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"Wen kümmert's, wer spricht?" Michel Foucault und das Problem der Autorschaft

Title: "Wen kümmert's, wer spricht?" Michel Foucault und das Problem der Autorschaft

Term Paper , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anne Krier (Author)

Russian / Slavic Languages

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit will der Frage nachgehen, inwiefern man Foucaults Text Qu’est-ce qu’un auteur? (Was ist ein Autor?) wirklich als eine endgültige Absage an Autorschaft als Urheberschaft lesen kann: ist für Foucault ein Autor als Subjekt literarischen Sprechens wirklich kein „Herrschendes“ mehr, sondern nur noch eine „untergeordnete Figur des Diskurses“?* Kann man sagen, dass „der Autor des Texts keine ursprüngliche Begründungsfunktion hat, sondern nur eine variable Größe des Diskurses darstellt“**? Dass es Foucault nicht kümmert, wer spricht? Im ersten Teil der Arbeit wird versucht, kurz den intellektuellen Hintergrund nachzuzeichnen, vor dem Foucaults Text entstand: auf eine allgemeine Bemerkung zum Strukturalismus folgt eine kurze Skizze der philosophischen und literaturtheoretischen Ansätze, die das Denken der französischen Intellektuellen der 50er und 60er Jahre beherrschten, sowie eine Analyse der wichtigsten Punkte von Roland Barthes Text „Der Tod des Autors“ (1968), auf den Foucaults Vortrag weitgehend reagiert. Der zweite Teil der Arbeit ist Michel Foucault und seinem Verständnis des Autorbegriffes gewidmet: nachdem die Entwicklung seines Denkens in Kürze umrissen wurde, wird „Was ist ein Autor?“ näher analysiert werden. Die Gliederung des Vortrags wird dargestellt und dann versucht, Foucaults Autorbegriff zu umreißen und zu problematisieren. [* Siehe M. Wetzel: Autor / Künstler, in: K.-H. Barck u.a. (Hg): Ästhetische Grundbegriffe, S. 490.; **Vgl. Ebd., S. 491.]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. Vorgeschichte

2. 1. Strukturalismus und Autorbegriff

2. 1. 1. Bemerkungen zum Strukturalismus

2. 1. 2. Der Einfluss des Strukturalismus in Frankreich

2. 1. 3. Roland Barthes: «La mort de l’auteur»

3. Michel Foucault: „Was ist ein Autor?“

3. 1. „Michel Foucault jenseits von Strukturalismus und Hermeneutik“

3. 2. «Qu’est – ce qu’un auteur?»

3. 2. 1. Aufbau des Vortrags

3. 2. 2. Spielarten des Autorbegriffs bei Foucault

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Position Michel Foucaults zum Problem der Autorschaft, insbesondere in seinem wegweisenden Vortrag „Was ist ein Autor?“, und analysiert, inwiefern Foucault dabei tatsächlich mit der traditionellen Vorstellung des Autors als Schöpfersubjekt bricht.

  • Die Entwicklung des Autorbegriffs von der Antike bis zum 20. Jahrhundert.
  • Der Einfluss des Strukturalismus und Roland Barthes' These vom „Tod des Autors“.
  • Foucaults diskursanalytische Neudefinition des Autors als Funktion.
  • Die Problematisierung des „Diskursivitätsbegründers“ als ein „Über-Autor“.
  • Das Spannungsfeld zwischen der Negation des Subjekts und dessen Wiedereinführung in die Diskursanalyse.

Auszug aus dem Buch

3. 2. 2. Spielarten des Autorbegriffs bei Foucault

„Was ist ein Autor?“ – schon der Titel des Vortrags, der an Barthes’ ein Jahr zuvor erschienenen Essay „Der Tod des Autors“ appelliert, offenbart, dass Foucault hier vorhat, sich mit fremdem Gedankengut auseinanderzusetzen. Genauso greift er im Text selbst, ohne ihn namentlich zu nennen, Barthes’ Diktum vom auf: seine Vorgehensweise besteht darin – und dies zieht sich durch den gesamten Text – schon Gedachtes, Geschriebenes, aufzugreifen, zu kritisieren und es in sein Denksystem einzupassen. Diese Vorgehensweise betrifft einerseits literaturwissenschaftliche und -historische Überlegungen wie jene, die er seinen Zuhörern zu Autornamen und Autorfunktion präsentiert, andererseits die Anlehnung an den Prätext von Roland Barthes. Aus Platzgründen kann in dieser Arbeit auf Erstere nur verwiesen werden, Foucaults Aussagen über das Wesen des modernen Schreibens, seine Auseinandersetzung mit Barthes’ Prätext und die Skizze zur Theorie des „Diskursivitätsbegründers“ aber werden ausführlicher dargestellt werden.

