erforderlich (vgl. Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration 2003, S.1).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Integration

2.1 Soziale Integration

2.2 Typen der Sozialintegration von Migranten

2.3 Assimilation

3. Bildung als Integrationsmotor – ein bildungspolitischer Exkurs

4. Migranten im Deutschen Bildungssystem

4.1 Charakterisierung ethnischer Unterschiede in der Bildungsbeteiligung/ Erklärungsansatz

4.2 Beispiele

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethnischen Unterschiede zwischen Migranten und einheimischen Schülern im deutschen Bildungssystem. Das primäre Ziel ist es, diese Benachteiligungen nicht nur darzustellen, sondern mithilfe des theoretischen Ressourcenansatzes zu erklären, warum bestimmte Gruppen im Bildungswesen schlechtere Startbedingungen vorfinden.

  • Theoretische Grundlagen von Integration und Assimilation nach H. Esser
  • Bildungspolitische Rahmenbedingungen für ausländische Kinder in Deutschland
  • Empirische Analyse der Bildungsbeteiligung und Leistungsunterschiede
  • Die Rolle des Ressourcenansatzes zur Erklärung von Bildungsungleichheit
  • Konkrete Einflussfaktoren familiärer Sozialisation auf den Schulerfolg

Auszug aus dem Buch

4.2 Beispiele

Die folgenden Beispiele sollen versuchen den Ressourcenanatz näher zu bestimmen. Dabei soll zunächst die Ressourcenausstattung der Familie näher betrachtet werden, da diese eine besondere Relevanz für den Bildungserfolg darstellt. „Die familiäre Sozialisation wird als besonders bedeutsam für die Akkumulation von Humankapital betrachtet, weil ihren Kindern grundlegende Wissensbestände, Werte und Gewohnheiten, die dem Erfolg in den Bildungsinstitutionen oder auf dem Arbeitsmarkt zu- oder abträglich sind, vermitteln“ (Diefenbach, S.234). Nach Kristen ist es für Eltern von Vorteil, wenn sie viel über den Aufbau sowie die Möglichkeiten des Bildungssystems wissen. Dadurch können sie ihre Kinder adäquat im Bildungsbereich unterstützen (Kristen 2005, S. 7). Ein gefestigter Familienverband sowie ein hoher Bildungsstand der Eltern beeinflussen, laut Büchel und Wagner die Möglichkeiten der Kinder im Bildungswesen. Demzufolge hat der Bildungsgrad der Eltern einen direkten Einfluss auf ihre Nachkommen bzw. deren Bildungschancen (vgl. Büchel/Wagner 1995, S. 93f).

Aufgrund der Tatsache, dass Migrantenfamilien in Bezug auf einwanderungslandspezifisches Humankapital schlechter gestellt sind und somit über weniger bildungsrelevantes Wissen verfügen, ist es für sie schwieriger ihre Kinder im außerschulischen Lernprozess zu unterstützen. Fehlende Sprachkenntnisse verstärken häufig diese Defizite (vgl. Kristen 2005, S. 8). Kristen zeigt anhand empirischer Daten, dass die Misserfolge von Migrantenkinder im deutschen Bildungssystem mit der Ressourcenausstattung der Familien in Verbindung stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Migrationsbewegungen sowie die gesellschaftliche Notwendigkeit, Chancengleichheit im deutschen Bildungssystem durch eine erfolgreiche Integration zu fördern.

2. Der Begriff der Integration: Dieses Kapitel definiert zentrale soziologische Begriffe wie Systemintegration, soziale Integration und Assimilation und differenziert zwischen verschiedenen Formen der gesellschaftlichen Einbindung.

3. Bildung als Integrationsmotor – ein bildungspolitischer Exkurs: Hier werden die bildungspolitischen Entscheidungen der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie die historische Entwicklung des Umgangs mit ausländischen Kindern im deutschen Schulsystem kritisch reflektiert.

4. Migranten im Deutschen Bildungssystem: Das Hauptkapitel analysiert empirische Daten zu Bildungsbeteiligung und schulischem Erfolg und nutzt den Ressourcenansatz nach Bourdieu zur theoretischen Erklärung der Benachteiligung von Migranten.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass das deutsche Bildungssystem sein Ziel der Chancengleichheit bisher verfehlt hat und fordert eine gezielte Förderung sowie bessere institutionelle Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Migration, Integration, Assimilation, Bildungssystem, Bildungsbeteiligung, Ressourcenansatz, Chancengleichheit, Humankapital, kulturelles Kapital, soziale Ungleichheit, Migrantenkinder, soziale Herkunft, Schulerfolg, Bildungsauftrag, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Eingliederung von Migranten in das deutsche Bildungssystem und untersucht die Ursachen für die nachweisbaren Bildungsbenachteiligungen ethnischer Minderheiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören die soziologische Begriffsbestimmung von Integration, die Entwicklung der Bildungspolitik gegenüber Migranten sowie die empirische Analyse von Bildungsabschlüssen und Leistungsunterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und theoretische Erklärung ethnischer Bildungsunterschiede mithilfe des Ressourcenansatzes, um die Mechanismen von Bildungsungleichheit aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erklärung genutzt?

Die Arbeit verwendet den theoretischen Ressourcenansatz (nach Bourdieu und Kristen), um den Zusammenhang zwischen der Ressourcenausstattung von Familien und dem Bildungserfolg ihrer Kinder zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung ethnischer Unterschiede in der Bildungsbeteiligung sowie der Auswertung von Fallbeispielen zur familiären Sozialisation und zum Einfluss des Lernumfeldes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Zentrale Begriffe sind Migration, Bildungsungleichheit, Humankapital, soziale Integration und Chancengleichheit.

Inwieweit spielt die Sprache zu Hause eine Rolle für den Schulerfolg?

Die Arbeit führt empirische Daten an, die zeigen, dass Kinder, die in ihrem sozialen Umfeld die einheimische Sprache sprechen, generell bessere Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik erzielen.

Warum ist laut Autorin das aktuelle Bildungssystem nicht vollständig „integrationstauglich“?

Die Autorin argumentiert, dass das System trotz seiner strukturellen Form bisher keine tatsächliche Chancengleichheit bietet, da der Bildungserfolg weiterhin maßgeblich von der sozialen Herkunft und den familiären Ressourcen abhängt.

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Details

Title
Eingliederung von Migranten in das deutsche Bildungssystem
Subtitle
Darstellung ethnischer Unterschiede von Migranten und ethnischer Minderheiten im deutschen Bildungssystem
College
Technical University of Chemnitz  (Professur für Allgemeine Soziologie I)
Course
Migration/Integration
Grade
1,7
Author
Tina Mauersberger (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V72135
ISBN (eBook)
9783638690034
ISBN (Book)
9783638935685
Language
German
Tags
Eingliederung Migranten Bildungssystem Migration/Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Mauersberger (Author), 2005, Eingliederung von Migranten in das deutsche Bildungssystem, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/72135
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