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Die Universalmethode des J.A. Comenius

Title: Die Universalmethode des J.A. Comenius

Term Paper , 2007 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Liliya Stoyanova (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods

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Summary Excerpt Details

Das Leben jedes einzelnen Individuums läuft in verschiedenen Phasen ab. Die längste Phase ist die der Bildung. Man lernt sein ganzes Leben lang. Lernen ist ein unvermeidbarer, lebenslanger Prozess. Als kleines Kind lernt man z.B. die Sprache, die Dinge, die Welt als Grundlage für seine weitere Entwicklung, für sein „Menschwerden“. Erst das Phänomen Sprache macht der Mensch zum Menschen. Sie ist die Voraussetzung für seine Existenz. In dem Moment als man die Sprache kennengelernt hat, geht er immer weiter und er kann ohne Hindernisse eine symbolische Welt aus Bedeutungen schaffen, die er mit anderen Menschen teilt. Weiterhin lernt man die Sprache durch die Dinge, die man sinnlich wahrnimmt. Dem Kind werden Bilder gezeigt und mithilfe der Erwachsenen und der Sprache erklärt. Erst dann kann das Kind ein Bild verstehen und durch seine Sinne wahrnehmen. Diese zwei Phänomene, nämlich Sprache und Dinge, bilden und erklären die Welt. Ein Teil dieser Phase der Bildung, die von großer Bedeutung ist, ist der Schulbesuch. Wer von uns hat in dieser „großen“ Institution keine Zeit verbracht? Sie hat die Funktion Wissen zu vermitteln und zu erziehen. In der Schule wird gelehrt und gelernt. Diese Prozesse finden meistens in Form vom Unterricht statt, wobei sehr wichtig ist wie dieses organisiert und strukturiert wird. Die Frage, welcher Lehrstoff vermittelt werden soll, damit die Schüler motiviert und gebildet werden können, beschäftigt die Menschen seit Jahrhunderten. Mit dieser Frage hat sich auch einer den größten und bedeutsamsten Philosophen, Theologe und Pädagoge Johann Amos Comenius (1592-1670) beschäftigt. Diese, so wichtige für die Pädagogik, Person ist aber viel weiter gegangen, indem sie sich auch Gedanken darüber gemacht hat, wie alle Bildung für alle Menschen gewährleistet werden kann oder über die Notwendigkeit einer Erziehung aller Menschen. Seine Philosophie, die auf die Besserung der Angelegenheiten der Menschen hinzielt, nannte Comenius Pansophie 1 : eine Allweisheitslehre, in der die wesentlichen Erkenntnisse aller Wissenschaften aufgezeigt werden. Aber ist es wirklich möglich alle Menschen alles zu lehren? Wenn ja, wodurch kann dieses erreicht werden? [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der „Orbis sensualium pictus“ und der Anschauungsbegriff bei Comenius

III. Die „Große Didaktik“ oder die „ Große Unterrichtslehre“

IV. Zusammenfassung

V. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den pädagogischen Schriften von Johann Amos Comenius auseinander, um dessen zentrale Lehr- und Lernmethoden zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie Comenius durch die Verbindung von sinnlicher Wahrnehmung und Begriffsbildung eine universelle Methode entwickelte, um Bildung für alle Menschen zu ermöglichen.

  • Die Bedeutung der sinnlichen Wahrnehmung für den Lernprozess.
  • Die Analyse des „Orbis sensualium pictus“ als didaktisches Werkzeug.
  • Die Konzepte der „Großen Didaktik“ zur Gestaltung des Schulwesens.
  • Die Vision der Schule als „Menschen-Werkstatt“ und lebenslanger Lernort.
  • Die theoretischen Grundlagen der „Pansophie“ (Allweisheitslehre).

Auszug aus dem Buch

II. Der „Orbis sensualium pictus“ und der Anschauungsbegriff bei Comenius

Der „Orbis sensualium Pictus“ des Comenius ist ein Buch des Ganzen (liber universalis). Es ist das Werk des J.A. Comenius, an dem sich sein Anschauungsbegriff erklären lässt. Es entstand 1650 als Comenius die Aufgabe von Sigismund Rakoczi bekommen hat, siebenbürgischen Schulen zu reformieren. In Sarospatak richtete er eine dreiklassige Lateinschule ein, wo er mit dem Lernerfolg nicht zufrieden war.

