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Die Shinui-Partei und Tommy Lapid

Titel: Die Shinui-Partei und Tommy Lapid

Seminararbeit , 2006 , 16 Seiten , Note: 1

Autor:in: Regina Bianchi (Autor:in)

Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Abseits der außenpolitischen Geschehnisse, durch die Israel immer wieder in den Nachrichten vertreten ist, spielte sich während der letzten Jahre auch innenpolitisch so einiges ab, welches, aus bestimmten Gründen auch nicht wirklich von der Außenpolitik getrennt werden, wenngleich es nur indirekt damit zusammenhängt. In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit einer bestimmten Partei befassen, die die israelische Innenpolitik kurz, aber prägnant mitbestimmt hat. Tommy Lapids Shinui-Partei schaffte es bis in die Knesset, erlangte fünf Ministersitze und konnte so, wenn auch nur für kurze Zeit, das Leben in Israel entscheidend mitbestimmen.

Ich möchte in dieser Arbeit der Frage nachgehen, warum so ein Aufstieg möglich war und wo die Gründe dafür zu suchen sind. Des Weiteren möchte ich aber auch untersuchen, wie sich die Lage jetzt darstellt, und warum die Shinui Partei momentan keine allzu große Rolle in der israelischen Innenpolitik mehr spielt.

Dazu werde ich auch kurz auf den Kulturkampf in Israel eingehen, der eng mit der religiösen Ausprägung des Judentums, dem Judaismus in Verbindung steht und dann auch mit der Haltung der Shinui Partei. Dazu ist es meines Erachtens auch wichtig, zu verstehen, wofür die Ultra-Orthodoxen eintreten und warum diese in Israel zum Teil einen besonderen Status genießen, was ich auch in einem eigenen Kapitel erläutern werde. Auch deren wichtigste politische Vertretung, die SHAS-Partei werde ich dabei nicht außer Acht lassen. Anschließend werde ich mich der Shinui-Partei widmen und auch auf die charismatische Führungsperson Tommy Lapid eingehen, dem es meiner Meinung nach auch maßgeblich zu verdanken ist, dass die Shinui-Partei bei zwei Knesset-Wahlen so große Erfolge verzeichnen konnte.

Zudem ist auch interessant, wie die Shinui-Partei sich in der Regierung verhalten hat und wie es bei den darauf folgenden Wahlen um die Partei bestellt war. All dies möchte ich in der vorliegenden Arbeit kurz behandeln. Als verlässliche Quelle für diese Arbeit hat sich einmal mehr das Internet erwiesen, hier vor allem das Online-Archive der Zeitung „Die Zeit“.
Nun möchte ich aber im einleitenden Kapitel kurz die verschiedenen Problematiken der Kulturkampfes in Israel schildern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kulturkampf in Israel

3 Die Ultra-Orthodoxen

3.1 Die Haredim

3.2 Die SHAS-Partei

4 Die Shinui-Partei – Geschichte und Ideologie

4.1 Joszef ‚Tomislav’ Lapid

4.2 Shinui und die Ultra-Orthodoxen

4.3 Kritik an der Shinui-Partei

4.4 Der Koalitionsbruch 2004

4.5 Jüngste Entwicklungen

5 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufstieg und den darauffolgenden Bedeutungsverlust der israelischen Shinui-Partei unter der Führung von Tommy Lapid, wobei insbesondere die Rolle des innergesellschaftlichen Kulturkampfes zwischen säkularen und ultra-orthodoxen Kräften analysiert wird.

  • Der israelische Kulturkampf zwischen säkularen Juden und Ultra-Orthodoxen.
  • Die politische Rolle, Ideologie und Strategie der Shinui-Partei.
  • Der Einfluss und die Person Tommy Lapid im Kontext der israelischen Innenpolitik.
  • Die Auswirkungen der Regierungsbeteiligung auf die Wählerschaft der Mittelschicht.
  • Gründe für den massiven Rückgang der Wählerstimmen bei den Knesset-Wahlen 2006.

Auszug aus dem Buch

4.1 Joszef ‚Tomislav’ Lapid

Um über die Shinui Partei schreiben zu können, kommt man um diesen Namen nicht herum: Josef ‚Tomislav’, kurz Tommy, Lapid. Da auch seine Lebensgeschichte eine außergewöhnliche zu sein scheint, möchte ich sie auch in dieser Arbeit erwähnen, vor allem auch deshalb um besser verstehen zu können, warum Lapid so scharf gegen die „Privilegien“ der Ultraorthodoxen auftritt und für Einheit und Solidarität unter den Juden kämpft.

