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Noch der Gott der Väter? Jüdisches Gottesverständnis und christliche Trinitätstheologie: Einheit, Ergänzung oder Widerspruch?

Title: Noch der Gott der Väter? Jüdisches Gottesverständnis und christliche Trinitätstheologie: Einheit, Ergänzung oder Widerspruch?

Term Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Peter Kühn (Author)

Theology - Systematic Theology

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Summary Excerpt Details

Christlicher und jüdischer Glaube haben eine gemeinsame Wurzel im alttestamentlichen Judentum und ein gemeinsames Ziel: den Gott Israels, den Vater Jesu Christi. Jesus rief in seiner Predigt zur Buße und zur Umkehr zu Gott auf, "...denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen" (Mt. 4, 17). Trotz vieler Gemeinsamkeiten in ganz wesentlichen Dingen gibt es aber auch gewichtige Trennlinien zwischen Judentum und Christentum. Eine der entscheidenden dieser Trennlinien ist die christliche Lehre von der Trinität Gottes. Von jüdischer Seite wird den Christen vorgeworfen, sie hätten sich vom strikten Monotheismus abgekehrt zum Quasi-Tritheismus. Die christliche Seite meint, das Judentum würde Gottes Offenbarung leugnen bzw. ablehnen oder hätten lediglich Bezug zu einer "Person" Gottes - nämlich Gott dem Vater/Schöpfer. Trotzdem bekennen beide Seiten den biblisch bezeugten Gott. Angesichts solcher Widersprüche drängt sich die Frage auf: Glauben wir an den selben Gott?

Es kann hier nicht um einen detaillierten Vergleich jüdischen und christlichen Gottesverständnisses gehen (zumal es diese in 100%iger Reinkultur gar nicht gibt!), sondern vor allem um die Frage, ob Trinitätstheologie notwendigerweise jüdischem Gottesverständnis widersprechen muß oder ob hier Anknüpfungspunkte zur Verständigung gegeben sein könnten. Der vorliegende Text ist der vorsichtige Versuch einer Annäherung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkungen

2. Das jüdische Gottesverständnis

2.1. Monotheismus

2.2"Jüdische Dogmatik"

2.3 Partner und Kinder Gottes

2.3.1 Thora

Exkurs: Hebräisches und Hellenistisches Denken

3. Trinität

3.1 Geschichtliche Aspekte und Gründe zur Entfaltung der Trinitätslehre

3.2 Biblische Voraussetzungen

3.3 Probleme der Trinitätslehre

3.4 Aussagen der Trinitätslehre

3.5 Symbol des Glaubens

4. Dialog

5. Verzeichnis der verwendeten Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem jüdischen Gottesverständnis und der christlichen Trinitätslehre. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Trinitätstheologie notwendigerweise dem jüdischen Gottesbild widerspricht oder ob Anknüpfungspunkte für ein gegenseitiges Verständnis existieren, ohne die jeweiligen theologischen Identitäten aufzugeben.

  • Grundlagen des jüdischen Monotheismus und Gottesverhältnisses.
  • Entstehung und biblische Fundierung der christlichen Trinitätslehre.
  • Kritische Reflexion der theologischen Probleme beider Konzepte.
  • Die Rolle der Symbolik im christlichen Glauben.
  • Möglichkeiten und Grenzen des christlich-jüdischen Dialogs.

Auszug aus dem Buch

Exkurs: Hebräisches und Hellenistisches Denken

Um jüdische und christliche Gottesvorstellungen ins Gespräch zu bringen ist es wichtig zu wissen, daß beide auf recht verschiedenen Denkmodellen beruhen. "Das hebräische Denken geht vom jeweils Konkreten aus und führt vom Einzelfall ins Allgemeine. Das systematische Denken von Aristoteles bis Hegel geht aber den umgekehrten Weg, führt vom Allgemeinen zum Sonderfall." Das jüdisch orientalische Denken kennt keinen absoluten Wahrheitsbegriff mit dem Ziel eines 100%igen Wissens und Festlegens. Dies ist dem griechischen Denken immanent.

"Texte werden (im jüd. Kontext, d.V.) je nach Situation das eine Mal so ausgelegt und in einem anderen Fall wiederum angemessen anders. Das Paradoxe in der Realität wird als Faktum genommen... Man ist bestrebt, die Realität gerade so zu sehen und zu nehmen, wie sie nun einmal ist." Da das hebräische Denken kasuistisch, auf Fälle bezogen ist, ist ihm eine systematische Darstellung von Glaubensinhalten eigentlich wesensfremd.

