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Elterngeld – eine Maßnahme zur Steigerung der Geburtenrate?

Titel: Elterngeld – eine Maßnahme zur Steigerung der Geburtenrate?

Hausarbeit , 2007 , 46 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Willhalm (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir brauchen mehr Kinder in den Familien und wir brauchen mehr Familie in unserer Gesellschaft. (…) Jedoch werden immer weniger Kinder geboren. (…) Die Ressource Familie ist erschöpflich, für ihre Zukunft in unserer modernen Gesellschaft gibt es eine gemeinsame Verantwortung…“ (BMFSFJ 2005b).

So fasst im Juni 2005 Ursula von der Leyen, derzeitige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die demographische Entwicklung in Deutschland zusammen. Darüber hinaus weist Sie auf dringend benötigte strukturelle Veränderungen in der familienpolitischen Landschaft hin. Das im Januar 2007 in Kraft tretende Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetz ist eine unmittelbare politische Antwort auf diese derzeitige Entwicklung. Es kann im Sinne einer nachhaltigen Familienpolitik, wie sie von Ursula von der Leyen proklamiert wird verstanden werden (BMFSFJ 2005b).

Gegenstand dieser Arbeit ist es, der Frage nachzugehen, ob die neue Gesetzgebung bezüglich des Elterngeldes eine familienpolitische Maßnahme ist, die zu einer Steigerung der Geburtenrate in Deutschland einen Beitrag leisten kann.
Um zu Erkenntnissen bezüglich dieser Fragestellung zu gelangen, wird in Folgendem zunächst ein Einblick in familienpolitische Modelle zweier europäischer Länder gegeben, die bereits strukturelle Veränderungen in der Familienpolitik vorgenommen haben und für die Ausarbeitung des Elterngeldes in Deutschland wichtige Anreize boten. Im Anschluss daran werden die wichtigsten „Eckpunkte“ des Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetzes (BEEG) erläutert, sowie Unterschiede zum bisherigen Erziehungsgeld dargestellt. Politische Zielsetzungen, die mit der Einführung des Elterngeldes verbunden sind, werden aufgezeigt und diskutiert. Im praktischen Teil der Arbeit werden 20 StudentInnen und 20 Erwerbstätige im Alter zwischen 18-42 Jahren mit Hilfe eines selbst erstellten Fragebogens zum Thema Elterngeld untersucht. Der Fokus der Befragung liegt hierbei auf der Frage, ob das Elterngeld die Untersuchungsgruppe möglicherweise bestärkt, sich für ein (weiteres) Kind zu entscheiden. Und ob dies im Sinne einer Akzeptanz dieser neu eingeführten politischen Maßnahme verstanden werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familienpolitische Modelle und Geburtenziffern im europäischen Vergleich