Der „Orbis sensualium pictus“ ist als Bilderbuch dazu gedacht, das Erlernen des Lateinischen zu erleichtern. Er ist in strenger Ordnung aufgebaut. Sein Prinzip ist klar und einfach: Sehen und Benennen. Der Hauptteil wird damit eingeleitet, dass der Lehrer den Schüler auffordert: „Komm her Knab! Lerne Weißheit“ und als der Schüler den Lehrer fragt, was Weißheit sei, antwortet er: „Alles, was notwendig ist, recht verstehen, recht thun, recht ausreden.“ Im Weiteren waren sie einig dass, unter Führung des Lehrers „in die Welt“ zu wandern und „alle Dinge“ zu „beschauen“.

In „Orbis pictus“ sind alle Lernabschnitte gleich aufgebaut. Über jedem Bild seht ein Text des jeweiligen Lernabschnitts in Latein und Deutsch. Wie oben erwähnt, ist der „Orbis pictus“ für Lateinschüler gedacht. Doch Comenius bezieht auch jüngere Kinder in seinem Gebrauch mit ein. Natürlich kann das kleine Kind die Ordnung der Welt nicht erkennen, aber es kann sich bei dem Anschauen der Bilder freuen, und die Vielfalt der abgebildeten Dinge kann sein Interesse wecken.

Charakteristisch für alle Bilder des „Orbis pictus“ ist ihre große Einfachheit in der Auffassung auch wenn sie häufig komplex gestaltete Zusammenhänge wiedergeben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die bildungstheoretischen Grundlagen von Comenius ein und formuliert die Fragestellung nach der Möglichkeit einer allgemeinen Bildung für alle Menschen.

II. Der „Orbis sensualium pictus“ und der Anschauungsbegriff bei Comenius: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung der sinnlichen Anschauung als Basis für die Begriffsbildung und beschreibt die methodische Struktur des „Orbis pictus“.

III. Die „Große Didaktik“ oder die „ Große Unterrichtslehre“: Hier wird das Konzept des Comenius für ein rational organisiertes, viergliedriges Schulsystem sowie die Vision der Schule als „Menschen-Werkstatt“ analysiert.

IV. Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die Bedeutung der pansophischen Bildungslehre und den nachhaltigen Einfluss des Bildes auf den modernen Unterricht.

V. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Sekundärliteratur zu den Werken von Comenius.

Schlüsselwörter

Johann Amos Comenius, Pädagogik, Orbis sensualium pictus, Große Didaktik, Anschauungsbegriff, Pansophie, Sinnliche Wahrnehmung, Menschen-Werkstatt, Schulsystem, Didaktik, Bildungslehre, Lebenslanges Lernen, Wissensvermittlung, Realismus, Unterrichtsmethode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den pädagogischen Theorien und Methoden von Johann Amos Comenius, insbesondere seinem Fokus auf die sinnliche Wahrnehmung und eine universelle Bildungslehre.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Im Zentrum stehen die didaktische Funktion von Bildern, die Strukturierung von Unterricht und die Vision einer Schule, die allen Menschen unabhängig von Herkunft oder Stand zugänglich ist.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Analyse der „Großen Didaktik“ und des „Orbis sensualium pictus“, um zu klären, wie Comenius seine Lehr- und Lernmethoden zur Verbesserung der menschlichen Bildung begründete.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse pädagogischer Primärschriften von Comenius sowie deren Interpretation durch einschlägige Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Anschauungsbegriffs anhand des „Orbis pictus“ und die Erläuterung der „Großen Didaktik“ als Grundlage für eine systematische Unterrichtsgestaltung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pansophie, Anschauung, Menschen-Werkstatt, lebenslanges Lernen und die didaktische Bedeutung des Bildes im Unterricht.

Warum hält Comenius die „sinnliche Anschauung“ für so wichtig?

Weil nach Comenius der Verstand nur dann Begriffe korrekt bilden kann, wenn das Wissen zuvor durch die Sinne aufgenommen und im Bild veranschaulicht wurde.

Was versteht man bei Comenius unter der „Menschen-Werkstatt“?

Dies ist eine Metapher für die Schule, in der mittels verlässlicher Methoden und Instrumente jeder Mensch systematisch zu einem gebildeten und vernünftigen Wesen geformt werden soll.

Inwiefern kann man Comenius als einen Vorreiter des lebenslangen Lernens bezeichnen?

Die Arbeit argumentiert, dass Comenius Bildung als einen Prozess von der „Wiege bis zur Bahre“ betrachtet, womit er den modernen Begriff des lebenslangen Lernens bereits im 17. Jahrhundert vorwegnahm.

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Details

Title
Die Universalmethode des J.A. Comenius
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Liliya Stoyanova (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V70746
ISBN (eBook)
9783638618298
Language
German
Tags
Universalmethode Comenius
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liliya Stoyanova (Author), 2007, Die Universalmethode des J.A. Comenius, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/70746
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