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Wirklichkeitsbegriffe im Zeichen Neuer Medien

Titel: Wirklichkeitsbegriffe im Zeichen Neuer Medien

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Vincent Steinfeld (Autor:in), Daniel Mielke (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit thematisiert zwei Wirklichkeitsbegriffe unterschiedlicher Couleur und versucht dabei, ihre Kompatibilität mit den Neuen Medien herauszustellen. In Anbetracht der großen Materialdichte - allein mittels einer Internetsuchmaschine lassen sich 14.600.000 einschlägige Einträge in deutscher Sprache finden 1 - sowie des uns zur Verfügung stehenden Seitenumfangs, haben wir uns auf zwei klassische Realitätsverständnisse konzentriert, welche uns als Grundlage o.a. Untersuchung dienen. Jenen Realitätsverständnissen widmet sich Punkt 2. Hier wird zunächst eine kurze Einführung in beide Wirklichkeitskonzeptionen gegeben, bevor einige begriffliche Voraberklärungen in puncto „Wirklichkeit“ erfolgen, gleichwohl „Virtualität“ genauso wie der Personal Computer in seiner großen Bedeutung eben für das von uns behandelte Thema genauer bearbeitet werden. Weiterhin schildert dieses Kapitel etwaige Wechselwirkungen der Dimensionen Wirklichkeit und Virtualität, was aber im Fazit vertieft wird.
2.1. referiert über PLATONs Theorem, um wie auch hinsichtlich der LEIBNIZ’schen Sichtweise, welche Gegenstand von 2.2. ist, schlussendlich zu einer fundierten Bewertung gelangen zu können, für die selbstredend zunächst eben jene Präsentation des ontologischen bzw. formalen Ansatzes erfolgen muss. Zum besseren Verständnis des jeweiligen Entwurfs haben wir signifikante Beispiele verwendet, welche die Philosophen ihrerseits einst selbst ersonnen hatten. Hernach befasst sich Abschnitt 3.1. mit einem gewissermaßen „modernen“ - weil zeitlich noch jungen - Wirklichkeitsverständnis, das von Donald W. WINNICOTT entworfen wurde - der „potentielle Raum“. Besonderes Interesse gilt hier den nötigen Voraussetzungen, welche für den Austausch zwischen Subjekt-Objekt-Welt elementar sind, was den potentiellen Raum ja ausmacht. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Unterschiedliche Wirklichkeitsbegriffe – der ontologische und formale Ansatz

2.1. Platon: Scheinhaftigkeit der gewöhnlichen Welt und „überhimmlische“ Wirklichkeit

2.2. Leibniz’ Serienmodell

3. Der potentielle Raum – ein moderner Wirklichkeitsbegriff

3.1. Potentieller Raum als Ort des Austausches zwischen Subjekt- und Objekt-Welt

3.2. „Invertierte Imitation“ als Gefährdung des individuellen potentiellen Raums

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht klassische philosophische Wirklichkeitskonzepte und deren Kompatibilität mit den digitalen Realitäten der Neuen Medien. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mediale Veränderungsprozesse unser Verständnis von Wirklichkeit beeinflussen und welche Rolle der "potentielle Raum" in diesem Zusammenhang für die Pädagogik spielt.

  • Vergleich ontologischer und formaler Wirklichkeitsbegriffe (Platon, Leibniz)
  • Analyse des "potentiellen Raums" nach D.W. Winnicott
  • Untersuchung der "invertierten Imitation" als technisches Gefährdungspotential
  • Synthese von Alltags- und Medienerfahrung
  • Konsequenzen für die pädagogische Gestaltung und Medienkompetenz

Auszug aus dem Buch

3.2. „Invertierte Imitation“ als Gefährdung des individuellen potentiellen Raums

Dieser potentielle Raum – und damit auch sein Bewohner, der Mensch – werden jedoch durch eine Entwicklung gefährdet, die SESINK mit Günther Anders als „Invertierte Imitation“ bezeichnet.

Invertierte Imitation bedeute zunächst einmal, „daß wir die »Abbildungen« der Wirklichkeit, welche uns in den Medien geliefert würden, immer mehr für das »Eigentliche« und »Ursprüngliche« hielten, daß daher aus dem Abbild das Vorbild werde, an dem die Wirklichkeit gemessen und dem es angepasst werde.“

Dieser Entwicklung käme, so SESINK, im Zeitalter der Informationsgesellschaft aber noch eine weitere Wirkung hinzu, die ihr eine „mindestens ebenso beunruhigende Bedeutung“ verleiht. Um diese zu beschreiben, ist hier ein kurzer Exkurs nötig.