Für Roland Barthes ist das Schreiben ein „performativer Akt“: „[Schreiben ist das], was die Oxford – Philosophie ein Performativ nennt, eine seltene Verbalform, die auf die erste Person und das Präsens beschränkt ist und in der die Äußerung keinen anderen Inhalt (keinen anderen Äußerungsgehalt) hat, als eben den Akt, durch den sie sich hervorbringt […]“29. Hierauf bezieht sich Foucault, als er zu Beginn seines Vortrags unterstellt, die moderne Literatur habe sich „vom Thema des Ausdrucks befreit“, das moderne Schreiben sei „nur auf sich selbst bezogen und doch [sei] es nicht in der Form der Innerlichkeit gefangen: Es [fiele] mit seiner entfalteten Äußerlichkeit zusammen.“30 In der modernen Literatur, die die Ebene des Diskurses, was soviel heißt wie die Ebene der Repräsentation, hinter sich gelassen hat, sind die Zeichen nicht länger als ein Substitut für eine Sache zu verstehen, die als Realität dem Zeichen präexistiert hätte, sondern die Signifikate lassen sich nur noch als Effekte des entsprechenden Zeichensystem denken (Derrida). In diesem unendlichen Spiel der Zeichen breitet sich

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die Entwicklung des Autorbegriffs skizziert und die Forschungsfrage formuliert, inwiefern Foucaults Vortrag eine endgültige Absage an den Autor als Subjekt literarischen Sprechens darstellt.

2. Vorgeschichte: Das Kapitel beleuchtet den strukturalistischen Hintergrund in Frankreich und analysiert Roland Barthes' Essay „Der Tod des Autors“ als intellektuelle Basis für die zeitgenössische Debatte.

3. Michel Foucault: „Was ist ein Autor?“: Der Hauptteil analysiert Foucaults Vortrag, seine Einordnung jenseits von Strukturalismus und Hermeneutik sowie die vier Merkmale der Autorfunktion.

4. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass Foucaults Position zwischen der radikalen Negation des Subjekts und der Konstruktion des „Diskursivitätsbegründers“ als antithetisch und problematisch einzustufen ist.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Autorschaft, Tod des Autors, Diskursanalyse, Strukturalismus, Roland Barthes, Autorfunktion, Diskursivitätsbegründer, Literaturtheorie, Subjektivität, Schreibakt, Episteme, Textualität, diskursive Formation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Autorschaft bei Michel Foucault, insbesondere wie er den Autor als historisch gewachsenes Konstrukt statt als schöpferisches Subjekt begreift.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Strukturalismus, die Abkehr vom klassischen Autorbegriff, die Rezeption von Roland Barthes und Foucaults eigene Theorie der Autorfunktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob Foucault mit seinem Text „Was ist ein Autor?“ tatsächlich einen endgültigen Schlussstrich unter den Begriff der Urheberschaft zieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die diskursanalytische Methode, um Foucaults Texte im Kontext ihrer Zeit und seiner sonstigen philosophischen Ansätze zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Foucaults Vortrag „Was ist ein Autor?“, beleuchtet den intellektuellen Hintergrund, die methodische Gliederung des Vortrags und Foucaults Konzepte der Autorfunktion sowie des Diskursivitätsbegründers.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Autorfunktion, Subjektentzug, Diskursivität und das Verhältnis von Sprache, Wissen und Macht geprägt.

Wie bewertet die Autorin Foucaults Konzept des „Diskursivitätsbegründers“?

Sie bewertet es als eine überraschende Konstruktion, die fast als „Taschenspielertrick“ wirkt, da sie dem Autor eine neue, mächtige Rolle innerhalb des Diskurses zurückgibt.

Widerspricht Foucault sich in seiner Analyse des Autors selbst?

Die Arbeit legt dar, dass Foucault zwischen seiner Ausgangsposition der radikalen Subjekt-Negation und seinem späteren Modell des „Über-Autors“ in einen antithetischen Widerspruch gerät.

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Details

Title
"Wen kümmert's, wer spricht?" Michel Foucault und das Problem der Autorschaft
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Slawistik)
Course
Autorschaft
Grade
1,0
Author
Anne Krier (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V71626
ISBN (eBook)
9783638815314
ISBN (Book)
9783638825474
Language
German
Tags
Michel Foucault Problem Autorschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Krier (Author), 2007, "Wen kümmert's, wer spricht?" Michel Foucault und das Problem der Autorschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/71626
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