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Über das Verhältnis von Kunst und Leben in Nietzsches Kunstbetrachtung

Titel: Über das Verhältnis von Kunst und Leben in Nietzsches Kunstbetrachtung

Hausarbeit , 2019 , 17 Seiten

Autor:in: Amon Raun (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In Heraklit sieht Nietzsche sowohl eine alternative Möglichkeit neben der Metaphysik als auch eine andere Denkweise neben der theoretischen, die im ästhetisch orientierten Philosophieren Heraklits besteht. Das meint das Begreifen des Wesens einer Sache in seiner Schönheit, wobei Heraklit selbst keine Theorie des Schönen aufstellt. Der Begriff einer ästhetischen Weltbetrachtung stammt dabei aus Nietzsches Auseinandersetzungen mit Heraklit, wobei es bei Heraklit keine Ästhetik im modernen Sinne gibt, sondern eher eine Philosophie der Schönheit, die wir nun aufzeigen. Für diesen liegt die Schönheit in der Harmonie. Die Harmonie fügt Gegensätzliches zusammen und lässt sich als eine Art Krieg verstehen, denn die Harmonie lebt aus der erschaffenen Spannung und dem Streit der widerstrebenden Kräfte als ein schöner Einklang.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Der Ursprung ästhetischer Weltbetrachtung in der Philosophie

2. Die metaphysische Differenz

2.1 Der Wert der Wahrheit

2.2 Abschaffung der Metaphysischen Differenz

3. Die Optik des Lebens – Dasein als ästhetisches Phänomen

3.1 Die griechische Tragödie: Nietzsches frühe metaphysische Kunstbetrachtung

3.2 Nietzsches späte physiologische Kunstbetrachtung

4. Schluss - Die Psychologie des Künstlers

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Kunst und Leben im Denken Friedrich Nietzsches. Das Hauptziel besteht darin, Nietzsches Abkehr von der klassischen metaphysischen Weltbetrachtung hin zu einer ästhetischen bzw. physiologischen Deutung des Daseins aufzuzeigen, um zu klären, welche Rolle die Kunst bei der Sinnstiftung gegenüber einem drohenden Nihilismus einnimmt.

  • Ursprung ästhetischer Weltbetrachtung bei Heraklit
  • Kritik an der metaphysischen Differenz und dem Willen zur Wahrheit
  • Das Dasein als ästhetisches Phänomen und die "Optik des Lebens"
  • Psychologische Grundlagen des künstlerischen Schaffensprozesses
  • Apollinisches und Dionysisches als Modi des Rausches

Auszug aus dem Buch

Die metaphysische Differenz

„Die Welt scheiden in eine ‚wahre‘ und eine ‚scheinbare‘, sei es in der Art des Christenthums, sei es in der Art Kant´s (eines hinterlistigen Christen zu guterletzt) ist nur eine Suggestion der décadence, - ein Symptom niedergehenden Lebens…“

Für Nietzsche ist das abendländische Denken stets durch diese metaphysische Differenz geprägt und sieht sie als höchst schädlich an, aber wohr kommt es, eine wahre Welt anzunehmen und das Diesseits als scheinbare Welt zu glauben? Der Begriff des Scheins wird hier negativ verwendet. Demnach ist der Schein hier ein bloßer Anschein, dem keine Wahrheit zukommt. In der abendländischen Metaphysik bildet sich Nietzsche zufolge ein Wille zur Wahrheit, der sich in zuerst als eine Was-Frage zeigt. In Sokrates Auseinandersetzung mit den Sophisten gebraucht Platon diese Frage nach der Washeit, um die bloße Meinung vom Wissen zu unterscheiden. Aristoteles folgt diesem Gedanken. Demnach liegt das Wissen der Wahrheit in der Was-Bestimmtheit, also der Essenz eines Dinges. Dieser Bezug auf das wesentliche Sein ist wegweisend. Der Mensch erlangt Erkenntnis, indem er das, was ihm in seinem Bereich der Wahrnehmung begegnet, auf seine Was-Bestimtheit befragt. Indem er von des Dinges sinnlicher Erscheinung wegsieht und auf das unveränderliche, allgemeine Wesen schaut, stärkt sich sein Halt in der Welt, die ansonsten unter wechselnden Sinneseindrücken verschieden und ungewiss erscheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Der Ursprung ästhetischer Weltbetrachtung in der Philosophie: Dieses Kapitel verortet den Ursprung von Nietzsches ästhetischer Weltbetrachtung in der Philosophie Heraklits und erläutert das Konzept einer Harmonie im Streit der Kräfte.