Mit Bammé unterscheidet Sesink die „abstrakten Maschinen“, von den „konkreten Maschinen“, die in der physischen Welt existieren und dort materielle Güter produzieren. Die abstrakten Maschinen dienen nun der Steuerung der konkreten Maschinen – und verdrängen zunehmend den Menschen aus dieser Position.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Arbeit thematisiert zwei klassische Wirklichkeitsbegriffe und deren Relevanz angesichts der Neuen Medien.

2. Unterschiedliche Wirklichkeitsbegriffe – der ontologische und formale Ansatz: Einführung in die Wirklichkeitsverständnisse von Platon und Leibniz und deren Eignung zur Bewertung virtueller Realitäten.

2.1. Platon: Scheinhaftigkeit der gewöhnlichen Welt und „überhimmlische“ Wirklichkeit: Analyse des Höhlengleichnisses und der Unterscheidung zwischen sinnlicher Wahrnehmung und Ideenwelt.

2.2. Leibniz’ Serienmodell: Vorstellung der Theorie, dass Realität durch seriellen Zusammenhang und Übereinstimmung mit anderen Subjekten definiert wird.

3. Der potentielle Raum – ein moderner Wirklichkeitsbegriff: Erläuterung des Konzeptes nach Winnicott als Ort des Austausches zwischen Innen- und Außenwelt.

3.1. Potentieller Raum als Ort des Austausches zwischen Subjekt- und Objekt-Welt: Bedingungen für das Funktionieren dieses Raums und die Rolle der Technik.

3.2. „Invertierte Imitation“ als Gefährdung des individuellen potentiellen Raums: Diskussion der Gefahr, bei der die Abbildung zum Vorbild für die Wirklichkeit wird.

4. Fazit: Zusammenführende Bewertung der Kompatibilität der verschiedenen Ansätze mit der heutigen Medienwelt und die Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis.

Schlüsselwörter

Wirklichkeit, Virtualität, Platon, Leibniz, Winnicott, Potentieller Raum, Invertierte Imitation, Neue Medien, Informatisierung, Pädagogik, Algorithmus, Turing-These, Technik, Realitätswandel, Mediatisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von klassischen Wirklichkeitsbegriffen zu den durch moderne Technik und Neue Medien veränderten Realitätswahrnehmungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind ontologische und formale Wirklichkeitstheorien, der "potentielle Raum" nach Winnicott sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu erörtern, wie pädagogisches Handeln dem Prozess der "invertierten Imitation" entgegenwirken kann, um den Menschen als "Herrn seiner Geschöpfe" zu bewahren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, philosophisch-pädagogische Analyse, die zentrale Begriffe großer Denker mit zeitgenössischen medienpädagogischen Positionen synthetisiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung platonischer und leibnizscher Wirklichkeitsmodelle sowie die moderne Konzeption des "potentiellen Raums" und dessen Gefährdung durch die Verselbstständigung der Technik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wirklichkeit, Virtualität, Potentieller Raum, Invertierte Imitation, Neue Medien und Medienpädagogik.

Was ist mit "Invertierter Imitation" gemeint?

Damit ist der Prozess beschrieben, bei dem die mediale Abbildung der Welt zum Vorbild wird, an dem die reale Wirklichkeit gemessen und angepasst wird.

Warum spielt der Begriff "potentielle Raum" eine wichtige Rolle für die Bildung?

Der potentielle Raum fungiert als geschützter Bereich für kreative Begegnung; die Aufgabe der Bildung ist es, diesen Raum gegen rein technisch erzeugte Nötigungen zu verteidigen.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Schule im Kontext der Technik?

Die Schule soll nicht den technischen Fortschritt bremsen, sondern Schüler zu "problem-raisern" ausbilden, damit diese die Technik für ihre Zwecke dienstbar machen können, anstatt ihr zu unterliegen.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wirklichkeitsbegriffe im Zeichen Neuer Medien
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
1,0
Autoren
Vincent Steinfeld (Autor:in), Daniel Mielke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
30
Katalognummer
V71468
ISBN (eBook)
9783638632034
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirklichkeitsbegriffe Zeichen Neuer Medien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vincent Steinfeld (Autor:in), Daniel Mielke (Autor:in), 2006, Wirklichkeitsbegriffe im Zeichen Neuer Medien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/71468
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Leseprobe aus  30  Seiten
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