"Der gravierendste Unterschied wird in einer Ausrichtung zum Nicht-Ich deutlich", also eine Ausrichtung in Richtung Gemeinschaft, Volk usw. Im griech. Denken dagegen spielt die Individualisierung des einzelnen eine wesentlich bedeutendere Rolle (wie man am hellenistisch geprägten heutigen Europa deutlich sehen kann). In dieser, uns geläufigen, Denkweise spielt die nahe oder fernere Zukunft die vordergründige Rolle, man kann sagen, daß Denken ist auf die Zukunft ausgerichtet und sowohl Gegenwart als auch Vergangenheit sind Stadien auf dem Weg dorthin. Dagegen wird im hebräischen und orientalischen Denken "...das Leben ... auf das Hier und Heute ausgerichtet...", "...wird die Vergangenheit, das grundlegende Heilsereignis, als immerwährender Ursprung stets neu vergegenwärtigt."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkungen: Die Einleitung beleuchtet die gemeinsamen Wurzeln von Judentum und Christentum und thematisiert die grundlegende Spannung zwischen dem strikten Monotheismus und der trinitarischen Gotteslehre.

2. Das jüdische Gottesverständnis: Dieses Kapitel erläutert den Monotheismus als Kern des Glaubens, die Bedeutung der Thora und das Verständnis des Menschen als Partner Gottes innerhalb einer diesseitsbezogenen Religion.

3. Trinität: Hier werden die historischen Ursprünge der Trinitätslehre, deren biblische Basis sowie die damit verbundenen systematischen Probleme und Deutungsversuche kritisch hinterfragt.

4. Dialog: Das abschließende Kapitel diskutiert die Notwendigkeit eines theologischen Dialogs und zeigt auf, dass trotz unterschiedlicher Zugänge ein gemeinsames Zeugnis für den Schöpfergott möglich bleibt.

5. Verzeichnis der verwendeten Literatur: Auflistung der im Text zitierten theologischen Standardwerke und Quellen.

Schlüsselwörter

Judentum, Christentum, Gottesverständnis, Trinität, Monotheismus, Dialog, Thora, Hebräisches Denken, Hellenistisches Denken, Gottesbeziehung, Theologie, Glaubenssymbole, Offenbarung, Schöpfergott, Interreligiöser Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die theologischen Differenzen und Gemeinsamkeiten zwischen dem jüdischen Monotheismus und dem christlichen Trinitätsglauben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Gottesvorstellungen, den Einfluss hellenistischer versus hebräischer Denkweisen sowie die Entwicklung und Kritik der Trinitätslehre.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die christliche Trinitätstheologie zwingend im Widerspruch zum jüdischen Gottesverständnis steht oder ob ein konstruktiver Dialog möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Verfasser nutzt eine theologisch-hermeneutische Analyse, die theologische Literatur sowie biblische Quellen auswertet und vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse jüdischer Glaubensgrundlagen, eine Untersuchung der Entstehung der christlichen Trinitätslehre sowie deren kritische Problematisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Monotheismus, Trinität, Gottesverständnis, Jüdisch-christlicher Dialog und hebräisches Denken.

Warum wird die Rolle des hebräischen Denkens so betont?

Der Autor argumentiert, dass das griechisch geprägte systematische Denken die ursprüngliche Offenbarungsdynamik des Judentums verfremden kann und daher für das Verständnis von Jesus und dem frühen Glauben kritisch reflektiert werden muss.

Wie bewertet der Autor den Begriff "Trinität"?

Er versteht Trinität nicht als mathematische Formel, sondern als "Symbol des Glaubens", das christliche Gotteserfahrungen in verschiedenen "Orten" des Seins zusammenfasst.

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Details

Title
Noch der Gott der Väter? Jüdisches Gottesverständnis und christliche Trinitätstheologie: Einheit, Ergänzung oder Widerspruch?
College
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Grade
1,0
Author
Peter Kühn (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V70244
ISBN (eBook)
9783638624985
ISBN (Book)
9783638774123
Language
German
Tags
Noch Gott Väter Jüdisches Gottesverständnis Trinitätstheologie Einheit Ergänzung Widerspruch jüdische Theologie Trinität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Kühn (Author), 2004, Noch der Gott der Väter? Jüdisches Gottesverständnis und christliche Trinitätstheologie: Einheit, Ergänzung oder Widerspruch?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/70244
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