Geboren wurde Tommy Lapid als Tomislav Lampel in Novi-Sad, einem von Ungarn besetzten Gebiet in Ex-Jugoslawien. Seine Familie war einerseits tief jüdisch aber andererseits auch tief säkular, z. B. war sein Zu Hause nicht koscher. Der große Wendepunkt seines Lebens kam, als die Nationalsozialisten im Jahr 1944 in seine Heimatstadt eindrangen und am selben Tag Gestapo-Offiziere bei Lampels auftauchten und Tommys Vater vor dessen Augen verhafteten. Tommys Vater starb in Mauthausen (Klein Halevi 1999, 17). Tommys Mutter gelang es zu arrangieren, dass Tommy zu ihr nach Budapest geschmuggelt wurde, wo er, gemeinsam mit seiner Mutter den Rest des Krieges im jüdischen Ghetto, immer am Rande des Verhungerns, verbrachte. Ein besonders Ereignis schließlich trug dazu bei, dass Lapid zum Zionisten wurde. Als er und seine Mutter gemeinsam mit weiteren Juden im Ghetto von ungarischen Faschisten entdeckt wurden und zum Erschießen abgeführt wurden, die beiden jedoch entkommen konnten, blieb ihnen nichts anderes, als der Weg zurück ins jüdische Ghetto von Budapest. An jenem Tag wurde Lapid klar, „that there had to be at least one place for a Jewish child“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die innenpolitische Relevanz der Shinui-Partei ein und definiert die Fragestellung nach den Gründen ihres Aufstiegs und anschließenden Scheiterns.

2 Kulturkampf in Israel: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Gegensatz zwischen säkularen und ultra-orthodoxen Juden als zentralen Nährboden für die politische Arbeit der Shinui-Partei.

3 Die Ultra-Orthodoxen: Hier werden die Ideologie der Ultra-Orthodoxen sowie deren politische Vertretung, insbesondere die SHAS-Partei, und ihr Einfluss auf den israelischen Staat dargestellt.

4 Die Shinui-Partei – Geschichte und Ideologie: Dieser Hauptteil analysiert die Entstehung, das liberale Programm, die charismatische Führung durch Tommy Lapid und den Verlauf der Regierungsbeteiligung bis hin zum Koalitionsbruch.

5 Resümee: Die abschließende Betrachtung bewertet den Erfolg der Partei als eng verknüpft mit der Person Lapid und identifiziert das Nichterfüllen von Wahlversprechen als Grund für den späteren Stimmenverlust.

Schlüsselwörter

Shinui-Partei, Tommy Lapid, Israel, Kulturkampf, Knesset, Ultra-Orthodoxe, Haredim, SHAS-Partei, Säkularismus, Mittelschicht, Koalition, Zionismus, Innenpolitik, Wahlkampf, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Shinui-Partei in der israelischen Innenpolitik sowie ihren Aufstieg und Abstieg in den Jahren zwischen 1999 und 2006.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentral sind der innerisraelische Kulturkampf, die Konfrontation zwischen säkularen Interessen und ultra-orthodoxen Privilegien sowie die Rolle der Mittelschicht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu ergründen, warum die Shinui-Partei massiv an Zuspruch gewinnen konnte, um kurz darauf bei den Wahlen 2006 nahezu vollständig an Bedeutung zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, wobei maßgeblich auf Online-Archive, Zeitschriftenartikel und historische Kontexte zurückgegriffen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Partei, die Rolle von Tommy Lapid, das Verhältnis zu den Ultra-Orthodoxen und den Koalitionsbruch von 2004.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Shinui-Partei, Tommy Lapid, Kulturkampf, Ultra-Orthodoxe und der israelische Säkularismus.

Warum war Tommy Lapid für den Erfolg der Partei so entscheidend?

Sein Charisma als Journalist und seine persönliche Geschichte als Holocaust-Überlebender machten ihn zu einer glaubwürdigen Identifikationsfigur für die säkulare Mittelschicht.

Welche Rolle spielten die Ultra-Orthodoxen für den Koalitionsbruch 2004?

Die Shinui-Partei weigerte sich, dem Haushalt zuzustimmen, da dieser hohe Zahlungen an religiöse Parteien und Institutionen vorsah, woraufhin die Koalition zerbrach.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Shinui-Partei und Tommy Lapid
Hochschule
Universität Salzburg  (Geschichts- und Politikwissenschaft)
Veranstaltung
PS Gesellschaft und Politik in Israel
Note
1
Autor
Regina Bianchi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V71484
ISBN (eBook)
9783638635479
ISBN (Buch)
9783640865147
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Shinui-Partei Tommy Lapid Gesellschaft Politik Israel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Regina Bianchi (Autor:in), 2006, Die Shinui-Partei und Tommy Lapid, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/71484
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Leseprobe aus  16  Seiten
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