2.1 Das familienpolitische Modell Schwedens

2.2 Das familienpolitische Modell Frankreichs

3. Das Elterngeld in Deutschland

3.1 Gegenüberstellung Erziehungsgeld- Elterngeld

3.2 Politische Debatten und Vorarbeit zum Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetz (BEEG)

3.3 Ausgestaltung des Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetzes (BEEG)

3.3.1 Berechtigte

3.3.2 Berechnung des Elterngeldes

3.3.3 Anrechnung von anderen Leistungen

3.3.4 Bezugszeitraum

3.3.5 Auszahlung und Verlängerungsoption

3.3.6 Verhältnis zu anderen Sozialleistungen

3.3.7 Unterhaltspflichten

4. Politische Zielsetzung der Einführung des Elterngeldes

4.1 Sicherung der Lebensgrundlage und nachhaltige Stärkung der Familien

4.2 Sicherung der Teilhabe an Beruf und Familie für Männer und Frauen

4.2.1 Verkürzung der Erwerbsunterbrechung

4.2.1.1 Bedarfsgerechter Ausbau der Kinderbetreuung

4.2.1.2 Familienfreundliche Arbeitsplätze

4.2.2 Beteiligung der Väter an der Elternzeit

5. Zwischenfazit

6. Praxisteil: Umfrage zur Einführung des Elterngeldes

6.1 Untersuchungsrahmen

6.2 Beschreibung des Fragebogens

6.3 Inhaltliche Ergebnisse

6.3.1 Geschlecht und Tätigkeit

6.3.2 Alter

6.3.3 Familienstand und Kinder

6.3.4 Beschäftigungsverhältnis

6.3.5 Beschäftigungsverhältnis der Partner

6.3.6 Persönliche Motivation zur Entscheidung für ein (weiteres) Kind durch Einführung des Elterngeldes

6.3.7 Finanzielle Verbesserung/ Verschlechterung durch das Elterngeld

6.3.8 Weitere Vorteile/ Nachteile durch die Einführung des Elterngeldes

6.3.8.1. Weitere Vorteile durch die Einführung des Elterngeldes

6.3.8.2. Weitere Nachteile durch die Einführung des Elterngeldes

6.3.9 Inanspruchnahme von Elterngeld

6.3.10 Rückkehr in den Beruf zur Zeit des Erziehungsgeldes

6.3.11 Rückkehr in den Beruf zur Zeit des Elterngeldes

6.3.12 Motivation zur Elternzeit für beide Elternteile

6.3.13 Sonstige Meinungen

6.3.14 Fazit

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das zum 01.01.2007 eingeführte Elterngeld eine familienpolitische Maßnahme darstellt, die einen Beitrag zur Steigerung der Geburtenrate in Deutschland leisten kann. Hierzu wird die Konzeption des Elterngeldes analysiert und durch eine empirische Befragung von Studierenden und Erwerbstätigen auf ihre motivierende Wirkung hinsichtlich der Familiengründung geprüft.

  • Vergleich familienpolitischer Modelle in Schweden, Frankreich und Deutschland
  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen und Ziele des Bundeselterngeld- und Erziehungszeitgesetzes (BEEG)
  • Untersuchung der finanziellen Auswirkungen des Elterngeldes auf verschiedene Bevölkerungsgruppen
  • Erfassung der Motivation zur Familiengründung durch das neue Elterngeldmodell
  • Bewertung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Rolle der Kinderbetreuungsinfrastruktur

Auszug aus dem Buch

3.1 Gegenüberstellung Erziehungsgeld- Elterngeld

Im Gegensatz zum bisher geltenden Erziehungsgeld, das eine „einkommensabhängige Familienleistung“ darstellte, handelt es sich beim Elterngeld um eine „Lohnersatzleistung“. Dies bedeutet, dass das Erziehungsgeld sich an den Einkommensgrenzen der Eltern orientiert und somit Eltern mit, oder ohne Erwerbstätigkeit bis zu gesetzlich festgelegten Einkommensgrenzen ausbezahlt wird. Dabei orientiert man sich am „pauschalisierten Jahresnettoeinkommen“ der Eltern. Je nach Jahresnettoeinkommen (im Kalenderjahr vor der Geburt und im selbigen der Geburt) steht den betreffenden Familien Erziehungsgeld in Höhe von 300€ monatlich, für den Zeitraum von 6 Monaten oder für 24 Monate zu. Familien mit höherem Jahresnettoeinkommen erhalten gemindertes oder kein Erziehungsgeld (vgl. BMFSFJ 2006a: 1-20).

Im Gegensatz zum Erziehungsgeld gibt es beim Elterngeld keine Einkommensgrenzen. Somit besteht die Möglichkeit, dass jede Mutter bzw. jeder Vater Elterngeld in unterschiedlicher Höhe für sich in Anspruch nehmen kann. Gewährt werden dem erziehenden Elternteil 67% des durchschnittlichen Jahresnettoeinkommens der letzten 12 Monate vor Geburt des Kindes. Mütter und Väter ohne Erwerbseinkommen haben nur noch Anspruch auf den Mindestbetrag des Elterngeldes in Höhe von 300€ monatlich. Das Elterngeld wird allen Berechtigten über einen Zeitraum von 12 bzw. 14 Monaten gewährt (vgl. BMFSFJ 2006b: 3-6).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Geburtenrückgang in Deutschland und stellt das Elterngeld als familienpolitische Antwort darauf vor, wobei die Diskrepanz zwischen Kinderwunsch und Realität beleuchtet wird.