2. Die metaphysische Differenz: Es wird die abendländische Tradition der Unterscheidung zwischen einer wahren und einer scheinbaren Welt kritisiert, wobei der Wille zur Wahrheit als lebensverneinend entlarvt wird.

2.1 Der Wert der Wahrheit: Hier wird hinterfragt, welche Triebkräfte hinter dem Willen zur Wahrheit stehen und wie dieser zu einer Entwertung des sinnlich-leiderfüllten Daseins führt.

2.2 Abschaffung der Metaphysischen Differenz: Dieses Kapitel analysiert Nietzsches Prozess der Überwindung der metaphysischen Trennung, kulminierend in der Diagnose eines "Endes des längsten Irrtums".

3. Die Optik des Lebens – Dasein als ästhetisches Phänomen: Es wird dargelegt, wie die Kunst in Nietzsches Denken zur notwendigen Bedingung wird, um das Dasein aus einer pessimistischen Sichtweise in eine bejahende zu überführen.

3.1 Die griechische Tragödie: Nietzsches frühe metaphysische Kunstbetrachtung: Dieses Kapitel thematisiert den "metaphysischen Trost", den die griechische Tragödie trotz der Darstellung des menschlichen Leidens bietet.

3.2 Nietzsches späte physiologische Kunstbetrachtung: Hier wird der Wandel von der metaphysischen Deutung hin zu einer physiologisch begründeten Kunsttheorie vollzogen, in der die Kunst als "Stimulans zum Leben" fungiert.

4. Schluss - Die Psychologie des Künstlers: Das abschließende Kapitel untersucht den Schaffensrausch als physiologische Bedingung und die Rolle des Apollinischen und Dionysischen bei der Gestaltung des Lebens.

Schlüsselwörter

Friedrich Nietzsche, Metaphysische Differenz, Ästhetische Weltbetrachtung, Wille zur Wahrheit, Optik des Lebens, Kunst, Dasein, Tragödie, Dionysisch, Apollinisch, Rausch, Lebensbejahung, Nihilismus, Identität, Psychologie des Künstlers

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Nietzsches philosophische Auseinandersetzung mit Kunst und Leben sowie seine Kritik an der klassischen abendländischen Metaphysik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Begriffe der metaphysischen Differenz, der ästhetischen Weltbetrachtung, das Konzept des "Willens zum Schein" und die physiologische Interpretation künstlerischen Schaffens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Nietzsches Weg von der frühen metaphysischen Kunstbetrachtung hin zu einer späteren physiologischen Sichtweise aufzuzeigen und die erlösende Funktion der Kunst gegenüber dem Pessimismus zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer philosophiegeschichtlichen Textanalyse und Interpretation von Nietzsches Werk, insbesondere der "Götzendämmerung" und "Die Geburt der Tragödie".

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kritik an der "wahren Welt", die Entwicklung der "Optik des Lebens" anhand der griechischen Tragödie und die psychologische Untersuchung des Rausches als schöpferische Kraft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nietzsche, metaphysische Differenz, Kunst, Dasein, Dionysisch, Apollinisch, Rausch und Lebensbejahung.

Wie unterscheidet sich Nietzsches späte Kunstbetrachtung von der frühen?

Die frühe Phase sucht noch nach einem metaphysischen Trost durch die Kunst, während die späte Phase die Kunst physiologisch als stimulierendes Mittel innerhalb der einen, physischen Welt versteht.

Was bedeutet in diesem Kontext der "Wille zum Schein"?

Der Wille zum Schein bezeichnet Nietzsches Gegenentwurf zum Willen zur Wahrheit, der das Leben bejaht, indem er die Welt als ästhetisches Phänomen interpretiert und gestaltet, anstatt nach einer objektiven Wahrheit zu suchen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Über das Verhältnis von Kunst und Leben in Nietzsches Kunstbetrachtung
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar: Nietzsches Götzen-Dämmerung
Autor
Amon Raun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V704284
ISBN (eBook)
9783346177308
ISBN (Buch)
9783346177315
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Götzen-Dämmerung Nietzsche Kunst Ästhetik Lebensphilosophie Dionysisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Amon Raun (Autor:in), 2019, Über das Verhältnis von Kunst und Leben in Nietzsches Kunstbetrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/704284
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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