2. Familienpolitische Modelle und Geburtenziffern im europäischen Vergleich: Es wird untersucht, wie erfolgreiche Modelle wie die Schwedens und Frankreichs als Impulsgeber für deutsche Familienpolitik dienen können.

3. Das Elterngeld in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert den Gesetzgebungsprozess, die zentralen Eckpunkte des BEEG und den fundamentalen Wechsel von der einkommensabhängigen Leistung hin zur Lohnersatzleistung.

4. Politische Zielsetzung der Einführung des Elterngeldes: Hier werden die Ziele der wirtschaftlichen Absicherung, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Förderung väterlicher Elternzeit kritisch diskutiert.

5. Zwischenfazit: Die Zwischenbetrachtung hinterfragt, ob das Elterngeld primär Besserverdiener begünstigt und ob es alleinstehend ausreicht, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken.

6. Praxisteil: Umfrage zur Einführung des Elterngeldes: Eine empirische Erhebung unter Studierenden und Erwerbstätigen vergleicht deren Wahrnehmung und finanzielle Betroffenheit durch die neue Gesetzeslage.

7. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Elterngeld nur als Teil eines umfassenden Gesamtkonzepts, ergänzt durch flexible Arbeitsmodelle und Betreuungsinfrastruktur, langfristig erfolgreich sein kann.

Schlüsselwörter

Elterngeld, Familienpolitik, Geburtenrate, Lohnersatzleistung, Erziehungszeitgesetz, BEEG, Demografischer Wandel, Vereinbarkeit, Beruf, Familie, Kinderbetreuung, Geschlechtergerechtigkeit, Elternzeit, Umfrage, Familienförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, ob das zum 01.01.2007 in Kraft getretene Elterngeld eine geeignete Maßnahme ist, um die Geburtenrate in Deutschland aktiv zu steigern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören der europäische Vergleich familienpolitischer Systeme, die gesetzliche Neuausrichtung durch das BEEG sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, ob das Elterngeld in der Praxis als Anreiz für junge Menschen dient, sich für eine Familiengründung oder ein weiteres Kind zu entscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben der Auswertung relevanter Literatur und statistischer Daten führt die Autorin eine eigene empirische Umfrage bei 40 Probanden (Studierende und Erwerbstätige) durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der politischen Zielsetzungen, die Ausgestaltung des neuen Elterngeldes im Vergleich zum Erziehungsgeld und einen ausführlichen Praxisteil mit Auswertung der Befragung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Lohnersatzleistung, demografischer Wandel, Kinderbetreuung, berufliche Vereinbarkeit und Familienförderung.

Warum schneiden Studierende in der Befragung schlechter ab?

Die Befragung zeigt, dass viele Studierende finanziell durch die Umstellung von Erziehungsgeld auf das Elterngeld benachteiligt sind, da sie keine Erwerbseinkommen erzielen und somit lediglich den Sockelbetrag erhalten.

Führt das Elterngeld zu einer früheren Rückkehr in den Beruf?

Das Ergebnis der Praxisstudie ist hier nicht eindeutig, zeigt jedoch, dass die Erwerbstätigen eher eine längere Inanspruchnahme planen, während bei Studierenden tendenziell eher ein früherer Wiedereinstieg oder ein späterer Abschluss in Betracht gezogen wird.

Ist das Elterngeld nach Ansicht der Autorin eine Erfolgsgarantie?

Die Autorin schlussfolgert, dass das Elterngeld allein nicht ausreicht, sondern zwingend durch eine bessere Betreuungsinfrastruktur und einen gesellschaftlichen Umdenkungsprozess ergänzt werden muss, um tatsächlich einen Anreiz für Kinder zu bieten.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Elterngeld – eine Maßnahme zur Steigerung der Geburtenrate?
Hochschule
Hochschule Ravensburg-Weingarten  (Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Sozialpolitik
Note
1,0
Autor
Nadine Willhalm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
46
Katalognummer
V71499
ISBN (eBook)
9783638635219
ISBN (Buch)
9783638675208
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elterngeld Maßnahme Steigerung Geburtenrate Sozialpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Willhalm (Autor:in), 2007, Elterngeld – eine Maßnahme zur Steigerung der Geburtenrate?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/71499
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  46  Seiten
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